Perlentaucher-Autor

Michael Kienzl

Michael Kienzl, geboren 1979, hat in Wien und Berlin Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft studiert. Als freier Kulturjournalist schreibt er für verschiedene Print- und Online-Medien. Außerdem ist er Redakteur des Filmmagazins critic.de.
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Chronik einer Doppelbewegung

Im Kino 26.01.2022 Paul Thomas Anderson driftet in "Licorice Pizza" über die Beziehung zwischen einem 15jährigen Schauspieler und einer 25jährigen Fotografin im Los Angeles der Siebziger durch die verschiedenen Zustände des Verliebtseins: Generöse Jungsfantasie, Sittenbild einer Kulturindustrie im Umbruch - und ein exquisiter Straßenköter von einem Film. Wen Shipei tastet sich in seinem stylishen Neo Noir "Are You Lonesome Tonight?" durch atmende Räume, schummrige Bars und eine von Einzelgängern bevölkerte Welt. Von Lukas Foerster, Michael Kienzl

Wer bin ich und was mache ich hier?

Im Kino 20.05.2021 Der perfekte Film zur Pandemie: In Alexandre Ajas "Oxygen" erwacht eine Frau in einer von Dioden erleuchteten Kapsel, abgeschlossen von der Umwelt, nur mit sich selbst konfrontiert. Paul Schrader zeigte 1980 mit "American Gigolo" schon alles, was den Rest der Achtziger auszeichnete: Minimalistische Räume, Musik von Giorgio Moroder, todschicke Klamotten, wunderschöne Körper, Sex, Gewalt und jede Menge Ambivalenzen. Von Nicolai Bühnemann, Michael Kienzl

Unaufgelöste Spannung

Im Kino 03.02.2021 Die georgische Regisseurin Dea Kulumbegashvili erzählt in "Beginning" mit betörenden, poetischen, magischen Bildern von einer Frau, die versucht, ihr Leben zurückzugewinnen - von der Kirche, dem Ehemann, der Polizei. Francis Savels Kunstporno "Gleichung mit einem Unbekannten" von 1980 stellt den erotischen Streifzügen seines somnambulen Helden eine romantische Begegnung gegenüber und huldigt der Schönheit des Dazwischen. Von Thekla Dannenberg, Michael Kienzl
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