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17.10.2023 Die FR erkundet mit Amanda Petrusichs Buch "Um keinen Preis verkaufen"
die faszinierende Welt der Schellack-Schallplatten-Sammler. Die FAZ empfiehlt Martin Mainkas erhellendes Buch über die ambivalente Funktion von Transparenz im politischen Raum. Außerdem steigt sie begeistert ein in Sarah Bakewells Humanismus-Wimmelbuch "Wie man Mensch wird", fragt sich am Ende aber, wo der Posthumanismus bleibt.

16.10.2023 Dlf Kultur entdeckt freudig das Werk des slowenischen Zwischenkriegs-Autoren Slavko Grum, der von den Wechselwirkungen von Liebe und Gewalt erzählt. Außerdem erkundet er mit den Aufzeichnungen des Autors und "obsessiven Wanderers" Hans Jürgen von der Wense das ganze Universum im Kleinen. Die FAZ bekommt mit einer hervorragenden Hörspielfassung von F. Scott Fitzgeralds "The Great Gatsby" Lust auf ausschweifende Parties. Die SZ empfiehlt zwei Bände, die die Probleme der deutschen Politik, aber auch Lösungswege aufzeigen.

14.10.2023 Die taz erfährt von Julia Bernstein, dass Juden in Deutschland oft mit Überforderung begegnet wird. Die FAZ greift zu Erzählungen des jiddischen Autors Dovid Bergelson, der ihr unter anderem von sowjetischer Siedlungspolitik erzählt. Außerdem empfiehlt sie zwei Bände zum Thema Klimawandel und Demokratie. Dlf und NZZ sind sich uneins über Thomas Hettches Roman „Sinkende Sterne“: Eine „klugen Abgesang auf die Postmoderne" liest die NZZ, ein bisschen viel des Guten, meint der Dlf. Außerdem habe wir bereits die Literaturbeilagen von Welt und FAS zur Buchmesse ausgewertet: Hervorzuheben sind Hymnen auf Daniel Kehlmanns neuen Roman und Georgi Demidows Roman "Fone Kwas oder der Idiot".

13.10.2023 Als wertvollen Beitrag zum Verständnis Israels und des Nahost-Konflikts würdigt der Dlf Saul Friedländers Tagebuch "Blick in den Abgrund". Mit Sarah Bakewell begibt er sich auf eine tour d'horizon durch die Geschichte des humanistischen Denkens. Die SZ blickt mit Norbert Frei auf die Bundespräsidenten und die NS-Vergangenheit. Die FAZ denkt mit Armin Nassehi frisch über "Gesellschaftliche Grundbegriffe" nach. Als "Nummernrevue der Verluste" empfiehlt die NZZ Erzählungen von Isolde Schaad.

12.10.2023 Vielleicht keine anspruchsvolle Literatur, aber doch ein
Zeitdokument liest die
FAZ mit
Hans Flesch-
Brunningens 1939 im englischen Exil erschienenen Roman "Maskerade". Die
NZZ empfiehlt wärmstens die von Daniel Leese und Shi Ming herausgegebenen Schlüsseltexte zum "
Chinesischen Denken der Gegenwart". Der
Dlf lässt sich von
Dulce Maria Cardoso mit "Eliete" in das ganz normale Leben einer
portugiesischen Hausfrau einführen. Außerdem haben wir die
Literaturbeilage der Zeit ausgewertet, alle Notizen
finden Sie hier. Besonders hervorgehoben sei die Hymne auf
Viktor Jerofejews neuen Roman "Der Große Gopnik".

11.10.2023 Die FAZ blickt entgeistert auf Max Porters Teenager Shy - so nah ist sie einem Systemsprenger vielleicht noch nie gekommen. Die SZ versucht mit Daniel Kehlmanns Pabst-Roman "Lichtspiel" warm zu werden. Die FR erkennt mit Anne Rabes "Die Möglichkeiten von Glück" die Schattenseiten der DDR. Dlf Kultur findet das Glück in Philip Waechters Bilderbuch "Weltreise mit Freunden".

10.10.2023 FAZ und Dlf empfehlen Günther Seuferts und Christopher Kubasecks kompakten Überblick zu den aktuellen Krisen in der Türkei. Die FAZ heilt außerdem ihre von schnöder Gegenwartsliteratur gebeutelte Seele mit Marion Poschmanns "Chor der Erinnyen". Die FR bricht mit Evelyn Roll das familiäre Schweigen. Die SZ lässt sich mit Thomas Hettche durch ein Reich der Mythen treiben. Und die taz taucht mit Francesca Cartier Brickell in die Geschichte der Cartier-Dynastie.

09.10.2023 Die taz liest Daniel Kehlmanns neuen Roman "Lichtspiel" über den Regisseur G.W. Pabst, der aus dem Exil nach Deutschland zurückkehrte, um unter den Nazis Filme zu drehen, mit gemischen Gefühlen. Die NZZ besucht mit Oliver Schulz die "Neue Weltmacht Indien". Gaia Vince mag ein Star der neuen Öko-Publizistik sein - die SZ will bei ihrem Vorschlag, den Klimawandel mit Atomkraft zu bekämpfen, nicht mitmachen. Viel lieber ist der SZ Jürgen Resch von der "Deutschen Umwelthilfe", der in "Druck machen!" seinen Kampf gegen die Lobbys schildert.

07.10.2023 Die FAZ liest Daniel Kehlmanns Roman über G.W. Pabst. Und lernt von Johannes Ehrmann, welche Rolle eine deutsche Familie bei der Gründung der USA spielte. Die FR lernt mit Sylvie Schenk "Maman" kennen. Die NZZ denkt mit Miranda Fricker über "Epistemische Ungerechtigkeit" nach. Der Dlf nistet sich mit Thomas Lehrs Außerirdischen in das Hirn von Manfred ein. Die SZ lernt aus zwei neuen Büchern von Manon Garcia und Johannes Kleinbeck, warum Sex nicht nur Privatsache ist.

06.10.2023 Die taz blickt mit José-Louis Bocquets und Catel Mullers Graphic Novel über die Filmpionierin Alice Guy in die Filmgeschichte um die Jahrhundertwende. Die SZ ist ganz verliebt in David Grossmans zweites Kinderbuch über die Beziehung zwischen einem Enkel und seinem Opa. Dlf Kultur staunt, wie reich ihn der Blick Heinrich August Winklers auf das Verhältnis der Deutschen zur Revolution beschenkt. Mit Frank Witzel driftet er in Bernhard'sche Satzkaskaden ab.