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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bücherschau des Tages

Durch das Dickicht des Mittelklassedaseins

Notizen zu den Buchkritiken des Tages aus FAZ, FR, NZZ, SZ, taz, Zeit und Welt. Täglich ab 14 Uhr.
03.07.2015. Matthew Thomas' Roman "Wir sind nicht wir" über eine irische Einwandererfamilie in New York ist nicht nur sehr dick, sondern auch wirklich groß, versichert die SZ. Außerdem folgt sie Otfried Höffe auf eine philosophische Ballonfahrt in die Freiheit. Die FR arbeitet sich in einer dritten Besprechung an Jan Assmanns Studie "Exodus" ab. Und die FAZ studiert, was der mittelalterliche arabische Philosoph Avempace "Über das Ziel des menschlichen Lebens" zu sagen hatte.
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Avempace: Über das Ziel des menschlichen Lebens.

Bestellen bei buecher.deCover: Avempace. Über das Ziel des menschlichen Lebens. Felix Meiner Verlag, 2015.
Felix Meiner Verlag, Hamburg 2015, ISBN 9783787325214, Kartoniert, 372 Seiten, 48,00 EUR
Zweisprachige Ausgabe Arabisch-Deutsch. Aus dem Arabischen übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Franz Schupp. In gut aristotelischer Tradition war das höchste Ziel des menschlichen Lebens auch bei den Philosophen… mehr lesen

Horst Bredekamp/Claudia Wedepohl: Warburg, Cassirer und Einstein im Gespräch. Kepler als Schlüssel der Moderne

Bestellen bei buecher.deCover: Horst Bredekamp / Claudia Wedepohl. Warburg, Cassirer und Einstein im Gespräch - Kepler als Schlüssel der Moderne. Klaus Wagenbach Verlag, 2015.
Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2015, ISBN 9783803151889, Gebunden, 112 Seiten, 22,90 EUR
Kreuzlingen am Schweizer Ufer des Bodensees und Scharbeutz an der Ostsee geben diesem Buch nicht nur einen geografischen, sondern auch einen kulturgeschichtlichen Ort. Der Kunst- und Kulturhistoriker Aby… mehr lesen
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Frankfurter Rundschau

Jan Assmann: Exodus. Die Revolution der Alten Welt

Bestellen bei buecher.deCover: Jan Assmann. Exodus - Die Revolution der Alten Welt. C. H. Beck Verlag, 2015.
C. H. Beck Verlag, München 2015, ISBN 9783406674303, Gebunden, 493 Seiten, 29,95 EUR
Jan Assmann verfolgt die Spuren der Exodus-Erzählung zurück bis ins Alte Ägypten und nach vorne bis ins 20. Jahrhundert. Er entfaltet eine neue Theorie des Monotheismus und zeigt,… mehr lesen
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Neue Zürcher Zeitung

Heute leider keine Kritiken!
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Süddeutsche Zeitung

Otfried Höffe: Kritik der Freiheit. Das Grundproblem der Moderne

Bestellen bei buecher.deCover: Otfried Höffe. Kritik der Freiheit - Das Grundproblem der Moderne. C. H. Beck Verlag, 2015.
C. H. Beck Verlag, München 2015, ISBN 9783406675034, Gebunden, 398 Seiten, 29,95 EUR
Freiheit hat für den Menschen und zugleich für die Moderne eine konstitutive Bedeutung. Trotzdem können heute weder das Prinzip Freiheit noch das Projekt der Moderne mit uneingeschränkter Zustimmung… mehr lesen

Terezia Mora: Nicht sterben.

Bestellen bei buecher.deCover: Terezia Mora. Nicht sterben. Luchterhand Literaturverlag, 2015.
Luchterhand Literaturverlag, München 2015, ISBN 9783630874517, Gebunden, 160 Seiten, 18,99 EUR
Terézia Moras Frankfurter Poetik-Vorlesungen beginnen mit einem starken Bild. Sie erzählt, wie sie unlängst mit ihrer kleinen Tochter im Kino war, um sich einen Zeichentrickfilm anzusehen. Darin musste… mehr lesen

Matthew Thomas: Wir sind nicht wir. Roman

Bestellen bei buecher.deCover: Matthew Thomas. Wir sind nicht wir - Roman. Berlin Verlag, 2015.
Berlin Verlag, Berlin 2015, ISBN 9783827012067, Gebunden, 896 Seiten, 24,99 EUR
Aus dem Englischen von Astrid Becker und Karin Betz. Eileen will der Enge ihres kleinen Apartments in Queens unbedingt entfliehen. Als sie Ed Leary begegnet, einem jungen Wissenschaftler… mehr lesen
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Die Tageszeitung

