Medienticker

Nachlachen

Medien-News + Links + Audios + Videos + Radio + Podcast. Die tägliche Newsletter-Auslese. Von Rüdiger Dingemann
12.03.2019. Aktualisiert: Neues EU-Urheberrecht: 230 Organisationen fordern Zustimmung & Demos gegen Uploadfilter : "Ich bin kein Bot, nehmt mich ernst" - Türkei: Reporter ohne Grenzen über den Rausschmiss deutscher Korrespondenten - Lesbare Computerspiele: Im Marbacher Literaturarchiv wird künftig gespielt -  Fraktionen & soziale Medien: Politik im Direktversand + Nach 300 Jahren: Robinson Crusoe & Freitag stellen ihren Autor zur Rede.

Heute u. a.

Zitat des Tages:
"Die Freude verallgemeinert, der Schmerz individualisiert den Menschen." (Friedrich Hebbel)

Aktualisiert: +16-40 Uhr

Heute u. a.:
Neues EU-Urheberrecht
"Den Plattformen ist jedes Mittel recht, falsch zu informieren"
DLF-INTERVIEW Im Streit um das EU-Urheberrecht hat der CDU-Europapolitiker Axel Voss Kritik an großen Plattform-Betreibern wie Youtube geübt. Diese würden sich gegen eine wie auch immer geartete Haftung wehren und Proteste weiter erstarken lassen, damit das EU-Parlament entsprechend reagiere, sagte Voss im Dlf.
230 Organisationen fordern Zustimmung für Urheberrechtsrichtlinie
(foc) - Rund 230 Organisationen und Verbände aus der Verlags- und Kreativbranche fordern die Abgeordneten des Europaparlaments auf, der Urheberrechtsrichtlinie zuzustimmen.
Demos gegen Uploadfilter : "Ich bin kein Bot, nehmt mich ernst"
(sp) - Bundesweit protestieren junge Leute gegen die EU-Urheberrechtsreform. Zunächst waren sie überfordert mit der Organisation. Doch langsam gelingt es ihnen, die Empörung aus dem Netz auf die Straße zu bringen.

Türkei
Rausschmiss deutscher Korrespondenten
Reporter ohne Grenzen (ROG) fordert die Türkei dringend dazu auf, die willkürliche Ausweisung von Auslandskorrespondenten zu stoppen. Vor gut einer Woche hatten die türkischen Behörden den beiden deutschen Journalisten Jörg Brase und Thomas Seibert die Arbeitserlaubnis entzogen, was einem Rauswurf gleichkommt
Deutschlandkultur-Eilmeldung
ZDF-Korrespondent Brase darf nun doch wieder aus Türkei berichten
(dlf) - Er teilte selbst auf Twitter mit, dass er nun doch seine Pressekarte erhält.

Videostreaming
Disney+ hat größeres Potenzial als Netflix
(wuv) - Disneys Streamingdienst, der Ende des Jahres an den Start gehen soll, könnte laut J.P. Morgan weltweit 160 Millionen Abonnenten erreichen. Ein Grund: die riesige Filmbibliothek.

In Marbach wird künftig gespielt
Literaturarchiv in Marbach: Lesbare Computerspiele
(zeit) - Im Deutschen Literaturarchiv Marbach werden zukünftig auch Games gesammelt. Von Peter Neumann
Marbach kauft Celan-Briefe
(dlfk) - Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat unveröffentlichte Briefe des Lyrikers Paul Celan ersteigert. Die Sammlung umfasst fünf Briefe an eine Freundin und vier Gedichte aus dem Jahr 1951. Wer sich hinter der Anrede Hannele in den Briefen verbirgt, ist unbekannt. Er verfasste die Schreiben kurz vor dem Kennenlernen seiner späteren Frau Gisele Lestrange. Die Briefe schließen eine Lücke im Nachlass des Dichters, der ebenso wie dessen Bibliothek in Marbach ist. Celan (1920-70) gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Dichter.

Fraktionen & soziale Medien
Politik im Direktversand
(sz) - Schneller als über Facebook und Instagram lassen sich Botschaften nicht an die Wähler bringen. Die Fraktionen im Bundestag und das Hohe Haus selbst sind aber eher noch in der digitalen Findungsphase.

