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06.09.2024 Dlf Kultur begibt sich in den feministischen Kampf mit dem wieder geborgenen Roman "Das Haus in der Gasse" der sizilianischen Schriftstellerin Maria Messina. Zu starken Nerven rät er vor der Lektüre von Vitomil Zupans Aufzeichnungen aus dem jugoslawischen Zuchthaus. Die FAZ taucht mit Sascha Michels Kulturgeschichte der Leere ein ins kosmologische Vakuum. Die NZZ bewundert, wie subtil Doris Wirth von der Flucht eines Familienvaters erzählt. Und die SZ empfiehlt Kinderbücher, die, wie Armin Kasters und Sabine Rufeners "Nachtkind", keine Worte brauchen.

05.09.2024 Die Zeit trifft im neuen Buch von Wolfram Eilenberger vier geniale "Geister der Gegenwart": Theodor W. Adorno, Susan Sontag, Michel Foucault und Paul Feyerabend. Einen "originellen Engtanz der literarischen Motive" vollführt Katja Oskamp in ihrem Buch über ihre Beziehung zum Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann, freut sich Dlf Kultur. Die FR reiht sich in das Lob auf Katja Lange-Müllers Roman "Unser Ole" ein. Und die NZZ findet in Jonas Grethleins Philosophiegeschichte der Hoffnung zwar keine einfachen Antworten, aber interessante Fragen.

04.09.2024 Die FAZ tut sich schwer mit Susanne Schröters Band "Der neue Kulturkampf". Die SZ verfolgt gespannt, wie "Die Spielerin" in Isabelle Lehns neuem Roman lukrative Betrügereien in der Züricher Finanzwelt begeht. Margret Atwoods neuer Kurzgeschichtenband "Hier kommen wir nicht lebend raus" erzählt von alter Liebe, Hexen und Tiefkühltruhen - und findet die uneingeschränkte Zustimmung von Dlf Kultur. Dlf wird von den Gedichten des syrisch-palästinensischen Dichters Abdalrahman Alqalaq über die Erfahrung des Exils in den Bann geschlagen.

03.09.2024 Die FAZ lauscht in den Gedichten des koreanischen Lyrikers Kim Jun Tae dem "Gesang der Wasserspinnen". Die SZ findet Katja Lange-Müllers Wende-Roman "Unser Ole" einfach nur großartig. Die FR sieht in Arnold Zweigs Roman "De Vriendt kehrt heim" über den Mord an einem israelischen Politiker eine Prophezeiung der jüngeren Geschichte Israels. Und den Dlf verschlägt es zusammen mit Anslavs Eglitis' Helden aus "Schwäbisches Capriccio" von Lettland
ins Dorf "Pfifferlingen" auf der
Schwäbischen Alb.

02.09.2024 Die Welt schlägt sich in Elsa Koesters Buch "Im Land der Wölfe" mit rechten Politikern herum. Die FAZ entdeckt in Leye Adenles Thriller "Die Zügel der Macht" die dunklen Seiten der nigerianischen Stadt Lagos . Die FR erfährt von Verena Dolovais Roman "Dorf ohne Franz", was es hieß, in den sechziger Jahren auf dem Land aufzuwachsen - vor allem als Mädchen. Und Dlf zieht den Hut vor Katja Lange-Müller, die in "Unser Ole" von zerrütteten Verhältnissen und fehlender Mutterliebe erzählt.

31.08.2024 Die FAZ genießt mit Maike Albath neapolitanischen Kaffee und blickt gleichzeitig auf die literarische Vergangenheit Neapels. Alexander Schimmelbusch hat mit seinem neuen Roman "Karma" Potential zum deutschen Houellebecq, findet sie außerdem. Der Dlf hingegen hat schon nach ein paar Seiten genug von der Zukunfts-Satire. Die NZZ schwärmt von Lydia Davis' poetischer Sprachkunst, die sie in "Unsere Fremden" aufs Neue beweist. Die taz sieht Martina Hefters Roman "Hey guten Morgen, wie geht es dir?" völlig zu Recht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

30.08.2024 Die FAZ reist mit Ines Geipel durch den Osten und die Zeit der Wiedervereinigung und stellt fest: War alles gar nicht so schlimm. Die FR schaut derweil mit Matthias Wittekindts neuem Krimi aus der Manz-Reihe nach, was "hinterm Deich" so los ist. Dlf Kultur setzt der menschenfeindlichen Rhetorik der AfD Mohammad Sarhangis "Gefühlsgeschichte der Migration" entgegen. Außerdem versucht er, mit dem Anglisten Pierre-Heli Monot die Politik des Surrealismus zu begreifen.

29.08.2024 FAZ und Dlf Kultur äugen gespannt mit Julia Friedrichs in die Welt der Superreichen. Die taz freut sich über die Neuauflage eines spanischen Comicklassikers: "Kreidestriche" von Miguelanxo Prado. Die Zeit lobt Katja Oskamps "Vorletzte Frau", mit dem die Autorin ihre Liebes- und Schreibbeziehung zu Thomas Hürlimann aufarbeitet. Dlf Kultur fühlt sich angenehm belehrt mit Jason Roberts' Band "Die Entdeckung allen Lebens", der ihm zwei sehr unterschiedliche Naturwissenschaftler und Aufklärer des 18. Jahrhunderts näher bringt: Carl von Linné und Georges-Louis de Buffon.

28.08.2024 Die FAZ lässt sich von Giosuè Calaciura gerne erzählen, dass hinter Jesus' Wundern eigentlich seine Mutter steckte. Außerdem beugt sie sich über die neue Ausgabe des Duden und vermisst dabei die Wörter "Doggystyle" und "Negroni". Die FR ist hin und weg von Clemens Meyers neuem Roman "Die Projektoren". Die NZZ steckt mit dem dritten Teil von Solvej Balles Reihe "Über die Berechnung des Rauminhalts" immer noch in einer Zeitschleife fest, langweilig wird ihr dabei aber keineswegs. Und Dlf Kultur lässt sich von Peter Heather und John Rapley darüber aufklären, was die westliche Zivilisation heute besser machen könnte als es das Römische Reich damals tat.

27.08.2024 Die FAZ vertieft sich in die Erinnerungen des Soziologen Zygmunt Bauman. Marianne Jungmaiers neoromantische Gedichte erzählen ihr von der Begegnung zwischen Tier, Pflanze und Mensch. Die FR nimmt mit Jan Mohnhaupt die Spinnenperspektive ein. Die taz wandelt mit Hryhir Tjutjunnyk in "Drei Kuckucke und eine Verbeugung" träumerisch durch ukrainische Wälder.