Medienticker - Archiv

Buch+Blattmacher-News

1341 Presseschau-Absätze - Seite 69 von 135

Medienticker vom 26.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Mittwoch

Medienauslese
Bausparfuchsterror, anonyme Quellen, Lückenpresse
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Die SZ macht den Blockblock (taz)
2. Wir hauen Dir die Geschichten ... (digtator)
3. Die Medienkonzerne verlieren Meinungsmacht (dwdl)
4. SRF-Propaganda vs. Assad-Propaganda (infosperber)
5. Über den Umgang mit anonymen Quellen (ejo)
6. Lückenpresse (youtube)
 
EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Bestens orientiert im Unbegreiflichen
26.10.2016. Warum produziert der Theaterbetrieb eigentlich so viele Jasager?, fragt die Nachtkritik. Die NZZ bewundert in Dessau die Rotterdamer Van-Nelle-Fabrik als radikale Antwort auf das Bauhaus. Die Berliner Zeitung erlebt im Marvel-Film "Doctor Strange" die Zusammenfaltung unseres Multiversums. Die taz erkundet auf dem Unsound-Festival in Krakau die Grenzen des Hörbaren. In der Basler Zeitung wünschte sich Edward St Aubyn, im Weltraum aufgewachsen zu sein. Und der Guardian freut sich über den Man Booker Prize für den Amerikaner Paul Beatty.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Wenn Benimm gefragt ist
26.10.2016.
Die FAZ liefert heute einen doppelten Butler: Sie verteidigt Judith Butlers Gender-Theorie und die von Butler inspirierte Carolin Emcke als Knigges in Zeiten der Hate Speech. Butler selbst erklärt im FAZ.Net, warum sie lieber "gegen Hillary" opponiert. Der Blogger Michael Seemann fürchtet unterdessen, dass "wir" aus der globalisierten Elite mit schuld sind am Rechtspopulismus. Kenan Malik plädiert in seinem Blog für offene Grenzen. Und turi2 meldet: Das Ende von Népszabadság ist besiegelt.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 26. Oktober 2016

Preisverleihung in Rom
Ralf Rothmann erhält Stefan Andres Preis 2016
(bb) - Der Schriftsteller Ralf Rothmann wird mit dem Stefan Andres Literaturpreis 2016 ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 29. Oktober in Rom statt.

Lückenpresse
Ulrich Teuschs medienkritisches Buch
"Lückenpresse. Das Ende des Journalismus, wie wir ihn kannten".


In Kooperation mit 1Buch
S.Fischer testet Exklusivausgaben
(bb) - S. Fischer gibt einer alten Idee eine neue Chance: Künftig liefert der Verlag auch personalisierte Ausgaben einzelner Bücher - los geht's mit Cecelia Ahern und ihrem frisch veröffentlichten All-Age-Roman "Flawed".

Zeitschriftenlaunch "Vogue Arabia"
Die Genugtuung der Außenseiter
(taz) - 2017 bringt der Verlag Condé Nast die neue "Vogue Arabia" als Hochglanzmagazin auf den Markt. Online gibt es das Heft schon jetzt.

Neue Monatszeitschrift "Oxi"
"Murx und wie er unsere Welt prägt" steht auf dem
(dra) - Titelblatt der ersten Ausgabe des Magazins "Oxi". Ist das Konzept also die Kritik am Murx, am Markt - mit Marx? Der Name "Oxi" in Anlehnung an das griechische Nein zur EU-Sparpolitik vor einem Jahr sei bewusst gewählt, sagt einer der Herausgeber.

Verlag gegen Adblocker
Die "SZ" macht den Blockblock
(taz) - Auf sueddeutsche.de kann man jetzt keine Werbung mehr ausblenden. Ein Wagnis - denn das könnte NutzerInnen abschrecken.

Ungarn
Oppositionszeitung an regierungsnahen Oligarchen verkauft
(zeit) - Ein Orbán nahestehender Unternehmer hat den ungarischen Verlag der Tageszeitung "Népszabadság" gekauft. Das Oppositionsblatt war vor zwei Wochen eingestellt worden.

+ Literatur online
Episch
(tm) - Rindert Kromhouts "Brüder für immer"
Philosophische Gedanken
(tm) - Manfred Mais "Wunderbare Möglichkeiten"
Wenn der Zaunkönig singt
(tm) - Hans-Ulrich Treichels "Tagesanbruch"

+ Neues auf faustkultur.de
Der "ehrenwerte" Herr aus Marburg
(fk) - NS-Täter konnten in der frühen Bundesrepublik mit Rücksicht und Verständnis rechnen - sie wurden selten verfolgt und verurteilt. Nicht wenige konnten Karrieren als Richter, Hochschulprofessoren und Politiker machen. Eine solche Karriere, diejenige des NS-Kriegsrichters Erich Schwinge, zeichnet Helmut Ortner in seinem Essay nach.

+ Bücherschau
Gegen Außenwelt und Träume gepanzert
25.10.2016. Als tolle Entdeckung feiert die FAZ die Gedichte und Essays der polnischen Dichterin Debora Vogel, die sehr avantgardistisch jiddische Kultur mit neuer Sachlichkeit verband. Bei Judith Butlers "Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung" vermisst sie dagegen den theoretischen Mehrwert. Die SZ liest begeistert und beklommen Richard Flanagans Parabel "Die unbekannte Terroristin". Und die NZZ bewundert John Williams' virtuosen und lebensklugen Roman "Augustus".

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+ Litertur im Hörfunk von der Messe
+ Best of Blaues Sofa
(dra) -  Wer auf dem Blauen Sofa Platz nehmen darf, gehört zu den ganz großen deutschsprachigen Autorinnen und Autoren. Mit dabei in Frankfurt war die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal. Ihr Buch "Vergewaltigung" bringt Klarheit in eine erhitzte gesellschaftliche Debatte.
Die Messe ist gelesen
Nach der Messe ist vor der Messe,
(faz) - aber bis dahin muss sich erst mal einiges setzen: all die Eindrücke und vor allem wir selbst, weil die Füße sich nach dieser Woche anfühlen, als habe jemand kleine Igel darunter geschnallt. Zeit für einen Rückblick, im Sitzen oder Liegen zu genießen

+ Literatur im Hörfunk
Schwache Erzählung mit alten Motiven
Daniel Kehlmanns "Du hättest gehen sollen"
(dra) - Ein Drehbuchautor in einer Schaffenskrise leidet unter Wirklichkeitsverlust. Das ist der Kern von Daniel Kehlmanns neuer Erzählung "Du hättest gehen sollen". Die 90 Seiten zeugen nicht gerade von Kehlmanns schöpferischer Kraft, meint die Literaturkritikerin Sigrid Löffler.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 26.10.2016

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Medienticker vom 25.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Dienstag

Medienauslese
Debattenkultur, Mediennutzung,Rundumüberwachung
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Online-Kommentaren (krautreporter)
2. Mediennutzung (blmplus)
3. Ganz schön normal (sueddeutsche)
4. Sind dann bald mal alle im Netz? (br24)
5. Richtmikrofone (baden)
6. The 281 People, Places and Things Donald
Trump Has Insulted on Twitter (nytimes)
 
EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Blitz in der Nacht dieser Musik
25.10.2016.
Der Tagesspiegel erlebt in Patrice Chéreaus letzter Operninszenierung "Elektra" noch einmal, wie der Regisseur die Streitaxt gegen den Klassizismus schwang. Die Berliner Zeitung ist ganz betört von den Schrunden des Klangs. Und der Guardian lässt sich von Andres Serrano die Geschichte der Folter in Nordirland erzählen. In der FAZ wird Ian McEwan in embryonaler Stellung optimistisch und pessimistisch zugleich. Die NZZ reibt sich die Hände über Bob Dylans Affront gegen über der Schwedischen Akademie.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Nur eine technische Lösung
25.10.2016.
Für Flüchtlinge hat die Boston Review einen nützlichen Tipp: Man kann europäische Staatsbürgerschaften auch einfach kaufen. Rue89 problematisiert die Kulturpolitik von Google.  In der taz erklärt der Autor Haneef Shareef, warum uns in die Lage in Belutschistan etwas angeht. Die Meinungsmacht der öffentlich-rechtlichen Sender ist laut einer Studie angeblich groß, so dwdl.de. Die Gebühren steigen auch, so die FAZ. Und laut Buzzfeed ist der Einfluss der deutschen Sprache größer, als wir wollten.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 25. Oktober 2016

Netzwerken
Förderung von Literaturübersetzungen
(bb) - Während der Frankfurter Buchmesse haben sich wie jedes Jahr Mitglieder des europäischen Netzwerks zur Förderung von Übersetzungen getroffen, in diesem Jahr haben sie ganz offiziell ein European Network for Literary Translation - ENLIT gegründet.