+ Der besondere Hörtipp
20:03 Uhr - Deutschlandfunkkultur - Konzert
BBC Symphony mit Sakari Oramo spielt György Ligeti pur
Einen ganzen Abend widmeten das BBC Symphony Orchestra und sein Chefdirigent Sakari Oramo der Musik des individualistischen Avantgardisten György Ligeti. Augustin Hadelich und Nicolas Hodges spielten seine Solokonzerte.
- "Atmosphères" für Orchester
Violinkonzert
- "Clocks and Clouds" für 12-stimmigen Frauenchor und Orchester
Klavierkonzert
- "San Francisco Polyphony" für Orchester


21:05 Uhr - Deutschlandfunkkultur - Live
Doppelquartett im Kölner Loft
Dejan Terzic Melanoia und Quatuor IXI
Komplexe Rhythmen federleicht klingen zu lassen - nur wenige Schlagzeuger beherrschen diese Kunst so vollkommen wie der Schlagzeuger und Komponist Dejan Terzic.
Archiv: Heute u. a.

Hör- und TV-Tipps

Radiotipps für den 12.3.19
Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, Bayern 2, HR 2, WDR 3, SWR 2, RBB kulturradio, SR 2, SRF 2, Ö1, Feature, Hörspiel, Jazz, Neue Musik, Konzert, Klassik unter friendsofalan.de

Musiktipp I
20.03 Uhr - Deutschlandfunk Kultur - Konzert
BBC Singers; BBC Symphony Orchestra; Leitung: Sakari Oramo
Die wichtigsten Werke von György Ligeti


Musiktipp II
21.05 Uhr - Deutschlandfunk - Jazz Live
Dejan Terzic Melanoia + Quatuor IXI
Aufnahme vom 6.10.2018 aus dem Loft in Köln


Musiktipp III
22.04 Uhr - WDR 3 - Jazz & World
"Marcin Wasilewski Trio"
From Poland with Jazz - Die Geschichte des Marcin Wasilewski Trios
Aufnahmen vom 12. August 2016 bei Jazz Middelheim, Antwerpen
Mit Bert Noglik


Hörtipp I
20.05 Uhr - Bayern2 - Nachtstudio
"Sie lieben und sie schlagen es!"
"Das Fernsehen" Von Markus Metz BR 2019

Hörtipp II
21.03 Uhr - SWR2 - Jazz Session
"My Favorite Discs"
Aufnahmen mit Peter K. Frey & Daniel Studer Von Nina Polaschegg

Hörtipp III
21.04 Uhr - kulturradio - Musik der Kontinente
"Astors Erbe" Mit Peter Rixen

Hörtipp IV
23.03 Uhr  - Ö1 - Zeit-Ton
"Nachruf auf Michael Gielen"
Unbedingt Musik - aber keine friedliche! Zum Tod von Michael Gielen. Gestaltung: Peter Kislinger.

Buch+Blattmacher-News

Medien-Watchblog
(mdr) - Die Kolumne wird von Montag bis Freitag am späten Vormittag vom MDR publiziert ...

Medienauslese ...
Türkischer Rausschmiss, Krone gegen Windräder, Rechte Geburtstagsparty
(6vor9) - von Lorenz Meyer
1. Korrespondenten-Rausschmiss (reporter-ohne-grenzen)
2. Entspannt Euch (meedia)
3. Politik im Direktversand (sueddeutsche)
4. Salzburg-Krone gegen Windräder (kobuk)
5. Neurechtes Netzwerk (belltower)
6. Disney+ (wuv)

Presseschauen im Hörfunk
Vom vom 12. März 2019, 07:05 Uhr
(dlf) - Kommentiert werden heute die erzwungene Ausreise deutscher Korrespondenten aus der Türkei und Spekulationen über einen vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt. Zunächst geht es aber um den angekündigten Rückzug von Linken-Fraktionschefin Wagenknecht.
Die internationale Presseschau
(dlf) - ab 13.00 Uhr
Weitere Kulturnachrichten
(dra) für den 12.03.2019

Literaturnobelpreis
Kritik an nachgeholtem Nobelpreis
(nzz) - Dass der Literaturnobelpreis vom Vorjahr in diesem Jahr vergeben werden soll, ist nach Ansicht der früheren Vorsitzenden der Schwedischen Akademie, Sara Danius, falsch.

Peter Stamm
Literarische Werke haben einen Preis.
(nzz) - Nur sehen Autorinnen und Autoren wenig von dem Geld
Am Dienstag will der Ständerat entscheiden, ob im Rahmen der Urheberrechtsrevision die Bibliotheken von der Entschädigungspflicht für vermietete Werke befreit werden sollen. Der Schriftsteller Peter Stamm wehrt sich gegen diese Enteignung der Autoren.

