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20.03.2025 Die Zeit ist heute mit ihrer Literaturbeilage erschienen: Dickes Lob gibt es für Oliver Lovrenskis rauen Debütroman "bruder, wenn wir nicht family sind, wer dann", der vier Osloer Jungs mit Migrationshintergrund durch deren Alltag folgt. Und für Ricarda Messners Vergangenheitsinventur in ihrem Roman "Wo der Name wohnt" (alle Notizen zur Zeit-Beilage finden Sie hier). FAZ und Welt empfehlen Annett Gröschners wunderbar facettenreichen Familienroman "Schwebende Lasten", der der Blumenbinderin und späteren Kranführerin Hanna Krause in Magdeburg durchs 20. Jahrhundert folgt. Die NZZ denkt mit Andreas Rödder über den "Verlorenen Frieden" nach. Schlauen Kindern empfiehlt der Dlf ein Sachbuch über die "Zukunft auf dem Mars".

19.03.2025 Die FAZ erfährt aus Roberto Savianos neuem Buch "Treue", dass die Frauen in der Mafia genauso skrupellos sind wie ihre Männer. Außerdem empfiehlt sie Arnold Zweigs Roman "De Vriendt kehrt heim" als nuancierte Darstellung der Facetten des jüdisch-arabischen Konflikts. Die FR begeistert sich für Cristina Henríquez' lebendigen Historienroman über den Bau des Panama-Kanals. Und Dlf-Kultur leistet mit Tamara Dudas "Donezk Girl" Widerstand.

18.03.2025 Die Kritiker verschlingen Christoph Heins neuen Roman "Das Narrenschiff", in dem die FAZ sein "Opus magnum" erkennt. Auch die FR empfiehlt diese DDR-Chronik und ihre fein gezeichneten Figuren wärmstens. Der taz gefällt die melancholische, norddeutsch-reservierte Mentalität von Kristine Bilkaus Roman "Halbinsel". Dlf Kultur wird nostalgisch, wenn er Andreas Maiers Roman "Der Teufel" liest, der ihn in die Zeit des "Blauen Bocks" zurückversetzt. Und Dlf staunt, wie Christian Kracht in "Air" germanische Mythologie, KI-Fantasien und Yeats-Visionen unter einen Hut bringt.

17.03.2025 Die SZ lacht sich kaputt über Robert Seethalers und Marcus Weimers Comic "Trotteln". Außerdem macht sie in Helene Hegemanns neuem Roman "Striker" die Bekanntschaft einer unliebsamen Doppelgängerin. Dlf empfiehlt Serhij Zhadans Erzählungsband "Keiner wird um etwas bitten" über ukrainische Kriegsschicksale als "unaufdringlich menschenfreundlich". Dlf Kultur lernt von Jocho Yamamoto, was Bushido mit den Samurai zu tun hat. Und die FAZ spitzt die Ohren bei einer Hörbuchfassung von Choderlos de Laclos' Briefroman "Gefährliche Liebschaften".

15.03.2025 Die FAZ vertieft sich in eine Technikgeschichte von Martina Heßler. Und: Martin Mosebach kann auch mit Frauen, lernt sie, es muss halt "Die Richtige" sein. Die FR sucht mit Ines Berwings Gedichtband "zertanzte schuhe" nach der Sinnhaftigkeit von Sprache. Feinstes britisches nature writing liest die SZ in Chloe Daltons Geschichte einer ungewöhnlichen Begegnung: "Hase und ich".

14.03.2025 Die NZZ staunt, wie menschenfreundlich der ukrainische Autor Serhij Zhadan vom Krieg erzählt. Dlf und Dlf Kultur dringen mit Helene Hegemanns rotzig-treffsicherem Berlin-Roman vor zu den Marginalisierten unserer Gesellschaft. Die FR bewundert, wie Jessica Anthony den Alltag einer Ehe im Jahr 1957 hintupft. Die FAZ dekonstruiert mit dem Historiker Jan Markert Bismarck zugunsten Wilhelm I. Verstörende Daten und Fakten zur Ausbeutung von Arbeitern des globalen Südens durch die Tech-Konzerne entnimmt Dlf Kultur dem Band „Digitaler Kolonialismus“.

13.03.2025 Klug und feinsinnig findet die FAZ Antje Ravik Strubels neuen Roman "Der Einfluss der Fasane" über eine Berliner Feuilletonchefin, der ein Selbstmord zur Last gelegt wird. Die Zeit sieht in Chaim Nachman Bialiks Erzählungsband "Wildwuchs" über jüdisches Leben in Wolhynien das "literarische Äquivalent" zu einem Chagall-Gemälde. Dlf Kultur hat seinen Spaß an den erotischen Horrorgeschichten von Asja Bakic in "Leckermäulchen". Und Dlf applaudiert Khashayar J. Khabushani für seine iranisch-amerikanische Coming-of-Age-Geschichte "Kein Licht wie die Sonne".

12.03.2025 Die Kritiker stürzen sich auf Martin Mosebachs neuen Roman "Die Richtige", der das Verhältnis zwischen Künstler und Modell in den Blick nimmt: "Böse aber realistisch", urteilt die FR, ein geradezu meisterhaftes Porträt des Kunstbetriebs bejubelt die NZZ. Die FAZ empfiehlt Johan Harstads Roman "Unter dem Pflaster liegt der Strand". Die SZ vertieft sich in die Neuedition von Stefan Zweigs unvollendetem Roman "Clarissa", der sie unangenehm an die Gegenwart erinnert. Dlf Kultur lernt von Everett Caleb unter anderem, dass die russische Sprache zwischen "hellblau" und "dunkelblau", aber nicht "blau" unterscheidet.

11.03.2025 Die SZ wird vom "planetaren Magnetsturm" in Christian Krachts neuem Roman "Air" mitgerissen. Im besten Sinne beunruhigend findet die FAZ Vigdis Hjorths neuen Roman "Wiederholung". Außerdem macht sie sich mit den Essays des französisch-jüdischen Intellektuellen Vladimir Jankélévitch Gedanken über den "Geist des Widerstandes". Die FR kämpft mit Heike Geißler gegen die "Verzweiflungen" der Gegenwart. Und Dlf flaniert mit Hugo Lindenbergs Protagonist durch Paris, bis dieser jäh von seiner Vergangenheit eingeholt wird.

10.03.2025 Die SZ sucht mit Janosch Schobin einen Weg aus der postmodernen Einsamkeit. Die Welt lernt bei Douglas Rushkoff, wie sich die reichsten der Reichen auf den Weltuntergang vorbereiten. Die FR lässt sich von Christopher Kopper das Leben der kommunistischen Widerstandskämpferin Olga Benario erzählen. Die taz springt mit Bea Davis in "Super-GAU" zwischen Fukushima und dem Kotti in Berlin hin und her. Dlf untersucht mit Anna Lowenhaupt Tsing die "Friktionen" zwischen Einheimischen und Profitjägern im Regenwald von Borneo.