Medienticker - Archiv

Buch+Blattmacher-News

1341 Presseschau-Absätze - Seite 66 von 135

Medienticker vom 08.12.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Donnerstag

Medienauslese
#Pizzagate, Neues aus dem Glashaus, "Bild"-Sexismus
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Wie Trumps Berater Fake News verbreiten (sz)
2. Lieber Herr Broder (medium)
3. Willkommen im Glashaus (zeit)
4. Wer im Glashaus sitzt (taz)
5. Post-Urheberrecht-Ära (golem)
6. Anspruch auf Gegendarstellung (internet-law)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Sprache, Sake und Sex
08.12.2016.
Das art Magazin staunt in einer von Georges Didi-Hubermann kuratierten Pariser Ausstellung, wie kraftvoll Künstler Proteste in den letzten 150 Jahren dokumentiert haben. Der Freitag staunt in einer Hamburger Ausstellung des Fotografen Peter Keetman, wie kraftlos die deutsche Nachkriegsmoderne heute wirkt. In der NZZ erinnert Dana Grigorcea daran, dass die arabischen Staaten für die Rumänen einst Sehnsuchtsorte der Freiheit waren. Die Zeit feiert den Schauspieler Michael Maertens. Die Filmkritiker feiern Hong Sang-soo als koreanischen Eric Rohmer. Die taz stellt im Interview Pionierinnen der Klangforschung vor.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Zusätzlich unabsichtlich
08.12.2016.
Der Fotograf Daniel Berehulak dokumentiert in einer beeindruckenden Online-Reportage für die New York Times  das mörderische Treiben des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte. Es gibt doch einen Kampf der Kulturen, meint Andreas Reckwitz in der Zeit, aber er tobt nicht zwischen Islam und Westen.  In der SZ meditiert Jürgen Osterhammel über Aufstieg und Fall von Imperien.  Der Tagesspiegel berichtet über türkische "Konsulatslehrer", die an 150 Berliner Schulen ein Erdogan-kompatibles Türkei-Bild verbreiten.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 8. Dezember 2016

Blog-Äußerungen

Anspruch auf Gegendarstellung
(il) - Der ehemalige Piratenpolitiker Christopher Lauer (bis 2016 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses), der mittlerweile der SPD beigetreten ist, hat gerichtlich einen Gegendarstellungsanspruch gegen seinen früheren Parteikollegen Simon Lange durchgesetzt, wegen angeblich unrichtiger Tatsachenbehauptungen Langes in dessen Blog. Die Gegendarstellung ist im Blog Langes auch online.

Thieme übernimmt Schattauer
Marktkonzentration bei Medizinverlagen
(bb) - Paukenschlag zum Jahresausklang: Zum 1. Januar 2017 übernimmt die Stuttgarter Thieme Gruppe den ebenfalls in Stuttgart ansässigen Schattauer Verlag. Da der bisherige Verleger und Eigentümer Dieter Bergemann (79) aus dem aktiven Geschäft ausscheiden wird, hat er sich zu diesem Schritt entschlossen.

Influencer Marketing
Beim FAZ "Quarterly"
(wuv) - Im vergangenen Jahr hat die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" eine ganze Reihe neuer Produkte entwickelt. Anfang 2016 erschien die digitale Zeitung "FAZ Plus", im April die "Frankfurter Allgemeine Woche" und im Juli folgte das regionale Wirtschaftsmagazin "Frankfurter Allgemeine Metropol".

+ Literatur online
Please, don't be passive!
(tm) - Anthony B. Atkinson: Ungleichheit - Was wir dagegen tun können

+ Comic- Kritik online
Anarchie in den Ardennen
(tm) - Nicolas Debon: Essai

+ Neues von faustkultur.de
Thomas Rothschild berichtet
(fk) - von einem Opernbesuch, der ihn an der europäischen Leitkultur zweifeln lässt.

+ Bücherschau
Ich sagen & meinen
07.12.2016.
Die SZ lässt sich von Cecile Wajsbrots liebeskranker Fotografin in immer neue Pariser Abenteuer führen. Substanziell findet die FAZ Stephan Braeses Biografie Wolfgang Hildesheimers. Die NZZ liest mit "Geburt eines Traumwebers" den dritten Teil von Ngugi wa Thiong'os Erinnerungen, die mit dem Freiheitskampf Kenias verknüpft sind.


Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

Literatur im Hörfunk
Neue Lesetipps
(dra) - Buchempfehlungen Dezember 2016
+ Marina Abramović "Durch Mauern gehen"
Sachlich, beinah neutral erzählt diese Ausnahme-Künstlerin von ihrer Arbeit und ihrem Leben. Umso stärker tritt die Intensität ihrer Performances hervor, der Wille, zu weit gehen zu wollen. Marina Abramović überwindet Schmerzen und Ängste, für das Publikum und für sich selbst. Eine mitreißende Biografie. - mehr hier

+ Christoph Ransmayrs "Cox oder Der Lauf der Zeit"
China, im 18. Jahrhundert. Der englische Uhrmacher Alister Cox wird an den Hof des chinesischen Kaisers gerufen. Während er immer subtilere Apparate konstruiert, um die Zeit zu vermessen, gerät sein eigenes Leben aus dem Takt. Ein großer Roman über die Zeit, über den Schmerz und die Ewigkeit. - mehr in der Bücherschau


+ Nathan Hill "Geister"
Samuel Andersons Mutter ist in den Nachrichten: Sie hat den Präsidentschaftskandidaten der Republikaner mit Steinen attackiert. Der Sohn beginnt, die Geschichte seiner Familie zu recherchieren und taucht tief in die 60er-Jahre ab. Ein großer Roman über die Radikalisierung der amerikanischen Gesellschaft. Seit Trump: Pflichtlektüre! - mehr in der Bücherschau

+ Martins / Carvalho: "Hier kommt keiner durch!"
Am Anfang ist die rechte Buchseite leer. Ganz weiß. Nichts drauf. Reserviert für den General, sagt der Soldat. Unverschämt, finden die anderen. Nix da. Der Soldat bleibt eisern. Bis plötzlich ein roter Ball von links nach rechts kullert: Revolution! Ein anarchisches Bilderbuch, ein Plädoyer für Freiheit, Aufruhr und Widerstand. - mehr in der Bücherschau

+ Judith Schalansky "Atlas der abgelegenen Inseln"
Es sind Orte, denen man wünschen würde, sie wären unentdeckt geblieben. Judith Schalansky erzählt die verstörend schönen Geschichten dieser Inseln dann doch. Diese ungewöhnliche Hörspielproduktion lässt den Wörtern viel Luft, um Raum zu schaffen für eigene Assoziationen. Kopfkino! - mehr in der Bücherschau


+ Literarischer Adventskalender
Während der Adventszeit empfehlen Kollegen von DeutschlandradioKultur täglich ein Buch.
1. Dezember - Ian Kershaw: "Höllensturz"
(dra) - Wortchefin Marie Sagenschneider stellt Ian Kershaws "Höllensturz" vor, das "klug und anschaulich" erzählt, wie Europa in zwei Weltkriege stürzte. - mehr in der Bücherschau


2. Dezember - Didier Eribon: "Rückkehr nach Reims"
(dra) - Für Literaturkritiker René Aguigah sind die Lebenserinnerungen des französischen Intellektuellen Didier Eribon das Buch des Jahres. - mehr in der Bücherschau



5. Dezember - Carel van Schaik & Kai Michel: "Das Tagebuch der Menschheit"
(dra) - Man kann die Bibel auch evolutionswissenschaftlich lesen - als Zeugnis aus der Frühzeit der Zivilisation. Wie das geht, zeigen Carel van Schaik und Kai Michel in ihrem Buch "Das Tagebuch der Menschheit" -  s. a. die Bücherschau

6. Dezember - Frank Schulz: "Onno Viets und der weiße Hirsch"
(dra) -  Ein Detektiv wider Willen, der bei seiner dritten Ermittlung dem Trauma eines alten Mannes auf die Spur kommt. - s. a. die Bücherschau



8.Dezember-  Hörbuch
(dra) - Dieses Hörbuch bietet Familien-Rollenspiele in Briefen: Alle Manns waren begnadete Briefeschreiber, und diese inszenierte Lesung macht dieses postalische Konzert zu einem wahren Hörvergnügen! - Hörbuchprobe
& s. a. die Bücherschau


+ Schenken mit dem Perlentaucher
Wenn Sie über den Perlentaucher bestellen, bekommen wir von buecher.de eine Provision, die uns überleben hilft. In unserem Shop können Sie jedes lieferbare Buch über den Perlentaucher bestellen.
Romane & Erzählungen

(pt) - Der Heimat verbunden, zur Flucht bereit. Unter den Autoren der Saison: Emma Braslavsky, Fiston Mwanza Mujila, Hilary Mantel, Christian Kracht, Gerbrand Bakker, Alissa Ganijewa.



Lyrik

(pt) - Raoul Schrotts überwältigendes Epos über die Entstehung der Erde, Friederike Mayröcker im Geiste von Genet und Derrida, Volker Brauns Blick auf Kundus und Kobane, ach und 1 wenig Veilchen.