Psychologisch feinsinnig
Anna Giens & Marlene Starks Roman "M"
"Hier scheppert der DJ-Rollkoffer unerbittlich über Berliner Kopfsteinpflaster, schweißnasse Schaumstoffmatratzen treiben in ranzigen, beatdurchwummerten Kellern am Leser vorbei; eine von Erektionen umstellte Fitnessradtour im Kreuzberger Zimmer hilft das Speed abzubauen. Die Wände des Darkrooms kleben, Galeristen gieren nach frischem Fleisch und Plastikschwänzen. M. liefert sich aus und reißt die Macht an sich,.. " (Klappentext) & Veranstaltungen
Gien & Stark stellen ihren Roman am 15. März in der Schaubühne Berlin, am 22. März auf der Leipziger Buchmesse am Stand des taz-Studios sowie am 4. April im Literaturforum Brecht-Haus im Rahmen der Reihe Krawalle und Liebe vor. - mehr inder Bücherschau

Nachruf
Bernard Dadié ist gestorben
(nzz) - Er galt als "Vater der Literatur der Elfenbeinküste" und kämpfte für die Unabhängigkeit seines Landes. Nun ist der Schriftsteller letzten Samstag verstorben.

KNV-Insolvenz
Neue Regeln für offene Rechnungen und Gutschriften
(bb) - KNV liefert weiter - für die Bezahlung offener Posten und für Gutschriften bei Remissionen gelten jedoch eine Reihe von Sonderregeln: ein Überblick.

Nach 300 Jahren
Gegen Defoe oderRobinson Crusoe und Freitag stellen ihren Autor zur Rede
(fried) - In einer mondhellen Nacht fangen Robinson Crusoe und sein Bursche Freitag ihren Schöpfer Daniel Defoe ab und beschweren sich bitterlich: Er habe komische Helden aus ihnen gemacht - ruhelos, wankelmütig und dumm, dazu nur auf den eigenen Vorteil bedacht. - "Am 25. April 2019 jährt sich das Erscheinen von Daniel Defoes "Robinson Crusoe" zum dreihundertsten Mal. Der immense Erfolg des Abenteuerromans rief seinerzeit neben Begeisterung auch viele Kritiker auf den Plan.
Ausgesprochen vergnüglich polemisierte der Lohnschreiber Charles Gildon gegen Daniel Defoe, noch im Oktober 1917 veröffentlichte er "Gegen Defoe - Robinson Crusoe und Freitag stellen ihren Autor zur Rede". Sein Dramolett bringt die zeitgenössische Kritik humorvoll und drastisch auf den Punkt: Der neue Erfolgsautor sei, politisch wie religiös, ein rückgratloser Wendehals, drehe sein Fähnchen für ein paar Pfund nach dem Wind und bediene das niedere Genre des Romans.
Lange Zeit in Vergessenheit geraten, erscheint dieser unterhaltsame Text hier erstmals auf Deutsch, übersetzt und mit einem Nachwort von Rolf Schönlau." (klappentext)

+++ Preis der Leipziger Buchmesse 2019
Die Nominierten - Preisverleihung 2019 am 21. März 2019 um 16 Uhr in der Glashalle
(dlfk) - Der Berg der eingereichten Bücher ist sortiert: Die Jury hat die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse am 14.02.19 bekanntgegeben. - Hier die Listen mit Links zur Bücherschau:

Belletristik

+ Kenah Cusanit "Babel" - (Klappentext+mehr)

+ Matthias Nawrat: "Der traurige Gast" - (Klappentext+mehr)

+ Jaroslav Rudiš: "Winterbergs letzte Reise" -(Klappentext)

+ Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen" - (mehr)

+ Feridun Zaimoglu: "Die Geschichte der Frau" - (Klappentext + mehr)

+ Sachbuch/Essayistik

+ Frank Biess: "Republik der Angst. (Klappentext)

+ Harald Jähner: "Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955" - (Klappentext)

+ Marko Martin: "Das Haus in Habana." - (Klappentext)


+ Lothar Müller: "Freuds Dinge" - (mehr)

+ Kia Vahland: "Leonardo da Vinci" - (mehr)

+ Übersetzung

+ Georg Aescht übersetzte aus dem Rumänischen: "Der Wald der Gehenkten" von Liviu Rebreanu - (Klappentext+mehr)

+ Susanne Lange übersetzte aus dem Spanischen: "Gringo Champ" von Aura Xilonen - (Klappentext + mehr)

+ Timea Tankó übersetzten aus dem Ungarischen: "Löwenchor" von György Dragomán - (mehr)

