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07.06.2025 Die Welt lässt Tilmann Lahmes Thomas-Mann-Biografie gleich zweimal besprechen, die FAZ vergleicht Thomas indes in Hans Wißkirchens Doppelbiografie mit dessen Bruder Heinrich. Die Welt fragt sich mit Leor Zmirgrod außerdem, ob sich der Hang zu Ideologien bereits in Gehirnen widerspiegelt. Die taz liest gespannt Philippe Sands Gerichtskrimi über Verbindngen zwischen Pinochet und dem NS-Verbrecher Walther Rauff. Die NZZ erlebt eine Amour fou mit Colettes "Chéri". Und der Dlf fischt mit Kate Atkinson tote Mädchen aus der Themse.

06.06.2025 Die SZ sucht mit Michael Maar in Neapel nach dem blutigen Geheimnis von Thomas Mann. Die taz erlebt Mann im Kampfmodus in dessen Radioansprachen an die deutschen Hörer. Die FAZ fragt mit Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach und Klaus Peter Strohmeier, wie wir Kinder in einer alternden Gesellschaft schützen können. Der Dlf sucht mit Yasmina Liassine nach einem Algerien, in dem weder französische Kolonisten noch muslimische Nationalisten festlegen, was es heißt, algerisch zu sein.

05.06.2025 Als Musterbeispiel einer Biografie würdigt Daniel Kehlmann in der Zeit Tilmann Lahmes Thomas-Mann-Biografie, die ganz auf Manns Homosexualität fokussiert. Die FAZ hat ihre Gefühle kaum noch unter Kontrolle, wenn Jean-Baptiste Andrea in seinem Roman "Was ich von ihr weiß" Skulpturen von Michelangelo beschreibt. Die SZ rät nicht zuletzt der Bundesregierung zur Lektüre von Milan Babics "Anatomie einer neuen Weltordnung". Und Dlf Kultur freut sich über das literarische Denkmal, das die kamerunisch-schweizerische Autorin Melara Mvogdobo Großmüttern setzt.

04.06.2025 Die Welt zieht den Hut vor Lars Henrik Gass, der in seinem Essay die "sinnliche und geistige Leere des Gegenwartskinos" glasklar analysiert. Die FAZ folgt in Elisa Hovens Roman "Dunkle Momente" einer Strafverteidigerin, die selbst nicht immer im Einklang mit dem Gesetz steht. Die SZ findet Wolfgang Kemps Roman über vages Podcast-Deutsch "Irgendwie so total spannend". Dlf bewundert die Radikalität mit der Rie Qudan in "Tokyo Sympathy Tower" über KI, Macht und Sprache nachdenkt.

03.06.2025 Die FAZ erfährt von Nils Schliehe vom Schicksal afrikanischer Soldaten, die auf Seiten der portugiesischen Kolonialmacht gegen andere Afrikaner kämpfen mussten. Die FAZ beugt sich mit Wolfgang Kemp kritisch über die Sprachverirrungen der Gegenwart. Dlf lernt dank Gerhard J. Rekel die mutige und engagierte Sozialreformerin Lina Morgenstern kennen, die in Berlin gegen Armut, Patriarchat und Antisemitismus kämpfte. Und die FR verfolgt mit Jake Tapper und Alex Thompson den Fall des Joe Biden.

02.06.2025 Die FAZ rast mit Jerome Leroys Krimi "Die letzte Französin" durch eine französische Hafenstadt, in der ein rassistischer Mord passiert. Die FR ist völlig überwältigt von der Wissensfülle mit der Raoul Schrott in seinem "Atlas der Sternenhimmel" die Interpretationen des Himmels vom alten Ägypten bis zu den Inuit präsentiert. Die SZ empfiehlt Bücher zum Nahostkonflikt von Muriel Asseburg und Jose Brunner, die beide Seiten beleuchten. Und Dlf Kultur lernt von Uwe Schütte, was passierte als David Bowie eine Nervenheilanstalt in Gugging bei Wien besuchte.

31.05.2025 SZ und FAZ stürzen sich auf Sebastian Haffners autobiografischen Roman "Abschied" und kosten in Paris die Früchte der Existenz als Bohémiens. Die FAS feiert mit Rebecca Godfrey und Leslie Jamison das wilde Leben Peggy Guggenheims. Welt und Dlf baden in Robert Macfarlanes Buch "Sind Flüsse Lebewesen?". Die taz schmökert derweil in Mangas über die Manga-Szene von Taiyo Matsumoto und Ville Ranta.

30.05.2025 Der Dlf Kultur begibt sich mit Yasmina Liassines Debütroman auf verschlungenen Pfade zum wahren Algerien. Die SZ lauscht mit dem Archäologen Graeme Lawson Knochenflöten und 5000 Jahre alten sumerischen Leiern. Die FR löst sich lässig mit Marlene Streeruwitz in New York auf. Mit Constanze Debré zerlegt der Dlf die französische Bourgeoisie von innen. Die NZZ lernt dank Ursel Braun die Frauen hinter den Exilanten in L.A. kennen. Und die FAZ liest einen ganzen Stapel Bücher über Friedrich Merz.

28.05.2025 Die SZ möchte sich von Svealena Kutschkes Psychiatrie-Roman "Gespensterfische" am liebsten jeden Satz "ins Gehirn tätowieren". Die Zeit geht mit Julia Friese auf einen wilden Trip in die Welt der Nullerjahre samt MTV, Fanta und Kellog's Cornflakes. Die FAZ ist beeindruckt von Jente Posthumas Roman über eine Frau, die den Tod ihres Zwillingsbruders verarbeiten muss. Dlf Kultur findet bei Jaime Bayly heraus, warum Mario Vargas Llosa seinem Freund Gabriel Garcia Márquez 1976 in einem Kinosaal auf die Nase gehauen hat.

27.05.2025 Die FAZ schwelgt in den "Variationen über ein Thema von Silfverstolpe" von Lars Gustafsson. Außerdem vertieft sie sich in Kurt Bauers historisches Kaleidoskop vom Endes des Zweiten Weltkriegs in Österreich. Die SZ lungert mit dem Helden aus Olivier Schrauwens Graphic Novel begeistert auf dem Sofa herum, liest C.G. Jung und träumt sich in andere Welten. Mit Katja Riemann plappert sie sich in "Nebel und Feuer" zurück ins Leben.