7948 Bücherschauen - Seite 40 von 795

13.11.2024 Die SZ hat ihre helle Freude an Ulrich Fischers Reflexionen darüber, ob Max Brods Veröffentlichung der Kafka-Manuskripte juristisch korrekt war - und Kafka hätte das auch gefallen! Die FAZ bekommt von Markus Krajewski ein barockes Festmahl zubereitet. Außerdem lobt sie Helene Roths präzise Studie über deutschsprachige Fotografen im amerikanischen Exil. Die FR kann gar nicht genug bekommen von Domenico Müllensiefens schneller Prosa in "Schnall dich an, es geht los".

12.11.2024 Die FAZ folgt Anuschka Roshani auf ihrer atemlosen Suche nach Truman Capotes letztem Manuskript quer durch die USA. Thomas Strässle verbindet in seiner "Fluchtnovelle" geschickt das Leichte mit dem Schweren, freut sich die NZZ. Die SZ ist berührt von Rasha Khayats Roman "Ich komme nicht zurück". Dlf Kultur genießt die brillanten Rededuelle der viktorianischen Familie Edgeworth in Ivy Compton-Burnetts Historienroman "Ein Haus und seine Hüter". Dlf lässt sich in Fatma Aydemirs Theaterstück "Doktormutter Faust" von Mephisto verführen - vermisst aber das Gretchen.

11.11.2024 Die taz zieht den Hut vor Tobi Dahmen und seiner eindrucksvollen Graphic Novel "Columbusstraße" über die Geschichte seiner Familie während des Nationalsozialismus. Die Welt erkennt in Jonathan Guggenbergers Kunstbetriebssatire "Opferkunst" viele bekannte Gesichter. Die NZZ geht mit der Biografie "Jagd auf den Falken" von Julia Fox und John Guy dem Schicksal Anne Boleyns nach. Und der Dlf ergründet mit Ute Frevert die "Verfassungsgefühle" der Deutschen.

09.11.2024 Ohne mit der Seele zu blinzeln stürzt sich Nico Bleutge für für den Deutschlandfunk in die finnlandschwedische Gedichte und einen Roman Henry Parlands. Dlf Kultur lernt aus Lutz Hachmeisters nachgelassener Studie über "Hitlers Interviews", dass man Diktatoren besser nicht interviewt. Die SZ rät, sich in ein "Freisitzmöbel in Korbstuhloptik" zu fläzen und dringend Roman Ehrlichs Roman "Videotime" zu lesen. Die FAZ ist mit Franz Dodel "Nicht bei Trost".

08.11.2024 Der Dlf liest fasziniert Tash Aws Porträt seiner Familie, die sich durch die Auswanderung entfremdet hat. Die FAZ blickt mit dem amerikanischen Historiker Eric H. Cline gebannt auf die Völker, die die Transformationen der Spätbronzezeit bewältigen mussten. Der NZZ wird Clara Schumann in Christine Eichels Biografie nicht sympathischer. Die SZ begleitet Gabriele Tergit 1933 "Im Schnellzug nach Haifa". Dlf Kultur sucht mit "Morris" Omas ausgebüxten Hund.

07.11.2024 Die FAZ streift mit Anna Maria Stadler durch Salzburg und beobachtet fluide Identitäten. Die taz lässt sich von Dervis Hizarci erklären, wie man mit Schülern über Antisemitismus diskutiert. Die Zeit flieht mit Joachim Meyerhoff vor dem Empörungsparkinson der Berliner aufs Land. Der Dlf stemmt theologische Brocken von Kierkegaard, Stefano Levi Della Torre, Simone Weil und einem mit und über Bataille meditierenden Knut Ebeling. Dlf Kultur amüsiert sich über "Liebe, Sex und Erblichkeit" bei Tier und Mensch.

06.11.2024 Die FAZ ergründet zusammen mit Elke Brüns unser geheimnisvolles Verhältnis zu den Dingen. Im Roman "Mandel" der südkoreanischen Autorin Won-pyung Sohn sieht sie eine luzide "Anleitung zum Wiedererlernen echter Gefühle". Mit Fabio Lanz' Krimi "Ikarus" blickt die NZZ hinter die Fassade der feinen Zürcher Gesellschaft. Dlf Kultur ist gleichzeitig fasziniert und erschüttert von den Briefen der Schweizer Schriftstellerin Adelheid Duvanel. Die FR lässt sich von Margarete Zimmermann kenntnisreich den Weg durch das Werk Christine de Pizans weisen.

05.11.2024 Die FAZ amüsiert sich mit Tine Melzers Roman "Do Re Mi Fa So" über einen erfolgreichen Bariton, der von einem auf den anderen Tag beschließt, nicht mehr aus seiner Badewanne auszusteigen. Vom Biologen Bernhard Kegel lernt sie, wie man "Mit Pflanzen die Welt retten" kann. Die SZ folgt Raphaëlle Reds Heldin "Adikou" auf ihrer Suche nach Zugehörigkeit, die sie von Paris nach Togo bis in die USA führt. Dlf erfährt von den Journalisten Russ Buettner und Susanne Craig, dass Donald Trump mitnichten ein Selfmade-Millionär, sondern vielmehr ein "Lucky Loser" ist.

04.11.2024 Feminismus gab es auch schon in der Steinzeit, erfährt die FAZ aus Hannelore Cayres Krimi "Finger ab". In James McBrides Roman "Himmel & Erde" spiegelt sich die ganze amerikanische Gesellschaft in einem Gemischtwarenladen wider, staunt sie außerdem. Die SZ lernt von Christian Schweppe, dass es mit der "Zeitenwende" leider nicht weit her ist. Die taz empfiehlt Olga Grjasnowas Roman "Juli, August, September". Und die FR ist begeistert von Maria Stepanovas Roman "Absprung", in dem die Heldin M. eine märchenhafte Abzweigung nach der anderen nimmt.

02.11.2024 Die FAZ liest mit Lana Lux' "Geordnete Verhältnisse" einen erschütternd realistischen Roman über eine toxische Beziehung. In Irina Rastorguevas Buch über den russichen Propaganda-Apparat sieht sie das beklemmende "Zeugnis einer Scheinwelt." Ein Polit-Epos, das sich vom vom Euphrat bis zum Rhein erstreckt, hält die FR mit dem Roman "Sankofa" des verstorbenen deutsch-türkischen Schriftstellers Dogan Akhanli in Händen. Die Welt amüsiert sich prächtig mit Joachim Meyerhoffs Roman "Man kann auch in die Höhe fallen". Und die SZ verkündet mit dem neuen "Lucky Luke" -Comic vom französischen Duo Achdé und Jul eine "Letzte Runde für die Daltons"