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05.07.2025 Katastrophensamstag, seufz. Aber jetzt kommt sie doch noch, die Bücherschau: Die FAZ betrachtet mit María Ospina Pizano die Welt aus Tierperspektive. Die taz amüsiert sich mit einem Briefroman von Laurent Binet, über den Mord an dem Maler Jacopo da Pontormo 1557. Die FAS liest Giorgia Melonis Autobiografie und lernt daraus einiges über die Strategien der Rechten. Ebenso die Welt aus Maik Tändlers Dissertation über "Armin Mohler und die intellektuelle Rechte in der Bonner Republik", eine zeithistorische Studie ersten Ranges, die Mohler als intellektuellen Vorläufer des Höcke-Flügels der AfD beschreibe.

04.07.2025 Die FAZ räumt mit dem Althistoriker Mischa Meier mit Mythen über die Hunnen auf. Mit dem israelischen Historiker und Psychologen Jose Brunner blickt sie auf die "Psycho-Logiken" des Nahostkonflikts. Der Dlf liest bei Paul Theroux von den frühen kolonialen Erfahrungen George Orwells in Burma und versucht mit Sarah Bernstein Fuß an einem fremden Ort zu fassen. Dlf Kultur flieht mit Ayelet Gundar-Goshens schuldgeplagter Heldin aus Tel Aviv in eine jüdische Community in Nigeria.

03.07.2025 Die
FAZ meint den Regen zu hören in
Sian Hughes' Debütroman über das plötzliche Verschwinden einer Mutter. Die
NZZ verdankt
Susanne Beyer wichtige Einblicke in die inneren Konflikte der Nachfahren von Nazitätern. Nicht nur Kennern seines Werks empfiehlt die
SZ Susan Bernofskys formidable
Robert-
Walser-Biografie. Die
Zeit erscheint heute mit einer
kleinen Sommerbeilage - und ist hin und weg, wenn ihr der Meeresforscher
David Attenborough die Schönheit der Ozeane zeigt.

02.07.2025 Die FAZ befreit mit Anke te Heesen die im Textilen weggeschlossene Frau aus dem Muster. Außerdem betritt sie ein funkelndes "Mausoleum der Liebe", wenn ihr Nicolas Mathieu von seiner Affäre mit Fürstentochter Charlotte Casiraghi erzählt. Längst überfällig erscheint der NZZ Sebastian Peters' Buch über Hitlers Fotografen Heinrich Hoffmann. Die SZ wünscht Israels Nationaldichter Chaim Nachman Bialik dringend größere Bekanntheit hierzulande. Der Dlf vermisst mit Oliver Moody die "Konfiktzone Ostsee".

01.07.2025 Die FAZ annonciert große afrikanische Literatur mit Fann Attikis Roman "Cave 72" über die Militärdiktatur in der Republik Kongo. Außerdem freut sie sich über polnische Lyrik von Jakub Ekier. Die NZZ empfiehlt Bücher über die Hamas und die Hisbollah von Joseph Croitoru. Die FR besinnt sich dank Gerhart Baum. Und der Dlf entdeckt mit Gene Wolfes "Frieden" einen an David Lynch erinnernden Klassiker der fantastischen Literatur.

30.06.2025 Die FAZ lässt sich von dem ehemaligen McKinsey-Chairman Herbert Henzler erzählen, was Babyboomer und Generation Z voneinander lernen können. Die FR lässt sich von Julian Bagginis Globalgeschichte der Philosophie "Wie die Welt denkt" anregen. Die SZ liest zwei Bücher über Friedrich Merz. Die NZZ vertieft sich in eine Geschichte des Frauenfußballs, der bis 1970 vom DFB verboten war. Und in eine Geschichte der musizierenden Geschwister Fanny und Felix Mendelssohn, die aus weiblicher Perspektive auch nicht sehr erbaulich ist.

28.06.2025 Die taz ist hingerissen davon, wie Hervé Le Tellier dem Résistance-Kämpfer André Chaix ein "filigranes Denkmal" setzt. Außerdem amüsiert sie sich mit Wencke Mühleisens Roman, in dem sich eine ältere Frau mit der "spätkapitalistischen Intimitätsindustrie" herumschlägt. Die FAZ begibt sich mit Clara Arnaud in ein französisches Bergdorf, das von einer Bärin in Angst und Schrecken versetzt wird. Dlf lernt aus Philip Krömers Roman über das nepalesische Palastmassaker im Jahr 2001, was eine "Kumari" ist. Und Dlf Kultur schwärmt von Kevin Chens Roman, in dem ein junger Taiwanese von den Gespenstern seiner Vergangenheit heimgesucht wird.

27.06.2025 Die FAZ empiehlt neue Bücher über den Bauernkrieg 1525. Die NZZ verdankt der Polonistin Anna Artwinska einen hervorragenden Überblick über polnische Literatur im 19. Jahrhundert. Die FR blickt mit Wolfgang Kampmann auf hundert Jahre deutsche Schlagergeschichte zurück. Dlf Kultur lauscht den leisen Tönen des "Orgelsees" in Gedichten von Oyvind Rimbereid und kürt die katalanische Autorin Irene Sola schon jetzt zu den ganz großen Erzählerinnen der europäischen Gegenwartsliteratur.

26.06.2025 Die FAZ lässt sich von Margaret Goldsmiths Flapper Girls durchs Berlin der Zwanziger führen. Die Zeit hievt Dietmar Daths 1,55-Kilo-Brocken "Skyrmionen" auf den Tisch und zündet ein Pointenfeuerwerk aus Sex und Wissenschaft. Die FR vertieft sich angeregt in Thomas Manns Essays aus den Jahren 1926 bis 1933. Die SZ kämpft mit Flix' menschlichem Superman für den Schutz von Indigenen. Und der Dlf setzt sich mit Isabel Feichtner für gerechtere Eigentumsverhältnisse ein.

25.06.2025 Die FAZ ist fasziniert von Arno Franks Roman über die fiktive Stadt Ginsterburg, die zwischen 1935 und 1945 langsam in den moralischen und politischen Abgrund sinkt. Joyce Carol Oates Medizingeschichte, die den Arzt Silas Weir in den Blick nimmt, lehrt sie das fürchten. Die FR streift mit Kate Atkinson und ihren starken Frauen durch das Soho der zwanziger Jahre. Die taz schwärmt von Anna Weidenholzers Erzählband "Hier treibt mein Kartoffelherz". Dlf lässt sich von Patrick Olivelle die Geschichte des Kaisers Ashoka erzählen, der sich vom machtbewussten Eroberer zum Moralphilosophen wandelte.