Perfekt Deutsch?
Migranten in den Medien
(ejo) - Spätestens seit der Krise, in die Flüchtlinge Politik und Journalismus gestürzt haben, sind Migranten in den Medien selbst zum Medienthema geworden.

Blick ins Nobel-Archiv
Wer wurde wann von wem vorgeschlagen?
(bgl) Und wer kam nie zum Zuge in Stockholm?

+ Literatur online
Hund ohne Herr
Gerbrand Bakker "Jasper und sein Knecht"
(fr) - Der niederländische Romancier Gerbrand Bakker als Tagebuchautor: "Jasper und sein Knecht". Ein Nebenprodukt, aber ein feine

+ Neues auf faustkultur.de
Der LiBeraturpreis
(fk)  wird seit 1988 jährlich an eine freie Frau, aber auch für ein besonderes Buch verliehen. Die Preisträgerin 2016 ist die indonesische Schriftstellerin Laksmi Pamuntjak. Ihr Roman "Alle Farben rot" handelt von der jüngsten Geschichte Indonesiens. In seiner Laudatio würdigt Ruthard Stäblein den Mut der Autorin.
Fear and Loathing in Los Angeles
(fk) - Jan Brandt überrascht musikalische Gangster mit manischem Realismus
Laksmi Pamuntjak
(fk) - zählt zu den renommiertesten Autorinnen Indonesiens. Nach dem Ende der Suharto-Diktatur gehörte sie zu der Gruppe Frauen, die an vorderster Front für die Redefreiheit kämpften. Jetzt warnt sie vor aktuellen Veränderungen und spricht von Selbstzensur, die in ihrer Heimat erneut das Schreiben beschränkt. Über Hintergründe ihres Schreibens spricht Laksmi Pamuntjak mit Andrea Pollmeier.
"Die Vegetarierin" ist der dritte Roman der
(fk) - südkoreanischen Autorin Han Kang. Er wurde im vergangenen Jahr mit dem Man Booker International Prize ausgezeichnet. Auch im deutschsprachigen Feuilleton wurde der bizarr anmutende Text mit Respekt aufgenommen. Andrea Pollmeier hat Han Kangs Frankfurter Lesung gefilmt.

+ Bücherschau
Seine Eitelkeit, seine Dämonie
24.10.2016.
Paul Lendvais scharfer Blick auf "Orbáns Ungarn" jagt der SZ eiskalte Schauer über den Rücken: Europa und die Demokratie werde schwächer, aber Viktor Orban wird immer stärker. Originell und ziemlich erhellend findet die FAZ, wie der Wirtschaftsjournalist Tom Wainwright Lieferketten,  Preisgestaltung und Gewaltanwendung im globalen Drogenhandel untersucht. Die Welt wirft mit dem Ex-Junkie Sick einen Blick in die Gosse.

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(s. a. oben Heute u. a.)
+ Litertur im Hörfunk von der Messe
+ Best of Blaues Sofa
(dra) -  Wer auf dem Blauen Sofa Platz nehmen darf, gehört zu den ganz großen deutschsprachigen Autorinnen und Autoren. Mit dabei in Frankfurt war die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal. Ihr Buch "Vergewaltigung" bringt Klarheit in eine erhitzte gesellschaftliche Debatte.
In den Kojen qualmten die Autoren
(faz) - 1968 war Bodo Kirchhoff ein erstes Mal auf der Buchmesse. Der frisch gekürte Buchpreisträger über die Unmöglichkeit der Übersicht, alte Zeiten und alte Zeilen - von Heinrich Heine.
Margriet de Moor: Die Tragik dieser Messe
(faz) - Vor siebzehn Jahren war Margriet de Moor ein erstes Mal auf der Buchmesse. Im Video-Interview spricht sie über Bücher als Freunde, die vielen Menschen auf Partys und die vielen Bücher auf der Messe.

+ Literatur im Hörfunk
Krankhafte Neugier ist ein Albtraum
Mario Vargas Llosas "Die Enthüllung"
(dra) - In seinem Roman "Die Enthüllung" schreibt der Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa über die Macht der Klatschpresse. Der peruanische Autor wurde erst kürzlich selbst zum Opfer von Paparazzi, wie er bei einer Lesung in Köln mitteilte.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 25.10.2016

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Medienticker vom 24.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Montag

Medienauslese
Vogue Arabia, Fake-Clown, Autorendasein
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. FAZ macht mobil (oxiblog)
2. "Spring doch"-Rufe (mdr)
3. Zur Not einen Porno schreiben (faz)
4. Die Genugtuung der Außenseiter (taz)
5. Die ganze Wahrheit(tagesanzeiger)
6. Mord im Clownkostüm (zak)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Du sollst nicht langweilen!
24.10.2016.
Zum Abschluss der Buchmesse bewundert die NZZ die weltläufige Eleganz der Flamen und Niederländer. Bei ZeitOnline beklagt der Fischer-Programmleiter Oliver Vogel die neue Hasenfüßigkeit der Literaturkritik. In der Presse schneidet Christoph Ransmayr kriminellen Wertpapierhändlern die Nase ab. Der Tagesspiegel betrachtet tapfer polnisches Propagandakino. Im Freitag hält Barbara Vinken fest: "Eine gute Kollektion hat ein ähnliches Raffinement wie ein Gedicht."

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Neue Wasser in den Brunnen der Erkenntnis
24.10.2016. In ihrer Friedenspreisrede erklärte Carolin Emcke, was sie mit Kopftuchträgerinnen gemein hat.  Die FAZ applaudiert, die Welt nicht. Die Zeitungen trommeln weiter für das europäische Leistungsschutzrecht, mit dem Günther Oettinger sie absichern will. Buzzfeed bringt ein Psychogramm Julian Assanges. Im Guardian beharrt Howard Jacobson darauf, dass Antisemitismus  nicht losgelöst von der Frage betrachtet werden kann, wie wir über Israel reden.
Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 24. Oktober 2016


+ Mord & Ratschlag
Falscher Verdacht
20.10.2016.
Südafrikaner in Australien: In Peter Temples "Die Schuld vergangener Tage" versucht ein ausgemusteter Spitzenfahnder höchst vergeblich, als Schmied und Schafzüchtern die Welt zu vergessen. Malla Nunn erzählt in ihrem historischen Krimi "Zeit der Finsternis" wie eine Gesellschaft zerschlagen wird. Von Thekla Dannenberg.

+ Bücherschau
Frechste Erfindung
22.10.2016. Die NZZ hat eine neue Bibel: Raoul Schrotts achtbändiges Epos "Erste Erde", das die Entstehung der Welt beschreibt. Die Welt empfiehlt wärmstens Liao Yiwus ersten Roman "Die Wiedergeburt der Ameisen" als Gegenentwurf zur Ära Mao. Großes Lob auch für Michael Hochgeschwenders entmystifizierenden Band über die Amerikanische Revolution. Und dass wir im Zeitalter des Internets auch nicht schlechter schreiben als vorher, lernt die FAZ aus der Studie "Schreiben digital".

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(s. a. oben Heute u. a.)
+ Litertur im Hörfunk von der Messe
+ Best of Blaues Sofa
(dra) -  Wer auf dem Blauen Sofa Platz nehmen darf, gehört zu den ganz großen deutschsprachigen Autorinnen und Autoren. Mit dabei in Frankfurt war die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal. Ihr Buch "Vergewaltigung" bringt Klarheit in eine erhitzte gesellschaftliche Debatte.