Heute leider keine Kritiken!
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Die Welt

Heute leider keine Kritiken!
FAZ | FR | NZZ | SZ | TAZ | WELT | ZEIT

Die Zeit

Heute leider keine Kritiken!
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Archiv: Bücherschau

Sätze von glasklarer Schönheit

02.07.2015. Mit "Venus siegt" erweist sich Dietmar Dath einmal mehr als einzig relevanter deutscher Science-Fiction-Autor der Gegenwart, meint die Zeit. Als Kreuzung aus Kafka und "Baumeister Bob" beschreibt die FAZ Heinrich Steinfests Roman "Das grüne Rollo". Die FR lässt sich von Ernest van der Kwast von der Liebe, vom Scheitern und vom Triumph erzählen. Und die NZZ lässt sich von Andrea Gersters Roman "Verlangen nach mehr" an der Nase herumführen.

Liebe ist schneller als der Schall

01.07.2015. Analytisch klar und feinfühlig zugleich findet die SZ Ursula Krechels Porträts von Pionierinnen. Die faszinierte FAZ liest Sjóns Roman "Der Junge, den es nicht gab" als expressionistische Miniatur über die Befreiung zum Künstler. Die NZZ staunt über Notker Hammersteins detaillierte Geschichte der Universität Frankfurt. Und die taz lässt sich von den schlauen Gedanken von Tex Rubinowitz mitreißen.

Künstlertum und Älterwerden

30.06.2015. Als Sensation, als wahren Geniestreich feiert die SZ Charles Haldemans wiederentdeckten Roman "Der Sonnenwächter", der von einem schwulen Roma in Nachkriegsdeutschland erzählt. Die NZZ rühmt Ippolito Nievos Dorfgeschichten "Am Ufer des Varmo". Mit Interesse liest sie auch Tomas Bannerheds Roman "Die Raben". Die FAZ widmet sich Descartes und den Passionen der Seele.

Dialekte und dunkle Gesellen

29.06.2015. Die SZ lernt mit Ismail Kadares "Schleierkarawane" Albanien als das Mutterland der Revolte kennen. Die FAZ versinkt mit Samuel Beckett in sechzig Jahren Hörspielgeschichte. Immer noch groß, auch als Hörspiel, findet sie zudem Harper Lees Südstaatenroman "Wer die Nachtigall stört".

Vermessung einer Sehnsucht

27.06.2015. Die staunende Welt lässt sich von Robert Macfarlane in die Wildnis der Britischen Inseln führen. In Adelle Waldmans Roman "Das Liebesleben des Nathaniel P." findet sie ein bemerkenswertes Porträt des zeitgenössischen Mannes. Die NZZ erliegt dem "Narrenleben" Hans Joachim Schädlichs. Die taz blickt in die Abgründe Alfred Rosenbergs. Die FR empfiehlt Essays von Eva Illouz zu Israel. Die FAZ taucht ein in eine Anthologie sowjetischer Lyrik.

Aufgeweckte Stimmen vom Rand des Getümmels

26.06.2015. Einen tiefen Einblick in die Machtverhältnisse nach dem Tod Heinrichs VIII. beschert Inger-Maria Mahlkes historischer Roman "Wie Ihr wollt" der gebannten FR. Die FAZ lernt mit dem Band "Diagnose: Krim" des Kunsttheoretikers Wladimir Velminski die Mythen und Traumata des neuen kalten Krieges besser zu verstehen. Und die NZZ zieht nach zehn Bänden von Naoki Urasawas Manga-Reihe "Billy Bat" eine begeisterte Zwischenbilanz.

Glücklose Schöpfungen

25.06.2015. Als eindrucksvolle Zumutung empfindet die FAZ Jan Himmelfarbs Debütroman "Sterndeutung". Außerdem attestiert sie Marina Keegan dramaturgisches Geschick und überraschende Lebensklugheit. Die NZZ liest mit Interesse Rainer Hoffmanns Ausführungen zu Albrecht Dürers Meisterstich "Melencolia I". Und die SZ freut sich, dass Stephan Oswald Goethes "Venezianische Epigramme" als Vorläufer der Großstadtlyrik rehabilitiert.

