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12.07.2024 Die FAZ betrachtet nur zu gerne die Costiera Amalfitana durch die bewundernden Augen Dieter Richters. Mit Emmanuel Faye fragt sie sich, ob Hannah Arendt an der Zerstörung des Denkens durch Martin Heidegger beteiligt war. Die FR liest neue Gedichte Jürgen Beckers. Die taz lässt sich gern von Maren Kames' "Hasenprosa" überfordern. Der Dlf versinkt in Joseph O'Neills Roman "Godwin" um einen jungen Fußballer aus Benin.

11.07.2024 Keine Benzin-, aber auch keine Elektromotoren mehr - die Apokalypse in Jonathan Lethems Roman "Der Stillstand" mündet in einen Biohof, in den KI einbricht. Die FAZ hat's amüsiert. Sehr empfehlen kann sie auch Aroa Moreno Durans "Ruths Geheimnis", ein Familienroman aus dem Baskenland zu Zeiten des spanischen Bürgerkriegs. Die FR liest Armin Nassehis "Kritik der großen Geste". Der Dlf erlebt mit Chukwuebuka Ibehs "Wünschen" ein Coming out im schwulenfeindlichen Nigeria.

10.07.2024 Die SZ fragt sich mit Yevgenia Belorusets, ob Tiere nicht die besseren Menschen sind. Dlf Kultur lässt sich von José Henrique Bortoluci mit Freuden die Geschichte seines Vaters erzählen. Die NZZ steigt in Maren Kames' Roman "Hasenprosa" hinab in mittelhessische Partykeller. Die FR erfährt von Philip Manow in "Unter Beobachtung", dass nicht Rechtsextreme die Demokratie gefährden, sondern der zu starke Glaube an Verfassungsgerichte.

09.07.2024 Sanam Mahloudjis Roman "Die Perserinnen" erzählt von einer iranischen Familie im Exil: Dlf Kultur begrüßt dieses lebendige und lustige Buch über die Wechselwirkungen von Leben und Politik. Die FAZ bekommt hier eine Anleitung, wie man sich als Familie auch in Zeiten der Krise zusammenraufen kann. Bei Kim Ho-yeon verfolgt sie Außenseiter und Alltagsdramen in einem 24-Stunden-Supermarkt in Seoul. Die NZZ bewegt sich mit Volha Hapeyevas Roman "Samota" frei zwischen den Welten. Die Zeit trifft in Madame Nielsens Buch "Mein Leben unter den Großen" dänische Schriftsteller in der guten Stube oder nackt am Strand.

08.07.2024 Dlf Kultur entdeckt mit Marion Löhndorf das Hotel als "Traumtheater der Gegenwart". Die FR verschlingt Rivka Galchens Roman über den Hexenprozess gegen die Mutter von Johannes Kepler. Die Welt ist nicht ganz überzeugt von Hannah Arendts Aufsätzen "Über Palästina". Die SZ bewegt sich mit Sascha Lübbe "Ganz unten im System", wo Arbeitsmigranten für einen Hungerlohn schuften.

06.07.2024 SZ und Welt küren Jörg Späters Studie über „Adornos Erben“ zum neuen Standardwerk. Die Welt denkt mit dem neuen Roman von Rachel Cusk außerdem über Kunst und Weiblichkeit nach, die SZ erkennt hinter Sidik Fontanas „dünnen Wänden“ einen neuen großen New-York-Roman. Die FAS ergründet den Erfolg von Sasa Stanisic: Er lässt uns an das Gute im Menschen glauben. Die FAZ lässt sich von Heike Melzer über Onlinesüchte aufklären. Und die taz lernt in einem Band, wie Einsamkeit und Ressentiments zusammenhängen.

05.07.2024 Die FAZ reist mit Onur Erdur in die "Schule des Südens" und lernt die "kolonialen Differenzerfahrungen" von Bourdieu, Foucault und Co. kennen. Die FR lässt sich von Scholastique Mukasonga ruandische und christliche Mythen erzählen. Der Dlf liest bei Anthony Veasna So, was es bedeutet Khmer und queer zu sein. Mit Andreas Bernard macht der Dlf mystische Erfahrungen beim Flippern.

04.07.2024 Lest Fleur Jaeggy, ruft die NZZ und empfiehlt die drei neuen Erzählbände der Autorin mit dem großen Talent zur präzisen Verknappung. Die Welt versucht dem Phänomen Caroline Wahl auf die Spur zu kommen. Die SZ lernt von Laurenz Lütteken, dass Mozarts "Zauberflöte" keine Oper der Aufklärung ist. Die Zeit besucht Hiromi Ito. Die FAZ taucht mit Maggie O'Farrells "Hier muss es sein" in die Geheimnisse einer Ehe.

03.07.2024 Die FAZ bewundert die "poetische Prägnanz" in den Gedichten Olga Martynovas. Von Franco Supino bekommt sie in "Ciao amore, ciao" ein paar kräftige italienische Ohrwürmer verpasst. Die SZ liest interessiert die Briefe von Ahmad Katlesh und Vanessa Vu, die sich über ihre Erfahrungen als Menschen mit Migrationshintergrund austauschen. Die taz empfiehlt Maxi Obexers Roman "Unter Tieren" über eine Kindheit in den Südtiroler Bergen. Die NZZ findet Emmanuel Fayes Thesen, der Hannah Arendt "Die Zerstörung des Denkens" vorwirft, ein wenig zu steil. Dlf Kultur schwebt mit Cynthia Zarins Debütroman "Inverno" zwischen Realität und Fantasie.

02.07.2024 Zum 300. Geburtstag von Friedrich Gottlieb Klopstock erscheinen neue Biografien: Die SZ freut sich darüber, dass Axel Kahrs heutigen Lesern den Popstar der Empfindsamkeit wieder näherbringt. Die FAZ empfiehlt eine Biografie von Kai Kauffmann. Mit Jakob Thomä bereitet sie sich auf mögliche Gefahren dieser Zeit vor: Antibiotikaresistenz, Quantencomputing oder auch die Zombieapokalypse. Die FR taucht in Vincent O. Carters Roman "Amerigo Jones" in eine Kindheit in den Südstaaten ein.