+ Karin Uttendörfer übersetzte aus dem Französischen: "Tierreich" von Jean-Baptiste Del Amo -  (Klappentext)

+ Eva Ruth Wemme übersetzte aus dem Rumänischen: "Verlorener Morgen" von Gabriela Adameşteanu
(mehr)

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Best+Bestseller

Buchcharts
Die aktuellen Bestsellerlisten, 6. März 2019
Bestsellerpremiere für Bela B
(bb) - Neueinsteiger gibt es diesmal soweit das Auge reicht - auf allen Listen, darunter: das Debüt des Ärzte-Drummers Bela B Felsenheimer. Ausnahmeautor Bas Kast gelingt zudem ein Doppel-Erfolg: Er dominiert sowohl die Sachbuchliste als auch die Top 25 Ratgeber.  

hr2-Hörbuchbestenliste
Im März hat sich die Jury für ein Hörbuch entschieden, das ein Leben mit exemplarischen Bildern, Dingen und Erinnerungen Revue passieren lässt, bei den Kinder- und Jugendhörbüchern für ein turbulentes Abenteuer um eine Riesenbirne. (pdf)

+ ORF-Bestenliste (März)
Die zehn besten Literaturtitel im März
1. Laura Freudenthalers "Geistergeschichte"
2. Slobodan Šnajders "Die Reparatur der Welt"
3. Dževad Karahasan "Ein Haus für die Müden"
4. Klaus Merz "firma"
5. Barbara Zeman "Immerjahn", Hoffmann und Campe
6. James Baldwins "Nach der Flut das Feuer", dtv
7. Julian Barnes "Die einzige Geschichte"
8. Maria Stepanovas "Nach dem Gedächtnis"
9. Marko Dinićs "Die guten Tage", Zsolnay
10. John Wrays "Gotteskind"

+ SWR Bestenliste März
- Platz 1 (76 Punkte)
Julian Barnes: "Die einzige Geschichte"
- Platz 2 (52 Punkte)
Kenah Cusanit: "Babel"
- Platz 2 (52 Punkte)
Reinhard Kaiser-Mühlecker: "Enteignung"
- Platz 4 (50 Punkte)
Klaus Merz: "firma"
- Platz 5 (38 Punkte)
Monika Rinck: "Champagner für die Pferde"
- Platz 6 (37 Punkte)
Annie Ernaux: "Der Platz"
- Platz 7 (33 Punkte)
Barbara Honigmann: "Georg"
- Platz 8 (30 Punkte)
Matthias Nawrat: "Der traurige Gast"
- Platz 9 (27 Punkte)
Clemens J. Setz: "Der Trost runder Dinge"
- Platz 10 (23 Punkte)
A. L. Kennedy: "Süßer Ernst"
- mehr in der Bücherschau
30 Kritiker. 10 Bücher. 1 Liste
(swr2) - Aus der Jury diskutieren die Literaturkritiker Nicola Steiner, Elmar Krekeler und Christoph Schröder über ausgewählte Bücher Moderation: Gerwig Epkes (Aufzeichnung aus dem Künstlerhaus Edenkoben)

+ Krimibestenliste
Die zehn Besten im März
(dlfk) - Deutschlandfunk Kultur und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung präsentieren die besten Krimis des Monats: Eine Grube voll Leichen versetzt eine Kleinstadt in Aufruhr - James Sallis "Willnot" steigt auf Platz zwei der Krimibestenliste ein. Auf Platz drei ermittelt Inspektor Azémar. Und Attica Lockes Südstaatenthriller "Bluebird, Bluebird" hält Platz eins.


+ Sachbuchbestenliste im März
Angst, Politik und Sex-Maschinen
Deutschlandfunk Kultur, ZDF und "Die Zeit" präsentieren die stärksten Sachbücher des Monats. Gekürt werden die Titel von einer Jury aus 30 Kritikerinnen und Kritikern.
Wir leben in einer "Republik der Angst", sagt der Historiker Frank Biess und erobert mit seinem gleichnamigen Buch Platz eins der Sachbuchbestenliste. Andere Autoren beschäftigen sich mit Sex-Maschinen, LSD und digitalen Stammesgesellschaften. - Liane von Billerbeck im Gespräch mit Christian Rabhansl (Audio -5:26 min)
+ Lesart-Gespräch: Joachim Scholl mit Christian Rabhansl (Audio - 4:08 min)

