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27.02.2025 Der Dlf verfolgt hingerissen, wie Marion Poschmann in "Die Winterschwimmerin" einen Kosmos aus verstreuten Einzelstücken erschafft, in dem sich immerfort alles verändert. Die NZZ begegnet einem ähnlichen Phänomen in Joseph Vogls Essay über das Schwebende. Die FAZ reist mit Dmitrij Kapitelmans putintreuer Mutter nach Butscha. Die SZ versinkt selig in einem Bildband über die Heldentaten des FC Bayern München.

26.02.2025 Die FAZ lässt sich in das literarische Universum der viel zu früh verstorbenen Marie T. Martin entführen. Außerdem durchlebt sie mit Hannes Köhler die Höhen und Tiefen der Liebe. Die FR streift mit Garry Dishers Constable Hirschhausen durchs australische Outback. Dlf Kultur vertieft sich in Mercedes Lauensteins Roman "Zuschauen und Winken", in dem Schreiben Heilung bringt. Und die SZ nimmt sich Takis Würgers neuen Roman "Für Polina" vor.

25.02.2025 Die FAZ sucht in Joseph Vogls Buch "Meteor" nach der Schwerkraft. In Nora Schramms Debütroman "Hohle Räume" verfällt sie dem ganzen normalen Wahnsinn einer westdeutschen Familie. Die FR führt sich Pirmin Stekelers opulente Hegel-Interpretation zu Gemüte. Dlf vernimmt dank einer von Sergej Lebedew zusammengestellten Anthologie "Stimmen aus Russland gegen den Krieg". Dlf Kultur glüht vor Hitze nach der Lektüre von Nina Bußmanns erotischem Sommerroman "Drei Wochen im August".

24.02.2025 Die FR geht in Marion Poschmanns lyrischer Erzählung "Die Winterschwimmerin" mit einem Tiger eisbaden. Die NZZ feiert Mieko Kanais Roman "Leichter Schwindel" über das Leben einer japanischen Hausfrau. Die FAZ möchte Filiz Penzkofers Roman "Leuchtfische" über eine Vergangenheitssuche in Istanbul überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Die SZ empfiehlt Wolfgang Benz' Buch über deutsche Exilanten während des Zweiten Weltkriegs. Und Dlf ergründet mit Jerôme Ferraris Roman "Nord Sentinelle" die Plage des Massentourismus auf Korsika.

22.02.2025 Die FAZ stürzt sich mit Marion Poschmanns Verslegende ins Eisbad und begegnet einem Tiger. Die taz erkennt dank Volker Weiß wie ähnlich sich AfD, Putin und Trump in puncto Geschichtsklitterung sind. Mit Victor Heringer erinnert sie sich an eine erste schwule Liebe zu Zeiten der brasilianischen Militärdiktatur. Die NZZ empfiehlt die Rilke-Biografien von Sandra Richter und Manfred Koch. Und Dlf Kultur erinnert sich in Nenad Velickovics scharf sezierendem Roman „Nachtgäste“ an den Krieg in Bosnien und Herzegowina.

21.02.2025 Die FR amüsiert sich, wenn Dimitrij Kapitelman Klischees über Russland zerlegt, wenig amüsant findet Dlf Kultur indes, was die in einem von Sergej Lebedew herausgegebenen Band versammelten russischen Autorinnen und Autoren aus ihrer Heimat berichten. Die Welt erschrickt derweil angesichts der Erlebnisse der jungen ukrainischen Soldatin Julija Mykytenko. Die FAZ versucht mit Wolfgang Asholt das "Gespenst der Avantgarde" einzufangen. Wie eine wahre Teufelsaustreibung erscheint Dlf Kultur das Buch von Olivier Mannoni, der jahrelange Hitlers "Mein Kampf" ins Französische übersetzte.

20.02.2025 Dlf Kultur begeistert sich für die expressiven wie ambivalenten Gedichte Andreas Unterwegers. Die Zeit staunt, wie Joseph Vogl es schafft, Kapitalismuskritik selbst in einer Poetologie des Schwebens unterzubringen. Sehr lesenswert findet sie auch Franzobels Roman
"Hundert Wörter für Schnee", der von den Folgen einer amerikanischen Grönlandexpedition für einen kleinen Inuit erzählt. Der Dlf liest gebannt Lukas Maisels - wahre - Geschichte des sowjetischen Offiziers Stanislaw Petrow, der 1983 einen Atomkrieg verhinderte.

19.02.2025 Die FR erliegt einmal mehr der "wilden, anarchischen, romantischen Sehnsucht" Thomas Braschs. Die NZZ ergründet mit Volker Reinhardts Kulturgeschichte "Esprit und Leidenschaft" der Grand Nation. Die SZ surft beglückt durch Jan Snelas Roman "Ja, Schnecke, ja". Und Dlf lobt Cristina Henríquez' Roman über den Bau des Panama-Kanals als "kenntnisreiches Epos voller Empathie"

18.02.2025 Die FAZ ist verzaubert von den Kindheitserinnerungen der französischen Schriftstellerin Colette. Die NZZ staunt, wie Christina Hesselholdts Roman "Venezianisches Idyll" nicht nur mit Venedig-Referenzen von Casanova bis Madonna spielt, sondern auch aus dem Meer der Thomas-Mann-Literatur hervorsticht. Mit dem Schweizer Musiker Hardy Hepp rockt sie durch das wilde Zürich der Sechziger. Die SZ amüsiert sich prächtig, wenn Jakob Hein ihr erzählt, "Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste".

17.02.2025 SZ und Dlf lassen sich von Volker Weiss erklären, wie rechte Populisten die Geschichte verdrehen. Die SZ ist außerdem von Christine Engels politischer Witzesammlung aus Russland nur halb amüsiert. Die FAZ schwebt mit Lyrik von Mascha Kaléko zwischen Witz, Lakonie und Gefühl. Dlf lässt mit Steffen Dobber die "Currywurst-Connection" um Gerhard Schröder auffliegen.