8050 Bücherschauen - Seite 38 von 805

08.04.2025 Die FAZ blättert fasziniert in den Gedichten des russischen Schriftsteller Sergej Sawjalow, der europäische Antike und die Kultur der finno-ugrischen Mordwinen verwebt. Die taz amüsiert sich mit Titiou Lecoqs Balzac-Biografie, die Balzacs Talent zum Bankrott und seinen Größenwahn in den Blick nimmt. Die FR folgt Michael Thumann auf seiner Reise von Moskau nach Berlin, nach Georgien und die baltischen Staaten und schaut zurück in die Zeit, als die Russen noch neugierig waren auf den Westen. Dlf Kultur wandert in Anna de Marckens Apokalypse-Roman mit der einarmigen Zombiefrau Geneviève gen Westen.

07.04.2025 Die SZ löst mit dem japanischen Phantom-Autor Uketsu ein hochspannendes Bilderrätsel. Die FR schwelgt mit Patrick Modiano in melancholischer Erinnerung an "Die Tänzerin". Die NZZ wird von Urszula Honek in "Die weißen Nächte" in die rauhe Welt eines polnischen Bergdorfes versetzt. Die SZ entziffert mit Georgi Demidows Roman "Zwei Staatsanwälte" Handschriften aus dem stalinistischen Straflager. Die taz beugt sich über bisher unveröffentlichte Gedichte von Rolf-Dieter Brinkmann.

05.04.2025 Die FAZ tanzt mit dem neuen Roman von Patrick Modiano durch Paris. Die FAS versteht Mary Shelleys Roman "Mathilda" über Inzest zwischen Vater und Tochter als Kommentar "zur monströsen Aggression literarischer Empfindsamkeit". Die SZ wird in Andreas Langers Science-Fiction-Roman "They are everywhere" von Robotern gejagt und kommt bei den Amischen und den Ludditen vorbei. Die taz hört in Liz Moores Krimi "Der Gott des Waldes" das "Knirschen im Sozialgefüge". Die Welt ergründet mit Ilka Quindeau den Zusammenhang zwischen "Psychoanalyse und Antisemitismus".

04.04.2025 Die FAZ blickt mit den Historikern Sören Urbansky und Martin Wagner auf das komplexe Verhältnis zwischen China und Russland seit dem 17. Jahrhundert. Die SZ bewundert, wie Martin Prinz in seinem Roman über die letzten 41 Tage des Zweiten Weltkriegs in Österreich gegen das Vergessen anschreibt. Außerdem empfiehlt sie Wanda Dufners wunderbar ausufernde Graphic Novel über eine Teenager-Schwangerschaft. Die taz reist mit Helge Timmerberg im alten Benz nach Marokko. Der Dlf umkreist mit Kathrin Bach "German Angst" in all ihren Spielarten.

03.04.2025 Die FAZ bewundert die poetische Prägnanz von Nadja Küchenmeisters Langgedicht "Der Große Wagen". Die FR sucht mit Hartmut Lange die Kunst auf einer Zeitreise vom Römischen Reich bis nach Auschwitz. Die Zeit begibt sich mit Christoph Hein auf "Das Narrenschiff" namens DDR. Dlf Kultur empfiehlt Giselle Clarksons Kindersachbuch "Schau genau hin!", dass Käfer, Schmetterlinge und Insekten unter die Lupe nimmt.

02.04.2025 Die SZ singt Hymnen auf Kaveh Akbars Debütroman "Märtyrer!", in dem ein Dichter mit dem Dschihad liebäugelt. Die FAZ taucht ein in Urszula Honeks Dorfroman "Die weißen Nächte" und findet ein magisch-realistisches Panorama voller Licht und Dunkelheit. Von Ingo Dachwitz und Sven Hilbig lässt sie sich erklären, wie große Techkonzerne neue Formen kolonialer Abhängigkeit geschaffen haben. Die FR liest bewegt Fernando Aramburus Roman "Der Junge" über ein tragisches Unglück im Baskenland im Jahr 1980. Die NZZ begegnet bei Helene Hegemann Berliner Druffis, Hipstern und einer unheimlichen Doppelgängerin.

01.04.2025 Die FAZ fühlt sich bestens unterhalten von Simon Ravens "sardonisch-gemeiner" Gesellschaftssatire "Die Überlebenden". Mit Roland Lochte macht sie sich Gedanken über die Rolle des Westens im Afghanistan-Krieg. Die NZZ schmökert in den Gedichten Mascha Kalékos, herausgegeben von Daniel Kehlmann. Die SZ zieht sich mit Katharina Köllers Roman "Wild wuchern" in ein vermeintliches Tiroler Berg-Idyll zurück. Dlf Kultur reist mit Hartmut Lange zu den Gladiatoren, den Medici und Goethe - und findet überall Mord und Totschlag.

31.03.2025 Die SZ treibt sich mit dem Erzähler aus Juri Felsens Roman "Getäuscht" im Paris der zwanziger Jahre herum und verliebt sich unglücklich. Dlf Kultur buhlt derweil im flirrenden Warschau des neunzehnten Jahrhunderts mit Boleslaw Prus um die Hand einer Adeligen. Die FAZ macht sich mit Carolin Stüdemann Gedanken über "Die Zukunft unseres Wassers". Dlf fragt mit Kristine Bilkau in "Halbinsel", was Sprache noch gegen den Kollaps der Welt ausrichten kann.

29.03.2025 Die SZ schmökert dankbar in Emmanuel Carrères Frühwerk "Ich lebe und ihr seid tot" über Philip K. Dick
. Ebenfalls die SZ hätte es vorher nicht geglaubt - aber der Fotograf Juergen Teller überzeugt sie mit einem Fotobuch über Auschwitz und Birkenau. Unterseekabel sind überlebenswichtig, lernt die FR bei Colum McCann. Und was sind das nur für "hohle, ellipsoide Körper mit unbekannter Funktion", auf die die Roboter William & Meriwether in Tat’ána Rubášovás "wundersamer Mission" stoßen, fragt die taz.

28.03.2025 Die FAZ lernt in Julian Bagginis Globalgeschichte die Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen westlicher und nichtwestlicher Philosophietradition kennen. Bei Friedrich von Borries erfährt sie, wie das architektonische Anthropozän ins Stottern kommt. Die FR lässt sich von Muriel Asseburg über Hintergründe und Folgen des 7. Oktobers aufklären. Die NZZ wird von Sophie Hunger zum „Walzer für Niemand“ gebeten. Der Dlf empfiehlt Sunil Amriths Globalgeschichte der Umwelt. Und Dlf Kultur lernt bei Alexandra Bleyer wichtige Revolutionärinnen und bei Lidia Jorge den Alltag in einem portugiesischen Pflegeheim kennen.