Literatur in Hörfunk+TV

Buchkritiken von Deutschlandfunk & Deutschland Kultur in der täglichen Perlentaucher-Bücherschau ab 14.00 Uhr

Lesung bis -15.03.2019
mo-fr 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück",
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit".
Arthur Schnitzler: "Erzählungen"
(hr3) - Im Wiener Labor der Moderne wurden um 1900 Erzählungen geschrieben, die uns noch heute ansprechen: über Träume und Größenwahn, über das Ende der Dichtung und den Anfang der Bewusstseinstrübung, über leichte Mädchen und alternde Männer. Ein Meister dieser Erzählkunst war Arthur Schnitzler. Wolfram Berger interpretiert ihn kongenial. - mehr über Schnitzler in der Bücherschau

Tacheles!
Christlich-jüdischer Dialog auf dem Prüfstand
(wdr5) - Sechs Jahre nach Kriegsende wurden in Deutschland die "Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit" nach amerikanischem Vorbild ins Leben gerufen.
Ihr Ziel sollte die Verständigung zwischen Christen und Juden, die Besinnung der Kirchen auf ihre jüdischen Wurzeln und der Kampf gegen Antisemitismus sein. Seit einigen Jahren aber wird das Verhältnis zwischen Christen und Juden immer wieder auf harte Proben gestellt. Sie reichen von theologischen Irritationen bis hin zu handfesten antisemitischen Vorfällen. Wie geht es weiter im christlich-jüdischen Dialog? Oder ist er längst zum Auslaufmodell geworden? (29.22 mi)

Liebe, Sex & Zärtlichkeit
WDR 3 Gutenbergs Welt
Amourös bis libidinös wird es in dieser Ausgabe des Literaturmagazins. Gutenbergs Welt horcht auf das Knistern zwischen den Buchdeckeln. - Mit Christian Möller

Gelebtes Leben
Denker der Freiheit im Porträt: Hannah Arendt
(hra) - Was ist Freiheit? Bedeutet sie lediglich die Befreiung von Angst und Unterdrückung? Oder ist es die Forderung, gleichberechtigt an Politik und Gesellschaft teilzuhaben? Vor über 50 Jahren schrieb die Philosophin Hannah Arendt über die "Freiheit, frei zu sein". Wie aktuell sind  ihre Thesen heute? Darüber diskutiert Robert Habeck mit Eva Geulen im Literaturhaus Frankfurt.

Ingo Schulze
Meine prägenden Jahre in Altenburg
(aldk) - Der Schriftsteller Ingo Schulze lebt zu Beginn der 1990er-Jahre im thüringischen Altenburg, arbeitet als Dramaturg am Landestheater und ist einer der Gründer des "Altenburger Wochenblattes". Mit uns reist er zurück in die Zeit nach dem Ende der DDR.

Literatur trifft Wissenschaft
Ich ringe wie die Droste um jedes Wort
Die Autorinnen Karen Duve und Zsuzsa Bánk und der Droste-Forscher Jochen Grywatsch
<--- mehr in der Bücherschau
(dlfk) - Wie nähert man sich einer Dichterin aus dem 19. Jahrhundert? Über Annette von Droste-Hülshoff, die Recherche, das Schreiben sowie die Bedingungen weiblichen Schreibens unterhalten sich Zsuzsa Bánk und Karen Duve mit dem Droste-Forscher Jochen Grywatsch.In "Fräulein Nettes kurzer Sommer" stellt Karen Duve die Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848) als eine Frau vor, die sich unerschrocken in Männergespräche einmischte, deren Schreiben aber von ihrem Umfeld nicht ernst genommen wurde.In dem Briefroman "Schlafen werden wir später" von Zsuzsa Bánk ringt die Lehrerin Johanna für ihre Doktorarbeit mit dem Werk der Droste.
<--- mehr in der Bücherschau
"Die Schriftstellerin Márta lebt mit Mann und drei Kindern in einer deutschen Großstadt. Obwohl sie ihre Kinder über alles liebt, kämpft sie jeden Tag darum, in ihrem Leben nicht unterzugehen und ihre Arbeit gegen die Zumutungen des Alltags zu verteidigen. Ihre Freundin Johanna hingegen, mit der sie seit früher Kindheit eine innige Freundschaft verbindet, ist Lehrerin im Schwarzwald und kinderlos. Statt mit ihrer Doktorarbeit über Annette von Droste-Hülshoff weiter zu kommen, kämpft sie mit den Gespenstern ihrer Vergangenheit" ...: (Klappentext)

oe.orf - Zeit-ton
Christian Wolff
New York, Zufall, Politik und Gelassenheit
mehr in der Bücherschau & mehr hier & Veranstaltungshinweis
Lesung und Gespräch zum 90. Geburtstag
Montag, 18.03.2019, 19:30 Uhr
Literaturhaus Berlin - Fasanenstraße 23
Nachdenken über Christa W.