Krimis
(pt) Kaum ein Autor erzählt so dunkel leuchtend von den Schweinereien der italienischen Politik wie der ehemalige Richter Giancarlo de Cataldo. Und weitere Krimis, unter anderem von Friedrich Ani und Patricia Melo, aus Südafrika, Deutschland und aus weiteren dunklen Ecken des weltweiten Mordgeschehens


Politische Bücher
(pt) -  Die politische Frage der Saison: Was ist Populismus? Jan-Werner Müller, Paul Lendvai, Carolin Emcke suchen nach Antworten. Timothy Gartn Ash verteidigt unsere Redefreiheit. Und wer ist nochmal dieser Trump?



Sachbücher
(pt)  Die Weltgeschichte aus östlicher Sicht. Die amerikanische Revolution und ihre Gegner. Das Leben Johann Sebastian Bachs. Das Splatter-Epos der Romanows. Die tollkühnen Pionier der Wettervorhersage: Die grenzenlose Gier nach Wissen.


Liebe Leserin, lieber Leser,
vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt, wie es der Perlentaucher schafft, allein von Werbung zu leben? Eben weil es auch Sie gibt. Wir wollen uns nicht hinter Bezahlmauern verschanzen. Aber wir freuen uns, wenn Sie unsere Leistung freiwillig honorieren möchten. + Sie helfen uns auch, wenn Sie Ihre Bücher mit buecher.de in unserem Shop bestellen. Ideen für Buchgeschenke finden Sie hier. - Herzlich, Ihre Perlentaucher

Kulturnews
(dra-audio) - 8. Dezember 2016

Medienticker vom 07.12.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Mittwoch

Medienauslese
Kriminalität, Hetze, Werbung auf Hetz-Seite
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Nationalität (wdr)
2. Verschwörungstheoretiker irren  (br)
3. Ein Thema, das keins sein sollte (taz)
4. Hetze gegen Künast mit Fake-Zitat (morgenpost)
5. Werbung auf rechter Hetz-Seite (spiegel)
6. Wie wahr ist wahrscheinlich? (gutjahr)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Alle Ernste der Welt
07.12.2016. Die taz erkundet mit Regina Schmekens NSU-Fotoserie "Blutiger Boden" die Leerstellen, die der rechte Terror nicht nur in Dresden hinterlassen hat. Die Presse begegnet in Wien einem staatlich geförderten Karrieremonster. Der Freitag lässt sich von Jóhann Jóhannsson erklären, wie man das zeitliche Konzept der Außerirdischen in Musik verwandelt. Und Critic.de erlebt in "Salt & Fire" eine durch und durch herzogisierte Veronica Ferres.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Absolut überrascht von dieser Wirklichkeit
07.12.2016.
"Das Bedürfnis nach Bevormundung stellt sich wieder ein", schreibt Herta Müller in der Welt und versucht eine Archäologie des Ressentiments in osteuropäischen Ländern. Geert Mak denkt im Tages-Anzeiger über die Sehnsucht nach dem großen Kladderadatsch nach. Demokratie ist nicht "Leitkultur", erklärt der Philosoph Martin Seel in der FR. Netzpolitik erzählt, warum Studenten demnächst wieder mehr am Fotokopierer stehen werden: Elsevier will sich seine 40-prozentige Umsatzrendite nicht vermiesen lassen.  Und Wolfgang Michal erinnert in seinem Blog an die eigentliche Digitalcharta - die von Tim Berners-Lee.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 7. Dezember 2016

Delius Klasing
Dylan ist ausverkauft
(bb) - Anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises an den US-Songpoeten hat Delius Klasing eine zweite Auflage seines "Bob Dylan - alle Songs" gedruckt - diese ist bereits vor Erscheinen am 10. Dezember ausverkauft.

Zahlreiche Werkstipendien vergeben
Deutscher Literaturfonds fördert Autoren
(bb) - Auf seiner Kuratoriumssitzung am 28./29. November hat der Deutsche Literaturfonds zahlreiche Werkstipendien an Autoren und Projektzuschüsse vergeben - insgesamt wurden wurden rund 444.558 Euro bewilligt.

Zwei-Faktor-Authentifizierung
für deutsche Amazon-Kunden gestartet
(hei) - Bisher konnte man sein Amazon-Konto in Deutschland nur über Umwege mit einem zweiten Faktor absichern. Das funktioniert ab sofort auch ganz offiziell.

Was erwarten Sie
eigentlich von Pressemitteilungen?
(pte) - Täglich verbreiten presseportal.de Pressemitteilungen und andere PR-Inhalte: Sei es über das Netzwerk ots oder über die PR-Software zimpel. Doch wie arbeiten die Empfänger mit den Informationen? Was erwarten sie? In derReihe "Wer liest eigentlich Pressemitteilungen?" kommen Journalisten und Influencer aus unterschiedlichsten Mediengattungen zu Wort. Im Blitzinterview wollen wir von ihnen wissen, wie sie mit Pressemeldungen umgehen und welche Anforderungen sie an PR-Content stellen.

+ Magazinrundschau
Wenn Trump und Farage übernehmen
06.12.2016.
Die NYRB steht noch unter Trump-Schock. Den hält einfach niemand für echt, meint Martin Amis in live mint. Die NYT blickt verzweifelt nach Deutschland. Der Merkur und Osteuropa entdecken den russischen Autor Andrej Platonow wieder, der den Aufstand der "Übrigen" schon erlebt hat. In 168 óra erinnert sich der ungarische Autor György Spiró, dass er schon 1995 wusste, dass die Vergangenheit auslöschbar ist. Tablet porträtiert den Alt-right-Vordenker Paul Gottfried.

+ Literatur online
Frankfurter Anthologie
Kornelia Koepsell: "Der Mann, der lacht"
(faz) - Der für dieses Gedicht gewählten klassischen Form des ritterlich-werbenden Liebessonetts läuft der Inhalt diametral entgegen. Die Titelfigur, ein Nachfahre des Jokers aus "Batman", hat Probleme mit Frauen. von Matthias Weichelt

+ Neues von faustkultur.de
Gisela von Wysockis Roman "Wiesengrund"
(fk) - kreist um den Philosophen Theodor W. Adorno. Die Autorin erzählt aus der Sicht der Protagonistin Hanna Werbezirk, zu Beginn des Romans siebzehn Jahre jung und in Salzburg beheimatet. "Wiesengrund" ist eine zarte, ja zärtliche Liebeserklärung einen der großen Denker des letzten Jahrhunderts, meint Martin Lüdke.
Hörfunkrezensionen
(dra-audio) - von Helmut Böttiger begeistert gelesen (11:30 Min) - s. a. die Bücherschau

+ Bücherschau
Exzess eines Wahnsinnigen
06.12.2016.
Eine bittere Geschichtslektion erkennt die NZZ in Abbas Maroufis Roman über die iranische Revolution "Fereydun hatte drei Söhne". Die FAZ goutiert Donald Antrims surrealen Roman "Die hundert Roman" als eine rauschhafte Feier des Verfalls. Von Christiane Tewinkel lässt sie sich ermuntern, beim Konzert wieder einen Blick ins Programmheft zu werfen. Und die taz erlebt mit Mark Peterson den amerikanischen Wahlkampf noch einmal in seiner ganzen ästhetischen Härte.

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

Literatur im Hörfunk
"Wir sind präziser im Morden geworden"
Zukunftsroman von Emma Braslavsky
(dra) - Es ist eine Farce über notorische Lebensoptimierer und ihren Kampf für eine bessere Welt: In ihrem Buch "Leben ist keine Art, mit einem Tier umzugehen" wirft Emma Braslavsky einen Blick in die Zukunft - und bleibt doch in der Gegenwart.

Protagonistin im eigenen Roman
Delphine de Vigan: "Nach einer wahren Geschichte"Als
(dra) - In ihrem neuen Roman "Nach einer wahren Geschichte" stellt sich die französische Erfolgsautorin Delphine de Vigan - bekannt durch "Das Lächeln meiner Mutter" - dem Thema Fiktion und Wirklichkeit - und schreibt einen Roman über: die fiktive Schriftstellerin Delphine de Vigan.

Im Netz der Terrorfahnder
Richard Flanagan: "Die unbekannte Terroristin"
(dra) - Nicht die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung gilt in Zeiten allgemeiner Terrorgefahr und Angst, sondern der schiere Verdacht. Der australische Autor Richard Flanagan erzählt in "Die unbekannte Terroristin", wie sich die Schlinge um die Stripteasetänzerin Gina zusammenzieht.

Konjunkturmixer und Bedürfnis-Wimmelbilder
Bildband: "Wirtschaft verstehen"

(dra) - Wertschöpfung, Kaufkraftentwicklung, Automatisierung - lassen sich hoch abstrakte Themenfelder der Ökonomie auch publikumsfreundlich aufbereiten? Ganz hervorragend - das zeigt der großformatige Bildband "Wirtschaft verstehen" des Grafikers Jan Schwochow und des Wirtschaftsjournalisten Thomas Ramge.