Periodische Knotenkonfiguration

24.06.2015. Mit "Die Ordnung der Welt" ist Ulrich Menzel ein Meilenstein der Weltgeschichtsschreibung gelungen, jubelt die FAZ. Große Freude löst bei ihr auch der postpubertär-präpotente Sound von Tex Rubinowitz aus. Die SZ zieht es nach der Lektüre von Hendrik Bohles und Jan Dimogs Architekturgeschichte und Charles Kings "Mitternacht im Pera Palace" nach Istanbul. Und die FR stimmt in die Hymne auf Ralf Rothmanns Roman "Im Frühling sterben" ein.

Hardcore-Exzentriker

23.06.2015. Die FAZ liest Neues über Salinger. Und über Franco. Die FR schaut mit Anthony Doerr "Alles Licht, das wir nicht sehen". Die SZ begibt sich zuerst mit Evelyn Waugh ins Säurebad der Ironie und dann mit Deutschland in den Tiefschlaf.

Mit großer Heiterkeit

22.06.2015. Die FAZ bespricht heute vor allem Krimis, darunter Paula Hawkins' "Girl on the Train", eine Variation von Hitchcocks "Fenster zum Hof", mit einer interessanten alkoholsüchtigen Heldin. Gut informiert fühlt sich diese Zeitung außerdem mit Ralf Langes Architekturgeschichte über "Das Hamburger Kontorhaus". Die SZ lernt von Klaus Theweleits Essay "Das Lachen der Täter": der Massenmörder ist vor allem Körper.

Metaphernscharf

20.06.2015. Die FAZ empfindet mit Detlef Siegfrieds Biografie die "modernen Lüste" des Ernest Bornemann nach. Ralf Rothmanns Roman "Im Frühling sterben" begeistert auch die SZ. Die Welt lässt mit Manfred Flügge "Das Jahrhundert der Manns" Revue passieren. Die taz empfiehlt den chilenischen Autor Alejandro Zambra.

Die kontrapunktische Form des verzweifelten Witzes

19.06.2015. Indem er analytische Distanz durch empathische Nähe ersetzt, gelingt Marcus Hernig in "Chinas Bauch" eine erfrischende Annäherung an das Reich der Mitte, freut sich die FAZ. Die FR liest mit großem Gewinn Steffen Kopetzkys historischen Roman "Risiko". Die SZ stürzt sich mit Don Winslows Krimi "Das Kartell" in die gnadenlose Gewaltspirale des mexikanischen Drogenhandels und betrachtet ergriffen Guillermo Srodek-Harts Fotografien vom Stadtrand von Buenos Aires.

Ein Dorf ohne Geister ist gar kein richtiges Dorf

18.06.2015. FAZ und Zeit sind ergriffen und erschüttert von der Drastik des Infernos, die Ralf Rothmann in seinem Roman "Im Frühling sterben" über die letzten Kriegstage in Norddeutschland heraufbeschwört. Die drei bei Matthes & Seitz erschienenen Novellen von César Aira beglücken die SZ durch ihre simple und zugleich elegante Sprache. Und die NZZ gibt sich den klangvollen Wörterarrangements des guatemaltekischen Dichters Humberto Ak'abal hin.

Wer einen Pudel hat, der ist im kalten Olymp nicht allein

17.06.2015. Gut lesbar und überaus aufschlussreich findet die FAZ die Studie "Alfred Andersch desertiert" über Fahnenflucht und Literatur. Die NZZ liest Biografien des Sowjetführers Nikolai Bucharin und der Mumins-Schöpferin Tove Jansson. Die taz lässt sich von Kenneth Bonerts Roman "Der Löwensucher" ins Johannesburg der Dreißigerjahre versetzen. Und die SZ betrachtet mit Genuss Edward Quinns Fotos von "Celebrity Pets on the French Riviera in the 50s and 60s".

Dringlichkeit in Form von Autobiografischem

16.06.2015. Die NZZ segelt mit Daniel Defoe in die Piratenrepublik "Libertalia" und lernt die Vorzüge einer herrschaftsfreien Räuberdemokratie zu schätzen. Kraftvoll und mitreißend findet die FR Julia Wolfs Roman über eine durchs Leben strauchelnde Heldin "Alles ist jetzt". Die SZ arbeitet sich wacker durch die Manchester-Hefte der Marx-Engels-Gesamtausgabe, vierte Abteilung, fünfter Band. Die FAZ empfiehlt Eva Illouz' Israel-Essays.