Perlentaucher-Autor

Rajko Burchardt

Rajko Burchardt hat Bibliotheks-, Informations- und Sozialwissenschaften in Berlin studiert. Seit 2006 schreibt er über Kino, Film und Fernsehen.
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Berühmt und berüchtigt

Im Kino 14.09.2022 Sabine Derflingers Doku über Alice Schwarzer macht Laune, wenn seine Protagonistin mit Witz und sehr klaren Worten das bundesrepublikanische Spießer-Machotum eines Augstein, Nannen oder Löwitsch aufs Korn nimmt. Bei den jüngeren Konflikten - Russland, Steueraffäre, neuer Feminismus - hält sich der Film eher bedeckt. Brian Goodmans Film "Chase" zeigt am Beispiel einer Ehekrise, wohin der Verlust der Sprache führt. Von Nicolai Bühnemann, Rajko Burchardt

Künstler des Krieges

Im Kino 20.10.2021 David Gordon Greens "Halloween Kills" ist emanzipatorisch, ohne die ansteckende Boshaftigkeit älterer Halloween-Filme zu verlieren, ja, noch blutrünstiger und sadistischer als diese.  Die konsequente Anwendung eines "colorblind storytelling" lässt Heinz Emigholz' "The Last City" nicht nur zu einer formal radikalen Einübung in Traumlogik werden, sondern auch zur ziemlich zynischen Parodie auf jedes Konzept von Identitätspolitik. Von Rajko Burchardt, Jochen Werner

Spektakulär sehnsuchtsvoll

Im Kino 23.01.2021 Chung Mong-Hongs Netflixfilm "A Sun" erzählt in einem Rhythmus, der ganz figurale Bewegung ist, vom Selbstmord eines Jungen und den Folgen für die Familie. Vor allem aber ist er ein Film der Frauen, die sich mit  Pragmatismus und Solidarität dem Leben stellen. Mit der Disney-Serie "WandaVision" wird sich zeigen, ob das Marveluniversum sich vom Kino verabschiedet, und ob wieder radikalere Tonlagen und Narrative in den Superheldenfilmen möglich sind. Von Rajko Burchardt, Jochen Werner
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