+ Literatur im Hörfunk
Peter Rühmkorf
"Sämtliche Gedichte" 
(dra-audio) - Andre Hatting (06:08 Min)

"Volksbühnen-Diskurs" von René Pollesch

Das kommt alles "weg, weg, weg"
(dra) - Regisseur René Pollesch produziert gerade wie am Fließband im letzten Jahr der Intendanz von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne. In seinem neuesten Stück ist der Streit um dessen Ablösung selbst immer wieder Thema - zwar ziemlich orthodox, aber trotzdem lustig.

(dra-audio) - 24.10.2016

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Medienticker vom 21.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Freitag

Medienauslese
Verfassungsbruch, Serienjunkies, Leere Stühle
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. BND-Gesetz (reporter-ohne-grenzen)
2. Illegal im Zentrum der Welt (zeit)
3. Sucht als Geschäft (sz)
4. Servus TV (futurezone)
5. Balance (ndr)
6. Sende für keinen über dreißig (faz)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Verschmachten in der Wüste
21.10.2016.
Ach wenn die Deutschen doch so gut in Dekadenz sein könnten wie Italiener und Franzosen, klagt die Welt. Die FAZ lernt in Neil LaButes Konstanzer Tschechow-Inszenierung einen Straßenhund zu lieben. Kongenial findet die NZZ Andrea Breths Amsterdamer Inszenierung von Puccisnis wilder "Manon Lescault". Die SZ schwelgt in den kantigen Grooves des Jazzmusikers Donny McCaslin. Und die Jungle World fürchtet, dass Bob Dylan aus seiner diogenes-artigen Nische nie mehr herauskommt.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Nicht in meinem Namen
21.10.2016.
Statt Menschenrechten vertritt die Bundesregierung in Afrika jetzt biometrische Lesegeräte, klagt die taz. Wenn Ceta an den Wallonen scheitert, können sich die flämischen Nationalisten das selbst zuschreiben, meint Politico. In der Basler Zeitung nimmt Nick Cohen den Narzissmus der Labour-Wähler aufs Korn. Die Welt erklärt Bildungsministerin Wanka, was smart learning ist.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 21. Oktober 2016

Deutscher Buchpreis
Die Liebe und die Krise siegen über den Wahn
(welt) - Von Elmar Krekeler

DuMont

Zusammenlegen und zuliefern lassen
(turi2) - Uwe Vorkötter skizziert DuMonts Sparkurs.

"Viele Journalisten sind freie Mitarbeiter
einer weltweiten Apokalypseindustrie"
(mee) - Es passiert höchst selten, dass Springers Massenblatt Bild ein politisches Buch in Auszügen vorab publiziert. Bei "Weltbeben" von Gabor Steingart war das vergangene Woche der Fall. Der Handelsblatt-Herausgeber seziert in schonungsloser Analyse eine Welt, deren Komplexität Politik wie Menschen überfordert. Im MEEDIA-Interview erklärt Steingart, welche Rolle dabei den Medien künftig zukommt.

+ Mord & Ratschlag
Falscher Verdacht
20.10.2016.
Südafrikaner in Australien: In Peter Temples "Die Schuld vergangener Tage" versucht ein ausgemusteter Spitzenfahnder höchst vergeblich, als Schmied und Schafzüchtern die Welt zu vergessen. Malla Nunn erzählt in ihrem historischen Krimi "Zeit der Finsternis" wie eine Gesellschaft zerschlagen wird. Von Thekla Dannenberg.

+ Bücherschau
Klaustrophobisches Horrorkabinett
20.10.2016.
Beeindruckende Menschenkenntnis und präzise, nüchterne Sprache machen Daniel Kehlmanns raffinierte Spukgeschichte "Du hättest gehen sollen" für die Zeit zu einem Ereignis. Mit großem Interesse nimmt sie sich auch die ersten drei der auf zehn Bände ausgelegten Aufarbeitung der NS-Vergangenheit des BND vor. Die NZZ liest mit großem Gewinn Romane: "Porträt eines jungen Mannes aus alter Zeit" von Hermann Kinder und "Wiesengrund" von Gisela von Wysocki.

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(s. a. oben Heute u. a.)
+ Litertur im Hörfunk von der Messe
+ Best of Blaues Sofa
(dra) -  Wer auf dem Blauen Sofa Platz nehmen darf, gehört zu den ganz großen deutschsprachigen Autorinnen und Autoren. Mit dabei in Frankfurt war die Kulturwissenschaftlerin und Autorin Mithu Sanyal. Ihr Buch "Vergewaltigung" bringt Klarheit in eine erhitzte gesellschaftliche Debatte.
am Stand von DeutschlandradioKultur waren u. a.
Axel Hacke
(dra) - "Da taucht die alte Frage auf, wie kann Gott das zulassen" - Axel Hackes neuestes Werk "Die Tage, die ich mit Gott verbrachte" ist ungewöhnlich ernsthaft. Im Buch hadert Gott mit seiner Schöpfung. Ein Thema, das auch inspiriert sei von den islamistischen Anschlägen des vergangenen Jahres, sagt Hacke ...
Wolf Biermann: Ein deutsch-deutsches Leben
(dra) - Wolf Biermann wollte den Sozialismus in der DDR mit aufbauen. Dabei geriet er aber immer wieder mit der Staatsführung aneinander, bis er schließlich ausgebürgert wurde. Ende des Jahres wird er 80 Jahre alt. Vor Kurzem ist seine Autobiografie "Warte nicht auf bessre Zeiten!" erschienen.

Leon de Winter über die Flüchtlingskrise

(dra) - Leon de Winter schaltet sich gerne in gesellschaftspolitische Debatten ein. Anlässlich seines neuen Romans "Geronimo" haben wir auf der Buchmesse mit ihm über Islamismus und die Flüchtlingskrise gesprochen. Er schätze Angela Merkel sehr, sagt de Winter. Aber sie habe einen Fehler gemacht.

+ Literatur im Fernsehen von der Messe

am 3satStand waren u.a.
+ Teresa Präauer 12:58 min
Teresa Präauer erzählt in "Oh Schimmi" von dem gleichnamigen Protagonisten, der noch bei seiner Mutter wohnt und sich für seinen Schwarm Ninni wortwörtlich zum Affen macht.

+ Herfried & Marina Münkler 19:23 min
Herfried und Marina Münkler benennen in "Die neuen Deutschen: Ein Land vor seiner Zukunft" Gefahren und Risiken der Zuwanderung, zeigen aber ebenso die Chancen auf.

+ Daniel Beskos 15:17 min
"Space", so heißt das Buch der BBC-Weltraumexperten Heather Couper und Nigel Henbest. Daniel Beskos hat das Werk verlegt und ins Deutsche übersetzt, wir begrüßen ihn als Gast am 3sat-Stand.

+ Peter André Alt
18:59 min
Mit "Sigmund Freud. Der Arzt der Moderne" liefert Peter André Alt eine neue Biografie des einflussreichen Neurologen, Psychologen, Kulturtheoretikers und Denkers.

+ Sabine Gruber 18:14 min
Nach einer großen Enttäuschung geht der Fotograf Bruno Daldossi auf eine gefährliche Reise nach Lampedusa. "Daldossi oder das Leben des Augenblicks" heißt der neue Roman von Sabine Gruber.

+ Stephan Lessenich
16:41 min
Der Soziologe Stephan Lessenich sagt, zehn Prozent der reichsten Länder werden auf Kosten des Restes der Welt immer reicher: "Wir leben gut, weil andere schlecht leben."

+ Carolin Emcke 14:29 min
Buchmesse Frankfurt: Carolin Emcke am 3sat-Stand
In ihrem Buch "Hass" analysiert Carolin Emcke, Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2016, wie der Hass in unserer Gesellschaft immer mehr Raum einnimmt.

+ Marlene Streeruwitz 15:44 min
Buchmesse Frankfurt: Marlene Streeruwitz am 3sat-Stand
In "Yseut", dem neuen Abenteuerroman von Marlene Streeruwitz, begibt sich die gleichnamige Protagonistin auf die Reise nach Italien. Dort ist allerdings nichts mehr so, wie es einst war.

