Reinhard Kaiser-Mühlecker

Fremde Seele, dunkler Wald

Roman
Cover: Fremde Seele, dunkler Wald
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2016
ISBN 9783100024282
Gebunden, 304 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Alexander kehrt von seinem Auslandseinsatz als Soldat internationaler Truppen in die Heimat zurück. Seine Unruhe treibt ihn bald wieder fort. Sein jüngerer Bruder Jakob führt unterdessen den elterlichen Hof. Als sich sein Freund aufhängt, wird Jakob die Schuldgefühle nicht mehr los. Der Vater fabuliert von phantastischen Geschäftsideen, während er heimlich Stück für Stück des Ackerlandes verkaufen muss. Mit großer poetischer Ruhe und Kraft erzählt Reinhard Kaiser-Mühlecker von den Menschen, die durch Verwandtschaft, Gerede, Mord und religiöse Sehnsüchte aneinander gebunden sind. Es ist die Geschichte zweier Brüder, die dieser Welt zu entkommen versuchen - eine zeitlose und berührende Geschichte von zwei Menschen, die nach Rettung suchen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.09.2016

Rezensent Thomas Thiel schätzt die Art und Weise, wie Reinhard Kaiser-Mühlecker die Welt seiner Figuren in Fragezeichen setzt. Auch der gediegene Ton übt einen Sog auf ihn aus. Die Rückkehr der beiden Protagonisten auf den elterlichen Hof, ihr unbestimmtes Dasein zwischen Gestern und Heute kann ihm der Autor ohne Idyllisierungen glaubhaft vermitteln. Auch wenn sich Thiel anfangs etwas schwer tut mit den vielen Auslassungszeichen im Text, schließlich werden die oberösterreichische Herkunftswelt des Autors sowie ihre Risse für den Rezensenten gut erkennbar, ohne dass Neues und Altes gegeneinander ausgespielt würden. Schöne Naturbilder gibt's obendrein, meint Thiel, nur das Ende scheint ihm wie ein ZDF-Skript (was für Thiel nichts Gutes bedeutet).
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