Christoph Hein, Judith Schalansky und Ingo Schulze lesen aus Werken von Christa Wolf
Moderation: Lothar Müller

+ Buchrezensionen im Hörfunk ...
"Im Heimweh ist ein blauer Saal"
Herta Müller stellt Collagen in Solingen aus
Über 200 Wort-Bild-Collagen + Eigenes Genre im werk der Künstlerin
(wdr:Text+Audio 00:40 Min) - Eine besondere Ausstellung mit dem Titel "Im Heimweh ist ein blauer Saal" ist ab Sonntag (10.03.2019) im Solinger "Zentrum für verfolgte Künste" zu sehen. Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller präsentiert dort mehr als 200 Wort-Bild-Collagen. - Es sind kleinformatige Werke, die sie anfangs als private Postkarten gestaltet hatte. Nach und nach wurden sie zu einem eigenen Genre in ihrem Werk. Zufallsfunde von Wörtern aus Zeitungen oder Zeitschriften werden in den Collagen zu ihrer eigenen Poesie.
SWR2 Buch der Woche vom 10.3.2019
(swr: Test+Audio 05:43 min) - Große Wortkunst: Die Nobelpreisträgerin Herta Müller sammelt Wörter. Sie schneidet sie aus Zeitschriften aus und setzt die Fundstücke neu zusammen. So entstehen Collagen von poetischer Materialität.
"Herta Müller dichtet mit Schere und Papier - ein neuer Collagenband der Nobelpreisträgerin - "Kurz nachdem ich aus Rumänien kam, war ich viel unterwegs. Ich wollte mich bei Freunden melden", schreibt Herta Müller. "Aber die Ansichtskarten hatten so gräßlich mißratene Farben. Eines Tages kaufte ich weiße Karteikarten, einen Klebestift und fing an, im Zug mit der Nagelschere aus der Zeitung ein Schwarzweiß-Bild und Wörter auszuschneiden." Fortan dichtet sie mit Schere und Papier. Herta Müllers berühmte Collagen sind beides zugleich: Kunstwerk und Gedicht, Spiel und poetischer Ernst. Und unversehens taucht im geklebten Gedicht das auf, worum es eigentlich geht: die Wirklichkeit - denn "vielleicht haben auch Wörter ein schimmerndes Gemüt und betreiben Amtsmissbrauch…" (Klappentext)

"Gegenlauschangriff"
Lohnt sich das neue Buch von Christoph Hein?
(mdr) - Christoph Hein kann zweifelsohne zu den Größen der deutschen Literatur gezählt werden. Mit Werken wie "Weiskerns Nachlass", "Landnahme", "Horns Ende", "Trutz" oder "Glückskind mit Vater" sorgt er seit Jahrzehnten für Bestseller, die gleichermaßen die Debatte im Literaturbetrieb bestimmen. In diesem Jahr wird Hein 75 Jahre alt - und verarbeitet nun viele seine Erlebnisse in seinem neuen Werk "Gegenlauschangriff". Ein Buch, das jedoch gerade dann besonders gut ist, wenn es nicht um Hein geht, meint unser Kritiker. Von Jörg Schieke  - "Er gilt als der Chronist deutsch-deutscher Verhältnisse, als präziser Sezierer einer einst geteilten Nation, die noch immer nicht richtig zusammengefunden hat - und als fulminanter Geschichtenerzähler. Bestsellerautor Christoph Hein, der bislang vorrangig die Geschichten anderer erzählt hat, erzählt nun, zu seinem fünfundsiebzigsten Geburtstag, von seinen persönlichen Erlebnissen: davon, wie der Vater eines Freundes namens Thomas Brasch diesen verraten hat. Von einem Regisseur, der "das Leben der anderen" verfilmt hat und dabei von Hein mehr über dieses Leben erfahren wollte. Von Zensur und Reise(un)freiheit, und schließlich davon, wie all das Geschichte wurde. Christoph Hein nimmt die deutsch-deutschen Verhältnisse dieses Mal anders in den Blick: anhand persönlicher Erlebnisse, die mal komisch sind, mal bitter, und manchmal beides zugleich." (Klappenkalender)