Leben für die Sprache
Elfriede Jelinek wird 70 Jahre alt
(3sat) - Sprachkünstlerin Elfriede Jelinek provoziert und polarisiert durch ihre unnachgiebige Radikalität. Am 20. Oktober 2016 wird die österreichische Schriftstellerin und Theaterautorin, die 2004 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, 70 Jahre alt - (s.a. die Bücherschau)

Interview mit Ian Kershaw
(3sat) - Der britische Historiker Ian Kershaw ist einer der wichtigsten Hitler-Biografen unserer Zeit. Aktuell macht er wieder mit einem Buch von sich reden, das - geht es nach der "New York Times" - Pflichtlektüre ist und in jede Regierungszentrale, in jede Chefredaktion und vor allem in das Bücherregal von Eurospektikern gehört. Es heißt "Höllensturz" und beschreibt das Europa in den Jahren 1914 bis 1949 - einer Zeit, in der sich der Kontinent nach Kershaw beinahe selbst auslöschte. Ein zweiter Band über die Rettung Europas seit 1950 soll folgen. Wir sprechen mit Kershaw über sein Werk. - (s.a. die Bücherschau)

Video-Interview
Hier kann man nichts kaufen, das ist sehr gut
(faz-video) - Der Autor Martin Mosebach mag an der Buchmesse, dass sie nicht wie Ikea ist. Am F.A.Z.-Stand spricht er auch über Casanova, seine drei Bücher des Herbstes und trägt ein Gedicht vor.

(dra-audio) - 21.10.2016

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Medienticker vom 20.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Donnerstag

Medienauslese
Dannundwann-rechtspopulistisch, Tichy, Trolle
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Tagesschau & die  AfD (tagesspiegel)
2. Bezos (manager-magazin)
3. Dreimal "deutsch"(taz)
4. Weil wir dich lieben (dirkvongehlen)
5. Inhalte (gruenderszene)
6. Trolle füttern bis sie platzen (t3n)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Das Publikum lachte durch
20.10.2016.
Auf ihrem neuen Album gelingt der schwedischen Band Meshuggah die Versöhnung von Musik und Mathematik mit den Mitteln des Metal, jubelt die Welt. Bei René Polleschs "Volksbühnen-Diskurs Teil 1" erleben die Kritiker Schrumpfen als kulturpolitischen Protest. Uneins sind sie sich in der Bewertung von Johannes Nabers düsterer Märchenverfilmung "Das kalte Herz": schaurig-schön oder lauwarm und bequem? Düsseldorf könnte sein Herz verlieren, mahnt die FAZ angesichts von Abriss- und Neubauplänen des Schauspielhauses.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Faschismus-Kolonialismus-Kapitalismus?
20.10.2016.
Wenn es zwischen Russland und den USA kracht, dann in Syrien, meint Dmitri Trenin in der Welt. Warum sollte Putin auch Kompromisse machen, wenn wir selbst nicht an die universalen Menschenrechte glauben, fragt sich die Zeit. Statt Werten haben wir nur noch eine zur Geldwirtschaft entdifferenzierte Vernunft zu bieten, sekundiert in der NZZ Adolph Muschg. In der New York Times beklagt Chimamanda Ngozi Adichie den Zustand Nigerias. In der Zeit erklärt die Bürgerrechtlerin Michelle Alexander, warum Schwarze in den USA so selten wählen.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 20. Oktober 2016

Weltbild zieht Bilanz
Mehr Filialen, mehr Umsatz
(bb) - Von Januar bis September sind bei Weltbild die Umsätze mit Büchern im Distanzhandel um zehn Prozent gegenüber der Vorjahresperiode gewachsen, teilten die Weltbild-Geschäftsführer Patrick Hoffmann und Sikko Böhm anlässlich der Frankfurter Buchmesse mit. Das Unternehmen sieht sich auf Wachstumskurs.

Zeitgemäße Verlegerpersönlichkeit
Daniel Beskos gewinnt Börsenblatt Young Excellence Award
(bb) - Der Verleger des mairisch Verlags und Erfinder des Indiebookdays Daniel Beskos (39) wurde auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Börsenblatt Young Excellence Award ausgezeichnet. Nach Ansicht der Jury interpretiert er die Tradition der großen alten Verlegerpersönlichkeiten zeitgemäß.

Auszeichnung der Stadt Chemnitz
Stefan-Heym-Preis an Joanna Bator
(bb) - Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz geht 2017 an die polnische Schriftstellerin und Publizistin Joanna Bator. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert. Erstmals werden auch Förderpreise vergeben, für die noch Bewerbungen eingereicht werden können.

Der Zerfall der russischen Lesekultur
"Nur eine Nacht! Bitte! Eine Nacht!"
(nzz) - Je mehr die Sowjetmacht den Leuten wahre Informationen vorenthielt, desto mehr steigerte sich deren Lesewut. Die Russen waren berühmt für ihren unbändigen Hang zum Buch - davon ist wenig geblieben. von Olga Martynova

+ Bücherschau
In der postkolonialen Wirklichkeit
19.10.2016.
Die SZ verbringt mit Margriet de Moor eine "Schlaflose Nacht" in Gedanken an einen verlorenen Ehemann. Die FAZ lässt sich von Chinua Achebes Roman "Einer von uns" ins Dickicht nigerianischer Machtpolitik der 60er Jahre führen. Die NZZ lernt von Peter Frankopan, dass der Aufstieg des Ostens unvermeidlich ist, kann das aber nicht ganz so genießen wie der Autor.

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(s. a. oben Heute u. a.)
+ Litertur im Hörfunk von der Messe

am Stand von DeutschlandradioKultur waren u. a.
Katja Lange-Müller &  Cees Nooteboom
(dra) - im Gespräch mit Joachim Scholl
Bodo Kirchhoff
(dra) - "Ich bin kein politischer Autor"
+ Literatur im Fernsehen von der Messe

am 3satStand waren u.a.
+ Michaela Karl 12:24 min
Unity Mitford war ein Hitler-Groupie. Bestseller-Autorin Michaela Karl erzählt in "Ich blätterte gerade in der Vogue, da sprach mich der Führer an: Unity Mitford" die kuriose Lebensgeschichte.
+ Clemens Berger 20:59 min
Macht Geld glücklich? Clemens Berger umkreist im Roman "Im Jahr des Panda" diese elementare Frage. Zur Beantwortung führt er seine Leser von Wien nach Neapel und Saigon, Bordeaux und Chengdu.
+ Elif Shafak 17:32 min
In ihrem Roman "Der Geruch des Paradieses" erzählt Elif Shafak die Geschichte von Peri, einer Frau mit muslimischem Hintergrund, die mit ihrer Familie in Istanbul lebt.
+ David van Reybrouck 18:03 min
Die Wahlbeteiligung geht drastisch zurück. Wie kann die praktisch machtlos gewordene Demokratie lebendiger gemacht werden? Dieser Frage geht Autor David van Reybrouck in "Gegen Wahlen" auf den Grund.
+ Dagmar Leupold 17:46 min
Der Roman "Die Witwen" handelt wider Erwarten nicht von Witwen, sondern von vier ledigen Freundinnen aus der Provinz. Von ihrer abenteuerlichen Fahrt ins Ungewisse berichtet Autorin Dagmar Leupold.
+ Sibylle Lewitscharoff 15:38 min
Buchmesse Frankfurt: Sibylle Lewitscharoff am 3sat-Stand
In Rom debattieren Gelehrte über Dantes "Göttliche Komödie". Als die Kirchenglocken das Pfingstfest einläuten, geschieht es: "Das Pfingstwunder" - ein Roman von Sibylle Lewitscharoff.
+ Katja Lange-Müller 17:37 min
Im Roman "Drehtür" erzählt Katja Lange-Müller die Geschichte einer ausgemusterten Krankenschwester, die am Münchner Flughafen tief in ihre Vergangenheit eintaucht.
+ Torben Kuhlmann 15:32 min
Torben Kuhlmann hat ein Buch über eine kleine Maus geschrieben, die zum Mond fliegen will. Wir sprechen mit ihm über "Armstrong: Die abenteuerliche Reise einer Maus zum Mond".
+ Bart Moeyaert 14.27 min
Der belgische Schriftsteller Bart Moeyaert gehört zu den großen europäischen Kinder- und Jugendbuchautoren der Gegenwart. Sein neues Buch heißt "Du und ich und alle anderen Kinder".

