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02.08.2024 Die FAZ begibt sich mit Peter Godfrey-Smith unter Wasser und denkt über die Entstehung des Geistes nach. Die SZ lernt von René Aguigah, wie James Baldwin zum Influencer wurde. Die FR reist mit dem amerikanischen Musikkritiker Joseph Horowitz und den Mahlers durch New York. Die taz staunt, wie Kerstin Wichmann in ihrem Comic aufzeigt, wie sich die Alltagsgewalt der Nazis in die Körper der Menschen einschrieb. Und der Dlf empfiehlt einen überraschend packenden SciFi-Krimi von Keanu Reeves und China Miéville.

01.08.2024 Die bedrückte FAZ liest Anna Swirszyzynskas Gedichte über den Warschauer Aufstand vor achtzig Jahren. Dlf Kultur fiebert mit der 14-jährigen Marta Kajdanowskaja mit, die in "Elektrizität und Himmelsfische" ihre Flucht vor der russischen Armee beschreibt. Die Zeit freut sich, dass endlich ein Buch über die Elbe vorliegt. Die FR besucht mit Dominika Meindl in China eine Kopie des österreichischen Touristenstädtchens Hallstadt - "Selbe Stadt, anderer Planet".

31.07.2024 Die NZZ findet Zdravka Evtimovas Kurzgeschichtenband "Maulwurfsblut" über den Kampf bulgarischer Frauen gegen das Patriarchat im besten Sinne eigenartig. Außerdem lobt sie René Aguigahs "James Baldwin"- Porträt. Die FAZ sieht sich mit Ursula Muschler in Bertolt Brechts Lebensräumen um. Die SZ hat mit Barbara Kingsolvers Roman "Demon Copperhead", der im US-amerikanischen Unterschichtenmilieu spielt, trotz aller Sozialkritik großen Spaß. Die FR freut sich über neue Ausgaben der Reihe "European Essays on Nature and Landscape".

30.07.2024 Die NZZ hofft, dass Marion Messinas atmosphärische wie kaleidoskopartige Frankreich-Dystopie "Die Entblößten" nicht Realität wird. Die FAZ fühlt sich wohl in Rainer Grießhammers Sachbuch-Fiction "Alles wird gut - nur anders" über eine Welt nach der ökologischen Revolution. André Kubiczeks "Nostalgia" fügt der DDR-Erinnerungsliteratur eine laotische Perspektive hinzu, freut sie sich außerdem. Die taz begrüßt Wytske Versteegs komplexen Flucht-Roman "Die goldene Stunde". Spannend wie einen Thriller findet Dlf Patrick Radden Keefes Buch über den Nordirland-Konflikt.

29.07.2024 Dlf Kultur rät dringend zur Entdeckung der israelischen Lyrikerin Agi Mishol. Die SZ überlegt mit Rafael Seligmann, wie man sich gegen die fünf autoritären Brandstifter der Gegenwart - Putin, Trump, Netanjahu, Xi Jinping und Erdogan - zur Wehr setzen kann. Mit Volker Ullrich zieht sie Lehren aus der Weimarer Republik. Die FAZ plädiert mit Büchern von Martin Gaedt und Guido Zander für die Vier-Tage-Woche. Als „Glanzlicht biografischer Annäherung“ würdigt die taz Thomas Medicus’ Klaus-Mann-Biografie.

27.07.2024 Die FAZ ist beeindruckt von Mario Desiatis Roman "Spatriati", der die Sehnsüchte junger Italiener nachzeichnet. Martina Hefter attestiert sie in "Hey guten Morgen, wie geht es dir?" ein spannendes Spiel mit Fragen nach Einsamkeit und Zuneigung. Dlf empfiehlt Neuerscheinungen von und über James Baldwin. Die NZZ ist beglückt von Hiromi Itos Roman "Hundeherz". Die SZ lernt von Benedict Wells, dass Texte manchmal klüger sind als diejenigen, die sie schreiben.

26.07.2024 Die FR schwelgt in einem prallen Bilderbuch über die Olympischen Spiele und staunt außerdem, wie Zora del Buono den Unfalltod ihres unbekannten Vaters aufklärt. Punch auf Punch folgt die hingerissene NZZ Rita Bullwinkels jungen Boxerinnen beim Erwachsenwerden. Die FAZ lernt von Dagmar Herzog, wie lange die Eugenik der Nazis nachwirkte. Die taz liest mit Joseph O’Neills „Godwin“ den perfekten Roman fürs sportbesoffene Jahr 2024. Und Dlf Kultur lässt sich von Barbara Bleisch die Angst vor der Midlife-Crisis nehmen.

25.07.2024 Die FAZ beobachtet in Caroline O'Donoghues "Die Sache mit Rachel" eine Dreiecksgeschichte unter Millenials in Cork. Außerdem ermuntert sie mit frisch übersetzten Sonetten zur Entdeckung des italienischen Dichters Vittorio Alfieri. Wer wirklich alles über die Hamburger Schule wissen will, dem empfiehlt die FR Jonas Engelmanns "Der Text ist meine Party".Die Zeit empfiehlt Martina Hefters "Hey guten Morgen, wie geht es dir?" Dlf Kultur liest tolle Essays voller schräger Beobachtungen in Deborah Levys "Die Position der Löffel".

24.07.2024 Die SZ versucht mit Fleur Jaeggys "Die seligen Jahre der Züchtigung" der eigenen Vergänglichkeit zu entfliehen. Mit Hiroko Oyamadas Heldin aus "Das Loch" zieht sich die FAZ auf das Land zurück und begegnet allerlei Merkwürdigkeiten. Von Pierre-Héli Monot lernt sie außerdem, dass der Surrealismus eigentlich eine zutiefst realistische Bewegung war. Die Welt springt mit Niclas Seydacks Generationenporträt vom "Peter-Pan-Syndrom" zur "Pandemie-Erfahrung". Dlf schließt sich mit Selby Wynn Schwartz der "sapphistischen Bewegung" an.

23.07.2024 Die FAZ sieht in Natan Sznaiders neuem Buch "Die jüdische Wunde" ein eindringliches Plädoyer für eine spezifisch jüdische Aufklärung. Die SZ beeindruckt, wie Sznaider die Debatten von heute mit Lessing und Hannah Arendt betrachtet. Die FAZ sucht außerdem mit den Frauen aus Ling Mas "Glückscollage" nach der "erlösenden Metamorphose". Die NZZ ergründet mit Lars Saabye Christensen die Geschichte seiner chinesischen Großmutter. Dlf Kultur lacht sich eckig mit Dietmar Sous' Fußballbuch über den 16:0 - Sieg der deutschen Mannschaft bei den Olympischen Spielen 1912.