Von der AfD bis Götz Kubitschek
 Das Netzwerk der Neuen Rechten
(dlfk) - Viel ist in den letzten Jahren über die Neue Rechte geschrieben worden. Dem haben Christian Fuchs und Paul Middelhoff in ihrem Buch wenig Neues hinzuzufügen, bedauert Jörg Himmelreich.
"Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern"
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ein neues und einflussreiches rechtes Netzwerk aus Stiftungen, Vereinen, Medien und Kampagnen in Deutschland herangewachsen. Seit Jahren spüren Christian Fuchs und Paul Middelhoff ihm nach: seinen öffentlichen Seiten und denen, die im Dunkeln liegen.
Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit ist ein neues und einflussreiches rechtes Netzwerk aus Stiftungen, Vereinen, Medien und Kampagnen in Deutschland herangewachsen. Seit Jahren spüren Christian Fuchs und Paul Middelhoff ihm nach: seinen öffentlichen Seiten und denen, die im Dunkeln liegen." (Klappentext)



+++ ... und im Fernsehen +++
+ TV-Literatursendungen
buchzeit (3sat)
buecherjournal (ndr) -
das-literarische-quartett (zdf)
druckfrisch (daserste)
erLesehn (orf) - Jeden zweiten Dienstag 20.15 Uhr (Wh Mi-Na, Do- & Freitag Mi)
frau-tv (wdr)
froehlich-lesen (mdr)
lesenswert (swr)
literaturclub (srf) - Dienstags (neunmal jährlich)


+ Literarisches Quartett vom 1. März
Volker Weidermann lud am Freitag, 1. März, 23.45 Uhr, im ZDF gemeinsam mit Christine Westermann und Thea Dorn zum "Literarischen Quartett" ein. Zu Gast war dieses Mal der Schriftsteller und Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck. Die vier diskutieren über folgende Werke:
- Michel Houellebecq: "Serotonin"
- Gabriele Tergit: "Effingers"
- Hanya Yanagihara: "Das Volk der Bäume"
- T.C. Boyle: "Das Licht"
Spoiler im Überblick
 (lc) -Aus der original Bildbeschreibung des ZDF: "Das Literarische Quartett": Robert Habeck, Christine Westermann, Volker Weidermann, Thea Dorn sitzen auf blauen Ledersesseln und blicken freundlich in Richtung Kamera"

Denis Scheck im Gespräch
Regina Dieterle & Reinhard Kaiser-Mühlecker
7.3.2019 | 23.15 Uhr | Mediathek - 29:32 min

+ 3sat-Kulturzeit
"Kafkas letzter Prozess"
Benjamin Balint beschreibt den Weg von Franz Kafkas Nachlass
(3sat-video) - Der wollte, dass sein Freund und Erbe Max Brod diesen verbrennt. Brod tat es nicht - mitjuristischen Folgen für seine Erben. + Gespräch mit dem Autor Benjamin Balint

IT-News

Digitale Seniorenhilfe
Internet-Quiz zeigt, wie alt man/frau ist
(t-o) - Vor 30 Jahren wurde das World Wide Web erfunden. Aus unserem Leben ist es nicht mehr wegzudenken. Sagen Sie uns, wie Sie das Internet genutzt haben und wir verraten Ihnen, wie alt Sie sind.
Archiv: IT-News

Medien-Personal

Eine Party als neurechtes Netzwerk
#mitRechtenfeiern bei Matthias Matussek
(bell) - Matthias Matussek, ehemals angesehener Journalist bei u.a. stern, Spiegel und Welt, wird 65 und wünscht sich zum Geburtstag vor allem Aufmerksamkeit. Die bekommt er, weil er Teile der Gästeliste seines Geburtstags selbst veröffentlicht - und dabei zeigt, wie gern er mit Rechtspopulist*innen und Rechtsextremen feiert. Manch ehemaliger Wegbegleiter wird davon überrascht.

TV/Radio, Film + Musik-News

Hör- und TV-Tipps für den 12.03.19 - Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, Bayern 2, HR 2, WDR 3, SWR 2, RBB kulturradio, SR 2, SRF 2, Ö1, Feature, Hörspiel, Jazz, Neue Musik, Konzert, Klassik unter friendsofalan.de 

Rock
Legendärer Schlagzeuger Hal Blaine gestorben
(dlf) - Er spielte Schlagzeug in weltbekannten Songs wie Elvis Presleys "Return to Sender", "Mr. Tambourine Man" von den Byrds, Barbra Streisands "The Way We Are" und "Good Vibrations" von den Beach Boys ...

