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03.03.2026 Die FAZ versinkt in Volker Reinhardts Rousseau-Biografie, in der sie einen großen Selbstdarsteller kennenlernt. Als eine der interessantesten politischen Figuren der Gegenwart erscheint ihr hingegen Viktor Orban nach der Lektüre von Stefano Bottonis neuer Biografie. Die NZZ lässt sich von der Historikerin Ute Daniel über die Finanzpolitik der Weimarer Republik aufklären. Die taz verfällt der Fabulierlust von Ken Keseys dystopischem Seemannslied. Und Dlf Kultur lernt von Norbert Sachser und Niklas Kästner, dass Nachtigallen versuchen, Autos zu übertönen.

02.03.2026 "Alle belebten Dinge halten den Atem an" in Charlotte Mews Lyrik, auch der Kritiker dieses Bandes in der NZZ: Brüche im Versmaß lassen Wahrheit beim Blick auf das Innere durchblitzen. Die SZ findet den Alarmismus im Essay "Was wollen wir?" des Bundeswehrobersts a. D. Roderich Kiesewetter in Ordnung und stellt sich unbequemen Einsichten in Sachen Russland. Die FAZ bespricht Krimis und staunt, dass sich der Held in Gianrico Carofoglios "Der Horizont der Nacht" seinen Abgründen stellt.

28.02.2026 "Das Ende vom Lied" ist ein Lied vom Anfang und vom Ende - der Deutschlandfunk ist begeistert von Michael Wildenhains Westberlin-Roman. Die taz sieht in Andrea Böhms "Fighting Like a Woman" nicht nur Frauen, die zurückschlagen, zu. Zugleich lernt sie in Son Lewandowskis Roman "Die Routinen" wie Mädchen beim Kunstturnen zugerichtet werden. Die FAZ lernt mit Lena Winkel zwar nicht "Tiere richtig zeichnen", aber dafür sehr viel über die faszinierenden Potenziale des Sachcomics.

27.02.2026 Die FR staunt, wie fortschrittspessimistisch und konservativ der junge Max Frisch war. Die Welt schunkelt zu Schlagern wie „Kann denn Liebe Sünde sein“ in Judith Kesslers Biografie über den Liedtexter Bruno Balz. Die FAZ findet es sogar interessant, wenn sich der Psychoanalytiker Massimo Recalcati bei seinem Abgleich der Bibel mit Freud verläuft. Außerdem begleitet sie Christopher Wimmer von Kurdistan bis zur Pariser Kommune und lernt, wie Gesellschaften entstehen. Und Dlf Kultur bewundert, wie einfühlsam Ludovic Lecomte von einem jungen Mann mit Angststörung erzählt.

26.02.2026 Kurz und knapp auf den Punkt gebracht: Die FAZ empfiehlt wärmstens Abbas Khiders Roman "Der letzte Sommer der Tauben" über das Leben in einem Gottesstaat. Dlf Kultur taucht mit Safia Al Bagdadis "Unser Haus mit Rutsche" in eine
fröhlich-multikulturelle Kindheit ein, in die plötzlich der religiöse
Wahn einbricht, und er saust mit Karl-Markus Gauß hellsichtig und
beschwingt durch Mitteleuropa. In Tomer Gardis Roman "Liefern" begleitet die Zeit mit viel Empathie Essenslieferanten auf der ganzen Welt. Sehr gut besprochen werden außerdem zwei Gedichtbände: Dagmara Kraus' "wille zur mache" (Dlf Kultur) und Renate Schmidgalls "Kein Verlass auf Uhren und Gestirne" (FAZ).

25.02.2026 Die SZ lobt Bernhard Schlinks Essay über Gerechtigkeit in höchsten Tönen. Die FAZ lässt sich von Bühnenverlegerin Ute Nyssen beschwingte Anekdoten aus der Theaterwelt erzählen. Die NZZ gerät mit Judith Hermanns neuem Buch über die SS-Vergangenheit ihres Großvaters in einen "literarischen Taumel", der sie ein bisschen schwindelig zurücklässt. Im erstmalig veröffentlichen Abitur-Aufsatz von Max Frisch entdeckt sie außerdem, wie wertkonservativ der Schriftsteller in jungen Jahren war. Der taz eröffnen sich im Fotoband des Kollektivs femxphotographers.org vielfältige Perspektiven auf die Liebe.

24.02.2026 Die SZ geht mit Son Lewandowskis Roman über eine Spitzensportlerin durch den harten Alltag zwischen "Körperbeherrschung und Selbstauflösung". Die FAZ lässt sich von Philipp Graf über die Ursprünge eines spezifisch ostdeutschen Antisemitismus aufklären. Die taz entdeckt begeistert die Erzählungen des ukrainischen Autors Artem Tschapej. Auch den Roman "Acht Jahreszeiten" der norwegisch-samischen Schriftstellerin Kathrine Nedrejord legt sie uns ans Herz. Dlf kann dank des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan wieder richtig durchatmen.

23.02.2026 Die FAZ lässt sich von Annika Scheffels Roman "Wanda" über ein ausgebüxtes Waisenmädchen und eine Bärin in den Bann schlagen. Von Evelyn De Vlieger lernt sie alles über Hühner-Anatomie, Federn und Hahnenkämpfe. Die FR schwebt auf den Versen von Nasima Sophia Razizadeh in eine himmlische Utopie. Die SZ lässt sich von Volker Perthes "Die Multipolarisierung der Welt" erklären. Dlf wird in den unheimlichen Strudel von Joana Bators Erzählband "Die Flucht der Bärin" hineingezogen.

21.02.2026 Die taz folgt mit Tomer Gardi Essenslieferanten quer über den Globus. Bei Peter Lange liest sie, wie sich von den Nazis Verfolgte im Prager Exil engagierten. Der Dlf lässt sich von Roza Domascyna ins „Wortall“ entführen. Dlf Kultur bewundert, wie respektvoll die Fotografin Inbal Abergil Hinterbliebene von gefallenen Soldaten porträtiert. Die SZ zieht mit Christien Brinkgreve Bilanz einer Ehe. Und die FAS geht hart mit Judith Hermann ins Gericht.

20.02.2026 Die FAZ lässt sich von Ulrike Almut Sandig ins ukrainische Wolnopol wehen und Wut und Kraft schenken. Die FR bewundert, wie Dita Zipfel an der Cote d'Azur Klischees zerlegt. Die SZ gönnt sich mit Robert Menasse ein Pause von der EU. So schreibt man über Klassismus, lobt der Dlf nach der Lektüre von Megan Nolans Roman "Kleine Schwächen". Weltgeschichte, geschrieben mit poetischer Leidenschaft, entdeckt Dlf Kultur in Svenja Leibers Roman "Nelka" über eine junge Zwangsarbeiterin.