Medienticker

Kritik der dialogischen Vernunft

Medien-News + Links + Audios + Videos + Radio + Podcast. Die tägliche Newsletter-Auslese. Von Rüdiger Dingemann
21.09.2016. Aktualisiert: Klaus Harpprecht ist tot - War's das?: Adelbert-von-Chamisso-Preis soll eingestellt werden - Verlustanzeige: Burkhard Spinnens Hommage an das Buch - Julius-Campe-Preis 2016 für das Netzwerk der Literaturhäuser - Fulminanter Essay: Wolfram Schütte über Bettina Stangneths "Böses Denken" -  Nabokov im Schwarzwald: "Wie könnte ich den Verstand nicht verlieren?" - Durchlüftung der Heimat: Hermann Bausinger zum 90. - Vierter Name: Deutschlandradio Kultur wird Deutschlandfunk Kultur + In memoriam: 150. Geburtstag von H.G. Wells.

Heute u. a.

Zitat des Tages
"Der Prophet sieht die Engel, der Ungläubie macht sie der Leserschaft sichtbar." (Honoré Balzac)

Aktualisiert: +16:00 Uhr

Heute u.a.:
+ Nachruf
Klaus Harpprecht ist tot
(sp) - ZDF-Korrespondent, Redenschreiber für Kanzler Brandt, Verfasser gefeierter Biografien: Über Jahrzehnte gehörte Klaus Harpprecht zu den bekanntesten Publizisten Deutschlands. Nun ist er mit 89 Jahren gestorben. - "Ich war ein Brandt-Mann": Harpprecht über die Machtkämpfe der Bonner Republik, seine Abneigung gegenüber Helmut Schmidt und warum er sich am freisten in den USA gefühlt hat. Von Martin Doerry und Jan Fleischhauer
Interview
(dra-audio) - mit Michael Naumann (5:17 Min)
Chronist der Republik, Liebhaber des Lebens
(welt) - Von Marko Martin
Journalist, Schriftsteller, Verleger, Redenschreiber
(faz) - Über Jahrzehnte war Klaus Harpprecht eine der großen Stimmen des Landes.- (s. a. die Bücherschau)

Verlustanzeige
Burkhard Spinnen über seine Hommage an das Buch
(dra) - Ein Hörfunkinterview (13:35 Min)
Gehen fünfhundert Jahre Buchkultur demnächst zu Ende? Löst das E-Book das gedruckte Buch ab, so schnell und vollständig, wie einst Auto und Traktor das Pferd ablösten? Und was wird dann aus unserer Lesekultur?"(Klappentext)

Hasskommentare
Gruppe "Hooligans gegen Satzbau" bekommt Facebook-Preis
(mopo) - Das hatte Facebook sich anders vorgestellt: "Hooligans gegen Satzbau" erhalten einen Preis - und kritisieren das Netzwerk dafür heftig.

Auf dem Weg zur "Kritik der dialogischen Vernunft"
Bettina Stangneths fulminanter Essay "Böses" Denken"
(gue) - "Aufklärung ist die Forderung an jeden Einzelnen, bei genau dem anzufangen, was er selber ändern kann, also tatsächlich vernünftig zu handeln, statt vom Paradies zu träumen: in jeder einzelnen Handlung, immer wieder, Tag für Tag, weil es nur darauf ankommt." Von Wolfram Schütte (s. a. die Bücherschau)

Nick Cave
Das Unsagbare singen
(zeit) - hat mit den Bad Seeds das berührende Album "Skeleton Tree" aufgenommen. Darauf trauert er um seinen Sohn, der im vergangenen Jahr tödlich verunglückte.


Nabokov im Schwarzwald
Wie könnte ich den Verstand nicht verlieren?
(faz) - Im August 1925 wanderte Vladimir Nabokov binnen einer Woche durch den halben Südschwarzwald. Was machte den Schriftsteller, der Deutschland damals hasste, dort so glücklich? Von Uwe Ebbinghaus

Julius-Campe-Preis 2016 für das
Netzwerk der Literaturhäuser
(hoca) - Die Verleihung erfolgt am Freitag, 21. Oktober 2016 im Haus des Buches während der Frankfurter Buchmesse. Die Laudatio hält Hanns-Josef Ortheil.

