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04.06.2026 Die taz lernt in Asako Yuzukis neuem Roman über eine Stalkerin, was Mensch und Victoriabarsch gemeinsam haben. Die NZZ denkt mit Maria-Sibylla Lotter kritisch über den immer weiter gefassten Begriff des "Opfers" nach. Rundum glücklich wird der Dlf mit Hans-Ulrich Treichels neuem Roman über verpasste Lebenschancen. Außerdem freut sich der Dlf, dass Margaret Laurence' 1974 erschienener Roman "Glücklichere Tage" endlich auf Deutsch vorliegt.

03.06.2026 Die FAZ lässt sich von Heike Geißlers "Michaela Kohlhaas" zum Widerstand gegen den Alltag inspirieren. Außerdem ist sie tief beeindruckt von Gharbi M. Mustafas Memoir "Wenn Berge weinen", das poetisch-lakonisch die Geschichte des irakischen Kurden Hamko erzählt. Die Zeit ist voll des Lobes für Lilli Tollkiens Debütroman "Mit beiden Händen den Himmel stützen", der die düsteren Seiten einer linken WG im Berlin der Achtziger beleuchtet. Dlf Kultur vertieft sich in das neue Buch von Francis Fukuyama und genießt einen literarischen Snack von Philipp Schönthaler.

02.06.2026 Die SZ lauscht der Stimme von Raha Nik-Andish, dessen aus dem Iran herausgeschmuggelte "Teheran Tagebücher" ein schockierendes Zeugnis der Verbrechen der Islamischen Republik sind. Die FAZ lässt sich von Luzia Geier die Karriere von Zohran Mamdani erzählen, vermisst aber ein paar kritische Stimmen. Die FR rauscht in Petr Sestaks "Ausgebrannt" mit im wütenden Bewusstseinsstrom eines Kurierfahrers. Dlf erfährt von Frederic Schnatterer, wie Argentinien unter den Folgen von Javier Mileis Anarchokapitalismus leidet.

01.06.2026 Die FAZ blickt mit Tokuro Nukuis Thriller "Tokyo" tief in das Unbewusste der japanischen Gesellschaft. Die NZZ reist mit Tuvia Tenenbom zu israelischen Siedlern im Westjordanland. Die FR freut sich über die Figuren in Petra Morsbachs Roman "Orion", die genau so lebendig sind, wie die Wirklichkeit. Die SZ bereitet sich mit Büchern von Philipp Gassert und Klaus Brinkbäumer auf 250 Jahre Unabhängigkeit der USA vor. Die taz singt mit Henning Ahrens Gedichten ein Lob auf die Provinz als lyrischen Ort.

30.05.2026 FAZ und SZ spazieren mit Florian Illies vergnügt auf den Spuren des Alchemisten Johannes Kunckel über die Pfaueninsel. Ganz hingerissen ist die FR, wenn ihr der Lyriker Martin Piekar in seinem Prosadebüt von seiner polnischen Migrationserfahrung erzählt. Als Geniestreich wertet die taz Ian Kumakevas Geschichte der globalen Wirtschaft, die der Historiker anhand eines Schiffes erzählt. Und die Welt blickt mit Francis Fukuyama auf den Ursprung des Populismus: Die Vetokratie.

29.05.2026 Die FR lernt allerhand dazu, wenn Sigrid Damm mit Wortspielen ihre Lektüreschätze präsentiert. Dem Kirchenhistoriker Jörg Ernesti folgt sie durch Höhepunkte und Niederungen der Geschichte des Papsttums. Die NZZ zieht mit Heike Geißlers Kohlhaas-Wiedergängerin Michaela begeistert in Lumpen durchs Land. Angeregt liest der Dlf, wenn Daniela Dröscher über das Sprechen nachdenkt. Außerdem empfiehlt er nachdrücklich Miriam Carbes großen Generationenroman "Unerwünschte Töchter".

28.05.2026 Die FAZ besteigt mit Angelika Overath den Gipfel des Calanda. "Spektakulär, ja geradezu grotesk" findet die NZZ den Fall des SS-Intellektuellen Hans Ernst Schneider, dessen Leben die Historikerin Angelina Pils nachspürt. Die SZ macht sich mit dem Migrationsforscher Volker M. Heins Hoffnung auf sichere Häfen für Geflüchtete. Die taz vergleicht mit Andrea Rottmann queeres Leben in DDR und BRD. Und Dlf Kultur freut sich über neu übersetzte Miniaturen von Jorge Luis Borges.

27.05.2026 Dlf spürt in Anne Webers Reflexionen über die Poesie eine unbändige literarische Kraft. Die FAZ erfährt von Oliver Jahraus, wie sehr das Denken Martin Heideggers mit dem Nationalsozialismus verknüpft war. Dlf Kultur erlebt mit Oisín McKenna und ihren Großstadt- Milennials einige deftige "Hitzetage" in London. Die NZZ lässt sich von Andrea Hammel die weniger heroische Seite der Kindertransporte aufzeigen, mit denen jüdische Kinder vor den Nazis gerettet wurden.

26.05.2026 Die FAZ begleitet vergnügt den Kröterich Konrad aus dem Kinderbuch von Anke Kuhl und Oren Lavie bei seiner Suche nach etwas noch Köstlicherem als Fliegen. Von Paula Peretti und Dorthe Voss lässt sie sich das Leben von James Krüss erzählen - auch die dunklen Seiten. Dlf ist begeistert von Antonio Scuratis Roman "M. Das Ende und der Anfang", der aus der Perspektive Mussolinis vom Faschismus erzählt. Die Welt blättert interessiert durch den Band von AFF Architekten, der brutalistische Schulbauten vorstellt.

23.05.2026 Die FAZ blickt mit Kiran Desai auf "Die Einsamkeit von Sonia und Sunny", die weder Tradition noch Freiheit glücklich macht. Wer die politische Lage in der Slowakei verstehen will, dem empfiehlt die FR Michal Hvoreckys Band "Dissident". Die SZ amüsiert sich mit Karine Tuils Roman "Die Liebeshungrigen" über die nicht unbeträchtlichen Macken der Pariser Hautevolée. Die taz lernt mit Benedikt Kaisers Band "Der Hegemonie entgegen" die Strategie für eine identitäre rechte Revolution. Dlf Kultur geht mit Dagmar Knigge auf Spurensuche nach der Nazivergangenheit ihres Opas.