+ Elif Shafak
(ard) - Sie wurde in Straßburg geboren, wuchs in Madrid, Amman und Ankara auf und lebt jetzt mit ihrer Familie in London und Istanbul: Elif Shafak, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der Türkei. Ihre vielfach ausgezeichneten Bücher wurden in mehr als 30 Ländern veröffentlicht. Jetzt erscheint ihr neuer Roman "Der Geruch des Paradieses" auf Deutsch. Darin erzählt sie von einer jungen türkischen Frau, die zwischen den Kulturen und Religionen steht und nach Orientierung sucht.

"Licht aus dem Osten"
Peter Frankopans neue Weltgeschichte
(ard) - "Mit dem Westen und dem Nahen Osten ist es wie mit einer unglücklichen Beziehung", sagt der Historiker Peter Frankopan. "Wir glauben, dass alles Gute und Edle aus dem Westen kommt - und alle Probleme kommen aus dem Osten." Diese Kurzsichtigkeit hat Frankopan schon immer verwundert. Sein Buch "Licht aus dem Osten" ist ein faszinierendes Korrektiv zu Eurozentrismus und politischem Scheuklappendenken.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 20.10.2016

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Medienticker vom 19.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Mittwoch

Medienauslese
Übles Fernsehspiel, AfD-Besuch, Haftbefehl vom "rbb"
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Schirach auf allen Kanälen! (Thomas Fischer)
2. Terror als Populisten-Porno (sueddeutsche)
3. Deutschland wirkt verzagt (welt)
4. AfD Parteitag (janzegal)
5. Lügen, Lücken & Mediendiät (medienwoche)
6. Nicht gezahlt - Haftbefehl (taz)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Die Schande, glücklich zu sein
19.10.2016. In der Welt beweist Buchpreisträger Bodo Kirchhoff: Die besten Auszeichnungen kommen von einem selbst. In der NZZ spricht Colm Toibín über den schwulen Schriftsteller als öffentliche Person. Die taz reist mit dem Staatstheater Hannover und Heiner Müllers "Auftrag" nach Minsk. In der FAZ schwärmt David Hockney vom Speed Painting à la Rembrandt. Die NZZ erschrickt: Selbst bei den Donaueschinger Musiktagen wird jetzt gegen die Avantgarde polemisiert.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Oh, Sie lesen einen Bestseller?
19.10.2016.
Ferdinand von Schirachs Fernsehspiel "Terror" erregt die Gemüter, wie kein Krieg im Nahen Osten es je könnte. Und dann war es auch noch Erziehung zum Rechtsmissbrauch, schimpft die SZ. EU-Digitalkommissar Günther Oettinger verteidigt seine geplante Urheberrechtsreform: Die Verleger wüssten schon, was nötig sei. Der BND könnte uns ab Freitag ganz legal massenhaft abhören, warnt Netzpolitik. Demnächst bestimmt Facebook die Debatte, fürchtet die SZ.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 19. Oktober 2016

Aus den Feuilletons
"Das Buch wird bleiben"
(dra) - Hauptredner auf der Pressekonferenz der Frankfurter Buchmesse war in diesem Jahr weder ein Autor noch ein Verleger, sondern ein Maler: David Hockney. Der gab sich im "FAZ"-Interview optimistisch. Das Buch werde uns auch in Zukunft erhalten bleiben. Von Arno Orzessek

Nina Hugendubel
"Den Kunden in seiner Mobilität abholen"
(int) - Die meisten Leser kaufen mal online, mal im Laden: Der Buchhandel setzt daher auf Multichannel und selbst Amazon eröffnet immer mehr Buchläden. Ein Gespräch mit Nina Hugendubel über den Buchmarkt.

Kür der Sieger am 21. Oktober
Shortlist zum Virenschleuderpreis
(bb) - Seit einigen Tagen stehen die Nominierten für den Virenschleuderpreis 2016 in den fünf Kategorien fest. Wer gewonnen hat, wird am Messefreitag, den 21. Oktober, auf der Open Stage der Frankfurter Buchmesse verkündet.

DuMont Mediengruppe
Operation an den Herzkammern des Verlages
(hor) - Knapp 17 Monate nach dem Tod des Verlegers Alfred Neven DuMont verschreibt CEO Christoph Bauer den Redaktionen von DuMont eine brachiale Therapie. Und in der Branche wird gemunkelt: Die Gesellschafter des rheinischen Imperiums könnten ihre Firma ganz oder teilweise verkaufen - an die Funke-Gruppe in Essen. von Uwe Vorkötter

Im März ist Schluss in Augsburg
Weltbild-Logistik wird nach Tschechien verlagert
(bb) - Die Weltbild-Logistik in Augsburg schließt am 31. März 2017 endgültig, teilte der Betriebsratsvorsitzende Peter Fitz auf einer Betriebsversammlung am vergangenen Donnerstag mit. Das berichtet der Weltbild Verdi Blog. Update: In einer Stellungnahme bestätigt Weltbild, dass die Auslieferung dann vom  tschechischen Bor aus erfolgt.

Thalia auf Wachstumskurs
Beacons, Whatsapp und Autoren
(bb) - Filialist Thalia meldet drei Prozent Wachstum über alle Kanäle hinweg, will aber weiter an der Wertschöpfungskette vom Autor bis zum Kunden feilen - auch im fachlichen Austausch mit Verlagen, wie Geschäftsührer Michael Busch deutlich macht.

Premiere "Alles Walzer, alles brennt"
Angriff von Rechts auf das rote Wien
(dra) - Christine Eder schildert am Wiener Volkstheater die dramatische Geschichte der ersten österreichischen Republik. "Alles Walzer, alles brennt" erzählt von vergessenen Heldinnen und ist doch nah am Puls der Gegenwart.

Magazinrundschau
Duft oder Butter?
18.10.2016. Die LRB sucht im Kongo immer noch nach Information Nr. 295, die Angella 1944 aufgebrüht hat. Der Guardian denkt über die politische Logik des Populismus nach. In En attendant Nadeau sucht Christian Jambet die äußere Freiheit im schiitischen Islam. Die Virginia Quarterly Review dokumentiert die Verführungsstrategien des Bürgermeisters von San Salvador. In der NYRB sucht Alfred Brendel den Punkt des ultimativen Nichts.

Deutscher Buchpreis
Aushängeschild des Literaturjahres

(faz) - Mit "Widerfahrnis" von Bodo Kirchhoff geht der Deutsche Buchpreis erstmals nicht an einen Roman, sondern an eine Novelle. Zu Recht. Von Andreas Platthaus
Der ideale Preisträger
(zeit) - Liebe, Italien und das Scheitern: Die Kombination war schon immer unschlagbar. Bodo Kirchhoff bekommt für seine süffige Novelle "Widerfahrnis" den deutschen Buchpreis. Ein Kommentar von Helmut Böttiger

Frank Witzel
Ein Jahr nach dme Deutschen Buchpreis
(fr) - "Ich habe eine ganze Reihe von Projekten" - Der letztjährige Gewinner des Deutschen Buchpreises Frank Witzel spricht im Interview über sein Jahr als Buchpreis-Träger.

+ Literaturkritik online
John Le Carrés Memoiren
Vom Spion zum Schriftsteller
(tages) - Der literarische Deserteur John Le Carré schreibt seine Memoiren - und erzählt vom Geheimdienst MI 6 genauso wie von seiner Liebe zur deutschen Literatur.


Schlafwandler gab es überall

Ian Kershaws "Höllensturz"
(faz) - Die Fassungslosigkeit, aus der alle Europäer lernten: Der englische Historiker Ian Kershaw hat ein exzellentes Buch über den zerrissenen Kontinent zwischen 1914 und 1949 geschrieben.