+ Heinz Strunk erhält
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis
(dra) - Er wird für seinen Roman "Der goldene Handschuh" ausgezeichnet, teilte die Stadt Braunschweig mit. Mit dem Roman über die gleichnamige Reeperbahn-Absturzkneipe betrat der 54-Jährige, der bislang eher Komödiantisches ("Fleisch ist mein Gemüse") verfasst hat, 2016 neues Terrain. - Ein Gespräch mit dem Autor (s. a. die Bücherschau)

+ Friedrich Schiedel-Literaturpreis 2016
Herfried Münkler für "Der Große Krieg" ausgezeichnet
(bb) - Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler erhält den Friedrich Schiedel-Literaturpreis der Stadt Bad Wurzach 2016 − für sein Buch "Der Große Krieg. Die Welt 1914−1918". - (s. a. die Bücherschau)

+ Klaus-Michael Kühne-Preis
für Dmitrij Kapitelman
(hb) - Der Klaus-Michael Kühne-Preis für das beste deutschsprachige Romandebüt 2016 geht an Dmitrij Kapitelman für Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters. Dies teilte soeben das Harbour Front Literaturfestival in Hamburg mit, in dessen Rahmen der Preis vergeben wird. -(s. a. die Bücherschau)



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War's das?
Adelbert-von-Chamisso-Preis soll eingestellt werden
(bb) - Die Robert Bosch-Stiftung sieht ihren Auftrag erfüllt und legt den Adalbert-von-Chamisso-Preis zu den Akten - 2017 soll er zum letzten Mal vergeben werden. Schriftsteller kritisieren die Entscheidung.

Durchlüftung der Heimat
Hermann Bausinger zum 90.
(faz) - Schon in den sechziger Jahren begann er sein Fach aus den engen Grenzen der Heimat- und Brauchtumskunde zu befreien. Jetzt wird der Volkskundler Hermann Bausinger neunzig - und legt eine schwäbische Literaturgeschichte vor. von Jürgen Kaube

150. Geburtstag von H.G. Wells
Der Erfinder der Zeitmaschine
(dra) - "Die Zeitmaschine", "Krieg der Welten", "Der Unsichtbare": Fast alle Romane H.G. Wells' wurden auch zu Filmklassikern. Dabei nutzte er seine Abenteuergeschichten als Vehikel für Fortschrittskritik. Vor 150 Jahren wurde der englische Schriftsteller geboren.
Rebell im gepflegten Dreiteiler
(3sat) - Der Brite H. G. Wells gilt als Vordenker des Science Fiction. Das Hörspiel "Krieg der Welten" über die Invasion der Marsianer war derart glaubhaft, dass Amerika vor Angst schlotterte. Vor 150 Jahren, am 21. September 1866, kam H. G. Wells zur Welt. Kulturzeit-Redakteur Michael Schmitt erinnert an ihn.

Vierter Name
Aus Deutschlandradio Kultur wird Deutschlandfunk Kultur
(tages) - Und D-Radio Wissen heißt künftig Deutschlandfunk Nova. Nur der Deutschlandfunk behält bei den Umbenennungsarbeiten seinen Namen. von Joachim Huber

Hörfunk+TV-Tipps für den Abend
Musiktipp I
20.04 Uhr - WDR 3 - Konzert
"45. Moers Festival 2016 (1)"
Harold López-Nussa Trio + David Virelles "Mbókò"


Musiktipp II
21.00 Uhr - WDR 4 - Swing Easy!
"Bebop, Beats & Buddha"
Jack Kerouac und der Jazz mit Karl Lippe
gaus

Musiktipp III
23.03 Uhr - SWR2 - JetztMusik
"ars nova 2016 in Ravensburg (2/2)"
Karlheinz Stockhausen:  Kontakte für elektronische Klänge, Klavier und Schlagzeug



Hörtipp I
19.04 Uhr - WDR 3 - "Hörspiel"
WARPOP MIXTAKE FAKEBOOK VOLXFUCK PEACE OFF! 'Schland Of Confusion Von andcompany&Co.

