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22.04.2025 Unbedingt empfiehlt die SZ die Lektüre von Rachel Kushners neuem Roman, der eine Agentin in eine französische Ökokommune einschleust. Von Wolfgang Niess lässt sie sich Hindenburgs Rolle am Scheitern der Weimarer Republik darlegen. Die taz bewundert, wie Francois Warzala Philip Kerrs harte Berlin-Trilogie in dezente Bilder bannt. Die FR kann gar nicht genug von den Referaten bekommen, die Bibi Dumon Tak Tiere über Tiere halten lässt. Von Bernhard Malkmus erfährt sie, was das Leben der Vögel mit dem Überleben der Menschen zu tun hat.

19.04.2025 Die taz liest bewegt Victoria Amelinas Dokumentation russischer Kriegsverbrechen in der Ukraine. Von Hartmut Lehmann erfährt sie, was wir aus Apokalypsen lernen können. Die FR lauscht den Nachtigallen und Schwalben, die in Gedichten von Esther Kinsky von Gewalt an Frauen erzählen. Die NZZ geht mit einer neuen Rolf Dieter Brinkmann-Biografie in ein anderes Blau. Als Meisterwerk würdigt Dlf Kultur Tan Twan Engs Roman „Das Haus der Türen“, der William Somerset Maugham durch das von Kolonialismus geprägte Malaysia reisen lässt. Und der Perlentaucher wünscht allen Leserinnen und Lesern frohe Ostern!

17.04.2025 Dlf Kultur bewundert die Kraft, mit der Hervé Le Tellier in seinem neuen Roman von dem weitgehend unbekannten Résistance-Kämpfer André Chaix erzählt. Den wohl besten Roman des Frühjahrs liest der Dlf hingegen mit Tarjei Vesaas’ Kammerspiel „Frühlingsnacht“. Von Svealena Kutschke lässt er sich hundert Jahre Psychiatriegeschichte erzählen. Einen gelungenen Mix aus Freud und Kafka entdeckt die NZZ in Gesa Olkusz' neuem Roman „Die Sprache meines Bruders“. Und die FAZ lauscht angetan Herbert Grönemeyers Münchner Rede zur Poesie.

16.04.2025 Die Zeit kauft sich ein Retromotorrad und fährt mit Ulf Erdmann Zieglers Helden Aldus Wieland Mumme vor einer Lebenskrise davon. Die FAZ schwärmt von der "Leichthändigkeit und Grandezza", die Anne Tyler auch in ihrem neuen Roman "Drei Tage im Juni" beweist. Die FR lobt Jörg Baberowskis Buch über den Zerfall des russischen Zarenreichs im Revolutionsjahr 1917. Dlf Kultur setzt sich mit Sara Mesa gegen den Kontrollwahn eines Familienvaters zur Wehr. Und Dlf planscht mit Clemens J. Setz' "Mopsfisch" im Meer.

15.04.2025 Die FAZ folgt Feridun Zaimoglu auf eine "phantasmagorische Trauer-Reise" in die Türkei. Außerdem wird sie von Zach Williams wie in einem David-Lynch-Film aus dem Alltag ins Absurde katapultiert. Die FR empfiehlt Pierre Jarawans Roman "Frau im Mond", der strukturiert ist wie ein gutes Baklava. Und Dlf Kultur ist völlig begeistert von Heike Geißlers philosophischen Gedanken übers "Arbeiten".

14.04.2025 Die Welt kämpft mit Nils Westerboers Science-Fiction-Roman "Lyneham" ethische Kämpfe über Naturbeherrschung durch den Menschen aus - aber in einer fernen Galaxie. Dlf erfährt von Michael Thumann, warum die Stadt Kaliningrad Immanuel Kant kurzerhand zum Russen erklärte. Die SZ lernt von Gunilla Buddes Biografie über Jutta Limbach, was emanzipatorischer Mut bedeutet. Dlf Kultur vertieft sich in Raimund Schulz' Globalgeschichte der Antike.

12.04.2025 Dlf Kultur feiert die bekannte Märchen verfremdenden und betörend parfümierten Erzählungen Angela Carters. Die FAZ taucht mit Sidik Fofana in die Welt eines Wohnblocks in Harlem ein. Außerdem lässt sie sich von Wolf Gregis in ein Karfreitagsgefecht mit den Taliban ziehen. Die taz lernt von Riccardo Nicolosi, Putins Kriegsrhetorik ernst zu nehmen. Die SZ amüsiert sich mit Regenwurm und Anakonda, die sich gegenseitig vorstellen. Und lässt sich von Christoph Türcke die "Philosophie der Musik" erklären.

11.04.2025 Die FR amüsiert sich prächtig, wenn Margaret Atwood ältere Damen aufs Kritikerpatriarchat loslässt. Der Dlf lässt sich mit dem Soziologen Wolfgang Engler durch ein von Schuld und Scham geprägte ostdeutsches Leben treiben. Dem Literaturwissenschaftler Martin Puchner folgt der Dlf in einer Globalgeschichte der Welt auf den verschlungenen Pfaden des kulturellen Austauschs. Die FAZ vergnügt sich derweil mit den Göttern, die ihr Sarah Iles Johnston vorstellt. Und Dlf Kultur birgt viele zarte Schätze in Katharina Hackers "Handbuch der Traurigkeiten".

10.04.2025 Die FAZ blättert angeregt in den Tagebüchern der österreichischen Schriftstellerin und Canetti-Geliebten Friedl Benedikt und möchte nun auch deren schriftstellerisches Werk kennenlernen. Die NZZ schlendert mit Tomasz Rozyckis Glühbirnendieben einen langen kafkaesken Flur im ehemaligen Ostblock entlang. Die Zeit lässt sich von Hubert Winkels vom Aufwachsen am Niederrhein erzählen und staunt, wie gut "Die drei ???" mit Thomas Mann funktionieren. Und der Dlf amüsiert bestens mit Anja Salomonowitz' schrillen Schilderungen aus dem Seniorenheim.

09.04.2025 Die FAZ singt eine Hymne auf den Roman "Nachtgäste" des bosnischen Schriftstellers Nenad Velickovic, der vom Leben im belagerten Sarajewo erzählt. Außerdem gibt sie sich mit Konrad Paul Liessmanns Essay der Plattenspieler-Nostalgie hin. Die NZZ gibt sich mit Emmanuel Carrère auf einen "wilden Trip" durch das von LSD und Verfolgungswahn gesprägte Leben des Science-Fiction-Schriftstellers Philip K. Dick, den vor allem die "Droge Amerika" in den Wahnsinn trieb. Für "stilistisch brillant" erklärt die FR Franzobels Roman "Hundert Wörter für Schnee" über das Schicksal des Inughuit-Jungen Minik, der vom Polarforscher Robert Peary nach New York mitgenommen wird.