Klappentext

Da steht er nun steif und streng, der Herr Aufpasser. Befehl des Generals: Keiner darf hinüber auf die rechte Buchseite! Die ist für ihn alleine reserviert. Der General will der Held der Geschichte sein. Also lässt sein Aufpasser keinen durch. Auch wenn sie noch so betteln, fragen, drängeln. Die Menge wird immer dichter, immer bunter, immer aufgeregter. Eigentlich ist es überhaupt nicht mehr einzusehen, dass es da plötzlich eine Grenze geben soll, nur weil ein General das bestimmt hat! Und dann passiert etwas.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.11.2017

Nichts geringeres als einen "Geniestreich" sieht die hingerissene Rezensentin Eva-Christina Meier in dem Bilderbuch "Hier kommt keiner durch" von Isabel Minhós Martin und Bernardo P. Carvalho. Die Idee, das Buch selbst mit seinen zwei Buchseiten, der rechten und der linken und dem Pfalz in der Mitte, der Grenze zwischen beiden Seiten, zum Schauplatz einer Diskussion über die Bedeutung von Grenzen und Autorität zu machen, ist mehr als nur originell und darüber hinaus wunderbar umgesetzt und übersetzt, freut sich die Rezensentin.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.10.2016

Das portugiesische Illustratoren-Duo Isabel Minhos Martis und Bernardo P. Carvalho hat mit "Hier kommt keiner durch" ein Meisterwerk von einem Bilderbuch geschaffen, schwärmt Rezensentin Judith Scholter. Mehr noch: Wie die beiden Zeichner Kindern in ihrem prachtvollen "Wimmelbuch" das Thema "Grenzen" vermitteln, dabei politische Aktualität mit kindlichen Erfahrungswelten verknüpfen, findet Scholter einfach brillant. Und wenn sich hier Gruppen von Menschen, Tieren und Gespenstern auf der einen Buchseite bis zur Falz tummeln, während die gegenüberliegende Seite weiß belassen wird, erscheint der Kritikerin das Werk als "leidenschaftliche Hommage an das gedruckte Buch".