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23.07.2024 Die FAZ sieht in Natan Sznaiders neuem Buch "Die jüdische Wunde" ein eindringliches Plädoyer für eine spezifisch jüdische Aufklärung. Die SZ beeindruckt, wie Sznaider die Debatten von heute mit Lessing und Hannah Arendt betrachtet. Die FAZ sucht außerdem mit den Frauen aus Ling Mas "Glückscollage" nach der "erlösenden Metamorphose". Die NZZ ergründet mit Lars Saabye Christensen die Geschichte seiner chinesischen Großmutter. Dlf Kultur lacht sich eckig mit Dietmar Sous' Fußballbuch über den 16:0 - Sieg der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1912.

22.07.2024 Die FAZ macht mit Nadia Buddes Bilderbuch "Die Band, die keiner kennt" die Nacht zum Tag. Mit Magdalena Miecznickas Kinderkrimi "Toni sieht alles!" geht sie auf fantasievolle Verbrecherjagd. Die FR lässt sich gerne von Peter Sloterdijk ablenken und ergründet mit seinen Notizen die Möglichkeiten des Denkens. Dlf Kultur freut sich, wie Ulrike Möltgen "Das Märchen von der Vernunft" von Erich Kästner in poetische Bilder verwandelt hat. Die NZZ durchlebt mit Fang Fangs Roman "Glänzende Aussichten" die Härten der chinesischen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

20.07.2024 Atemlos surft die SZ durch die virtuos gestaffelten Zeitebenen in Elif Shafaks bildgewaltigem neuen Roman "Am Himmel die Flüsse" und freut sich an einer Erzählkunst, die Geschichte und Geschichten zu verweben weiß. Die FAZ erkundet auf den Schwingen von Jonathan C. Slaghts "Eulen des östlichen Eises" das Panorama des östlichen Sibirien. Ebenfalls in der FAZ macht Alexandru Bulucz auf die "an Vollkommenheit grenzende" Lyrik Agi Mishols aufmerksam. Die taz dekonstruiert mit Ruth Hoffmann den Mythos um den 20. Juli 1944 .

19.07.2024 Fasziniert erkundet die FR die Welt der Gegenwart mit mehr als 130 bunten Karten. Die NZZ reist mit Elif Shafak vom antiken Ninive bis ins Jahr 2018 auf ein Hausboot auf der Themse. Die FAZ verdankt dem Briefwechsel zwischen Theodor W. Adorno und Ludwig von Friedeburg einen Einblick in den "Neubeginn der Soziologie" in Deutschland nach Hitler. Der Dlf Kultur liest mit "Senza Casa" einen der "nacktesten" Nachlass-Texte von Ingeborg Bachmann. Mit Amor Towles begibt er sich ins Hollywood der Dreißiger.

18.07.2024 Die FAZ feiert Mikael Ross' Graphic Novel "Der verkehrte Himmel", die Manga-Zeichentechniken mit der Erzählweise französischer Comics verbindet: Nur spielt diese in Berlin-Lichtenberg! Der Dlf reist mit Franz Friedrichs "Die Passagierin" in die Zukunft und die Vergangenheit der Bewohner eines Sanatoriums in Kolchis. Die NZZ bewundert die Rätselhaftigkeit Michel Piccolis, die sich auch in seinen Erinnerungen nicht auflöst. Dlf Kultur lernt von Olivier Tallec und einem Eichhörnchen, was ein bester Freund ist.

17.07.2024 Die FAZ vertieft sich in das Werk des österreichisch-französischen Schriftstellers Manès Sperber und liest etwa vom Partisanenkampf in Jugoslawien und dessen illegaler Arbeit für die KPD. Dlf durchtanzt mit Eve Babitz in "Sex & Rage" die Nächte im Los Angeles der siebziger Jahre. Die SZ erfährt aus Tobias Dahmens Graphic Novel die Geschichte seiner Familie im Zweiten Weltkrieg. Außerdem empfiehlt sie Jhumpa Lahiris Kurzgeschichtenband "Das Wiedersehen".

16.07.2024 Die FAZ folgt Enrique Vila-Matas in "Montevideo" durch eingebildete Türen zu magischen Koffern und philosophischen Reflexionen - und amüsiert sich dabei prächtig. Dlf Kultur schmökert in Karel Capeks Reiseberichten aus Italien. Die SZ nimmt mit Shashi Tharoors "Zeit der Finsternis" die indische Perspektive auf die britischen Kolonialverbrechen ein. Die FR liest mit Spannung Aroa Moreno Durans Roman über die dunkle Vergangenheit einer baskischen Hafenstadt. Und Dlf schwebt mit Elena Winter "Im Orbit".

15.07.2024 Die NZZ erkennt in Janko Polić Kamovs Roman "Austrocknen" über einen tuberkulosekranken Bohemien ein faszinierendes Stück literarischer Avantgarde "am Vorabend eines Weltenzusammenbruchs". Die FR verliert sich gerne in Rachel Cusks experimentellem Roman "Parade". Die FAZ wird in Beatrice Salvionis "Malnata" Zeuge einer Mädchenfreundschaft vor dem Hintergrund des italienischen Faschismus. Die SZ bereitet sich mit Marcus Bensmann auf den Widerstand gegen Rechtsextreme vor.

13.07.2024 Die FAS freut sich über eine Neuentdeckung: Rosemary Tonks, die sie mit "Der Köder" durch das Swinging London begleitet. Sehr gut gefallen hat ihr auch José Henrique Bortolucis Roman "Was von meinem Vater bleibt", der die Geschichte des Vaters, einem LKW-Fahrer auf der Transamazônica, mit der Entwicklung Brasiliens verbindet. Die taz amüsiert sich mit Najem Walis Krimi "Stadt der Klingen". Die FAZ ackert sich mühsam durch Jie-Hyun Lims "Opfernationalismus", ohne dafür belohnt zu werden. Die SZ vermisst die große Geste in Armin Nassehis "Kritik der großen Geste".

12.07.2024 Die FAZ betrachtet nur zu gerne die Costiera Amalfitana durch die bewundernden Augen Dieter Richters. Mit Emmanuel Faye fragt sie sich, ob Hannah Arendt an der Zerstörung des Denkens durch Martin Heidegger beteiligt war. Die FR liest neue Gedichte Jürgen Beckers. Die taz lässt sich gern von Maren Kames' "Hasenprosa" überfordern. Der Dlf versinkt in Joseph O'Neills Roman "Godwin" um einen jungen Fußballer aus Benin.