Verleugnete Kontinuität Essay 05.08.2024 Wie ein Dogma wiederholen Omer Bartov und andere Historiker die Behauptung, die Morde der Hamas hätten mit dem Holocaust nichts zu tun. Sie wenden sich damit gegen die Evidenz. Die ideologischen, historischen und semantischen Beziehungen, die den Antisemitismus der Hamas mit dem der Nazis verbinden und die wissenschaftliche Literatur, die diesen Zusammenhang belegt, kann mittlerweile nur noch übersehen, wer sie partout übersehen will. Seit dem 7. Oktober lässt sich die Holocaust-Geschichte von der Gegenwart nicht länger trennen. Von Matthias Küntzel
Aufgeplusterte Empörung Essay 18.08.2020 Der "menschenverachtende" Skandal, der den "Offenen Brief" von sechzig Intellektuellen an die Bundeskanzlerin auslöste, ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten: Der Autor Arye Sharuz Shalicar hat den Autor Reiner Bernstein angegriffen. Bernstein hat sich dagegen vor Gericht gewehrt und verloren. Die Gruppe um Wolfgang Benz und andere macht daraus eine Aktion der israelischen Regierung, der sich deutsche Gerichte angeblich unterwerfen und deren schärfste Waffe der Antisemitimusvorwurf sei. Rekonstruktion einer Jagd nach Hirngespinsten. Von Matthias Küntzel
Eine Pandemie made in China Essay 08.04.2020 Das wichtigste chinesische Forschungsinstitut für Corona-Viren befindet sich in Wuhan. Seit 2002/2003, seit der SARS-Krise, war gerade dort bekannt, welche Gefahr von Corona-Viren ausgeht. Heute spielt sich die chinesische Regierung als Retter auf. Dabei ist sie zuallererst für den weltweiten Ausbruch von Covid-19 verantwortlich. Und der Westen an zweiter Stelle. Von Matthias Küntzel
Es war nicht Glück! Essay 31.10.2019 Äußerungen von Sigmar Gabriel und anderen Politikern zeigen, dass die Politik die wahre Katastrophe von Halle nicht verstanden hat: Dieses Massaker wäre gelungen, wenn sich die Juden von Halle nicht selbst geschützt hätten. Und auch nach "Halle" zeigt sich in Deutschland bestürzend wenig Erschrecken. Mit schuld daran ist die deutsche Außenpolitik. Von Matthias Küntzel
Islam, Totalitarismus und Kritik Essay 22.12.2014 Die Proteste der Pegida sind rassistisch: Sie verrühren Islamismus und Islam - so wie die Islamisten selbst es tun. Aber zu sagen, der "Islamische Staat" habe mit dem Islam "nichts zu tun" ist ebenso falsch. Statt dessen gilt es, Islamkritik an der Seite aufgeklärter Muslime zu entfalten. Von Matthias Küntzel
Erstaunliche Nonchalance Essay 10.06.2013 Die Zeit ist liberal - besonders im Umgang mit dem iranischen Regime. Gegen die beschönigende Wahlberichterstattung aus dem Gottesstaat, der die Opposition seit den Aufständen vor vier Jahren brutaler unterdrückt als je. Von Matthias Küntzel
Kontaminiertes Terrain Essay 08.08.2012 Uralt-Ängste, Ressentiments und Projektionen im deutschen Beschneidungsdiskurs. Anmerkungen zu einer laufenden Diskussion Von Matthias Küntzel
Das Dilemma der Wirklichkeitsverweigerer Essay 06.09.2011 Lässt sich Anders Breiviks Attentat tatsächlich als "spiegelsymmetrische Entsprechung" zu 9/11 betrachten? Und warum wird ausgerechnet Henryk Broder dafür in Haftung genommen? Eine fällige Nachbetrachtung aus Anlass eines Jahrestags Von Matthias Küntzel
Brennende Sorge? Essay 06.12.2010 Warum erwähnt das jüngst verabschiedete Papier des Bundestags zur Menschenrechtslage im Iran die beiden Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch nicht? Wie erklärt sich die Zurückhaltung der Medien? Von Matthias Küntzel
Von der grünen Spielwiese in die Hölle Essay 09.04.2010 Vor zehn Jahren fand in Berlin auf Initiative der Grünen und der Böll-Stiftung die "Irankonferenz" statt. Ihre Teilnehmer wurden nach ihrer Rückkehr inhaftiert und gefoltert. Für sie konnten die Grünen "wenig bis nichts" tun, und Joschka Fischer ließ sich in seiner konzilianten Iranpolitik nicht beirren. Von Matthias Küntzel