+ Literarischer Adventskalender
Während der Adventszeit empfehlen Kollegen von DeutschlandradioKultur täglich ein Buch.
1. Dezember - Ian Kershaw: "Höllensturz"
(dra) - Wortchefin Marie Sagenschneider stellt Ian Kershaws "Höllensturz" vor, das "klug und anschaulich" erzählt, wie Europa in zwei Weltkriege stürzte. - mehr in der Bücherschau



2. Dezember - Didier Eribon: "Rückkehr nach Reims"
(dra) - Für Literaturkritiker René Aguigah sind die Lebenserinnerungen des französischen Intellektuellen Didier Eribon das Buch des Jahres. - mehr in der Bücherschau



5. Dezember - Carel van Schaik & Kai Michel: "Das Tagebuch der Menschheit"
(dra) - Man kann die Bibel auch evolutionswissenschaftlich lesen - als Zeugnis aus der Frühzeit der Zivilisation. Wie das geht, zeigen Carel van Schaik und Kai Michel in ihrem Buch "Das Tagebuch der Menschheit" -  s. a. die Bücherschau

6. Dezember - Frank Schulz: "Onno Viets und der weiße Hirsch"
(dra) -  Ein Detektiv wider Willen, der bei seiner dritten Ermittlung dem Trauma eines alten Mannes auf die Spur kommt. - s. a. die Bücherschau



Kulturnews
(dra-audio) - 7. Dezember 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen

Medienticker vom 06.12.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Dienstag

Medienauslese
Sexualmord in Freiburg, Lynchfantasien, Fake-Fake-News
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Krankes Geschäftsmodell (spiegel)
2. Lügenpresse-Vorwürfe (uebermedien)
3. Fall Maria L.(badische-zeitung)
4. Football Leaks (sportsandlaw)
5. Medien machen Panik (intaiwan)
6. Der Mosel Kurier (schleckysilberstein)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Der Rockzipfel des Helden
06.12.2016.
Der Guardian gratuliert Helen Marten zum Turner Preis. Im Tagesspiegel denkt die griechischen Schriftstellerin Amanda Michalopoulou an die Schiffbrüchigen in der Literatur. Der Filmdienst diagnostiziert eine Rückkehr zum Irrationalismus im amerikanischen Film. Die NZZ hört in Stuttgart Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt": die Inszenierung von Armin Petras ist ihr zu klamaukig, aber in der Musik grinst Offenbachs Spott subtil.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Gleiche Melodie, anderer Text
06.12.2016. Viel diskutiert wird über die Frage, ob Donald Trump sein Wahlergebnis mithilfe spezialisierter Agenturen erzielt hat, die die Facebook-Nutzer so lange manipulierten, bis sie gar nicht mehr anders konnten. Thomas Schmid in der Welt und Arno Widmann in der Berliner Zeitung sind konträrer Meinung über die Bedeutung von Matteo Renzis Niederlage.  In der taz meint Arno Frank: Auch linke Identitätspolitik ist Identätspolitik. In den Inrocks findet David Thompson: Die Formel, Terrorismus habe "nichts mit dem Islam" zu tun, hat nichts mit Analyse zu tun.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 6. Dezember 2016

Brill übernimmt
Schöningh und Fink
Verkauf in die Niederlande
(bb) - Der international tätige Wissenschaftsverlag Brill kündigt an, die Verlage Ferdinand Schöningh und Wilhelm Fink in Paderborn (Deutschland) übernehmen zu wollen.

E-Book-Kolumne "E-Lektüren"
Letzter Aufruf für Passagier Widerborst
(faz) - Der Astronom und Autor Aleks Scholz unterwandert Flughäfen - und spürt in seinem reportagenhaften Essay schlafende Ungeheuer auf.

Jörg Sundermeier, Verbrecher Verlag
"Seit meine Frau in der Geschäftsführung ist, wird präziser geplant"
(bb) - Bis zum 31. Dezember kommt auf boersenblatt.net jeden Tag eine Branchenpersönlichkeit zu Wort. Unsere kleine Jahresbilanz, verbunden mit einem Ausblick auf 2017. Heute: Jörg Sundermeier über die Zuneigung seiner Autoren, die Schatten des VG Wort-Urteils und den Einstieg seiner Frau in die Geschäftsführung des Verbrecher Verlags.

+ Literatur online
Frankfurter Anthologie
Francisco de Quevedo "Er lehrt, wie alle Dinge auf den Tod verweisen"
(faz) - Kein Text des Dichters ist so pointiert wie dieses Sonett. Ausgangspunkt war eine Stadterweiterung Madrids, die Quevedo in unnachahmlicher Schwarzmalerei deutet. Von Werner von Koppenfels

Vom Nachttisch geräumt
Reicher Stilpluralismus
(pt) - Ein Blick auf die Storykonferenzen Walt Disneys, tektonische Revolutionen, einen Männertraum und einen Wicht. Arno Widmann hat Bücher vom Nachttisch geräumt. Von Arno Widmann.

Tipps
Sachbücher
(faz) - Chris de Stoop berichtet vom Bauernsterben. Robert Hilburn porträtiert den ganzen Johnny Cash. Und Tom Vanderbilt erörtert Geschmacksfragen ganz grundsätzlich

+ Neues von faustkultur.de
Koexistenz im Widerstand
(fk) - Die Rückkehr der Klasse als Begriff Temporäre Konvergenz (oppositioneller Positionen) lässt Divergenzen nicht verschwinden - Auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung erklären Didier Eribon und Christina Kaindl (Die Linke) im Berliner Münzenbergsaal den europäischen Rechtsruck mit linkem Versagen.
Noch immer ist Hermann Hesse
(fk) - ein Bestsellerautor. Sein Leben und sein Lebensstil sind eine Quelle für fiktionale und wissenschaftliche Erkundungen. Thomas Lang durchleuchtet in seinem neuesten Roman Hesses erste Ehe, und ein prächtiger Bildband präsentiert Hesses Garten am Bodensee, wo sich diese Ehe abspielte. Stefana Sabin hält beide Bücher für schöne Ergänzungen zur Hesse-Philologie.
Sancho Pansa und Prometheus
(fk) - Jürgen Habermas ist sicher der bekannteste der lebenden deutschen Philosophen und Soziologen. Viele seiner Begriffe und Thesen sind in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen, ohne dass uns das bewusst wurde. Dass kommunikatives Handeln etwa eine starke Ich-Identität voraussetzt, war auch Otto A. Böhmer klar, - bis er den Denker auf einer Abendgesellschaft sah.

+ Bücherschau
Rhetorik & Realpolitik
05.12.2016. Die SZ lernt von Ferdinand Knauß, wie unkritischer Wirtschaftsjournalismus den Wunsch nach Wohlstand in den Glauben ans BIP verwandelte. Empfehlen kann sie auch Wilfried Loths wiederaufgelegte Diplomatiegeschichte "Die Rettung der Welt". Die FAZ lässt sich von Jürgen Dunsch und Klaus Schwab Einblick in das Weltwirtschaftsforum von Davos geben.

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

Literatur im Hörfunk


+ Literarischer Adventskalender
Während der Adventszeit empfehlen Kollegen von DeutschlandradioKultur täglich ein Buch.
1. Dezember - Ian Kershaw: "Höllensturz"
(dra) - Wortchefin Marie Sagenschneider stellt Ian Kershaws "Höllensturz" vor, das "klug und anschaulich" erzählt, wie Europa in zwei Weltkriege stürzte. - mehr in der Bücherschau



2. Dezember - Didier Eribon: "Rückkehr nach Reims"
(dra) - Für Literaturkritiker René Aguigah sind die Lebenserinnerungen des französischen Intellektuellen Didier Eribon das Buch des Jahres. - mehr in der Bücherschau




5. Dezember - Carel van Schaik & Kai Michel: "Das Tagebuch der Menschheit"
(dra) - Man kann die Bibel auch evolutionswissenschaftlich lesen - als Zeugnis aus der Frühzeit der Zivilisation. Wie das geht, zeigen Carel van Schaik und Kai Michel in ihrem Buch "Das Tagebuch der Menschheit" -  s. a. die Bücherschau


Kulturnews
(dra-audio) - 6. Dezember 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen

Medienticker vom 05.12.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Montag

Medienauslese
Psychometrik-Dystopie, Political Correctness, Mario-Barth-Analyse
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Bombe gibt (dasmagazin)
2. Political Correctness (coffeeandtv)
3. Eurosport (sueddeutsche)
4. Viel Ehre, aber wenig Lohn (abendblatt)
5. Hier lacht das Volk (zeit)
6. Schluss mit lustig (dwdl)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Diese Härte. Diese Komik
05.12.2016. Am Berliner Ensemble drückt sich Robert Wilson vor Becketts "Endspiel". Dafür gibts viel Vaudeville. Die taz sieht in Berlin Blüten der Critical Whiteness blühen. Die NZZ reist mit der Schrifstellerin Elena Chizhova in der Transsibirischen Eisenbahn. In critic.de versucht Silvia Szymanski eine Rettung des Sex- und Erotikkinos. Der Tagesspiegel kommt bedrückt aus der Pariser Ausstellung "The Color Line" über die Geschichte der

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Woran man sich nicht gewöhnt, ist die Kälte
05.12.2016. In Österreich siegt die Vernunft, in Italien allerdings Beppe Grillo, den Zeitungen schwant Böses. In Polen baut die Regierung derweil das Demonstrationsrecht ab, berichtet die taz. Die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan schickt in der SZ einen Brief aus ihrem türkischen Gefängnis. Die FAZ fürchtet um die Kultur und ihre Institutionen in Vorpommern.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 5. Dezember 2016

Bayerischer Buchpreis
Öffentliche Jurysitzung in München
(bb) - Der Bayerische Buchpreis geht in diesem Jahr in der Kategorie Sachbuch an Andrea Wulf ("Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur"), in der Kategorie Belletristik an Heinrich Steinfest ("Das Leben und Sterben der Flugzeuge").

