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23.10.2024 Die SZ lernt in Alexej Nawalnys Memoiren einen Mann kennen, der die allgegenwärtige Möglichkeit seines Todes spürte. Die Welt sieht den Folterknecht Putin verblassen angesichts der Kraft, die aus diesen Zeilen spricht. Die FAZ genießt Sven Pfizenmaiers absurden Berlin-Roman "Schwätzer". Die SZ rät außerdem dazu, sich nicht nur dem Autor Clemens Meyer, sondern auch wieder seinem Roman "Die Projektoren" zuzuwenden - der ist nämlich großartig. Die taz entdeckt in Willi Winklers Buch die Freundschaft zwischen Henry Kissinger und Siegfried Unseld, die alles andere als selbstverständlich war.

22.10.2024 Heute erscheint Alexej Nawalnys Biografie "Patriot", die auch Schriften aus dem Gefängnis enthält: Die FAZ bewundert den Mut, der aus den Zeilen spricht, entdeckt aber auch eine Liebesgeschichte. Außerdem feiert sie den "Verlust alles Verlässlichen" in den Gedichten der chinesischen Dichterin Can Xue. Die SZ ist hingerissen von Thomas Strässles "Fluchtnovelle". Bei Botho Strauß' Prosaminiaturen "Das Schattengetuschel" ist sie sich nicht sicher: Manifest des Missvergnügens oder ästhetisches Spiel? Dlf Kultur freut sich derweil über Strauß' psychologische Raffinesse.

21.10.2024 Die FR geht mit Natalie Buchholz der Geschichte ihres lothringischen Großvaters nach und entdeckt einige Ungereimtheiten zwischen Frankophilie und Wehrmachtsuniform. Die SZ schöpft bei der Lektüre von Stephan Bierlings Buch "Die unvereinigten Staaten" leise Hoffnung für die Zukunft der USA. Die FAZ nimmt mit einer Hörbuchversion von Thomas Manns "Lotte in Weimar" die Anhänger des Goetheschen Werther-Kults aufs Korn. Außerdem schwankt sie mit Jonathan Franzens Essays, gelesen von Sascha Rotermund, zwischen Modernekritik und Nostalgie.

19.10.2024 Die FAZ streitet mit dem Literaturwissenschaftler Johannes Franzen über Geschmacksfragen von Goethe bis Taylor Swift. Die FAS streift mit Sebastian Domsch durch das literarische Brooklyn. Die NZZ ist sich sicher: Die Dietrich hätte gemocht, wie Thomas Hüetlin die Beziehung zwischen ihr und ihrem „Puma“ Erich Maria Remarque resümiert. In der SZ verdankt die Historikerin Ute Daniel Jens Bisky einen neuen Blick auf das Ende der Weimarer Republik. Als augenöffnende Lektüre empfiehlt die taz Lee Yarons Protokoll des 7. Oktobers.

18.10.2024 Die FAZ lauscht den lyrischen Weisheiten des Yanomami-Schamanen Davi Kopenava, der den "Sturz des Himmels" verkündet. Die FR lernt mit Lea Ruckpaul Lolita als 40-jährige Dolores Haze kennen. Die NZZ schluckt mit Vergnügen das Hexengebräu, das ihr Matias Faldbakkens "Armes Ding" reicht. Die SZ liest die Erinnerungen Marina Jarres, die von Riga ins faschistische Italien kommt und bei Waldensern aufwächst. Dlf Kultur empfiehlt Thomas Knüwers Krimidebüt "Das Haus in dem Gudelia stirbt".

17.10.2024 Die beeindruckte FAZ liest von Flüssen und dem Krieg in den Gedichten des bosnischen Lyrikers Faruc Sehic. Die SZ lässt sich von Florian Klenk und Christian Reiter "Über Leben und Tod" in der Gerichtsmedizin aufklären. Der Dlf empfiehlt die gruselig-fantastischen Erzählungen der schwedischen Autorin Karin Tidbeck. Von Tanja Tönsmeyer lässt er sich das Leben "Unter deutscher Besatzung" während des Zweiten Weltkriegs erklären. Angst bekommt Dlf Kultur bei der Lektüre des Buchs "Elon Musk und die Zerstörung von Twitter", das die amerikanischen Tech-Journalisten Kate Conger und Ryan Mac recherchiert haben.

16.10.2024 Die FAZ lobt Francesca Melandris Roman "Kalte Füße" auch als hellsichtige Kritik an der heutigen Linken. Die SZ schwärmt von Giulia Caminitos Roman über das Leben italienischer Kolonialheeren in Eritrea und lobt ebenso Igiaba Scegos Erzählung "Kassandra in Mogadischu". Die Welt taucht neugierig in die Erinnerungen von Lisa Marie Presley, der Tochter des King, ein.

15.10.2024 Die SZ verneigt sich vor Richard Powers' Roman "Das große Spiel", dessen heimlicher Star die Tiefsee ist. Die FAZ freut sich über den ästhetischen Mut von Paul Watermanns Erzählexperiment "Moskovian Kinder". Die taz empfiehlt Nona Fernandez' Roman "Twilight Zone" über die Schrecken der Pinochet-Diktatur. Die NZZ blickt mit Franz-Stefan Gady bang in die Zukunft eines von Kriegen geprägten Jahrhunderts. Und Dlf geht mit den Figuren aus Sven Pfizenmaiers Roman "Schwätzer" auf Meteoritensuche.

14.10.2024 Die NZZ bekommt in Eva Illouz' Buch "Explosive Moderne" eine "Großanalyse der Gefühle" geboten. Die SZ hat viel Freude daran, wie Gian Marco Griffi in "Die Eisenbahnen Mexikos" das Verhältnis der kleinen Leute zur großen Geschichte erzählt. Mit Anne Applebaum begibt sie sich in den Widerstand gegen "Die Achse der Autokraten". Die FAZ lernt von den skurillen Statistiken von Jean-Philippe Ili und Hans Christian Müller, wie viele Ratten es in Berlin gibt und welche Kitas dort vor sechs Uhr öffnen.

12.10.2024 Kaum zu bewältigende Fülle des Literaturherbstes! Die
SZ begibt sich mit
Melania G. Mazzucco auf die Spur der
Plautilla Bricci, einer vergessenen Architektin im Rom des 17. Jahrhunderts. Die
FAZ wiegt sich im sanften Zynismus
Leonard Cohens. Die
taz fragt mit
Bruno Chaouat "Ist Theorie gut für die Juden?". Und dann sind da die
Literaturbeilagen, die wir anfangen abzuarbeiten (
erste Notizen hier: die
FAS feiert
Cemile Sahins neuen Roman "Kommando Ajax".
Welt und
FAS sind sich uneins über
Andreas Reckwitz' "Verlust ".