+ Neues auf auf faustkultur.de
Das literarische Werk von Marcel Proust
(fk) begleitet unseren Autor Martin Lüdke schon seit Jahrzehnten. Nun sind im Suhrkamp Verlag Prousts Briefe von 1879 bis 1922 erschienen. Die Bände sind liebevoll gestaltet. Man spürt, dass Menschen am Werk waren, die noch einen Zusammenhang zwischen Leben und Lesen sehen, meint Lüdke.
Flandern und die Niederlande sind

(fk) - Ehrengäste auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse 2016. Traditionell bringt der Buchmessen-Ehrengast auch die Kunst mit nach Frankfurt. Petra Kammann hat sich die aktuellen Gastland-Ausstellungen im Deutschen Architekturmuseum und im Museum für Moderne Kunst angeschaut.

+ Bücherschau
Das kryonische Projekt
18.10.2016. Sehr beeindruckt ist die NZZ von Don DeLillos intellektuell und sprachlich höchst artistischen Roman über das ewige Leben "Null K". Vergnügt und wissbegierig setzt sie sich auch mit Sarah Bakewell ins "Café der Existenzialisten". Die SZ hört beklommen Thomas Heises Feature über den Schauspieler Erwin Geschonnek. Die FAZ liest mit Arnon Grünbergs Roman "Muttermale" gleich auch die Erinnerungen seiner Mutter Hannelore Grünberg-Klein.

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+ Literatur im Hörfunk
#fbm16
Ohne Lesen stolpern wir durchs Leben
(dra) - Ist es nicht ein großer Zufall, dass Menschen in nur wenigen Monaten etwas so Komplexes wie das Lesen erlernen können? Ganz und gar nicht, meint Michael Schikowsky: Ohne Textverständnis kein Weltverständnis, meint er.

Lyrikerin
Charlotte Van den Broeck
(dra) - Die flämische Lyrikerin Charlotte Van den Broeck zählt zu den erfolgreichsten Dichterinnen ihrer Generation. Obwohl sie erst einen Gedichtband veröffentlicht hat, eröffnet sie gemeinsam mit Arnon Grünberg die Frankfurter Buchmesse. Wir haben sie vorher getroffen.

Viel Loriot, wenig Ehr'
"Dramatische Werke" von Loriot
(dra) - Loriots Sketche um die Jodelschule oder das Frühstücksei gehören in das kollektive Gedächtnis der Deutschen. Wer sie neu interpretiert, wie das deutsch-österreichische Komiker-Duo Dirk Stermann und Christoph Grissemann, tritt ein schweres Erbe an. Und tatsächlich scheitern die beiden daran.

Hörspiel: Endstation
Zum 85. Geburtstag von John le Carré
(dra) - Mathematiker Frayne ist mit geheimen Staatsangelegenheiten betraut und gewohnt, alleine zu reisen. Doch der junge Geistliche Bagley setzt sich zu ihm ins Abteil. Im Nachtexpress von Edinburgh nach London beginnt zwischen beiden ein dramatischer Schlagabtausch.

+ Literatur im Fernsehen
Literarisches Quartett
Ohne Drogen fehlt dir was
(lc) - Dies sind die Anmerkungen zum Literarischen Quartett vom Oktober 2016. Sie können sich aber auch die Besprechungen der früheren Sendungen durchlesen. Diese sind zeitlos. Es tut sich nichts in dieser neuaufgelegten Literatursendung des ZDF, nur der Gast wird ausgetauscht. Diesmal war es der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic. Gelegentlich bringt zumindest der Austauschkandidat etwas Pepp in die Diskussion. Diesmal jedoch nicht.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 19.10.2016

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Medienticker vom 18.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Dienstag

Medienauslese
Terror-Volksabstimmung, Trump, Goldener Oktober
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Baum kritisiert ARD-Film "Terror (abendblatt)
2. Operation an den Herzkammern des Verlages (horizont)
3. Journalismus im Ausnahmezustand (welt)
4. Sachsens Medienanstalt (flurfunk)
5. Journalisten (lousypennies)
6. Der goldene Oktober der "Bild" (twitter)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Geradezu altmeisterlich
18.10.2016.
Heute eröffnet die Frankfurter Buchmesse. Vom Buchpreis für Bodo Kirchhoff erwarten sich die Kritiker nicht unbedingt eine Belebung der Literatur, dem Tagespiegel ist er sogar richtig peinlich, aber für die Welt geht er in Ordnung. Der Merkur leidet nach der jüngsten Sitzung des Literarischen Quartetts unter echtem Verachtungsstress. Die Nachtkritik erlebt mit Christine Eders Untergangsrevue "Alles Walzer, alles brennt" am Volkstheater einen echten Wiener Pallawatsch. Der Standard schlendert mit Leonard Cohen über den Zentralfriedhof.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Keine Zeile und keine Sekunde
18.10.2016. Die SZ berichtet über die traurige Reise einer Népszabadság-Delegation nach Wien. Leider sind die sexistischen Bemerkungen des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari in Gegenwart Angela Merkels eher charakteristisch für das Land, schreibt die nigerianische Anwältin Sede Alonge im Guardian. This is Colossal verliebt sich in den Vorderfuß eines Gemeinen Furchenschwimmers - oder genauer in ein Bild davon. Die FAZ skizziert zu Beginn der Buchmesse die Lage am Markt.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 18. Oktober 2016

Aus den Feuilletons
ARD zeigt TV-Experiment "Terror - Ihr Urteil"
(dra) - Im ARD-Film "Terror- Ihr Urteil" steht ein Bundeswehrpilot vor Gericht, weil er eine entführtes Flugzeug mit 164 Menschen abgeschossen hat, das wohl in ein besetztes Fußballstadion fliegen sollte. Die Zuschauer sollen anschließend auf "schuldig" oder "unschuldig" plädieren. Von Arno Orzessek

Das Schummelsystem
hinter Rezensionen bei Amazon
(welt) - Amazon-Bewertungen sind mit Vorsicht zu genießen. Neben Fake-Reviews sind Incentive-Rezensionen ein Einfallstor für Manipulationen. Denn Tester, die Produkte geschenkt bekommen, urteilen auch anders.
 



+ Literaturkritik online
Arnon Grünberg
"Spiel zwischen Mutter und Sohn"
(stand) -  Mit seinen in 27 Sprachen übersetzten Werken ist Arnon Grünberg einer der erfolgreichsten niederländischen Autoren. Ein Gespräch über seine Mutter, die Messbarkeit von guter Literatur und Überheblichkeit als Falle -

Don DeLillo
"Damals war ich noch nicht sterblich"
(welt) - Don DeLillo ist einer der größten Schriftsteller Amerikas. Wir haben ihn in Manhattan getroffen. Ein Gespräch über seinen neuen Roman "Null K", das ewige Leben und die Leere im Kopf des Donald Trump.

Schlägerroman "Hool"
"Stummer Schrei nach Liebe" Christian Schachinger
(stand) - Der deutsche Autor Philipp Winkler wird für seinen Schlägerroman als eventuell authentische Stimme aus sozialen Brennpunkten gelobt -

Frankfurter Anthologie
Anne Vegter: "Das Geheimnis des Buchhändlers"
(faz) - Was kann das Buch, was vermag der Händler? Dieses Gedicht von Anne Vegter stellt die entscheidenden Fragen an die bevorstehende Frankfurter Buchmesse und ist zugleich ein Gruß aus dem diesjährigen Gastland.

+ Vom Nachttisch geräumt
Vorsichtig. Kleine Happen
17.10.2016. Ein Dach, das Sehnsüchte hat, ein Hallodri des Kulturbetriebs, sieben sture Bauern, ein gebildeter Seewolf und eine Prise bitter-süßer Kitsch. Von Arno Widmann.

+ Neues auf auf faustkultur.de
Dem Fotografen und Fotoreporter
(fk) - Robert Lebeck (1929-2014) gelang es stets, den richtigen Moment zu treffen.  Lebeck bezeichnete diese Fähigkeit als "unverschämtes Glück". Ein neuer Fotoband zeigt nun bekannte und zumeist unveröffentlichte Fotos in einer höchst sehenswerten Zusammenstellung, berichtet Isa Bickmann.





