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10.12.2025 Die Kritik zieht den Hut vor Laszlo Krasznahorkai: Bis zur letzten Seite gebannt ist die FR von seinem Roman "Zsömle ist weg" über einen geheimnisvollen ungarischen Thronfolger, die NZZ beeindruckt, wie hier die Grenzbereiche zwischen Wahnsinn und Realität ausgelotet werden. Die FAZ erinnert sich mit einem von Christoph Kasten, Ansgar Martins und Inka Sauter herausgegebenen Band an die Buber-Rosenzweig-Debatte. Dlf lernt von Hito Steyerl in "Medium Hot", wie KI unseren Planeten zum Schwitzen bringt.

09.12.2025 Die FAZ streitet sich im neuen Roman von Nobelpreisträger László Krasznahorkai mit dem Helden Onkel Joszi um den ungarischen Thron. Mit Ryō Wada geht sie im "Land der Ninja" gegen Samurai kämpfen. Die NZZ attestiert John Banville in seinem neuen Venedig-Roman "Nabokovsche Sprachpracht". Und Dlf versucht mit Ann Esswein eine Sprache für Unaussprechliches zu finden. Und

08.12.2025 Die FAZ rollt mit der früheren Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker den Cum-Ex-Skandal auf. Dlf lobt Jean Cocteaus "Brief an die Amerikaner" als poetischen Vergleich zwischen der Neuen und der Alten Welt. Die SZ findet bei Oliver Rathkolb Antworten darauf, was sie gegen die herrschende "Ökonomie der Angst" unternehmen kann. Die NZZ bekommt mit der "luziden" Adenauer-Biografie des Historikers Nobert Frei jede Menge Stoff, um über die Anfänge der deutschen Demokratie und ihren jetzigen Stand nachzudenken.

06.12.2025 Die FAZ verfolgt mit Sebastian Smee, Edouard Manet und Berthe Morisot die Geburt des Impressionismus. Außerdem schwelgt sie in den wunderbaren Künstlerbüchern von Per Kirkeby. Die FR lernt von Sy Montgomery, wie sauer Schildkröten werden, wenn sie die Wanne verlassen müssen. SZ und Welt halten mit Margaret Atwoods Memoiren die „wahrscheinlich schönste aller Schriftstellerautobiografien“ in den Händen. Zum neuen Standardwerk kürt die Welt außerdem Helmut Kiesels Band „Schreiben in finsteren Zeiten“ über die deutschsprachige Literatur zwischen 1933 und 1945.

05.12.2025 Die FAZ blickt mit Usama Al Shahmanis Roman auf die Verflechtungen zwischen Nazideutschland und dem Irak. Mit Natascha Wodin hofft sie auf späte Liebe im hohen Alter. Die FR zieht sich mit Charles Ferdinand Ramuz in ein "Dorf im Himmel" zurück. Mit Beklemmung liest die NZZ in einem von Kateryna Mishchenko und Katharina Raabe herausgegebenen Band, dass der Krieg in der Ukraine so schonungslos ist wie nie zuvor. Der Dlf empfiehlt mit Alba de Cespedes' bereits 1938 erschienenem Roman "Was vor uns liegt" ein radikales italienisches Gesellschaftsporträt.

04.12.2025 Zum heutigen fünfzigsten Todestag empfehlen Zeit und FAZ eine ganze Reihe Bücher über Hannah Arendt, darunter Willi Winklers erfreulich klare Biografie und Winfried Kretschmanns persönliche Auseinandersetzung mit Arendt. Der Dlf freut sich über neue Erzählungen von Helga Schubert. Und der Dlf Kultur lauscht interessiert Joan Didions Therapie-Protokollen. Außerdem liest er bewegt Florence Schulmanns Annäherung an ihre Eltern, die den Holocaust überlebten.

03.12.2025 Die FAZ bejubelt Rie Qudans Roman "Tokyo Sympathy Tower" als luzide Satire auf politische Korrektheit und ein Japan, das Harmonie zur Ideologie erhebt. Dlf verfällt mit Sacha Bourgeois-Gironde der hoffnungslosen Liebe zu einem Orang-Utan namens Mano. Mit Daniel Donskoys Roman "Brennen" begibt er sich derweil auf einen wilden Ritt zwischen schwuler Liebe, jüdischer Identität, Tel Aviv und Berlin. Die FR hat keine Angst vor einem sehr privaten Arno Schmidt, wenn sie durch dessen Tagebücher der Jahre 1957-62 blättert.

02.12.2025 Die FAZ entdeckt begeistert die Schriften des Komponisten Philip Herschkowitz, einem Vertreter der in der UdSSR unerwünschten Zwölftonlehre. Außerdem vertieft sie sich in Alexander Walthers Buch über "Die Shoah und die DDR". Die NZZ freut sich über federleichte autobiografische Prosa im neuen Memoir von Patti Smith. Die SZ geht eine stille, aber sehnsüchtige Affäre mit Dirk Gieselmanns Roman "Zeit ihres Lebens" ein. Die Welt freut sich tierisch über einen Sammelband mit Donald-Duck-Comics.

01.12.2025 Die FAZ lernt von der Sinologin Marina Rudyak im "Dialog mit dem Drachen" Interessantes über China. Die FR öffnet mit Victor Schefés Roman "Zwei, drei blaue Augen" eine DDR-Erinnerungswunderkiste. Auf Isolde Ohlbaums Schriftsteller-Porträts kann sie Peter Handke barfuß betrachten - und lernt dabei einiges über Fotografie. Die SZ lässt sich von Tim Schanetzky die Geschichte der politischen Bildung nach 1945 erzählen. Und die Welt begegnet bei Grit Straßenberger einer streitlustigen wie sensiblen Hannah Arendt.

29.11.2025 Die FAZ wandelt fasziniert durch die "labyrinthische Identitätsprosa" Ishbel Szatrawskas und erlebt die letzten Tages Königsbergs. Die taz fährt mit Hu Anyan in China Pakete aus - unter unwürdigen Bedingungen, aber mit Raymond Carver, Kafka und Joyce im Gepäck. Außerdem schmökert sie in Barbara Yelins Comic über das Leben der jüdischen Theaterschauspielerin Therese Giehse. Dlf erlebt Arno Schmidt in seinen Tagebüchern als unsäglichen Unsympathen. Und Dlf Kultur empfiehlt den Roman "Wir sind das Leben" der britischen Jungautorin Saba Sams.