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22.08.2025 Die FAZ freut sich, dass Angela Steidele in ihrer mit viel Filmgeschichte garnierter Romandoppelbiografie von Marlene Dietrich und Greta Garbo auch den queeren Blick der beiden Diven füreinander in den Fokus nimmt. Die SZ zerbricht in Verena Keßlers rasantem Roman an Obsession, Neid und Narzissmus im "Gym". Außerdem fragt sie sich mit dem Soziologen Nils C. Kumkar, wie man produktiver spalten kann. Dlf Kultur freut sich mit José Rizals "Noli me tangere" über die deutsche Neuauflage eines philippinischen Klassikers von 1887.

21.08.2025 Die NZZ feiert Anja Kampmanns neuen Roman, der ihr zeigt, was die Nazis auf der Reeperbahn trieben. Außerdem vertieft sie sich in einen neuen Prachtband über Goya. Die Zeit begleitet im neuen Roman von Raphaela Edelbauer fünf Philosophie-Terroristen, die den "Krebs der Postmoderne" besiegen wollen. Die SZ ist dankbar für die Wiederveröffentlichung von Romain Garys Romandebüt "Europäische Erziehung". Dlf begegnet kauzigen Siedlern auf den Färöer-Inseln in William Heinesen "Noatun". Und Dlf Kultur fragt mit Judith Butler: Wer hat Angst vor Gender?

20.08.2025 Die FR ist schwer begeistert von Dorothee Elmigers Roman über zwei im panamaianischen Dschungel verschwundene Niederländerinnen, die NZZ verliert sich im erzählerischen Dickicht. Die FAZ lässt sich von Susanne Schädlich die Schicksale deutsch-jüdischer Migranten in Hollywood erzählen - ganz abseits des Glamours. Die taz versinkt in den Aufzeichnungen, die der schwedische Schriftsteller Ulf Nilsson kurz vor seinem Tod machte. Dlf Kultur begegnet mit Max Lobe den Geistern der kamerunschen Kolonialgeschichte.

19.08.2025 Die SZ lenkt ihre Aufmerksamkeit dank Michael Maar auf übersehene Details der Literaturgeschichte, die Skandalöses zu Tage fördern. Die FAZ fragt mit Thomas Nagel, was moralische Wahrheiten sind. Die NZZ kostet von Franz Kafkas vegetarischen Lieblingsgerichten und findet dabei allerhand Unbewusstes. Die taz staunt, wie Thomas Melle das Unsagbare einer Depression in Worte fassen kann.

18.08.2025 Die SZ blättert mit Spannung durch das neue Buch von Max Goldt und findet wie gewohnt Humor und steile Thesen. Mit Peter R. Neumann und Richard C. Schneider versucht sie, die europäischen Demokratien am Leben zu erhalten. Die FAZ lauscht Gert Westphal, wenn er mit seiner "reich modulierenden, sonoren Stimme" Rainer Maria Rilkes "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge" vorliest. Dlf lässt sich von Joe Dunthorne die Geschichte seines jüdischen Großvaters erzählen, der nicht nur radioaktive Zahnpasta herstellte, sondern auch mit den Nazis zusammenarbeitete.

16.08.2025 Dr. No, ein Erforscher des "Nichts", schließt in Percival Everetts "Dr. No" einen Teufelspakt mit einem schwarzen Milliardär, der sich für den Rassismus rächen will - FAZ und Deutschlandfunk sind recht begeistert. Auch Thomas Melles "Haus zur Sonne" wird zweimal besprochen und hat die Rezensenten von FR und FAZ tief bewegt. Die taz sucht mit Howard Zinn nach einer alternativen "Geschichte des amerikanischen Volkes". Dlfkultur empfiehlt die literarischen Reportagen Fernanda Melchors aus der brutalen Stadt Veracruz.

15.08.2025 Der Dlf bewundert, wie sich Thomas Melle in "Haus zur Sonne" aus Depression und Sprachmüdigkeit herausschreibt. Dlf Kultur lernt derweil von Annie Ernaux, dass das Gefühl der Eifersucht eine ganze Stadt besetzen kann. In der FAZ empfiehlt der Schriftsteller Doron Rabinovici die Lektüre von Karl-Markus Gauß' Essays gegen den Judenhass, auch weil sie Geschichtslügen beleuchten. Die taz lernt in einem neuen Band, wie wandlungsfähig der NS-Städtebau je nach Liquidität war.

14.08.2025 Gewagt uneinheitlich "wie das Leben" findet die FR Daniela Dröschers neuen Roman "Junge Frau mit Katze", der FAZ geht es hier allerdings zu sehr um Krankheiten. Umso lieber lässt sich die FAZ von Thomas Bernhards Halbschwester Susanne Kuhn über ihren Aufenthalt mit dem todkranken Bruder in der Bettenburg Torremolinos berichten. Die Zeit freut sich, dass mit der Neuauflage von Gerti Tetzners 1974 in der DDR erschienenem Roman "Karen W." eine Lücke in der Literaturgeschichte geschlossen wird. Die NZZ erfährt dank Chi Zijian vom Schicksal der Ewenken. Dlf Kultur liest bei der Historikerin Stefanie Schüler-Springorum nach, wie die überlebenden Verfolgten der NS-Zeit in der Nachkriegszeit weiter ausgegrenzt wurden.

13.08.2025 Die SZ begibt sich mit Thomas Melles neuem Roman auf einen existenziellen Höllenritt zwischen Wahnsinn und Poetik. Die NZZ kommt mit Martina Clavadetscher der Nazi-Vergangenheit eines Schweizer Dorfes auf die Spur. Die FAZ verabschiedet sich mit Helmut Lethen von der "befreienden Macht der Coolness" und findet "schutzlose Ratlosigkeit". Die FR verbringt mit Jane Gardam und ihrer Helden, "halb Romanfigur, halb Prinzessin", einige "Tage auf dem Land".

12.08.2025 Die Welt geht mit Ann Schlee auf eine traumhafte Rheinreise, auf der sie gleich zwei Revolutionen erlebt. Die taz lässt sich von Regina Dürig kuriose und witzige Geschichten über "Frauen und Steine" erzählen. Die FAZ reist mit Jokha Alharthi in den Oman und erlebt, wie das Sultanat durch eine moderne Industriegesellschaft abgelöst wird. Die SZ vertieft sich in neue Bücher über Thomas Mann, unter anderem von Barbara Hoffmeister, Oliver Fischer und Martin Mittelmeier.