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07.06.2024 Die FAZ flaniert mit Renate Müller-Buck und Nietzsche durch Venedig und lässt sich von Aaron Gebler die Bedeutung von Losverfahren im antiken Athen erklären. Die taz feiert eine Party mit den Protagonistinnen und Protagonisten der Hamburger Schule. Der Dlf blickt mit Ingo Elbe auf "Antisemitismus und postkoloniale Theorie" und mit Hans Christoph Buch hinter die surreale Fassade der Wirklichkeit. Und Dlf Kultur dokumentiert mit Ron Leshem die Geschehnisse seit dem 7. Oktober.

06.06.2024 Die FAZ zieht den Hut vor Alhierd Bacharevičs großem politischen Roman "Europas Hunde". Dass Sprache weit über Worte hinausgeht, lernt der Dlf mit Caro Van Thuynes Roman "Birkenschwester". Der liest auch in Alexander Kambers "Nachtblaue Blumen" vom Leid einer Tänzerin in der französischen Psychiatrie des 19. Jahrhunderts. Die Zeit widmet sich mit Murmel Clausens Roman "Leming" dem schwierigen Thema Suizidgefahr bei Jugendlichen.

05.06.2024 Dlf Kultur feiert den Erzählband "Europas Hunde" des belarussischen Autors Alhierd Bacharevic als Sieg der Fantasie über die düstere europäische Realität. Außerdem freut er sich über zwei prächtige Bände des "Kafkalogen" Hartmut Binder. Die FAZ wohnt mit Maria Jose Ferradas Helden auf einem riesigen Coca-Cola-Plakat und betrachtet die Siedlungen der Armen von oben. Die SZ spielt mit Jean-Philippe Toussaint Schach und folgt gerne dessen komfortabler Lebensgeschichte.

04.06.2024 Die FAZ trifft in Anka Muhlsteins Biografie einen geselligen Camille Pissarro, der als Mittler innerhalb der Impressionisten-Gruppe wirkte. Außerdem schwelgt sie in Lawrence Ferlinghettis Reisejournalen. Die NZZ springt im neuen Roman von Sasa Stanisic fröhlich zwischen den Realitätsebenen. Der Dlf spitzt die Ohren, wenn Hannah Ritchie in
Sachen Klima- und Umweltschutz mehr
Großzügigkei statt Dogmatismus fordert. Dlf Kultur feiert mit Marie Dorleans "Wilde Blätter" das überbordende Chaos eines verwildernden Gartens.

03.06.2024 Die Kritiker sind noch erschöpft vom Kafka-Marathon der letzten Tage - was sie gelesen haben, hat ihnen allerdings sehr gut gefallen. Die FAZ stellt neue Krimis vor: In John Brownlows rasantem Actionthriller "Seventeen" geht es um einen Auftragsmörder, der seinen Job von der Digitalisierung bedroht sieht. Ahmet Ümit verwebt in "Das Land der verlorenen Götter" geschickt deutsch-türkische Geschichte mit griechischer Mythologie. Die SZ widmet sich mit Raffael Scheck den Erinnerungen von deutschen und französischen Soldaten an den "Frühling 1940".

01.06.2024 Die FAZ begibt sich mit Kurzgeschichten von Stephen King in ein Horrorkabinett und schippert mit Andreas Stichmann den Rhein entlang. Die FAS staunt, wie aktuell Rivka Galchen von der Hexenverfolgung zu erzählen vermag. Die FR liest gleichermaßen glühende und robuste Lyrik aus dem Carbonkosmos der ukrainischen Dichterin Svetlana Lavochkina. Dlf Kultur lernt von Cat Bohannon alles über die evolutionären Entwicklung des Weiblichen.

31.05.2024 Die FAZ unternimmt mit Oliver Schlaudt eine müllphilosophische Reise durch Deutschland. Die FR lässt sich von Sasa Stanisics flunkernden Figuren zum Nachdenken über ein anderes Leben inspirieren. Die SZ empfiehlt Kinder-Sachbücher, aber nicht Richard David Precht. Bewegt liest der Dlf Anthony Passerons Debütroman über die AIDS-Epidemie der Achtziger. Und der Dlf Kultur erfährt von Margaret Drabble schockiert, wie brutal und ungerecht das englische Gesundheitssystem in den Sechzigern war.

30.05.2024 Die meisten Zeitungen feiern heute Fronleichnam. da muss man dankbar sein für eine handvoll Radiokritiken. Und die stellen durchaus interessante Bücher vor: "Zeit der Finsternis",
Shashi Tharoors Abrechnung mit dem
britischen Empire in Indien zum Beispiel. Oder
Ann Napolitanos Geschichte vierer Schwestern, "Hallo, du Schöne". Oder
Sue Goyettes Gedichte rund um den "Ozean". Für mehr Auswahl verweisen wir gern auf unsere
Bücherschau der Woche.

29.05.2024 Die FAZ reibt sich die Hände über Sasa Stanisic' neuen Erzählungsband mit dem schwer zu merkenden Titel: "Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne". Anthony Passerons Roman "Die Schlafenden" begrüßt sie als späte Aufarbeitung der AIDS-Epidemie. Die NZZ verbringt mit Jean-Pierre Abraham ein paar Jahre im Leuchtturm. Die SZ entdeckt in Don Winslows neuem Mafia-Thriller "City in Ruins" eine Fülle an Anspielungen auf die Antike.

28.05.2024 Die taz schwelgt in den Lustszenen in Goliarda Sapienzas neu übersetztem Frauenroman aus dem Jahr 1979. Die FR verschlingt die Essays von Diedrich Diederichsen, die sich der Komplexität der Gegenwart stellen. Die Welt fühlt sich wohl in Elmore Leonards ursprünglich im Jahr 1959 erschienenem Western-Roman, in dessen Zentrum ein
Bürgerkriegsheimkehrer steht, der sein Haus bei seiner Rückkehr von anderen
Menschen besetzt findet. Dlf Kultur deckt mit Alberto Grandi den Mythos der italienischen Nationalküche auf, was nicht wenige seiner Landsleute erzürnte.