Marion Dönhoff Preis
Navid Kermani gewinnt Preis für internationale Verständigung
(zeit) - Der deutsch-iranische Schriftsteller wurde als Brückenbauer zwischen Islam und Christentum geehrt. In seiner Dankesrede sprach er sich für ein starkes Europa aus.

+ Literarischer Adventskalender
Während der Adventszeit empfehlen Kollegen von DeutschlandradioKultur täglich ein Buch.
1. Dezember - Ian Kershaw: "Höllensturz"
(dra) - Wortchefin Marie Sagenschneider stellt Ian Kershaws "Höllensturz" vor, das "klug und anschaulich" erzählt, wie Europa in zwei Weltkriege stürzte. - mehr in der Bücherschau



2. Dezember - Didier Eribon: "Rückkehr nach Reims"
(dra) - Für Literaturkritiker René Aguigah sind die Lebenserinnerungen des französischen Intellektuellen Didier Eribon das Buch des Jahres. - mehr in der Bücherschau



5. Dezember - Carel van Schaik & Kai Michel: "Das Tagebuch der Menschheit"
(dra) - Man kann die Bibel auch evolutionswissenschaftlich lesen - als Zeugnis aus der Frühzeit der Zivilisation. Wie das geht, zeigen Carel van Schaik und Kai Michel in ihrem Buch "Das Tagebuch der Menschheit" -  s. a. die Bücherschau

+ Bücherschau
Selbstlaufendes Uhrwerk
03.12.2016. Mit Begeisterung begrüßt die FAZ die eneue Siegfried-Lenz-Gesamtausgabe, die gleich mit einem Meisterwerk, Lenz' Debüt-Roman "Es waren Habichte in der Luft" startet. Die SZ errät mit Haruki Murakami das Geheimnis des Schriftstellerseins zwar auch nicht - umkreist die leere Mitte aber gern. Die FR lässt sich von Christoph Ransmayrs Uhrmacher Alistair Cox nach China entführen.

+ Bücher der Saison
Die besten Kinder und Jugenbücher 2016
03.12.2016. Bücher für kleine Künstler, Entdecker, Abenteurerinnen und beste Freunde - sei es eine mutige Astronautenmaus oder ein surfender Kater. Und wer wissen will, wie man als gescheiterte Olympiaschwimmerin eine Gruppe Jungs im Unterwassertanz trainiert, wird auch fündig.

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

Literatur im Hörfunk
Balzacs bittere Bonmots über Journalisten
"Von Edelfedern, Phrasendreschern und Schmierfinken"
(dra) - Erstmals erscheinen Honoré de Balzacs Polemiken auf Journalisten und Kritiker in deutscher Sprache. Vieles, was der große französische Autor beklagt, ist leider noch immer aktuell. Doch in Zeiten von "Lügenpresse"-Vorwürfen hinterlässt die Lektüre einen faden Beigeschmack.

Die Schattenlinie
Joseph Conrads letzte Reise
(dra) - Conrad, mittlerweile alt und brummig, begegnet auf einer Atlantiküberfahrt einem jungen US-Amerikaner. Zutiefst überzeugt von den Segnungen des American Way of Life versucht dieser, Conrads pessimistische Weltsicht zu widerlegen. Ein Hörstück.

Hans Christian Andersen
Aber darunter - ein trauriges Herz
(dra) - Die Kunstmärchen von Hans Christian Andersen sind Revolten gegen die Pädagogik seiner Zeit, aber auch gegen Anpassung und Entfremdung. Sie sind dicht und atmosphärisch erzählt - anders als die harten, holzschnittartigen Volksmärchen der Gebrüder Grimm.

Kulturnews
(dra-audio) - 5. Dezember 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen

Medienticker vom 02.12.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Freitag

Medienauslese
Charlie Hebdo, Mario Barth, Vera Lengsfeld
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Bienvenue, Charlie! (zeit)
2. Nach unten getreten (taz)
3. Mario Barth (haz)
4. Ding ding dong! (berliner-zeitung)
5. Die ARD vs. Das Erste (rnd-news)
6. Die Unwahrheiten der Vera Lengsfeld (stern)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
+ Interessante Sachen mit dem Stab
03.12.2016.
Der Komponist Edu Haubensak gleitet mit der Musik seines Kollegen Gérard Grisey in den Hades, dorthin wo selbst das Echo erstirbt. Die taz staunt über die Reportagen von Jace Clayton alias DJ/rupture, der als musikalischer Humboldt-Reisender den Globus bereist. In der Berliner Zeitung plädiert Ulrich Khuon, Intendant am Deutschen Theater,  für einen Paradigmenwechsel an der Volksbühne - auch wenn Chris Dercon vielleicht nicht der Richtige dafür sei. Domus besucht eine Mailänder Ausstellung über die Entwicklung der abstrakten Moderne in Osteuropa. Das Art Magazin stellt den Fotografen Oliver Hartung vor.
40 Beispiele von Blut, Schweiß, Tränen
02.12.2016. Alles Meta heute. Die Presse watet durch alte Kunstskandale. Die Welt kneift sich im wieder aufgebauten Barberini-Palais in Potsdam. Im Merkur mailen sich Eva Geulen und Hanna Engelmeier über Peter Sloterdijks in Form eines Mailverkehrs verfassten Romans "Schelling-Projekt". Die FAZ gibt Hillary Clinton mit Bruce Springsteen Nachhilfeunterricht über den "Zorn der Leute".

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Österreich ist nicht Amerika
03.12.2016.
The Intercept hat acht Firmen gefragt, ob sie bereit seien, an der Erstellung eines amerikanischen  Registers der Muslime mitzuwirken - nur Twitter hat abgelehnt.  Chimamanda Ngozi Adichie warnt Medien im New Yorker vor falscher Ausgewogenheit. "Es gibt keine digitalen Grundrechte", heißt es in einer Stellungnahme von AlgorithmWatch zur EU-Digitalcharta. Der NDR hat zwar einen Fehlbetrag von 103 Millionen Euro, so dwdl.de, aber Geld genug ist ja da.
Sagenumwobene Augenhöhe
02.12.2016. Die Debatte über die geplante EU-Digitalcharta geht weiter. Besonders der Artikel über das Urheberrecht wirkt, als sei er von Zeitungs-Lobbyisten persönlich geschrieben, was wohl auch der Fall ist, meint Michael Seemann bei detektor.fm.  Die amerikanische Feministin Susan Bordo erzählt in der Zeit, wie die Republikaner eine neue Hillary Clinton erfanden. Der Schriftsteller Carmine Abate schildert in der NZZ, mit welcher Intensität Italien sich über das kommende Referendum zerstreitet.  Anne Applebaum fürchtet in der Washington Post einen immer radikaleren Brexit.


+ Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 3./4. Dezember 2016

+ Aus den Feuilletons
Wenn Pistolen Literaturgeschichte schreiben
(dra) - Für 434.500 Euro wurde der Revolver versteigert, mit dem der französische Dichter Paul Verlaine einst auf seinen Liebhaber Arthur Rimbaud schoss. Die "Welt" nimmt die Auktion zum Anlass für eine makabre Liste.

DJV-Vorsitzender über Journalisten-Hasser
"Nicht über jedes Stöckchen springen"
(dra) - Wie sollen Journalisten auf Hass und "Lügenpresse"-Beschimpfungen reagieren? Der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes, Frank Überall, fordert seit Kollegen auf, sich nicht in eine Ecke stellen zu lassen: "Wir bilden die Realität ab." Und das gefalle nicht jedem.

+ Literarischer Adventskalender
Während der Adventszeit empfehlen Kollegen von DeutschlandradioKultur täglich ein Buch.
1. Dezember - Ian Kershaw: "Höllensturz"
(dra) - Wortchefin Marie Sagenschneider stellt Ian Kershaws "Höllensturz" vor, das "klug und anschaulich" erzählt, wie Europa in zwei Weltkriege stürzte. - mehr in der Bücherschau


2. Dezember - Didier Eribon: "Rückkehr nach Reims"
(dra) - Für Literaturkritiker René Aguigah sind die Lebenserinnerungen des französischen Intellektuellen Didier Eribon das Buch des Jahres. - mehr in der Bücherschau



+ Buchkritik online
Spuksetting
Daniel Kehlmanns "Du hättest gehen sollen"
(bgl) - Ein Vorteil hat dieses Spuksetting: Die dümmlichen Drehbuchdialoge verschwinden. Und weiter? Wird der Leser zum Zeugen eines beginnenden Wahnsinns? Jede zweite Rezension hat auf "Shining" von Stephen King verwiesen oder David Lynch ins Spiel gebracht. Die Parallelen sind unverkennbar.Von Gregor Keuschnig

+ Mord & Ratschlag
Jungvögel fangen
01.12.2016. Liza Cody erzählt in ihrem wunderbaren Roman "Miss Terry", wie sich die ach so anständigen Nachbarn an einer jungen Frau schadlos halten, die sich einfach nicht zu verteidigen weiß. Patrick McGinley lichtet in seiner makabren Komödie "Bogmail" von 1978 die irischen Nebel aus Whiskey und Heuchelei. Von Thekla Dannenberg.