+ Bücherschau
Die ungeahnte Wut des Autors
17.10.2016.
Die SZ lernt von Pierre Posanvallon, dass Meinungsumfragen nur in verkümmerten Demokratien Verantwortung und Teilhabe ersetzen. Außerdem folgt sie mit großer Freude Armin Thurnhers bissigen Feuilletons "Ach, Österreich!" und sehr berührt Saul Friedländers Autobiografie "Wohin die Erinnerung führt". Die FAZ liest Kinderbücher, darunter Susan Krellers Geschichten vom charmanten Monster "Schlinkepütz".

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+ Literatur im Hörfunk


+ Kulturnews
(dra-audio) - 18.10.2016

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Medienticker vom 17.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Montag

Medienauslese
Trump-Bots, Afrika, Nichtigkeiten
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Die BBC (sueddeutsche)
2. Duell der Wahlbots (faz)
3. Mit Podcasts in den Wahlkampf (nzz)
4. Afrika-Milizionäre in Deutschland (ndr)
5. Auf ins Pegida-Land (zeit)
6. Der Zwischenhändler der Nichtigkeiten (dwdl)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Nichts ist Zufall, vieles ist Zerfall
17.10.2016.
Nach der Ivan Panteleevs Aufführung von Goethes "Iphigenie" am deutschen Theater klopfen sich die Kritiker viel Staub vom Revers. Die SZ empfiehlt einen Ausflug nach Konstanz, zu Neil LaButes Inszenierung von Tschechows "Onkel Wanja". Die Zeit lernt im Whitney Museum von Carmen Herera, die Akkuratesse der scharfen Linie zu lieben. Die NZZ beobachtet im Hafen von Antwerpen mit Schrecken, wie das Neue im Tigersprung das Alte überwältigt. Außerdem setzen sich die Feuilleton schon mal in die erste Reihe für den großen "Terror"-Schauprozess heute Abend in der ARD.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Um Gottes willen, es wurde geschlampt
17.10.2016. In der New York Review of Books kritisiert die syrische Dichterin Rasha Omran die mangelnde Solidarität arabischer Intellektueller.  Nicht nur die Labour Partei, auch die Tories wurden von ihrem extremen Flügel gekapert, beobachtet der Guardian mit Blick auf die "Hard Brexiteers". Zum Thema "Hate Speech" stellt Constanze Kurz in der FAZ fest, dass die großen Internetplattformen schon jetzt von deutschen Behörden durchaus belämmert werden

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 17. Oktober 2016

Aus den Feuilletons
"Jesus war gar nicht so nett"
(dra) - Es gibt eine neue Lutherbibel - und an der Übersetzung hat sich einiges geändert. Das färbt auch auf die Figur Jesus ab. War der etwa gar nicht so nett? Drastischer geworden ist jedenfalls seine Wortwahl im Lukas-Evangelium, wo er seine Jünger regelrecht "bedroht", wie die Zeitung "Die Welt" notiert. Von Tobias Wenzel

Lesen als Therapie
Shakespeare fürs Hirn
(dra) - Laut lesen macht frei und glücklich, behauptet Jane Davis. Sie hat vor über zehn Jahren "The Reader" in Liverpool gegründet. Frauen und Männer mit Traumata, Alkohol- oder Familienproblemen kommen zum Lese-Treff. Zwei Literaturagenten haben in Berlin eine eigene Gruppe gegründet.

"Die Vernichtung" am Theater Bern
Ersan Mondtags Topografie der Endzeit
(dra) - Drei Großstadt-Menschen um die 30 frönen dem Hedonismus in verzweifelter Weise mit Sex und Drogen. Regisseur Ersan Mondtag und Autorin Olga Bach zeigen in "Die Vernichtung" am Theater Bern eindrucksvoll die Langeweile dieser Generation - sowie die Sehnsucht nach Eindeutigkeit und auch Zestörung.

+ Dylan und kein Ende
Er hat unsere Köpfe befreit















(faz) - Er hat den Ur-Meter ans Singer-Songwritertum gelegt, und jeder seiner Nachfolger muss sich an ihm messen. Aber wird man Bob Dylan mit dem Literaturnobelpreis gerecht? Von Edo Reents
Held, Dichter, Leitfossil
(sz) - er Barde der 68er ist ein würdiger Literaturnobelpreisträger. Aber seine Auszeichnung ist mehr: Sie ist ein Appell, sich nicht wieder hohl dröhnenden, starken Männern zuzuwenden.
Die Akademie stösst die Türe auf
(nzz) - Mit der Vergabe des Preises an einen Songwriter betritt die Schwedische Akademie Neuland. Der mutige Schritt bedeutet allerdings, dass wichtige US-Autoren nun definitiv aus dem Feld geschlagen sind.
Dylan How do we feel?
(faz) - Wie Homer: Bob Dylan betreibt Gesang und Verskunst - und hat den Nobelpreis verdient. Von Andreas Platthaus
Nein, aus dem Frühwerk!
(faz) - Aus popgeschichtlichen Gründen oder mit einem persönlichen Erlebnis verknüpft? Einig sind sich die Redakteure, die über ihren liebsten Dylan-Song schreiben, nur in einem Punkt: Den Nobelpreis bekommt der Richtige.
Kein Dichter hat ihn mehr verdient als Bob Dylan
(welt) - Von Jan Küveler
"Bob Dylan wird es hundertprozentig nicht"

(welt) - Von Hannes Stein
(s. a. noch viel mehr im Medienticker vom 13.10. + 14.10.)

"Ein wirklich ungeheurer Bart"
"Was lesen Sie gerade?", Clemens J. Setz
(sz) - Jede Woche stellen wir Schriftstellern die Frage: "Was lesen Sie gerade?" Clemens J. Setz beschäftigt jedoch noch etwas ganz anderes als Bücher

Perlen des Lokaljournalismus 
Keine Dachzeile wie jede andere
(bildblog) - Zum Start ein Klassiker ...






+ Literaturkritik online
Philip Roth
Heirate mich, du Schlampe!
(faz) - Wird Philip Roth beim Literatur-Nobelpreis etwa übergangen, weil seine Bücher frauenfeindlich sind? Und sind die Männer bei ihm denn besser? Über ein grundlegendes Missverständnis - (mehr in der Bücherschau).

Thomas Meinecke
Mit Glitzer im Gesicht
(faz) - Der Schriftsteller Thomas Meinecke steht mit seiner feministischen Popprosa in der deutschen Literatur völlig isoliert da. Sein neuer Roman "Selbst" zeigt: Das darf nicht so bleiben - (s. a. die Bücherschau)


Frankfurter Anthologie
Olav H. Hauges "Wie lang hast du geschlafen?"
(faz) - Befreie dich von deinen Träumen, glaube nicht, dass es mehrere Welten gibt, vergiss deine Allmachtsfantasien! All diese Botschaften stecken in diesem Gedicht von Olav H. Hauge, dem Vorbild von Karl Ove Knausgård. Von Ulrich Greiner

+ Neues auf auf faustkultur.de
Wie wirkt die Vergangenheit in die Zukunft?
(fk) - Antworten gibt die "Dritte Generation Ost im Gespräch mit ihren Eltern"

Bücherschau
Epische Entladung
15.10.2016.
Klug und wichtig findet die SZ, wie Mithu M. Sanyal in "Vergewaltigung" die verschiedenen Aspekte des Verbrechens beleuchtet. Die taz erhebt Achille Mbembes Postkolonialismus-Essays "Ausgang aus der langen Nacht" zur Philosphie unserer Zeit. Die FAZ feiert John Wrays Zeitreise-Roman "Das Geheimnis der verlorenen Zeit". Die NZZ lernt mit Margriet de Moors Novelle "Schlaflose Nacht" die Kunst der Umkreisung. Von den Literaturbeilagen der Welt und FAZ haben wir erst einen Teil ausgewertet, darunter aber eine Eloge auf Gert Maks alteuropäisches Geschichtspanorama "Die vielen Leben des Jan Six" und Jarett Kobeks wütenden Leserkommentar "Ich hasse dieses Internet".

