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29.07.2025 Die FAZ kann gar nicht genug bekommen von Michael Stavarics Gedichten, die den Niedergang der Natur körperlich spürbar machen. Außerdem empfiehlt sie Christoph Meckels und Lilo Fromms Briefwechsel mit dem ostdeutschen Autor Johannes Bobrowski. Die FR erkundet mit Philipp Dorestal Frantz Fanons Potential für aktuelle Debatten. Die taz lernt von Andrey Gurkovs Buch über Russland und den Westen, dass man nicht aufhören sollte, Dostojewski zu lesen, aber eine Oper mit Anna Netrebko lieber meidet. Mit Lisa Krusche und Jenny Schäfer ruft sie derweil Riesinnen an.

28.07.2025 Die SZ beugt sich mit Maik Tändlers Biografie über das Leben und Wirken Armin Mohlers, Vordenker der Neuen Rechten in der Bonner Republik. Die FAZ findet in Alison McGhees Kinderbuch ein Zaubertelefon. Jule Wellerdiek erklärt ihr, dass auch kuschelige Tiere ihre Privatsphäre brauchen. Die FR verbringt einen gespenstischen Moment mit Paul Lynch und zwei auf See verlorenen Fischern. Dlf begrüßt Barbara Trapidos Roman "Fliegender Wechsel", in dem es auch vierzig Jahre nach Erstveröffentlichung wild zugeht.

26.07.2025 Die FAZ lässt sich von Peter Jelavich die Geschichte der Kunstfreiheit von ihren Anfängen bis heute als deutschen Sonderweg erzählen. Die SZ genießt Nadia Pantels kulinarisches Frankreich-Porträt "Das Camembert-Diagramm" in vollen Zügen. Die FR sieht sich mit Radomyr Mokryk im Intellektuellen-Zirkel der ukrainischen "Sechziger" um. Der taz werden von Barbie Latza Nadeau die schrecklichen Dimensionen des modernen Menschenhandels vor Augen geführt. Dlf empfiehlt euphorisch Susan Bernofskys Martin Walser-Biografie "Hellseher im Kleinen."

25.07.2025 Die SZ erfährt in Gaea Schoeters' "knackig-kleinem" Roman "Das Geschenk", wie schnell ein Elefantenüberschuss in Deutschland eine politische Krise auslösen kann. Die NZZ lernt in Keach Hageys Biografie über Sam Altman die Skrupellosigkeit des Open-AI-Gründers kennen. Die Welt denkt mit zwei neuen Büchern über die menschliche Besiedelung anderer Planeten nach. Die FAZ vertieft sich in die Geschichte des deutsche Buchhandels. Und der Dlf lässt sich fasziniert auf Katie Kitamuras "flirrendes Verwirrspiel" um einen Nicht-Sohn ein.

24.07.2025 Die FAZ feiert die neue Elias-Canetti-Werkausgabe, die auch bisher unveröffentlichte Texte enthält. Die SZ lässt sich mit Joseph Incardona auf ein zynisches Machtspiel ein und lotet in Katie Kitamuras neuem Roman "Die Probe" verschiedene Wahrheiten aus. Als "schillerndes Scherbenmosaik" empfiehlt die Zeit Kaveh Akbars Roman über die Geschichte der Märtyrer. Der Dlf blickt mit Atossa Abrahamian in die Steuer-Schlupflöcher von Niemandsländern. Und Dlf Kultur untersucht mit Paul Gilroy die Musikstile der afrikanischen Diaspora.

23.07.2025 Die FAZ schließt mit Karl Ove Knausgard und dem Helden seines neuen Romans einen Pakt mit dem Teufel. Die FR blickt mit Tommy Wieringa hinter die Fassade eines Familien-Imperiums mit Nazihintergrund. Die SZ sorgt sich mit Sunil Amrith um unsere "Brennende Erde". Dlf ist großer Fan von Sylvain Prudhommes Roman "Der Junge im Taxi". Und Dlf Kultur bewundert Sylvie Schenk, die in ihrem Buch "In Erwartung eines Glücks" mit Houellebeqc im Gepäck über Leben und Tod nachdenkt.

22.07.2025 Die FAZ begegnet in den Gedichten des Leningrader Bohémiens Michail Kusmin Husaren, Zobelpelzen und Oscar Wildes Dorian Gray. Der Journalist David A. Graham breitet ihr den "Masterplan der Trump-Regierung" aus. Dlf Kultur jubelt über Paul Theroux' Roman "Burma Sahib", der einem jungen George Orwell nach Burma folgt. Die NZZ empfiehlt Isabel Kreitz Graphic Novel "Die letzte Einstellung", die den Widerstreit zwischen Gewissensbissen und Kollaboration mit Unrechtsregimen ins Bild setzt.

21.07.2025 Die FAZ hört mit Kaleb Erdmanns "Die Ausweichschule" einen "klugen und bewegenden" Metaroman über den Amoklauf an einer Schule in Erfurt. Die NZZ wehrt sich mit Gabriel Yoran gegen "Die Verkrempelung der Welt". Die SZ erfährt von Wolf Gregis, warum "Das Karfreitagsgefecht" in Afghanistan so blutig endete und inwiefern die Politik daran die Schuld trägt. Mit Petra Thorbrietz rekonstruiert sie Viktor Orbáns Weg an die Macht. Die FR vertieft sich in Hans Platzgumers "Kleine Geschichte der Popmusik".

19.07.2025 Die SZ denkt mit der frisch gekürten Büchnerpreisträgerin Ursula Krechel über Migration und Exil seit der Französischen Revolution nach. Die taz sinniert mit Zombies von Anne Marcken über die Ängste unserer Gesellschaft. Von Cristina Rivera Garza erfährt sie, wie niedrig die Aufklärungsrate von Morden in Mexiko ist. Wie „Schnitte ins Fleisch der patriarchalen Ordnung“ erscheinen der FAZ Susan Taubes’ Erzählungen aus den 1960er Jahren. Dlf Kultur lässt sich von Grace Blakeley erklären, wie das Kapital die Demokratie zerstört. Und der Dlf wird zum Pinguin mit Ruth Schweikert.

18.07.2025 Große Literatur annonciert die NZZ mit Jonas Hassen Khemiris Roman "Die Schwestern", der uns von Stockholm über Tunis bis nach New York im Jahr 2035 führt. Die FAZ zählt mit Werner Bergmann die Völker, die in 40.000 Jahren Ruhrpott-Geschichte zusammenkamen. Die FR lässt sich von Yanick Lahens so filmisch wie poetisch haitianische Landesgeschichte erzählen. Ein biografisches Meisterwerk empfiehlt der Dlf mit Adam Shatz' Biografie über Frantz Fanon. Und der Dlf Kultur erlebt mit Margaret Kennedy platzende Träume bei schlechtem englischen Wetter.