Hörtipp II
21.00 Uhr - HR 2 - "Hörspiel"
"6.810.000 Liter Wasser pro Sekunde"
Zum 90. Geburtstag Hörspiel von Michel Butor


Hörtipp III
22.03 Uhr - SWR2 - Feature
"Abschied vom Faktor Mensch"
Ein Feature über selbstfahrende Autos und die Moral der Algorithmen
siehe mehr unter TV/Radio

Veranstaltungen im September 2016
(gue) - Mit über 100 Autoren & 300 Terminen

Ausstellung in Zürich
am 22. September
Der Illustrator und Maler Chrigel Farner wird seine Original-Zeichnungen zum Kinderbuch "Nemorino und das Bündel des Narren" ausstellen und präsentieren...
im Salis Showroom, Genossenschaftsstrasse 13



Online-Perspektiven
(rd) - Allerlei

Archiv: Heute u. a.

Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Mittwoch

Medienauslese
Satzbau-Hooligans, Medienquote, InTouch-TV
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Facebook-Preis (morgenpost)
2. ProQuote (pro-quote)
3. "InTouch"-TV (dwdl)
4. Resi (journalist)
5. Deutschlandfunk Kultur (tagesspiegel)
6. Null Vulven gefunden (spiegel)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Da die Architektur noch frivol sein durfte
21.09.2016. Eher murrend nehmen die Kritiker die Shortlist für den Deutschen Buchpreis auf: ZeitOnline sieht vor allem die Träume alter Herren bedient. Die Welt schlägt den Leser von Philipp Winklers "Hool" den Grauburgunder aus der Hand. Die Tell Review diskutiert, wie zirzensisch Literaturkitik sein darf. Der Freitag untersucht die Untiefen deutscher Kinderkultur. Die NZZ besichtigt die Höhen mondäner Architektur in den Schweizer Alpen. Die Nachtkritik empfiehlt Claus Peymann für eine Intendanz bei der Commerzbank.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Aber die Uhr gehört den Völkern
21.09.2016. Überall wird über die Macht von Facebook und Google debattiert: Im Guardian fordert Espen Egil Hansen, dass sich Mark Zuckerberg der Verantwortung seines Konzerns für die Öffentlichkeit stellt. In der "Freiburger Deklaration" formiert sich ein Verband progressiver Muslime - der aber laut FAZ schon Widerstände auslöst. In Le Monde kündigt Alain Mabanckou eine "Revolution im Kongo-Becken" an.  Der Tagesspiegel fragt: Hat die Berliner Kultur Angst vor dem Neuen?

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 21. September 2016

SPD-Medienholding
Restrukturierungen & Mindestlohn belasten
(nb) - Die SPD-Medienholding Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (ddvg) hat das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,9 Mio. Euro abgeschlossen.

Mathias Döpfners
Lob für  SPD-Mann Olaf Scholz
(mee) - "Halte ihn für den besten Medienpolitiker Deutschlands

"Buch an Bord" geht 2017 weiter
Wer liest, darf mehr mitnehmen
(bb) - An der Sommeraktion "Buch an Bord" von Vorsicht Buch! und Ferienflieger Condor haben sich 35.000 Fluggäste beteiligt -  mit dem entsprechenden Aufkleber bekamen sie ein Kilo Freigepäck für Bücher. Die Aktion soll 2017 fortgesetzt werden.

Interview
Buchmarkt Niederlander
(bb) - Christoph Buchwald, als Herausgeber von Anthologien und Lektor namhafter deutscher Verlage bekannt, ging 2001 mit seiner Frau nach Amsterdam, um einen eigenen Verlag zu gründen: Cossée. Im Gespräch mit boersenblatt.net schildert er seine Erfahrungen mit dem niederländischen Buchmarkt.

Aufgefrischte Jubelausgabe
"Asterix erobert Rom" zum 40.
(bb) - Vor vierzig Jahren kam der Trickfilm zu "Asterix erobert Rom" in die Kinos - von allen Asterix-Filmen ist er der erfolgreichste. Zum Geburtstag erscheint das Buch zum Film jetzt in einer neuen, überarbeiteten Fassung mit bisher unveröffentlichten Illustrationen.

Britischer Fotopreis
Benedikt Taschen erhält Photographic Publishing Award
(bb) - Benedikt Taschen wurde am 15. September bei der Verleihung der Royal Photographic Society Awards in London mit dem neu eingerichteten Photographic Publishing Award für seine verlegerische Leistungen ausgezeichnet.

