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24.06.2025 Die FAZ streift durch Esther Kinskys "Textlandschaften", in denen reale Gegenden zu inneren werden. Sie empfiehlt außerdem wärmstens Ingo Petz' Buch über die Proteste in Belarus im Jahr 2020. Die FR klärt mit Tom Hillenbrand im Wien des Jahres 2095 einen Doppelmord auf, der gar keiner ist. Dlf freut sich, wie klug Michael Cunningham in seinem Roman über das Leben einer Familie während der Covid-Pandemie, verschiedene Facetten der Liebe ergründet.

23.06.2025 Die FAZ geht mit der kleinen Nuria und ihrer fiesen Oma auf eine abenteuerliche Flussfahrt. Mit Shaw Kuzki nimmt sie eine jugendliche Perspektive auf die Katastrophe von Hiroshima ein. Die FR lernt von Olivia Laing, was ein sizilianischer Honiglauch oder eine japanische Goldorange ist. Die NZZ trifft mit Uwe Wittstock einen bartlosen Karl Marx in Algier. Und die SZ kämpft mit Waslat Hasrat-Nazimi gegen Rassismus.

21.06.2025 "Frei im Tintenschwarz" schwebt der Deutschlandfunk im poetischen und politischen Nature Writing des Robert Macfarlane, der fragt: "Sind Flüsse Lebewesen?" Die FAZ begrüßt den allerletzten Band der seit 1949 edierten Ausgabe von Schillers Werken und entdeckt mit Erstaunen einen Comic von Schiller selbst. Die SZ empfiehlt Birgit Weyhes Graphic Novel "Schweigen" über die dunkle Gechichte Argentiniens. Und in der taz altert Stephan Wackwitz mit Ulf Erdmann Ziegler in der Gegenwart.

20.06.2025 Die NZZ lässt sich von dem russischen Journalisten Andrey Gurkov erklären, weshalb Europa für Russland zum Feind wurde. Die SZ tanzt mit einem echten Patrick Modiano durchs Paris der Sechziger. Der Dlf staunt, mit welcher Wucht und Härte sich Thomas Mann in seinen frühen Essays gegen seine Feinde verteidigte. Und der Dlf Kultur begibt sich mit Erzählungen von Louise Kennedy ans Ende der Welt.

19.06.2025 Die Zeitungen feiern Fronleichnam, aber die Sender lassen uns nicht im Stich: Der Dlf lässt sich von Hein de Haas Mythen über Migration widerlegen und begegnet gegenwärtigen Polit-Bösewichten in Anne Jelena Schultes Theateradaption von Euripides' "Antiope". Dlf Kultur folgt der zarten Freundschaft von Ingeborg Bachmann und Heinrich Böll in deren Briefwechsel und erfährt von Christina von Braun und Tilo Held alles, was es über das Unbewusste zu wissen gilt.

18.06.2025 Die FR liest bewegt Alex Schulmans Buch "Vergiss mich", in dem er ungeschönt die Alkoholsucht seiner Mutter aufarbeitet. Die Zeit vertieft sich begeistert in Dominik Grafs Buch über Schauspielerei und wird nostalgisch, wenn sie an die Münchner Filmszene der Achtziger denkt. Mit Nell Zink spaziert die Zeit durch eine schillernde Berliner Sommernacht. Dlf ist tief beeindruckt von Martin Pollacks Sammelband "Zeiten der Scham" über Osteuropa. Dlf Kultur empfiehlt Yanik Lahens Roman "Mondbad", der das Leben in einem haitianischen Dorf schildert.

17.06.2025 Die FAZ wird von Martina Behm aufs Land verbannt, wo sie sich mit Hirschkühen, Beziehungsproblemen und den Geheimnissen der Dorfbewohner herumschlagen muss. Die SZ ist beeindruckt von Christoph Heins Roman "Das Narrenschiff", der die Mechanismen der DDR-Willkür gekonnt seziert. Die FR klärt mit Liz Moore das Verschwinden von zwei Kindern in den Tiefen der Adirondack Mountains auf. Und Dlf verfolgt gebannt den atemlosen Monolog, den Chantal Akerman den verschwiegenen Traumata ihrer Mutter entgegen setzte.

16.06.2025 Die NZZ bejubelt Lidia Jorges neuen Roman "Erbarmen" über den turbulenten Altersheimalltag ihrer Mutter. Die FR schmökert im "kollegialen und freundlichen" Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Heinrich Böll. Menschen, die die Verfolgung durch das NS-Regime überlebten, wurden in der Nachkriegsgesellschaft als Bittsteller verunglimpft, lernt die SZ aus Stefanie Schüler-Springorums Buch "Unerwünscht". Die FAZ fährt mit Jasna Fritzi Bauer und Katharina Zorn Taxi für die Emanzipation.

14.06.2025 Mit Faszination liest die SZ in Juan S. Guses Reportage "Tausendmal so viel Geld wie jetzt", wie es ist, wenn man plötzlich sehr viel Geld hat und nicht die geringste Ahnung, was man damit anstellen soll. Die FAZ hätte da schon mal eine Idee: Man wählt bei Vincent Moissonnier einen "Tisch am Fenster". Die taz dagegen warnt: "Die Ordnung des Kapitals", wie Clara Mattei sie schildert, macht nur "Progressiven" Spaß. Die Ordnung des Sozialismus ist vielleicht sogar noch unangenehmer, lernt Dlf Kultur in Liao Yiwus "18 Gefangene".

13.06.2025 Die FAZ versenkt sich in einen Band über Ludwig van Beethoven und seine Wiener Mäzene. Die taz liest einen Roman, der als Autobiografie J.D. Salingers erzählt ist: Ganz gut, nur den Sex sollte man überspringen. Der Dlf empfiehlt Paul Maars leuchtenden Roman "Lorna", der von einer erkaltenden Liebe zu einer psychisch labilen Frau erzählt.