Florian Illies

Träume aus Feuer

Der Alchemist von der Pfaueninsel
Cover: Träume aus Feuer
Bastei Lübbe Verlag, 2026
ISBN 9783691310054
Gebunden, 144 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst schenkt ihm deshalb die Pfaueninsel zwischen Potsdam und Berlin, damit er im Geheimen in seiner Zauberwerkstatt aus dem Feuer eine neue Welt erschaffen kann. Aus seinem Ofen entsteigt am Ende ein Glas, wie es zuvor kein Menschenauge je gesehen hatte: rot wie ein Rubin. Schnell wird es eines der begehrtesten Luxusgüter Europas.Mitten im Barock geht Johannes Kunckel den Schritt von der Magie zur Chemie. Und schreibt damit Geschichte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.05.2026

Ganz beglückt von einer "pfauenschreidurchwirkten Lesung" auf der Pfaueninsel bespricht Rezensent Andreas Platthaus das neue Buch von Florian Illies - diesmal ganz entgegen der üblichen Ausrichtung des Erfolgsautors keine historische Abhandlung, sondern ein Roman über Johannes Kunckel, einem Brandenburgischen Alchemisten, der unter der Schirmherrschaft des "Großen Kurfürsten" Friedrich Wilhelm auf der Pfaueninsel Rubinglas und Glasperlen für den Berliner Hof zaubern sollte und für den Illies wohl schon als Geschichtsstudent "glühte", weiß Platthaus. Über das Buch erfährt man dann gar nicht so viel, außer dass es "schlimm endet" und eine für den Kritiker bezaubernde Passage über das glitzernde Grün der Pfaueninsel enthält. Dafür geht er genauer auf die Entstehungsgeschichte ein und erklärt, dass trotz der "Seitensprung"-Veröffentlichung beim neugegründeten Verlag namens "Pfaueninsel" (auch erste Titelidee, leider aber schon vergeben) keinerlei böses Blut mit dem Stammverlag S. Fischer bestehe. Insgesamt wirkt er angetan von diesem neuen Illies als "historischem Romancier".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.05.2026

Rezensent Werner Bartens trifft sich mit Florian Illies auf der Berliner Pfaueninsel, einer "Orgie aus Chlorophyll", um mit vielen blumig-botanischen Schilderungen über sein neues Buch zu reden. Darin geht es um Johannes Kunckel, einen Alchemisten, der sich im 17. Jahrhundert der Glasmalerkunst verschrieben hatte. Er hat die Insel vom brandenburgischen Kurfürsten als Arbeitsdomizil bekommen, er schuf unnachahmlich rubinrotes Glas, lernt Bartens auf dem Spaziergang mit und im Buch von Illies, das dieser wieder als "erzählendes Sachbuch" konzipiert hat. Der Kritiker fragt sich, woher Illies die Gefühle des Alchemisten, des Kurfürsten Friedrich Wilhelms oder die genauen Wetterverhältnisse mitsamt unter den Schuhen knirschendem Laub kennen will, doch der versichert, es gehe ihm eher darum, mit atmosphärischen Schilderungen zur Beschäftigung mit Figuren wie Kunckel anzuregen. Auch einer von Illies' Vorfahren war Alchemist, erfährt Bartels zum Schluss noch.

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