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05.07.2024 Die FAZ reist mit Onur Erdur in die "Schule des Südens" und lernt die "kolonialen Differenzerfahrungen" von Bourdieu, Foucault und Co. kennen. Die FR lässt sich von Scholastique Mukasonga ruandische und christliche Mythen erzählen. Der Dlf liest bei Anthony Veasna So, was es bedeutet Khmer und queer zu sein. Mit Andreas Bernard macht der Dlf mystische Erfahrungen beim Flippern.

04.07.2024 Lest Fleur Jaeggy, ruft die NZZ und empfiehlt die drei neuen Erzählbände der Autorin mit dem großen Talent zur präzisen Verknappung. Die Welt versucht dem Phänomen Caroline Wahl auf die Spur zu kommen. Die SZ lernt von Laurenz Lütteken, dass Mozarts "Zauberflöte" keine Oper der Aufklärung ist. Die Zeit besucht Hiromi Ito. Die FAZ taucht mit Maggie O'Farrells "Hier muss es sein" in die Geheimnisse einer Ehe.

03.07.2024 Die FAZ bewundert die "poetische Prägnanz" in den Gedichten Olga Martynovas. Von Franco Supino bekommt sie in "Ciao amore, ciao" ein paar kräftige italienische Ohrwürmer verpasst. Die SZ liest interessiert die Briefe von Ahmad Katlesh und Vanessa Vu, die sich über ihre Erfahrungen als Menschen mit Migrationshintergrund austauschen. Die taz empfiehlt Maxi Obexers Roman "Unter Tieren" über eine Kindheit in den Südtiroler Bergen. Die NZZ findet Emmanuel Fayes Thesen, der Hannah Arendt "Die Zerstörung des Denkens" vorwirft, ein wenig zu steil. Dlf Kultur schwebt mit Cynthia Zarins Debütroman "Inverno" zwischen Realität und Fantasie.

02.07.2024 Zum 300. Geburtstag von Friedrich Gottlieb Klopstock erscheinen neue Biografien: Die SZ freut sich darüber, dass Axel Kahrs heutigen Lesern den Popstar der Empfindsamkeit wieder näherbringt. Die FAZ empfiehlt eine Biografie von Kai Kauffmann. Mit Jakob Thomä bereitet sie sich auf mögliche Gefahren dieser Zeit vor: Antibiotikaresistenz, Quantencomputing oder auch die Zombieapokalypse. Die FR taucht in Vincent O. Carters Roman "Amerigo Jones" in eine Kindheit in den Südstaaten ein.

01.07.2024 Die FAZ klärt im neuen Buch von "Känguruh-Chroniken"-Autor Marc-Uwe Kling einen Entführungsfall auf, in den Nazis und KI verwickelt sind. Im Tier-Krimi von Juneau Black "Mord in Shady Hollow" heftet sie sich an die Fersen eines Kröten-Mörders. Die NZZ vertieft sich in die Erinnerungen des Kurators Hans Ulrich Obrist, der von Wien über Paris nach London und immer auf den Spuren großer Künstler wandelte. Dlf Kultur lernt von Anka Muhlstein Spannendes über das Leben des Impressionisten Camille Pissarro.

29.06.2024 Die FAZ spürt in Carlos Fonsecas Erzählung "Austral", in dem ein Literaturprofessor den Roman einer Verstorbenen zu Ende führen soll, einen "dunklen Sog", der vom Süden ausgeht. Die SZ ist gebannt von den "ungezähmten" Essays James Baldwins, die in einer neuen Übersetzung von Miriam Mandelkow erschienen sind. Die taz vermisst den Satiriker Wiglaf Droste nach der Lektüre von Christof Meuelers Biografie "Die Welt in Schach halten" umso schmerzlicher. Dlf Kultur empfiehlt wärmstens die Essays der amerikanischen Queerfeministin Joan Nestlé.

28.06.2024 Die FAZ wird selbst zum Fan, wenn ihr Ilija Trojanow und Klaus Zeyringer vom unterschiedlichen Fantum in Indien, Kenia oder auf der Schweizer Alm erzählen. Die NZZ beleuchtet derweil die Schattenseiten mit Daniel Dreppers und Lena Kampfs Buch über Machtmissbrauch in der Musikindustrie. Die SZ widmet sich mit unbekannten Texten von Hannah Arendt der Palästina-Frage. Bewegt liest der Dlf Barbaras Skargas Bericht über Liebe, Sehnsucht und Abtreibungen im Gulag. Dlf Kultur überlegt mit Daniel Gerritzen sehr ernsthaft, ob uns Außerirdische bei der Lösung der Klimakrise helfen können.

27.06.2024 Die Zeit empfiehlt Strandlektüre. Die FAZ feiert Hari Kunzrus "Blue Ruin" als extraordinären Künstlerroman. Die taz durchleidet Todesverehrungsrituale bei Black-Metal-Konzerten in Karl Ove Knausgards "Das dritte Königreich". Dlf kultur durchstreift mit Emmanuelle Guattari "New York, Little Poland".

26.06.2024 Die FAZ erhält von Ernst Paul Dörfler witzige Einblicke in das Liebesleben der Vögel und lernt: Auch die halten es nicht so mit der Treue. Die NZZ lauscht in Marianna Kijanowskas Gedichten erschüttert den Stimmen der Opfer von Babyn Jar. Die SZ lobt Jane Gardams Briefroman "Gute Ratschläge" über eine Hausfrau, die ihren Nachbarn gründlich auf die Nerven geht und dabei ihren eigenen Wahnsinn entdeckt. Und die taz blättert begeistert durch Laurent Hopmans und Renaud Roches Comicbiografie über den Star Wars-Schöpfer George Lucas.

25.06.2024 Dlf Kultur feiert die Aufzeichnungen und Essays des jüdischen Soziologen Zygmunt Bauman als "literarisches Ereignis". Die SZ reist mit der überzeugten Sozialistin Larissa Reissner durch die deutsche Republik des Jahres 1924. Die FAZ bewundert, wie kunstvoll Dana von Suffrin in "Nochmal von vorne" die Geschichte Siebenbürgens mit der ihrer deutsch-jüdischen Familie verknüpft. Die NZZ beobachtet mit Rührung, wie in Paul Irmschlers "Alles immer wegen damals" eine Mutter und ihre Tochter am Ostseestrand das Kriegsbeil begraben.