Bücherschau
Der schillernde Millionensassa
02.12.2016.
Die SZ ist hingerissen von den Buchkritiken des Bibliothekars Helmuth Schönauer, der seinen ganz eigenen Kanon der tragischen Gestalten des Buchmarkts aufstellt. Ziemlich hilflos findet die FR Nabokovs Erklärungen zu Miguel de Cervantes' "Don Quijote". Die FAZ liest gebannt Christoph Ransmayrs Buch über Aufstieg und Fall des österreichischen  Inflationskönigs Sigmund Bosel.
Kokon aus Anpassung
01.12.2016.
Herzergreifend einfühlsam und schonungslos intelligent finden FR und Zeit Liza Codys Krimi "Miss Terry". Die taz reist mit dem italienischen Comicautor Igort nach Japan. Die FAZ liest Aleks Scholz' Essay "Flughafenwandern" als psychogeografisch bewandertes Abenteuerepos. Und die Zeit feiert den Roman "Berge, Quallen" von Mário Gomes und Jochen Thermann als Meisterwerk des literarischen Neosurrealismus.

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

Literatur im Hörfunk

Wannsee-Konferenz 1942
Protokoll eines Mordplans
(dra) - Am 20. Januar 1942 trafen sich führende Verwaltungsmänner der Nationalsozialisten in einer Villa am Berliner Wannsee. Der Historiker Peter Longerich untersucht aufschlussreich, wie an diesem Tag der massenhafte Mord an den Juden Europas vorbereitet wurde. - mehr hier

Kulturnews
(dra-audio) - 3./4. Dezember 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen

Medienticker vom 01.12.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Donnerstag

Medienauslese
Maschmeyer, Schwimmkurse, Zyankali
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Presse & Bundestages (tagesspiegel)
2. Dranbleiben (taz)
3. Dunkler Twitter-Präsident (meedia)
4. Maschmeyer (ndr)
5. Bundespressekonferenz (sz)
6. Lance Armstrong (tagesanzeiger)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Jahrhundertfehler, Jahrhundertgeschenk
01.12.2016.
Reflektierter Blockbuster oder Weihnachtsmärchen für weiße alte Männer - die Filmkritiker streiten über Clint Eastwoods Hommage an den Piloten "Sully". Die NZZ bewundert Herrn Juhls Sinn für Farben. Die Zeit rammt das von Herzog & de Meuron geplante Museum des 20. Jahrhunderts in den Boden: risikoscheu, bräsig und den öffentlichen Raum vernichtend. Die Presse legt ein Ei in einer kleinen Ausstellung des Urheberrechtsanwalts und Konzeptkünstlers Guido Kucsko.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Jahrhundertfehler, Jahrhundertgeschenk
01.12.2016.
Reflektierter Blockbuster oder Weihnachtsmärchen für weiße alte Männer - die Filmkritiker streiten über Clint Eastwoods Hommage an den Piloten "Sully". Die NZZ bewundert Herrn Juhls Sinn für Farben. Die Zeit rammt das von Herzog & de Meuron geplante Museum des 20. Jahrhunderts in den Boden: risikoscheu, bräsig und den öffentlichen Raum vernichtend. Die Presse legt ein Ei in einer kleinen Ausstellung des Urheberrechtsanwalts und Konzeptkünstlers Guido Kucsko.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 1. Dezember 2016

+ Neues auf faustkultur.de
Die 1960er Jahre waren ein politisches
(fk) -  und ein nicht minder visuelles und konsumorientiertes Jahrzehnt. In Frankfurt entstanden in dieser Zeit eine der weltweit wichtigsten Positionen des Produktdesigns, aber auch eine visuelle Protesthaltung gegen eine allzu fortschrittsorientierte Welt. Klaus Klemp lässt das Designgeschehen in Frankfurt der 1960er Jahre Revue passieren.

+ Buchkritik online
Krimis
(zeit) - Die KrimiZEIT-Bestenliste Dezember 2016


Her mit dem neuen Leben!

Michael Krügers Roman "Das Irrenhaus"
(nzz) - Das Neue ist immer das schlechtere Alte.



Zelda Fitzgerald
Balancieren auf dem Hochseil der Gefühle
(schsch) - Man kann die Hitze der Südstaaten spüren. Und sinkt beim Lesen vielleicht auch aufgrund der Wortkaskaden ein wenig müde zurück. Krampfartige Windstöße.


Bücherschau
Keine schöne neue Wüstenwelt
30.11.2016.
Die SZ begeistert sich für Kurt Steinmanns undogmatische neue Übersetzung der "Orestie", sollen die Philologen doch schmollen. Die NZZ entdeckt mit den Biografien von Franz Rueb und Peter Opitz einen ganz neuen Zwingli: der Musik und den Frauen zugetan, fehlbar und selbstkritisch. Die FAZ lässt sich von Claire Vaye Watkins' Climate-Fiction-Roman "Gold Ruhm Zitrus" ins ausgetrocknete Kalifornien entführen, und Dmitrij Belkin macht ihr mit seiner Migrationsgeschichte "Germanija" die Paradoxien von Zuwanderung und Integration begreiflich.

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

Literatur im Hörfunk

Franz Dobler: "Ein Schlag ins Gesicht"
Unverwechselbarer Sound, irrsinniger Humor
(dra) - Franz Dobler hat einen Krimi geschrieben, der sich den Erwartungen an das Genre komplett entzieht. Dennoch lobt unser Rezensent Martin Becker den Roman uneingeschränkt: Der sei ein "großes, verschrobenes und finsteres Stück Literatur". - s. a. die Bücherschau

Schockierend und faszinierend zugleich

Bildband "Essenz" von Edward Burtynsky
(dra) - Steinbrüche, Staudämme, Kupferminen - die Eingriffe des Menschen in die Landschaft dokumentiert der kanadische Fotograf Edward Burtynsky. Ethik und Ästhetik prallen aufeinander. So zwingt er den Betrachter, sich zu den Bildern zu verhalten. - mehr hier

+ Kulturnews
(dra-audio) - 1. Dezember 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen

Medienticker vom 30.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Mittwoch

Medienauslese
Journalisten in Haft, Mafia-Berichte, Projekt "Schmalbart"
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Journalisten freilassen (reporter-ohne-grenzen)
2. Flüchtlinge (derstandard.at)
3. Nie gewinnen (taz)
4. "Bild" medienpolitisch (medienkorrespondenz)
5. Gegenlesen (tagesanzeiger)
6. Projekt "Schmalbart" (christophkappes)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Geschoss oder Geschenk?
30.11.2016. Die NZZ kommt nachhaltig beeindruckt aus der Münchner Premiere der von Kirill Petrenko dirigierten Schostakowitsch-Oper "Lady Macbeth von Mzensk": Kühne Klangwirkungen, radikale Differenzierungen, aber ein moderat wiedergegebener Geschlechtsakt. Bayern Klassik singt ein Loblied auf die Sängerin Anja Kampe in der Rolle der Lady Macbeth. Die FAZ saß wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf der Stuhlkante. Außerdem: Die NZZ besucht den Schriftsteller John Wray in Brooklyn. Die FAZ erkennt die Wolfsnatur des Menschen in František Vláčils avantgardistisch-experimentellem Mittelalter-Filmepos "Marketa Lazarová".

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Das Unsagbare
30.11.2016. Die Franzosen werden nicht Marine Le Pen wählen. Sie würden sich niemals erlauben, Briten und Amerikaner nachzuäffen, beteuert politico.eu. Buzzfeed beleuchtet das Mediennetzwerk der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung in Italien.  Arge Verstimmung in der FAZ: Die Deutsche Nationalbibliothek hindert sie, Bücher haptisch zu rezipieren - schuld ist mal wieder George Soros. Der Manufacturing Belt wurde nicht durch die Globalisierung zum Rust Belt, legt der Stadtplaner Reinhart Wustlich in der NZZ dar. Je jünger die Leute, desto weniger glauben sie an Demokratie, hat die New York Times herausgefunden.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 30. November 2016

Deutsche Nationalbibliothek
Bildschirm als Schonung
(faz) - Wenn es ein digitales Exemplar gibt, bekommt der Besucher das materielle Buch nur auf Anfrage: Für die Deutsche Nationalbibliothek gelten neue Leseregeln. Sind sie sinnvoll? Von Tilman Spreckelsen

Mafia-Berichterstattung
"Ich gewinne leider nie"
(taz) - Claudio Cordova ist Chef der Netzzeitung "Il dispaccio" in Reggio. Im Interview spricht er über die Risiken für investigative Journalisten im "Kriegsgebiet".

