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09.04.2026 Wie „präzise Kurzfassungen von Trauer“ erscheinen der FAZ die musikalischen Gedichte der Dänin Tove Ditlevsen. Die Zeit findet sogar Trost, wenn ihr der Schwede Stig Dagerman in seinen poetischen Geschichten von Mord und Totschlag erzählt. Und auch eine unerwiderte Liebe ist gar nicht so schlimm, lernt sie von der Philosophin Miriam Metze. Wie böse Messalina, der Gattin des römischen Kaisers Claudius, von Männern mitgespielt wurde, erfährt die NZZ von der Historikerin Honor Cargill-Martin. Die FR lässt sich von Franketiennes Klassiker der haitianischen Literatur zum Kampf auffordern. Und der Dlf Kultur stärkt den Globalen Süden mit Patrick Kaczmarczyk.

08.04.2026 SZ und NZZ betrachten mit dem Journalisten Nicholas Potter besorgt die Radikalisierung von Teilen der Linken. Die FR reist mit Octavia E. Butler ins Jahr 1815 in den USA und erlebt die Brutalität der Sklaverei. Außerdem bewundert sie die bewusstseinserweiternde lyrische Kraft von Henning Ahrens. Die FAZ lässt sich von Jens Soentgen in die Geheimnisse der Luftforschung einweihen. Die taz lernt in einer Graphic Novel von Niels Schröder den Widerständler Otto Weidt kennen, der seine jüdischen Mitbürger vor der Deportation durch die Nazis bewahren wollte.

07.04.2026 Die FAZ freut sich über Daniel Faßbenders "Surf-Noir"-Krimi "Heaven's Gate", in dem ein wellenreitender Privatdetektiv die Schattenseiten einer philippinischen Insel entdeckt. Mit Thomas Knüwer streift sie durch geheimnisvolle "lost places" und findet dort unverhofft Gemeinschaft. Die SZ empfiehlt den Erinnerungsband der aus Russland geflohenen Autorin Natalja Kljutscharjowa. Die NZZ empört sich mit Madame Nielsen im Theater. Und Dlf Kultur amüsiert sich prächtig mit den verrückten Hühnern aus Melanie Garanins und Massuda Kassems Kinderbuch "Chicken Survivor".

04.04.2026 Die FAZ lässt sich von Marie Luise Kaschnitz durch das Frankfurt der Sechziger führen. Die FAS gibt dank der Reportagen von Ceyda Nurtsch die Hoffnung nicht auf, dass die Spaltung in der türkischen Gesellschaft irgendwann überwunden werden kann. Die taz lässt sich von Jörg Lau Deutschlands außenpolitische Herausforderungen vor Augen führen. Die Welt rät zur Lektüre von Tierno Monénembos Roman „Der schwarze Terrorist“, der an den französischen Widerstandskämpfer Addi Bâ Mamadou erinnert. Mit Golo Maurer amüsiert sich über jene Gruppe deutscher Maler, die in Olevano die deutsche Kunst erfanden. Und die FR lernt von Sally Coulthard alles über Frösche.

02.04.2026 Die FAZ folgt Armin Nassehi interessiert beim Versuch, die Funktion von Antisemitismus systemtheoretisch zu analysieren. Die NZZ lässt sich von Stefan Hentz durch das aufregende Leben von Jazzlegende Miles Davis führen. Der Dlf versinkt in einer neuen Joseph-Roth-Werkausgabe und erinnert sich mit Siri Hustvedt an Paul Auster. Und Dlf Kultur denkt mit Wolfgang Ullrich über die Macht von Memes nach.

01.04.2026 Die FAZ ist restlos begeistert von Anjet Daanjes Roman "Das Lied von Storch und Dromedar", eine so originelle wie dunkle Hommage an die Schwestern Brontë. Mit Tomer Gardi folgt sie dem eritreischen Rider Filmon, der für einen Hungerlohn in Israel Essen ausfährt. Die Zeit vertieft sich in die Tagebücher von Monika Maron, die das Dagegensein nie aufgegeben hat. Dlf Kultur empfiehlt Nicola Denis Roman "Wo die Kaffeekirschen leuchten", der ins Kolumbien der fünfziger Jahre führt.

31.03.2026 Die FAZ trifft in Stefan Müller-Doohms Essays über das intellektuelle Frankfurt Adorno und Habermas. Die SZ rebelliert mit Marc-Uwe Klings kommunistischem Känguru gegen den Zustand der Welt. Die NZZ neigt das Haupt vor Josef Winkler und seinem Anti-Heimatroman "Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht". Dlf lässt sich von Jill Lepore die Geschichte der amerikanischen Verfassung erzählen. Und Dlf Kultur verliebt sich mit Lara Rüters in Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans.

30.03.2026 Die SZ applaudiert Jennette McCurdys unterhaltsamer und wütender Geschichte über eine Siebzehnjährige, die eine Obsession für einen viel älteren Mann entwickelt. Von Andreas Fulda lernt sie außerdem, was passieren würde, wenn China nächstes Jahr Taiwan angreift. Die NZZ entdeckt mit Chris Blackwells "Als die Boxen in den Bäumen hingen" über das Label Island Records ein spannendes Kapitel Musikgeschichte. Dlf Kultur empfiehlt Rachid Benzine "Der Buchhändler von Gaza".

28.03.2026 Wer einmal im Schwarzwald steckt, kommt nicht so leicht heraus - zumindest dem Leser macht das aber Spaß, versichern FAS und FAZ zu Hannah Häffners neuem Roman "Die Riesinnen". Die SZ berauscht sich am langsam nüchtern werdenden Erzähler in Christoph Peters' "Entzug". Die taz amüsiert sich prächtig mit Dana von Suffrins "Toxibaby". Viele Besprechungen widmen sich dem Thema Rechtsextremismus.

27.03.2026 Ein virtuoses Debüt empfiehlt die SZ mit Simon Chevriers Roman "Foto auf Anfrage", der einen schwulen Escort durch die Jahre der Pandemie begleitet. Die FR bekommt beim Blättern in Michael Rohers Bilderbuch Lust, mal wieder zu Fuß zu gehen. Der Dlf Kultur lernt von John Cassidy, dass eine Geschichte des Kapitalismus auch ausgehend von der Kritik am Kapitalismus gelingen kann. Und mit Paul Ingendaay blickt er aus der Sicht von Künstlern auf den Spanischen Bürgerkrieg.