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11.10.2024 Die FAZ lernt Sergej Rachmaninoff in einem Gesprächsband als Träumer und Idealisten kennen. Die SZ schaut mit Markus Thielemann hinter die beklemmende Fassade eines romantischen Schäferidylls. Die FR blickt ohne Illusionen auf die Zukunft in Nahost mit dem neuaufgelegten Band von Muriel Asseburg und Jan Busse. Die NZZ liest bewegt die von Tochter Riley Keough vollendeten Memoiren der Lisa Marie Presley. Als filigrane Komposition der Stille empfiehlt der Dlf Kultur Quynh Trans autofiktionalen Roman über das Aufwachsen im finnlandschwedischen Jakobstad.

10.10.2024 Die gebannte
FAZ begleitet mit
Maylis de Kerangal eine reiche Französin und einen jungen russischen Soldaten, der desertieren will, auf einer Fahrt in der
transsibirischen Eisenbahn. Die
FR amüsiert sich mit Gedichten von
Sibylle Berg. Die
SZ begibt sich mit
Eva Illouz' "Explosive Moderne" auf eine faszinierende Reise in unsere
modernen Gefühlswelten. Der
Dlf lernt von
Myriam Lacroix "Die unendlichen Möglichkeiten der Liebe". Der Aufmacher der
Zeit-
Literaturbeilage ist
Phillip B.
Williams' magischem Roman "Ours" über eine nur von Schwarzen bewohnte Stadt gewidmet. Alle Notizen zur
Zeit-Beilage
finden Sie hier.

09.10.2024 Die FAZ schwelgt in Sue Goyettes "Ozean"-Gedichten, die den Kapitalismus mit poetischen Mitteln kritisieren. Mit Hilfe von Samira Akbarians Band "Recht brechen" übt sie zivilen Ungehorsam. Die FR nimmt mit Behzad Karim Khanis Roman "Als wir Schwäne waren" nicht die Außenseiter in den Blick, sondern jene, die ausschließen. Die NZZ sucht mit Mariann Bühler einen Ausweg aus dem falschen Leben. Die SZ lobt Martina Hefters Roman "Hey, guten Morgen, wie geht es dir?" als humorvolle Geschichte zweier Überlebenskünstler.

08.10.2024 Die SZ schwärmt von Kate Zambrenos literarischem Tagebuch "Drift", in dem die Autorin sowohl über ihre Menstruation als auch über Rainer Marie Rilke nachdenkt. Die FR ist tief beeindruckt von den Erinnerungen Rachel Jedinaks, die als Kind die größte Massenverhaftung von Juden in Paris miterlebte. Die NZZ empfiehlt Jaroslaw Hryzaks Geschichte der Ukraine. Dlf Kultur begleitet Francois-Henri Deserable in den Iran und macht dort überraschende Begegnungen.

07.10.2024 Die FAZ folgt Davide Longos Ermittlerduo Bramard und Arcadipane in ein winziges Nest im Piemont, um den Tod eines Filmproduzenten aufzuklären. Die FR freut sich über feinsinnigen Feminismus in Isabelle Lehns Roman "Die Spielerin". Die NZZ macht es sich mit Millay Hyatt im Nachtzug bequem. Außerdem findet sie Geborgenheit in Sally Rooneys Millenial-Roman "Intermezzo". Die SZ ist gleichzeitig belustigt und nachdenklich, wenn Benjamin Fredrich untersucht, warum Abgeordnete in Parlamenten immer häufiger mit Fäusten aufeinander losgehen.

05.10.2024 Die FAZ lässt sich von Mircea Cartarescu in eine Welt entführen, die auf den ersten Blick alltäglich ist, auf den zweiten jedoch jede Menge Wunderwesen und Geheimnisse birgt. Mit Carlo Cassola zieht sie sich in die verschneiten Wälder der Toskana und existenziellen Schmerz zurück. Die SZ verfolgt amüsiert, wie Jan Weilers Protagonist "Munk" über seine Verflossenen nachdenkt. Die taz ist erschüttert über Marko Martins Schilderungen der deutschen Gleichgültigkeit nach dem 7. Oktober. Dlf beugt das Knie vor Natan Sznaider und seinem Buch "Die jüdische Wunde".

04.10.2024 Die FAZ lernt von Timothy Snyder, dass der Mensch erst zur Freiheit erzogen werden muss. Die SZ schließt sich mit Anna Woltz, einer Influencerin und einem Prepper zu einer explosiven Zwangsgemeinschaft in der flandrischen Landschaft zusammen. Dlf Kultur reist mit Navid Kermani durch Ostafrika und wendet sich mit Empathie, aber ohne Voyeurismus den Menschen auf den Komoren, in Mosambik, Tansania oder Äthiopien zu. So atemberaubend schön wie Richard Powers können nur wenige über den Ozean und seine Artenvielfalt schreiben, staunt der Dlf Kultur außerdem.

02.10.2024 Die FAZ ist begeistert davon, wie Jose Dalisay die Philippinen in seinem Roman "Killing Time in a Warm Place" in all ihrer Strahl- und Wunderkraft zum Leuchten bringt. Außerdem lobt sie Saskia Hennig von Langes Buch "Heim", das den Sprachlosen eine Stimme verleiht. Die NZZ kann nicht genug bekommen von den Schilderungen des "Homme à femmes" Vitomil Zupan, der witzig, ironisch und ziemlich versaut aus dem Gefängnis berichtet. Die Zeit ist tief bewegt von Sarah Lundbergs Bilderbuch über die Expressionistin Berta Hansson. Außerdem gefällt ihr, wie Markus Thielemann in "Von Norden rollt ein Donner" Heimat zur Heimsuchung werden lässt.

01.10.2024 Die FR ist beeindruckt von den Berichten des blinden Jacques Lusseyran, dessen "inneres Licht" ihn auch im Widerstand gegen die Nazis leitete. Die taz muss sich anschnallen, wenn Domenico Müllensiefen vom Aufwachsen in der ostdeutschen Provinz Anfang der Nullerjahre erzählt - so rasant ist dieser Roadmovie. Die FAZ entdeckt die unkonventionellen Bildtheorien des Technikphilosophen Gilbert Simondon. Dlf Kultur schmökert in Anne Michaels' bildgewaltigem Roman "Zeitpfade". Und Dlf Kultur singt Hymnen auf Simon Elliots Bildbiografie über den britischen Künstler David Hockney.

30.09.2024 Die SZ nimmt mit Johannes Tuchels Buch über den 20. Juli 1944 in Berlin, den "Bendlerblock" in den Blick, der eine Schlüsselrolle für die Verschwörer um Oberst Graf von Stauffenberg spielte. Von Gesine Dornblüth und Thomas Franke wird ihr vor Augen geführt, wie "Putins Gift" die europäischen Demokratien bedroht. Die NZZ staunt in Jeremy Eichlers "Das Echo der Zeit" darüber, wie Musik die Gräuel des Krieges verarbeitet. Dlf unternimmt mit dem Ökonomen Branko Milanovic einen Streifzug durch die Geistesgeschichte der Ungleichheit.