Interviews
Wie geht das genau mit dem Gegenlesen?
(tagesa) - Sagen Politiker in der Zeitung wirklich, was sie sagen? Das Absegnen von Zitaten wird ganz unterschiedlich gehandhabt - auch im "Tages-Anzeiger".

Myanmar
Reporter ohne Grenzen fordert Freilassung von Journalisten
(rog) - Reporter ohne Grenzen fordert die myanmarischen Behörden auf, die Journalisten Than Htut Aung und Wai Phyo freizulassen.

Buchclub
Bertelsmann & Verpächter
(nb) - einigen sich außergerichtlich

Hanser kürzt
Fachzeitschriften-Rabatte
(bb) - Hanser dreht nach 2015 erneut an der Konditionenschraube - und kürzt die Rabattsätze für Fachzeitschriften ab Januar 2017 von 10 auf 5 Prozent. Der Verlag verhalte sich damit "grob unpartnerschaftlich" gegenüber dem Handel, kritisiert Christian Preuss-Neudorf, Geschäftsführer der Kölner Fachbuchhandlung VUB, das neue Modell jetzt in einem Offenen Brief.

Kriminalliteratur
"Töten ist Alltag"
(zeit) - Wie schreibt man politische Kriminalliteratur? Ein Gespräch mit den Autoren Max Annas und Christian v. Ditfurth.

Essay
Ein viel umfassenderes Wahrnehmen
30.11.2016. Deutsche Museen stellen sich der Digitalisierung bisher eher zögernd, auch aus Angst, sich überflüssig zu machen. Aber sie kann auch der Generierung von Aufmerksamkeit, der Bildung von Communities, und der Verwandlung der Nutzer von rezipierenden Konsumenten in agierende Kunstbürgern dienen. ein paar Beispiele aus der Praxis. Von Hubertus Kohle.

+ Neues auf faustkultur.de
Eine Geschichte von Liebe und Finsternis
(fk) - Die Schauspielerin Natalie Portman hat Amos Oz' Roman "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" verfilmt. Aus dem engmaschigen Gewebe aus Ereignissen, in das Oz eine Geschichte von Liebe, Entfremdung, Verzweiflung und Tod einbettet, ist eine fragmentarische Film-Erzählung geworden, die eine Mutter-Sohn-Beziehung bebildert, berichtet Stefana Sabin.

+ Buchkritik online
"Was wollt ihr denn von mir?"
Christa Wolfs Briefe
(sz) -  "Gehen oder bleiben" wurde für Christa Wolf spätestens seit ihrem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns vor 40 Jahren im November 1976 eine zentrale Gewissens- und sogar Lebensfrage. - mehr in der Bücherschau

Indie-Books als Alternative
Bücher aus unabhängigen Verlagen
(ll) - Teil 1 Prosa
(ll)  - Teil 2 Lyrik


Wer könnte ich sein?

Oder: Lobrede auf Benedict Wells
(uw) - Benedict Wells: "Vom Ende der Einsamkeit"
s. a. die Bücherschau



Für die Ewigkeit
Christoph Ransmayr "Cox oder Der Lauf der Zeit"   
(zz) - "Und wer sich ganz seiner Phantasie, seinen eigenen Schöpfungen, seiner Begeisterung ergibt, dem kann die Sonne auf- und wieder untergehen, ohne daß er ihren Lauf bemerkt."



Bücherschau
Mit Feder und Messer zugleich
29.11.2016. Wunderschön und klug komponiert findet die SZ Efrat Gal-Eds Buch über den jüdischen Dichter Itzik Manger "Niemandssprache". Begeistert ist sie auch von Callan Winks Geschichten "Der letzte beste Ort", die wuchtig und dezent zugleich aus dem amerikanischen Hinterland erzählen. (Die heutige Literaturbeilage der SZ werden wir in den nächsten Tagen auswerten.) Ein erstes Porträt der Generation Whatsapp erkennt die NZZ in Birgit Birnbachers Debüt "Wir ohne Wal". Lehrreich findet sie auch Kathrin Schmidts Familiensaga "Kapoks Schwestern".

Magazinrundschau
Ich brauche keinen Dolly
29.11.2016. Die Wähler vertrauen auf die Institutionen, glaubt die London Review, sonst hätten sie nicht Brexit oder Trump gewählt. Die politische Führung in Ost und West war  vor 1989 fortschrittlicher als heute, meint Gáspár Miklós Tamás in Magyar Narancs. Russen und Weißrussen wollen keine Freiheit, meint Swetlana Alexijewitsch in Hospodarske noviny. Regisseur Yasujiro Ozu fand seine Freiheit erst in der Beschränkung, erklärt Paul Schrader in Film Comment. En attendant Nadeau denkt mit Maurice Blanchot über Shelleys Gedicht "The Revolt of Islam" nach.

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

Literatur im Hörfunk

Wie Erzähler die Chefetage coachen
Philipp Schönthaler: "Portrait des Managers als junger Autor"
(dra) - Erzählen als Schlüssel zum Erfolg? Für viele Unternehmen ist "Storytelling Management" das neue Zauberwort. In seinem Essay "Portrait des Managers als junger Autor" beschreibt Philipp Schönthaler überraschende Allianzen von Wirtschaft und Literatur. - mehr hier

Familie ohne Wärme
Cynthia d'Aprix Sweeney: "Das Nest"
(dra) - Die US-Amerikanerin Cynthia d'Aprix Sweeney hat einen wunderbaren Roman über vier Geschwister geschrieben, die auf ihr Erbe warten. Und liefert einen weiteren Beweis dafür, dass Geld nicht glücklich macht. - s.a. die Bücherschau

+ Kulturnews
(dra-audio) - 30. November 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen

Medienticker vom 29.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Dienstag

Medienauslese
Pistenbully-PR-Gag, Olympia im Privaten, Regenbogen-Klon
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Pistenbully (ndr)
2. Macht (spiegel)
3. Olympia-Ressourcen (sueddeutsche)
4. Lügner (deutschlandradiokultur)
5. Bürgerjournalismus (ejo)
6. Wunderheilung (uebermedien)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Sanft auf Lendenhöhe
29.11.2016. Am Deutschen Theater rutscht Stefan Puchner mit seiner Inszenierung des Peter-Weiss-Stücks "Marat/Sade"  auf der Ironieschmierseife aus, notiert die Berliner Zeitung. No sir, entgegnet die nachtkritik, der Stückeleichnam wurde wiederbelebt. Der Guardian porträtiert die Künstlerin Heather Phillipson, die gerade den Jarman Award gewonnen hat. In der NZZ erklärt der irakisch-kurdische Autor Bachtyar Ali, warum das Exil ihm beim Schreiben hilft.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Die kulturelle Aneignung der Cevapcici
29.11.2016.
Mark Lilla in der SZ und Colin Crouch in der taz machen sich Gedanken darüber, wie die Linke sich vom Schock erholen soll: auf nationaler Ebene geht es nicht, meint Crouch. Die SZ warnt vor einem "monströsen Zivilisationsbruch" in Aleppo. Bei irights.info erklärt der Anwalt Ansgar Koreng, wie schwer es sein kann, eine Kirche zu fotografieren. In der Basler Zeitung erinnert der Historiker Diarmaid MacCulloch die staatsfrommen Deutschen an den Schweizer Beitrag zur Reformation.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 29. November 2016

Bestseller
Ansturm auf die Luther-Bibel
(faz) - Die Bibelgesellschaft hatte sich im Buchhandel vorab umgehört, wie es um die Chancen von Martin Luther steht. Das Echo war eher zurückhaltend. Nun wird der Verlag von der Kundschaft überrannt. Von Georg Meck

Literaturblogs
Wo bleiben die Vermarktungsnetzwerke?
(bb) - Buchblogs und Bezahlung - ein schwieriges Thema. Warum Buchblogger hinter ihren Bücherstapeln auftauchen und aktiv an Geschäftsmodellen arbeiten sollten, erläutert Ute Nöth auf boersenblatt.net.

Alphabetisierungsdekade startet
Wer "A" sagt, soll es auch schreiben können
(dra) - Die Bundesregierung startet heute die Alphabetisierungsdekade. Zehn Jahre lang wollen Bund und Länder für bessere Lese- und Schreibfähigkeiten der Deutschen kämpfen.

Theaterfestival
Fast Forward
(dra) - Fast alles ist Performance



+ Neues auf faustkultur.de
Ennio Morricone
(fk) - ist wohl der bekannteste Filmmusikkomponist unserer Zeit. Mit seiner für das Genre innovativen Arbeit hat er einprägsame Klangikonen geschaffen, mit denen er das Gebot, gegenüber dem Bild unauffällig zu bleiben, konsequent übertrat. Hans-Klaus Jungheinrich hat sich das auf CD neu erschienene Titel-Potpourri des 88jährigen Meisters angehört.
Thomas Rothschild berichtet
(fk) - über ein neues Stück von Ariane Mnouchkines Théâtre du Soleil, das Fragen nach Rassismus und Doppelmoral aufwirft.

