Perlentaucher-Autor

Michael Kienzl

Michael Kienzl, geboren 1979, hat in Wien und Berlin Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft studiert. Als freier Kulturjournalist schreibt er für verschiedene Print- und Online-Medien. Außerdem ist er Redakteur des Filmmagazins critic.de.
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Wer bin ich und was mache ich hier?

Im Kino 20.05.2021 Der perfekte Film zur Pandemie: In Alexandre Ajas "Oxygen" erwacht eine Frau in einer von Dioden erleuchteten Kapsel, abgeschlossen von der Umwelt, nur mit sich selbst konfrontiert. Paul Schrader zeigte 1980 mit "American Gigolo" schon alles, was den Rest der Achtziger auszeichnete: Minimalistische Räume, Musik von Giorgio Moroder, todschicke Klamotten, wunderschöne Körper, Sex, Gewalt und jede Menge Ambivalenzen. Von Nicolai Bühnemann, Michael Kienzl

Unaufgelöste Spannung

Im Kino 03.02.2021 Die georgische Regisseurin Dea Kulumbegashvili erzählt in "Beginning" mit betörenden, poetischen, magischen Bildern von einer Frau, die versucht, ihr Leben zurückzugewinnen - von der Kirche, dem Ehemann, der Polizei. Francis Savels Kunstporno "Gleichung mit einem Unbekannten" von 1980 stellt den erotischen Streifzügen seines somnambulen Helden eine romantische Begegnung gegenüber und huldigt der Schönheit des Dazwischen. Von Thekla Dannenberg, Michael Kienzl

Zentrifugales Denken

Im Kino 15.10.2020 Der Filmessay "Orphea" von Alexander Kluge und dem philippinischen Regisseur Khavn zeigt eine Orphea in Gestalt von Lilith Stangenberg, die sich - mal zwischen Texttafeln, mal im urbanen Chaos von Manila - damit abgefunden hat, dass die Welt sich nach dem Verlust der Unschuld in eine Unterwelt verwandelt hat. In Reiner Holzemers Doku "Martin Margiela - Mythos der Mode" erzählen die Stimme und die Hände des belgischen Designers von seiner Arbeit. Von Lukas Foerster, Michael Kienzl
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