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17.12.2024 Die FAZ kreist mit Sibylle Anderl und Claus Leggewie um die Sonne. Von Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann lernt sie, wie man über den Nahostkonflikt sprechen kann. Die SZ lernt in Colum McCanns Band "American Mother" die Mutter des vom IS getöteten Journalisten James Foley kennen. Dlf sucht mit Alexandra Stahl und "Frauen, die beim Lachen sterben" nach dem Lebenssinn in Berlin. Und Dlf Kultur freut sich über vor Sprachwitz sprühende Burlesken von André Gide.

16.12.2024 Die NZZ hält mit Olga Tokarczuk spiritistische Séancen im Breslau des frühen Zwanzigsten Jahrhunderts ab. FAS und SZ preisen Han Kangs neuen Roman "Unmöglicher Abschied". Die FAZ lässt sich von Ulrich Noethen Hermann Hesses Gedanken zu Weihnachten vorlesen. Dlf erfährt von Jóhanna Katrín Friðriksdóttir, wie es den Frauen in der Welt der Wikinger erging. Und Dlf Kultur lässt sich von Carlos Moreno das Konzept der "15-Minuten-Stadt" erklären.

14.12.2024 FAZ und taz tauchen mit Han Kangs neuem Roman "Unmöglicher Abschied" in ein düsteres Kapitel der Geschichte Südkoreas ein und sind schwer beeindruckt. Die SZ begibt sich mit Monica Rincks Gedichten "Höllenfahrt und Entenstaat" auf die lyrische Überholspur. Die NZZ ergründet mit "Trinken wie ein Dichter" den Zusammenhang zwischen Trinker(in) und Werk. Die taz empfiehlt Enrico Palandris Roman "Lichter auf der Piazza Maggiore", der sie mitten in die italienischen Studentenrevolten der Siebziger Jahre katapultiert.

13.12.2024 Die FAZ reist mit Thomas de Padova durch das Jahrzehnt der Physik. Die SZ empfiehlt Kinderbücher, darunter vor allem den Band "Elektrizität und Himmelsfische", der aus Kinderperspektive und mit Momenten konkreter Poesie vom Krieg erzählt. Die taz lernt dank Sarah Raich die sagenhafte Mittelalter-Dichterin Hrotsvit von Gandersheim kennen. Erschüttert liest Dlf Kultur die Korrespondenz der Schweizer Erzählerin Adelheid Duvanel. Und der Dlf bewundert in 365 Texten die Kunst der Monika Helfer.

12.12.2024 Dlf Kultur empfiehlt wärmstens Tom Haugomats Graphic Novel "Ein ganzes Leben". Die FR begibt sich mit Christoph Nix in Sardinien auf die Suche nach "Gramscis Geist". Die NZZ liest mit Ayana Mathis' Roman "Am Flussufer ein Feuer" eine beeindruckende Geschichte von Gewalt, Rassismus, aber auch Eigenverantwortung. Die Zeit findet mit Jordan Peterson nicht zu Gott. Dlf empfiehlt als das beste und spannendste Buch des Jahres Tana Frenchs "Feuerjagd".

11.12.2024 Die FAZ verschlingt Res Strehles Biografie über den Streetart-Künstler Harald Naegeli, der einst noch per internationalem Haftbefehl gesucht wurde. Außerdem wird sie mit Büchern über Abstinenz von Mia Gatow und Bas Kast nüchtern. Die SZ lässt sich von Franz Friedrich in "Die Passagierin" an einen utopischen Ort entführen, an dem verlorene Seelen aus allen Epochen Zuflucht finden. Außerdem empfiehlt sie Daniel Clowes lässige Graphic-Novel "Monica". Die taz erhält mit Selma Kay Matters Roman "Muskeln aus Plastik" eine queere Perspektive auf Long-Covid-Leiden.

10.12.2024 Die NZZ vertieft sich in Gedichte aus dem Krieg von Serhij Zhadan, der statt auf Hass auf den Gesang und die Sprache setzt. Die FR ist fasziniert von Max Gross' Roman über die Bewohner eines Stetls im polnischen Nirgendwo, die durch das Verschwinden einer Frau die Tore zur Außenwelt öffnen müssen. Dlf schwelgt in Dora Kaprálovás "Winterbuch der Liebe". Dlf Kultur erfährt von Olivier van Beemen vom neokolonialistischen Treiben der millionenschweren NGO "African Parks". Die FAZ verbringt mit Nancy Mitford eine "Schöne Bescherung auf Compton Bobbin".

09.12.2024 Die NZZ taucht mit einer neuen Biografie ein in das Leben Barbara Streisands und lernt den Star als Tochter einer in prekären Verhältnissen lebenden jüdischen Familie kennen. Die FR ist erschüttert vom Band der französischen Fotografin Garance Le Caisne, der dokumentiert, wie brutal das Assad-Regime wirklich war. Die SZ erfährt vom Militäranalysten Franz-Stefan Gady, warum Europa mehr über Krieg nachdenken sollte. Dlf Kultur empfiehlt Kerana Angelovas Roman "Sonnenblumen für Maria", in dem Van Gogh die zweite Hauptrolle spielt.

07.12.2024 Für den Deutschlandfunk vertieft sich Nico Bleutge in Friederike Mayröckers Gesammelte späte Lyrik und erklärt, was ein "Proëm" ist. Die Welt findet Han Kangs Roman "Unmöglicher Abschied" über Massaker auf der Insel Jeju vor fast achtzig zu pathetisch, manieriert und symbolisch überfrachtet. Die taz geht mit Navid Kermani "In die andere Richtung jetzt" und freut sich, dass sie hinterher nicht besser, sondern gerade weniger "Bescheid wisse". Und die SZ kommt aus Samantha Harveys "Umlaufbahnen" gar nicht mehr heraus.

06.12.2024 Der Dlf preist Robert Alters erste Amos Oz-Biografie, die kenntnisreich und klug an einen scharfsinnigen Humanisten erinnert. Mit Gaea Schoeters stößt der Dlf bei der Großwildjagd an moralische Grenzen. Dlf Kultur lässt sich von Lucie Rico die Biografien vakuumverpackter Hähnchen erzählen. Und die FR erfährt von Eva Biringer, warum der Schmerz von Frauen nie wahrgenommen wird.