+ Buchkritik online
Henry James und sehr,
sehr viele Amerikaner in Paris
(ss) - Es mag ein Zufall gewesen sein, aber zum 100. Todestag von Henry James veröffentlichten zwei Verlage zwei Romane in neuer Übersetzung, die am Anfang und Ende seines Schaffens stehen - und einen thematischen Kreis schließen. Zu Beginn seiner Karriere lässt Henry James die Europäer in die Vereinigten Staaten kommen - gegen Ende suchen die Amerikaner in Europa ihr Glück und verlieren dabei die Orientierung.

Bücherschau
Das Schlüpfrige und das Metaphysische
28.11.2016. In höchsten Tönen lobt die SZ Thomas Kaufmanns strikt historisch vorgehende Reformationsgeschichte "Erlöste und Verdammte". Weniger Polemik und mehr Analyse hätte ihr bei Michael Hudsons Buch über die Finanzmärkte besser gefallen. Ausgesprochen apart findet die FR Patrick McGinley Roman mit Mörder "Bogmail". Die taz streift mit Fil Tägerts "Mitarbeiter des Monats" durch das West-Berlin der achtziger Jahre.

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.


Literatur im Hörfunk
Zwischen Begierde & Verachtung
Rafael Chirbes: "Paris-Austerlitz"
(dra) - Die Untiefen der Liebe: In "Paris-Austerlitz" erzählt Rafael Chirbes das Scheitern einer Beziehung zwischen einem Großbürger-Sohn und einem Arbeiter. Der letzte posthum veröffentlichte Roman des spanischen Schriftstellers ist jetzt auf Deutsch erschienen.
mehr in der Bücherschau

Das unberechenbare Genom
Hofmann-Sieber/Sieber: "Wilde Gene"
(dra) - Leicht, lebendig und verständlich - so bringen die beiden Biologen und Science-Slammer Helga Hofmann-Sieber und Timo Sieber Forschungsergebnisse der Molekulargenetik auf den Punkt. Sie zeichnen dabei ein grelles Bild unserer wilden, sprunghaften Gene.

Welches Land wollen wir sein?
"Die offene Gesellschaft und ihre Freunde"
(dra) - Eine Kampfansage an die Feinde der offenen Gesellschaft - das ist die unter anderem von Harald Welzer herausgegebene Aufsatzsammlung. Allerdings bleibt das Buch die Antwort schuldig, was die offene Gesellschaft eigentlich ausmacht, kritisiert Nana Brink.

Faksimile-Ausgabe
"Stefan Zweigs letztes Facebook"
(dra) - Es war ein lang gehegter Traum, einmal das letzte Adressbuch des Schriftstellers Stefan Zweig zu veröffentlichen, sagt die Mitherausgeberin Kristina Michahelles. Nun ist das Buch auch auf Deutsch erschienen und man sollte zwischen den Zeilen lesen. - mehr hier

+ Kulturnews
(dra-audio) - 29. November 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen

Medienticker vom 28.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Montag

Medienauslese
Steingart, Anti-Brexit-Boulevard, Liebe statt Hass
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Gabor Steingart (carta)
2. Neun Tage für eine neue Zeitung (nzz)
3. Trump (zeit)
4. Last man standing (taz)
5. VW-CEO Matthias Müller (pressesprecher)
6. Hasskommentare (faz)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Stellvertreter für unüberbrückbare Differenzen
28.11.2016. Die NZZ betrachtet Urgründe des Wachstums in den Zeichnungen Peter Wechslers. Im Interview mit Fandor erklärt der chilenische Regisseur Alejandro Jodorowsky wie man als Außenseiter Filme dreht. Die Presse sah am Burgtheater mit Ayad Akhtars "Geächtet" die beste Zimmerschlacht seit Edward Albee. Der Tagesspiegel berichtet von der mühsamen Zwangsfusion des SWR-Symphonieorchester.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Wir wissen, was richtig ist
28.11.2016. Westeuropäische Demokratien in der Krise: Die Vorwahlen der französischen Konservativen zeigen nicht ihre demokratische Stärke, sondern ihre Schwäche, meint der Politologe Rémi Lefebvre auf slate.fr. Im Observer analysiert Nick Cohen den Verfall des Konservatismus in Britannien. Politico.eu schildert die Risiken des kommenden Referendums in Italien. Im Blog der NYRB rät Masha Gessen mit Blick auf Trump: "Do not compromise." Stefan Niggemeier staunt nach der neuerlichen VG-Wort-Versammlung am Samstag über das Verhalten der Gewerkschaften.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 28. November 2016

"The New European"
Neun Tage für eine neue Zeitung
(nzz) - Die britische Wochenzeitung "The New European" ist quasi über Nacht entstanden, als Sprachrohr für Brexit-Gegner. Nur vier Ausgaben waren geplant. Doch das Blatt lebt immer noch - es  findet Anklang

Mit Gabor Steingart
in der Welt von Streichers "Stürmer"
(car) - Postfaktisches Zeitalter, Wahlkampf à la Trump und jetzt auch noch einen täglichen Welterklärer, der diese Entwicklung mit seinen Zuspitzungen schleichend weiter forciert. Von Peter Ruhenstroth-Bauer

Last man standing
Türkische "Zaman" in Deutschland
(taz) - Ismail K. ist einer der letzten Mitarbeiter in der Druckerei. Das Verlagsgebäude ist ein Geisterhaus geworden. Am 30. November erscheint die finale Ausgabe.

+ Neues auf faustkultur.de
Das 16. Jahrhundert ging seinem Ende längst entgegen/
(fk) - als England Anstalten erst machte/ auf den Meeren sich zu bewähren. 1599 rief Elisabeth ihre besten Kaufleute, den Grafen von Cumberland so wie zweihundert Ritter zusammen und befahl die Gründung der Ostindischen Handelscompagnie. Compagnie bedeutet Brotgenossenschaft. Die Königin erstrebte mit der English East India Compagnie eine Brotgenossenschaft des Reiches.
Die Ausstellung "Schnitt Schnitt" in Darmstadt
(fk) - Die Collage taucht seit ihrer Erfindung im frühen 20. Jahrhundert fortwährend in künstlerischen Produktionen auf. Gerade in den letzten Jahren erlebt sie eine Renaissance. So ist es folgerichtig, dass die verschiedenen Ausdrucksformen von Zerschnittenem und Zusammengesetztem in Themenausstellungen gebündelt werden. Isa Bickmann hat die Schau "Schnitt Schnitt" in Darmstadt besucht.

Bücherschau
Neigungswinkel des Ohres
26.11.2016. Zum fünfzigsten Todestag von Siegfried Kracauer lesen FR, NZZ und taz mit großem Gewinn Jörg Späters Biografie. Die NZZ rät dringend, Stephen Crane wiederzuentdecken und Quentin Mouron kennenzulernen. Viel Freude bereitet ihr außerdem Ilma Rakusas Gedichtband "Impressum: Langsames Licht". Kein Schriftsteller erschafft so einzigartige Misanthropen wie William H. Gass, schwärmt die taz.  Und die Welt liest mit Jan-Werner Müllers Essay "Was ist Populismus?"

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

Literatur im Hörfunk
Volker Demuth: "Fleisch"
Eine Kulturgeschichte des Körpers
(dra) - Brauchen wir eine Geisteswissenschaft vom Körper? In seinem Buch "Fleisch" zeigt Volker Demuth, was diese neue "Carneologie" von Menschenopfer bis Porno beinhalten könnte. Mit gekonnten Schnitten tranchiert der Essayist die Kunst-, Philosophie- und Literaturgeschichte. - mehr in der Bücherschau

+ Kulturnews
(dra-audio) - 28. November 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen

Medienticker vom 25.11.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Freitag

Medienauslese
Neverpay, Geldentzug, Wetterdichtung
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Aus für Spiegel Plus? (jensrehlaender)
2. In Abwesenheit (sueddeutsche)
3. Pop ist ... (geschichten.detektor)
4. In Zeiten der Lügenpresse (rnd-news)
5. Kein Geld Für Rechts (davaidavai)
6. Quatsch-Vorhersagen (uebermedien)

+ EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Im Blitzlicht einer großen Stadt
25.11.2016.
Anselm Kiefer ist wütend: Seine Werkschau in Peking, von der er nichts wusste, ist ein Riesenerfolg. Alle lieben "Affe", ein schmissiges Musical mit der Musik von Peter Fox an der Neuköllner Oper. Berlins Regierender Michael Müller bringt das Kunststück fertig, sich gleichzeitig hinter Dercon und Lederer zu stellen, staunt der Tagesspiegel. Artechock will die deutsche Filmflut eindämmen, die sogar den Filmdienst an den Rand der Pleite treibt, berichtet die Welt.. Im Logbuch Suhrkamp sieht Dorothea Studthoff die Mode von Gareth Pugh aus dem Geist der Science-Fiction-Romane von Michel Faber entstehen.
Direkt in die, pardon, Fresse
26.11.2016. Die Welt traut ihren Augen kaum: in Berlin soll ein Baudenkmal rekonstruiert werden - und alle sind dafür! Nicht dem Titel, wohl aber dem Anspruch der Kritiker wird Herbert Fritschs "Pfusch" an der Berliner Volksbühne gerecht. Die Presse freut sich über die erste umfassende Schau des slowakischen Konzeptkünstlers Julius Koller in Wien. Die Welt lässt sich in die assoziativ-verschwörungstheoretischen Filmcollagen von Adam Curtis hineinziehen. Und die FAZ lässt sich noch einmal von der ungeheueren Energie der Rolling Stones mitreißen.

