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01.04.2025 Die FAZ fühlt sich bestens unterhalten von Simon Ravens "sardonisch-gemeiner" Gesellschaftssatire "Die Überlebenden". Mit Roland Lochte macht sie sich Gedanken über die Rolle des Westens im Afghanistan-Krieg. Die NZZ schmökert in den Gedichten Mascha Kalékos, herausgegeben von Daniel Kehlmann. Die SZ zieht sich mit Katharina Köllers Roman "Wild wuchern" in ein vermeintliches Tiroler Berg-Idyll zurück. Dlf Kultur reist mit Hartmut Lange zu den Gladiatoren, den Medici und Goethe - und findet überall Mord und Totschlag.

31.03.2025 Die SZ treibt sich mit dem Erzähler aus Juri Felsens Roman "Getäuscht" im Paris der zwanziger Jahre herum und verliebt sich unglücklich. Dlf Kultur buhlt derweil im flirrenden Warschau des neunzehnten Jahrhunderts mit Boleslaw Prus um die Hand einer Adeligen. Die FAZ macht sich mit Carolin Stüdemann Gedanken über "Die Zukunft unseres Wassers". Dlf fragt mit Kristine Bilkau in "Halbinsel", was Sprache noch gegen den Kollaps der Welt ausrichten kann.

29.03.2025 Die SZ schmökert dankbar in Emmanuel Carrères Frühwerk "Ich lebe und ihr seid tot" über Philip K. Dick
. Ebenfalls die SZ hätte es vorher nicht geglaubt - aber der Fotograf Juergen Teller überzeugt sie mit einem Fotobuch über Auschwitz und Birkenau. Unterseekabel sind überlebenswichtig, lernt die FR bei Colum McCann. Und was sind das nur für "hohle, ellipsoide Körper mit unbekannter Funktion", auf die die Roboter William & Meriwether in Tat’ána Rubášovás "wundersamer Mission" stoßen, fragt die taz.

28.03.2025 Die FAZ lernt in Julian Bagginis Globalgeschichte die Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen westlicher und nichtwestlicher Philosophietradition kennen. Bei Friedrich von Borries erfährt sie, wie das architektonische Anthropozän ins Stottern kommt. Die FR lässt sich von Muriel Asseburg über Hintergründe und Folgen des 7. Oktobers aufklären. Die NZZ wird von Sophie Hunger zum „Walzer für Niemand“ gebeten. Der Dlf empfiehlt Sunil Amriths Globalgeschichte der Umwelt. Und Dlf Kultur lernt bei Alexandra Bleyer wichtige Revolutionärinnen und bei Lidia Jorge den Alltag in einem portugiesischen Pflegeheim kennen.

27.03.2025 Die
SZ liest mit
Suzanne Collins "Die Tribute von Panem L" das
beste Buch aus der Reihe bislang. Die
Zeit übt mit
bewegungsintensiven Kindern im Flur "Muskelsalat". Die
FAZ huldigt der
dinarischen Primel in
Asja Bakics "Leckermäulchen". Die
FR ermittelt mit Commissaire
Armand Gamache in Quebec.
Roberto Saviano erzählt Geschichten über die
Frauen in der Mafia, und das macht er laut
NZZ fast zu gut. Die
taz nimmt in ihrer heute beiliegenden Literaturbeilage mit
Petra Thorbrietz das "System Orbán" auseinander.
Alle Notizen zur taz-Beilage finden Sie hier.

26.03.2025 Die FAZ sieht Daniel Cohn-Bendit und Claus Leggewie gerne beim "dialogischen Pas de deux" zu, den sie in "Zurück zur Wirklichkeit" hinlegen. Fasziniert ist sie außerdem von Faruk Sehić' Roman "Von der Una", der weder vor der Brutalität des Bosnienkrieges, noch vor der des Erzählers halt macht. Die FR empfiehlt dringend die Re-Lektüre von Thomas Manns BBC-Reden an die Deutschen. Die SZ bewundert, wie Martin Mosebach in seiner Künstlersatire "Die Richtige" die Finsternis der Gegenwart hervortreten lässt.

25.03.2025 Die SZ lobt euphorisch Jule Govrins Band "Universalismus von unten" als philosophischen Gegenentwurf zur libertären Doktrin. Der FAZ wird ganz anders, wenn sie sich mit Carlo Masala vorstellt, was geschieht, "Wenn Russland gewinnt". Die NZZ liest gebannt Georgi Demidows Roman "Zwei Staatsanwälte", in dem ein junger Jurist unter Stalin für Gerechtigkeit kämpft. Dlf empfindet schieres Leseglück mit Garielle Lutz Erzählungsband "Ich wirkte lebendig". Und Dlf Kultur empfiehlt "Chagallsche Landschafts- und Menschenzeichnungen" von Chaim Nachman Bialik.

24.03.2025 Die FAZ schmökert in neuen Kinderbüchern: mit Jean-Claude Mourlevats Igel "Jefferson" löst sie einen Kriminalfall und von Alois Prinz lässt sie sich das Leben Albert Schweitzers kindgerecht erzählen. Die FR freut sich über die Klugheit, mit der Yasmina Reza in "Die Rückseite des Lebens" die Finsternis ausleuchtet. Die SZ ergründet mit Martin Mulsow die Geschichte der Gefühle im 18. Jahrhundert. Die Welt blickt mit Laura Wiesböck kritisch auf die Online-Diagnosen von selbsternannten "Mental-Health"-Experten auf Instagram.

22.03.2025 Die FAZ lauscht in Henning Ziebritzkis Coming-of-Age-Roman „Brand“ Vokalen, die klingen, wie Murmeln, die leise gegeneinanderklacken. Von Adam Kirsch lässt sie sich über den Begriff „Siedlerkolonialismus“ aufklären. Die taz blickt mit Peter Seibert auf die Anfänge deutscher Gewaltgeschichte im Bauernkrieg 1525. Der Dlf bewundert die lakonisch-menschlichen Szenen, die Yasmina Reza in „Die Rückseite des Lebens“ auf das Papier tupft. Außerdem sind heute die Literaturbeilagen von FAZ, FAS, SZ und Welt erschienen: Die Welt-Beilage mit saftig-sinnlichen Denkbildern von Nicolas Mathieu und „Rosinen aus dem sittengeschichtlichen Riesenkuchen“ von Giacomo Casanova haben wir bereits ausgewertet: Alle Notizen finden Sie hier.

21.03.2025 Die SZ macht sich große Sorgen: Bei Clemens J. Setz ist die Lage des Mopsfisch kritisch, "Mopsfisch wird von Fisch verklagt". Die FR kriegt bei Dagmar Leupolds "Small Talk" Ohrensausen: Derart wortmächtig stellt sie sich in ihren neuen Gedichten der Sachlage entgegen. Die FAZ beleuchtet mit Stephanie Coché die eher fatale Rolle der Religion in der amerikanischen Politik. Und im "Glossar der Gegenwart 2.0" lernt sie: Das Planetare ist die neue Globalisierung.