Buchcharts
Vielversprechender Bücherherbst
(bb) - Der Herbst wird bunt. Zahlreiche Neuerscheinungen stürmen die Bestsellercharts in dieser Woche. Matthias Brandt ist mit "Raumpatrouille" (Kiepenheuer & Witsch) der höchstplatzierte Neuling der Belletristikliste (Hardcover), bei den Ratgebern gibt es gleich acht Neueinsteiger.

Mainzer Stadtschreiber 2017 gewählt
Abbas Khider wird Nachmieter von Clemens Meyer
(bb) - Abbas Khider wird der Mainzer Stadtschreiber des Jahres 2017. Die Verleihung des mit 12.500 Euro dotierten Preises ist für den kommenden März geplant, teilt das ZDF mit.

Literaturpreis für Satire & Humor
Jonathan Swift-Preis 2016 an Wolf Haas
(bb) - Der österreichische Schriftsteller Wolf Haas erhält den Jonathan-Swift-Preis 2016. Überreicht wird die Auszeichnung am 20. November im Literaturhaus Zürich.

Verlagszusammenschluss
Vandenhoeck & Ruprecht übernimmt
(brp) - den Böhlau Verlag

Die Shortlist
für den Deutschen Buchpreis 2016 steht fest - der Gewinnerroman wird am 17. Oktober bekannt gegeben.
Leichtere Kost
(dra) - und formale Experimente
Romane mit "starker Bodenhaftung"
(3sat) - "Die Romane der diesjährigen Shortlist decken ein breites inhaltliches Spektrum ab", sagte Jury-Sprecher Christoph Schröder.
Die Träume der großen und kleinen Jungs
(zeit) - Die Shortlist des Deutschen Buchpreises ist besetzt von Männerfantasien. Das liegt nicht nur daran, dass nur eine Frau nominiert ist. Gewinnen muss ohnehin Thomas Melle. Von Wiebke Porombka
Gute, weil gewagte Wahl
(faz) - Die sechs Finalisten im Rennen um den Deutschen Buchpreis 2016 stehen fest. Pikant dabei: Drei davon sind im klassischen Verständnis gar kein Roman. Von Andreas Platthaus
Sind nicht alle korrupt außer mir?
(taz) - Die Entscheidungen rund um den Deutschen Buchpreis werden bemäkelt und kritisiert. Zum Glück, denn das ist gut für Verlage und AutorInnen. Von Jörg Sundermeier

Reinhard Kaiser-Mühlecker: "Fremde Seele, dunkler Wald"
Schweigen als verhängnisvolle Kommunikationsform
(dra) - In "Fremde Seele, dunkler Wald" schildert Reinhard Kaiser-Mühlecker ein archaisch anmutendes Familienszenario über zwei Bauernbrüder, die ihre Konflikte nicht aufzulösen vermögen. Der Roman vermittelt, dass es Strukturen gibt, die zäher sind, als man denkt.

+ im Fernsehen
(3sat-video) - Seine Sprache - der präzise Stil, der distanzierte Ton - macht Reinhard Kaiser-Mühleckers Romane unverkennbar. 2008 debütierte er mit seinem Roman "Der lange Gang über die Stationen". Seitdem ist fast jährlich ein Buch erschienen und ein Werk entstanden, das manche verstörend, andere wie aus der Zeit gefallen und viele einzigartig finden. Sich selbst ist er dabei stets treu geblieben. Der 33-jährige Schriftsteller zählt mittlerweile zu den renommiertesten Autoren seiner Generation. Jetzt wurde Reinhard Kaiser-Mühlecker für sein Buch "Fremde Seele, dunkler Wald" für den Deutschen Buchpreis 2016 nominiert.

Bodo Kirchhoff: "Widerfahrnis"
"Reither, bis vor kurzem Kleinverleger in einer Großstadt, nun in einem idyllischen Tal am Alpenrand, hat in der dortigen Bibliothek ein Buch ohne Titel entdeckt, auf dem Umschlag nur der Name der Autorin, und als ihn das noch beschäftigt, klingelt es abends bei ihm. Und bereits in derselben Nacht beginnt sein Widerfahrnis und führt ihn binnen drei Tagen bis nach Sizilien ... (Klappentext)

André Kubiczek: "Skizze eines Sommers"
Die letzten großen Ferien vor dem Internat
(dra) - In dem Roman "Skizze eines Sommers" hat der 16-jährige René die ganzen Ferien sturmfreie Bude. André Kubiczek erzählt einfühlsam von ein paar Jugendlichen in den 80er-Jahren im Potsdam zu Mauerzeiten. Von ihren Melancholieanfällen und ersten Lieben. Frei von Ostalgie.