+ 9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Echte Michael-Kohlhaas-Typen
25.11.2016.
Das Problem mit den Wählern rechtspopulistischer Parteien ist kein soziales, sondern ein kulturelles, meint die Politologin Silja Häusermann in der WOZ. Die NZZ hat herausgefunden, dass Trump gar nicht beißt, sondern nur die Demokratie neu entdeckt. Die FAZ und die SZ attackieren den Juristen und Perlentaucher-Autor Martin Vogel, der ohne ihre Approbation im VG-Wort-Streit in allen Instanzen Recht bekommen hat. Die Berliner Zeitung freut sich über die Kür Raphael Gross' als Chef des Deutschen Historischen Museums.
Eine Revolution ist kein Rosenbett
26.11.2016.
Fidel Castro ist tot. Im kubanischen Fernsehen verkündete sein Bruder Raúl die Nachricht mit geballter Faust. Die New York Times bringt schon einen großen Nachruf auf den Revolutionsführer und Autokraten, der fünfzig Jahre über Kuba herrschte und für kurze Zeit die Welt an den Rand eines Atomkriegs führte. In der FR betont der Ökonom Branko Milanovic: Die Globalisierung ist eine Kraft zum Guten. Die taz empfiehlt gegen Ungleichheit Eigentumsbildung. Und der Guardian spricht Boris Johnson das Verdienst zu, die Europäer geeint zu haben.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 25. November 2016

Satirezeitung

"Charlie Hebdo" kommt nach Deutschland
(zeit) - Anfang 2015 war die Redaktion des französischen Satiremagazins Ziel eines islamistischen Anschlags. Jetzt bringt "Charlie Hebdo" eine deutsche Ausgabe auf den Markt.

Auszeichnungen
Geschwister-Scholl-Preis für Garance Le Caisne
(bb) - "Und das Morden in Syrien geht einfach weiter"
Daniel Smilovski erhält Literaturpreis "Neue Prosa"
(bb) - Am 12. Dezember erhält Daniel Smilovski den Literaturpreis "Neue Prosa 2016/17" für seinen Beitrag "Die Geschichte". Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird zum zweiten Mal vom Literaturhaus Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel vergeben. Daniel Smilovski erhält
Literaturpreis "Neue Prosa"
(bb) - Am 12. Dezember erhält Daniel Smilovski den Literaturpreis "Neue Prosa 2016/17" für seinen Beitrag "Die Geschichte". Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wird zum zweiten Mal vom Literaturhaus Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien der Universität Kiel vergeben.

Mehrwertsteuer für E-Books
Bundesregierung will ermäßigten Steuersatz
(bb) - In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur "umsatzsteuerlichen Behandlung digitaler Dienstleistungen", hat die Bundesregierung erneut bekräftigt, dass sie sich auf europäischer Ebene für einen ermäßigten Steuersatz für E-Books einsetzen werde.

Parteien
Die AfD umgeht kritische Nachfragen
(ndr) - Der Blogger und Politikberater Martin Fuchs warnt vor den Folgen der Öffentlichkeitsarbeit der AfD.

Fake-News
Ein Chefredakteur für Facebook? Auf keinen Fall!
(welt) - Von Christian Meier

Bücher statt Smartphone!
U-Bahn-Bibliotheken in Madrid
(dra) - Mit kleinen Bibliotheken in zwölf U-Bahn-Stationen startete vor zehn Jahren das Projekt "Bibliometro" in Madrid. Fahrgäste können sich dort kostenlos Bücher für die Fahrt ausleihen. Das Smartphone ist der größte Konkurrent.

VG Wort
"Kopiergroschen"
(taz) - Was passiert, wenn der "Kopiergroschen" künftig direkt an die Urheber ausgezahlt wird und die Verleger leer ausgehen? Ein Gespräch.
Hilfspakete für Verlage
(bb) - Das Schlimmste abfedern - Im Hinblick auf die am 30. November endende Frist für Rückzahlungen an die VG Wort hat der Börsenverein seine Hilfsanstrengungen für betroffene Verlage intensiviert: "Wir arbeiten weiterhin an einem Gesamtpaket, bei dem auch der Börsenverein in die Verantwortung gehen wird, um die schlimmsten Auswirkungen gerade für kleine und mittelgroße Verlage abzufedern", sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.
Das Geld der anderen
(sz) - Die VG Wort muss nach einem Urteil des BGH zurückfordern, was sie den Verlagen ausgezahlt hat. Viele, aber nicht alle Autoren wollen die Verlage schonen. Am Samstag tagt in München die Mitgliederversammlung. Eine Einigung ist nicht in Sicht. Von Detlef Esslinger

Nach Austritt beim VDZ
AMV bietet abtrünnigen Verlagen neue Heimat
(mee) -Nach den Querelen um die Ernennung des neuen Präsidenten wollen Gruner + Jahr, der Spiegel-Verlag, die Zeit und die Medweth-Gruppe Mitte nächsten Jahres aus dem Fachverband Publikumszeitschriften des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) austreten. Jetzt wirbt die Arbeitskreis Mittelständischer Verlage (AMV) um die vier abtrünnigen Medienhäuser. Der AMV-Vorstand ist bereit, die Unternehmen als Verbandsmitglieder aufzunehmen.

+ Neues auf faustkultur.de
Augustinus
(fk) - wurde im römischen Nordafrika geboren, begann lebenslustig sein Studium, ließ sich bekehren und schrieb schließlich als Bischof von Hippo Regius reuig seine Bekenntnisse auf. Als einer der Kirchenväter und streitbarer Philosoph verteidigte er die christliche Staatsreligion gegen Andersdenkende und Heiden. Gegen Ende seines Lebens hatte er, wie Otto A. Böhmer weiß, sogar ein 'Gesicht'.

+ Bücherschau
Hochtrabender Perückenton
24.11.2016.
Die gleißende Helligkeit einer Solarkraftanlage in Kalifornien, ja die Sonne selbst ist Protagonistin in Angelika Meiers Roman "Osmo". Blendend, findet die SZ. Die NZZ rauscht mit den Comicautoren Alexandre Clerisse und Thierry Smolderen durch einen diabolischen Sommer 1967, samt junger Freundschaft, Sex, Drogen und Kaltem Krieg. Die FAZ versinkt in Irene Nemirovskys "Pariser Symphonie". Erste Notizen zur Zeit-Beilage finden Sie hier, der Rest folgt in den nächsten Tagen.
Flüssige Inspiration
25.11.2016. Ergriffen und mitgerissen folgt die NZZ in "Nichts, um sein Haupt zu betten" Françoise Frenkel auf ihrer Reise an die Ränder des Erträglichen. Tief beeindruckt ist sie auch von den autobiografisch-literarischen Experimenten Kalin Terzijskis. Die FAZ staunt, wie Jörg Später in seiner Biografie Siegfried Kracauers Lebens-, Ideen- und politische Geschichte verknüpft. Und die SZ liest Rafael Cirbes' letzten Roman "Paris-Austerlitz" mit Faszination und Beklemmung.

Neues auf




--- und in eigener Sache
Kaufen Sie alle Ihre Bücher über perlentaucher.de!
Wenn Sie über uns bestellen, helfen Sie uns, Ihnen unseren Service anzubieten.

FOTOLOT
Menschen im demokratischen Wald
24.11.2016.
Beim Durchblättern des Bandes erinnert man sich: Es gibt durchaus Menschen in den Bildern William Egglestons. Einige der Fotos mit Menschen gehören sogar zu den ganz berühmten, oder wie man heute sagt "ikonischen". Von Thierry Chervel.


+ Literatur im Hörfunk
Der alte Gentleman hat sich einen Spaß erlaubt
William Gass: "Mittellage"
(dra) - In "Mittellage" erzählt William Gass die Geschichte eines skurrilen Professors, der in seiner Freizeit an einem "Museum der Unmenschlichkeit" bastelt. Das Buch sei ein "herrlicher Schmöker", meint unser Literaturkritiker. Mit leichter Hand geschrieben, zugleich erfrischend und realistisch. - mehr hier
Astrophysik und zarte Metaphern
John Wray: "Das Geheimnis der verlorenen Zeit"
(dra) - Der vierte Roman des US-Autors John Wray erzählt die Geschichte eines Clans durchgeknallter Hobbyphysiker, die Albert Einstein Konkurrenz machen wollen. Ein komplexes, anspielungsreiches Werk voll skurriler Einfälle, das nicht nur verdammt gut geschrieben ist, sondern wirklich ergreifend. - mehr hier

+ Kulturnews
(dra-audio) - 25. November 2016

Spenden
Unterstützen Sie den Perlentaucher
Der Perlentaucher bietet seinen Service für die Leser kostenlos und möchte dabei bleiben. Falls Sie uns unterstützen mögen - regelmäßig oder einmalig - freuen wir uns! Hier finden Sie verschiedene Möglichkeiten. mehr lesen