Avempace

Über das Ziel des menschlichen Lebens

Cover: Über das Ziel des menschlichen Lebens
Felix Meiner Verlag, Hamburg 2015
ISBN 9783787325214
Kartoniert, 372 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Zweisprachige Ausgabe Arabisch-Deutsch. Aus dem Arabischen übersetzt, kommentiert und herausgegeben von Franz Schupp. In gut aristotelischer Tradition war das höchste Ziel des menschlichen Lebens auch bei den Philosophen im islamischen Bereich die Erkenntnis, das ideale und vollkommene Leben. Das Erreichen dieses Zieles war dann gleichbedeutend mit der Glückseligkeit. Dass ein derart primär auf Theorie ausgerichtetes Lebensziel eigentlich der arabischen und islamischen Kultur ziemlich fremd ist, hat keinen der Philosophen wie Al-Farabi (850-950), Avempace (um 1060-1139) und Averroes (1126-1198) davon abgehalten, diese Idee zu verfolgen und zu vertreten. Sie hielten sich an das, was sie in den aus dem Griechischen übersetzten Texten vorfanden Alle, die sich etwas intensiver mit der Philosophie des Mittelalters beschäftigen, kennen daher den Namen Avempace und seine Bedeutung als Interpret der Philosophie des Al-Farabi und Wegbereiter für die Philosophie des Averroes.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.07.2015

Dirk Pilz dankt Verlag und Herausgeber für eine Pionierleistung. Avempace alias Ibn Baggas Werk scheint ihm bei uns weitgehend unbekannt zu sein. Umso mehr freut sich Pilz, nun erstmals drei kleinere Texte des islamischen Philosophen und Astronomen zu lesen, dazu eine kenntnisreiche, umfangreiche Einleitung von Franz Schupp. Nicht nur tritt Ibn Bagga durch diesen Band aus dem Schatten von Averroes, meint Pilz, auch werden die politische Kraft und die Aktualität des Autors offenbar.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2015

Der Herausgeber und Übersetzer Franz Schupp legt mit "Über das Ziel menschlichen Lebens" drei Texte des arabischen Philosophen Avempace (oder Ibn Baddscha) vor, der von 1085 bis 1139 lebte und an hellenische Traditionen im arabischen Raum anknüpfte, berichtet Wolfgang Günter Lerch. Die drei Texte - die Einleitung des Werks "Die Richtschnur des Einsamen", der Traktat "Über das Ziel des menschlichen Lebens" und schließlich "Über die diesseitige und die jenseitige Glückseligkeit" - erinnern den Rezensenten stark an die Philosophie Baruch Spinozas, denn wie dieser vermutet Avempace die Glückseligkeit in der intellektuellen Erkenntnis ewiger Wahrheiten, die es in weitestgehender Isolation von der Gesellschaft zu erlangen gelte, fasst Lerch zusammen.
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