Thomas Melle: "Die Welt im Rücken"
Zwischen Messias-Komplex und tiefer Scham
(dra) - Das Leben als Achterbahn: Bei Manisch-Depressiven wechseln Phasen grenzenloser Euphorie und tiefer Niedergeschlagenheit ab. Auch der Autor Thomas Melle leidet an der bipolaren Störung. Was das heißt, berichtet er in seinem Buch "Die Welt im Rücken".


Eva Schmidt: "Ein langes Jahr"
"Benjamin lebt mit seiner Mutter allein, die Wohnung in der Siedlung am See ist klein, den Hund, den er gerne hätte, kriegt er nicht. Als er Joachim davon erzählt, will der sich einen schenken lassen, am besten zwei, aber Benjamin findet, Hunde sind fast wie Menschen und kein Geschenk. Eines Tages begegnet Benjamin Herrn Agostini, einem alten Mann aus der Nachbarschaft ... (Klappentext)

Philipp Winkler: "Hool"
Hauen & Verhauenwerden
(zeit) - Philipp Winklers Romandebüt "Hool" erzählt die zeitgemäße Geschichte vom wütenden jungen Mann. Das geht auf interessante Weise schief.
Hörfunkgespräch
(dra-audio) - mit dem Debütanten & Kandidaten (07:25 Min)

+ Literaturkritik online
Große Geste ohne Inhalt
Zum "Manifest" von Lisa Kränzler und Tomaso Carnetto.
(gue) - "Ein solch Leser verachtendes Vorgehen knüpft nahtlos an zahlreiche künstlerische und kunstwissenschaftliche Ausführungen an, die es ganz offensichtlich nicht nötig haben, Begriffsarbeit zu leisten." Von Jürgen Nielsen Sikora

Ein pulsierendes Wimmelbild
Fiston Mwanza Mujilas Debutroman "Tram 83"
(gue) -  "... mal expressiv, mal impressionistisch; Märchen, Moritat, Porno und Burleske - ein mystischer Realismus mit gleichzeitig gnadenlos analytischem Blick, der gut verborgen im Dialogstrom herauslugt." Von Gregor Keuschnig (s. a. die Bücherschau)


Zerrissen, uneins, wild und befreiend
John Higgs erkundet das 20. Jahrhundert
(gue) - "Man versteht nach der Lektüre so viel besser, warum die sexuelle Revolution, das Wirtschaftswachstum, Aleister Crowley, die Chaostheorie und das Internet mehr miteinander zu tun haben als wir bislang angenommen haben." Von Jürgen Nielsen-Sikora (s. a. die Bücherschau)

Neues auf




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+ Neues auf faustkultur.de
Die Komödie "Harold und Maude"
(fk) - handelt von der Liebe zwischen dem 18-jährigen Harold, dem es Vergnügen bereitet, seine Umgebung mit makabren Späßchen zu erschrecken, und der 80-jährigen Maude. Manfred Langner hat die Komödie in Stuttgart auf die Bühne gebracht. Sehenswert ist die Inszenierung wegen Anita Kupsch, einer idealen Besetzung für Maude, meint Thomas Rothschild.

+ Bücherschau
Herz, Magen oder Milz
20.09.2016. Als hätten sie's geahnt: Rechtzeitig zur Bekanntgabe der Shortlist besprechen SZ und FAZ Philipp Winklers Roman "Hool", allerdings recht uneinheitlich: Die FAZ ist von der Kraft und dem Tempo dieser Hooligan-Prosa schlicht umgehauen, die SZ findet sie etwas betulich. Mit Dana Rangas "Hauthaus" feiert die SZ dagegen das Assoziative. Die NZZ lässt sich von Sibylle Lewitscharoff auf den Flügeln des Dante-Gesangs davontragen. Und für die FR taugt Frank Raddatz' kritiklose Huldigung der  "Republik Castorf" kaum als Argument gegen Chris Dercon.

Kulturtipps
(dra-audio) - 21.9.2016

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