"Good Vibrations" ... die Beach Boys mit Hal Blaine im Studio
Nicht nur Brian Wilson hielt ihn für den weltbesten Schlagzeuger der Welt ...

+ Zum Tod des Schlagzeugers Hal Blaine
Gespräch mit Fabian Elsser (6:33 min)

Nachlachen
Mathias Hanselmann im Gespräch Christine Urspruch
(dlfk-audio 34:20 min)


Pop. Kultur. Jugend
Eine transnationale Geschichte
Gespräch mit dem Autor Bodo Mrozek (14:21 min)
"Scheppernde Sounds, lautes Benehmen und schrille Mode: Das Vokabular, mit dem Zeitgenossen Mitte des 20. Jahrhunderts eine neue Jugendszene beschrieben, markiert einen Kulturbruch. Ästhetische Konflikte kulminierten in Straßenkrawallen, Polizeimaßnahmen und Zensurgesetzen. Zugleich etablierten Tourneen, Piratensender und Fanclubs grenzüberschreitend neue Inhalte. Bodo Mrozek analysiert einen Wandel, der sich in den 1950er und 1960er Jahren vollzog und die Gesellschaft prägte: Was zunächst als Jugenddelinquenz bekämpft wurde, galt zehn Jahre später als Inbegriff urbaner Kultur. Dokumente aus sechs Staaten bilden das Material dieser transnationalen Geschichte der Popkultur." (Klappentext)

Das muss man gehört haben oder auch nicht
Musikalische Kostbarkeiten - wiederveröffentlicht
(dlfk) - 50 Jahre nach Erstveröffentlichung erlischt das Copyright, wenn ein Werk nicht neu aufgelegt wird. Deshalb werden nun einige Platten neu herausgebracht - wie von Barbara Howard, Ian Hunter und David Sylvian.


Boppig, cool & rockig
Mercer Ellington zum 100. Geburtstag
(dlfk) - Jazztrompeter und Komponist Mercer Ellington war nie so berühmt wie sein Vater Duke. Mit einer eigenen Band scheiterte er - und hatte dann doch noch Erfolg, in dem er den Stil des Vaters weiterentwickelte.



Varia

Politische Elite
Das schmale Rückgrat der Republik
(dlfk) - Verschwörungstheoretikern ist klar: Das Land wird von einer Elite gesteuert und die Mehrheit macht mehr oder weniger mit. Das ist nicht ganz falsch, meint der Publizist Mathias Greffrath - der allerdings völlig andere Schlüsse daraus zieht.

Das Kalenderblatt für Mittwoch, den
71. Tag des Jahres oder der 737.132. Tag unserer Zeitrechnung
<--- Abb. der Arichtekturfilmge 2029 der Bayerischen Architektenkammer


... und das akustische Kalenderblatt

Bayern 2 + DeutschlandRadio Kultur + Deutsche Welle + WDR

Das Zitat des Tages
lieferte ub.hsu-hh.de

+ Hinweise +
Aktualisierungen: Tagsüber werden die Medienticker-Rubriken je nach Neuigkeitswert aktualisiert.

Folgende Newsletter werden von Rüdiger Dingemann ausgewertet:
bildblog.de (6vor9) + boersenblatt.net (bb) + br-online.de (br) +buchmarkt (bm) + buchmesse.de (bme) + buch-pr.de (bpr) + buchreport.de (brp) + changeX.de (ch)+ chip.de (chp) + cicero.de (ci) + culturmag.de (cm) +computerwoche.de (cw) + derstandard.at(stand) + dradio.de (dr) + dw-world.de (dw) + faz.net (faz) +focus.de (fo) + fr-aktuell.de (fr) + goethe-institut.de(goe) + golem.de (go) +heise.de (he) + heute.de (zdf) + horizont.net (ho) + kress.de+ literaturcafe.de (lc) + literaturkritik.de(ltk) + manager-magazin(mm) + meedia.de (mee) + nachtkritik.de (nt) + netzkritik.de (nk) + new-business.de (nb) + newsroom.de (nr) + perlentaucher.de (pt) + politik-digital.de (pd) + presseportal.de (ots) + pressetext.de (pte) +qantara.de(qan) + satt.org (satt) + spiegel.de (sp) +stern (st) + sueddeutsche.de (sz) + tagesschau.de (ard) + tagesspiegel.de (tag) + tageszeitung.de (taz)+ telepolis.de (tp) + textintern.de (tx) + titel-kulturmagazin.net (tm) + umblaetterer.de (um) + welt.de

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