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+ Literatur im Hörfunk
Niederlande & Flandern
Neues aus dem Flachland
(dra) - In Deutschkursen machen sich zahlreiche Autoren aus den Niederlanden und dem belgischen Flandern fit für ihren großen Auftritt auf der Frankfurter Buchmesse. Die niederländische Sprachregion hat sich bereits 1993 präsentiert und besitzt mit Cees Noteboom, Margriet de Moor und Connie Palmen einige Stars.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 17.10.2016

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Das Altpapier
(ev) - am heutigen Freitag

Medienauslese
Trumpismus, Eltern, Wetten, dass..?
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Wer macht den Trump? (ndr)
2. "Eltern" wird 50 (ndr)
3. Warnschuss für Alternativmedien (taz)
4. Journalist entführt und gefoltert (reporter-ohne-grenzen)
5. Britischer Rundfunk (medienwoche)
6. Gockeln wie einst Gottschalk (sueddeutsche)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Wer drin ist, kann einpacken
15.10.2016.
Die Niederlande und Flandern sind Schwerpunkt der Buchmesse. In der NZZ besingt Pauline de Bok in adrettem Niederländisch das fluchende, ferkelnde Flämisch. Die NZZ lernt in Hamburg, wann Sport aufhörte, Chic zu sein. In der Literarischen Welt fragt Don DeLillo, ob das ewige Leben zum Massenmord führt. The Quietus hätte lieber auf einen Nobelpreis für die Popmusik verzichtet. Auch die taz fragt bang: Ist Bob Dylan jetzt von gestern?
Ein einziger seiner Wimpernschläge
14.10.2016. Begeisterung allenthalben über den Litertaurnobelpreis für Bob Dylan. Heinrich Detering beschreibt Dylan in der FAZ als respektlosen Versöhner von Populär- und Bildungskultur. Nur die NY Times seufzt: Die Literaturwelt geht dieses Jahr leer aus. Die SZ ärgert sich grün und blau über Yüksel Yolcus Inszenierung von Jürgen Todenhöfers umstrittenem Reportage-Bestseller "Inside IS" am Berliner GRIPS Theater. Und die Feuilletons nehmen Abschied von Dario Fo, dem Großmeister der Hanswurstiade.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Absolute moralische Pflicht
15.10.2016.
"Berlin 1945; Grozny 2000; Aleppo 2016":  Die New York Times bringt ein von einer Drohne aufgenommenes Video der komplett zerstörten syrischen Stadt. In The Intercept erklärt Glenn Greenwald, warum die Medien gefälligst schlucken sollen, was geleakt wird. Die taz macht sich Gedanken über gemeinnützigen Journalismus. Ebenfalls in der taz definiert Deborah Feldman einen "Schnittpunkt liberaler Politik": "Die Rechte von Frauen sind unantastbar - bis die Religion von Minderheiten ins Spiel kommt."
Alle wollen weg von hier
14.10.2016. Hans Christoph Buch erzählt in der Welt, wie seltsam es ist, bei einem diplomatischen Frühstück in Nigeria Frühstückseier zu knacken.  Nein, die weiße Arbeiterklasse ist nicht für Trump verantwortlich, ruft Sarah Smarsh im Guardian. Die Schließung der ungarischen Zeitung Népszabadság ist ein Putsch, sagt György Dalos in der Welt. Die NZZ leuchtet die komplizierten ukrainisch-polnischen Beziehungen aus.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 14. Oktober 2016

Aus den Feuilletons
"Schlecht durchdachter Nostalgiepreis"
(dra) - Viel Lob, aber auch viel Nörgelei: Mit dem Literaturnobelpreis für US-Musiker Bob Dylan sind nicht alle einverstanden. Und Sibylle Berg fragt sich: Bekommt sie nun den Physiknobelpreis? Von Gregor Sander












Eine schöne Überraschung
(faz) - Mit Bob Dylan hat zum ersten Mal ein Künstler den Literaturnobelpreis erhalten, der nicht primär als Schriftsteller gilt. Der Musiker galt schon lange als Kandidat, endlich hat er den Preis erhalten. Von Andreas Platthaus
Interview I
(dra) - mit dem Literaturwissenschaftler Heinrich Detering
Interview II
(dra) - mit Wolfgang Niedecken: Literatur mit Musik verschmolzen
Interview III
(dra-audio) - Dylan aus literarischer Sicht mit Jörg Magenau (04:08 Min)
Interview IV
(dra-audio) - mit Lyriker-Kollegen Durs Grünbein (05:44 Min) - mehr hier + hier auf Deutschlandradio Kultur
Statements









(3sat-video) - Literaturnobelpreis 2016: Wie reagiert die Kulturwelt auf die Nachricht, dass Bob Dylan den Literaturnobelpreis 2016 bekommt? 3sat-Kulturzeit gratuliert 38:26 Minuten s. a. hier

... und man lese den herrlichen Roman von Markus Berges

Der Autor ist dem Publikum vor allem als Sänger der Band "Erdmöbel" bekannt. Nach seinem ersten Roman hat er Blut geleckt, inzwischen liegt sein zweites Buch vor. Berges erzählt die Geschichte der Tour-Köchin von Bob Dylan ...


... und man lese vor allem auch:

Maik Brüggemeyers
Dylan-Roman "Cat Fisch"
"Was sich wie ein Roman liest, ist eine mit Songtexten, Zitaten und Anekdoten gespickte Annäherung an das Werk eines der größten Künstler unserer Zeit." - mehr hier


Alles über Shabtai Zisel ben Avrahm - so sein hebräischer Name - Robert Allen Zimmerman & seine Songs
"Leonard Cohen nannte Bob Dylan 'the Picasso of Song': Kein anderer Künstler hat die Entwicklung der Rockmusik und der Song-Poesie über die letzten fünf Jahrzehnte so nachhaltig, so ausdauernd und so einfallsreich bestimmt wie der 1941 als Robert Zimmerman geborene Musiker. Bob Dylans Songs wie 'The Times They Are A Changin''. (Klappentext)
Furor der Folk-Fans
Warum Dylan als "Judas" verflucht wurde
(sp) - Jetzt bekommt er sogar den Literaturnobelpreis - als Musiker musste Dylan einiges aushalten: "Judas!" lautete der wohl berühmteste Zwischenruf der Musikgeschichte. Vor 50 Jahren in Manchester wusste Dylan nicht, wie ihm geschah. Von Willi Winkler
Legendär
(sp) - Er hat den Pop, Rock und Blues geprägt wie kaum ein anderer, seine Musik und seine Songtexte haben unzählige Bands beeinflusst: Bob Dylan wird mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet, der höchsten literarischen Ehrung der Welt.
(s. a. oben Heute u. a. & auch die Gratulation des Perlentauchers - mehr zu Büchern über Dylan in der Bücherschau)


Martin Heidegger

Ein moralisches Desaster
(zeit) - DIE ZEIT veröffentlicht erstmals die Briefe Martin Heideggers an seinen Bruder Fritz. Sie zeigen, wie überzeugt der Philosoph vom Nationalsozialismus war.

Rückforderungen

Wagenbach streicht die "Zwiebel"
(bb) - Der Berliner Verlag Klaus Wagenbach wird erstmals keinen Jahresalmanach "Die Zwiebel" mit den jährlichen Neuerscheinungen produzieren - als Grund werden in einem offenen Brief nötige Einsparungen im Zuge der Rückforderungen der VG Wort genannt.

+ Literaturkritik online
Bestenliste
(zeit) - Die zehn besten Kriminalromane im Oktober 2016

Tonight is the night
Arnold Stadlers "Rauschzeit"
(zeit) -  Stadler erhebt in seinem Roman "Rauschzeit" als guter Katholik Sex und Pornografie in den Rang der Religion. Von Hubert Winkels

Wolf Biermanns Autobiografie
Müsste eigentlich "Ich Ich Ich!!!" heißen
(sz) - In seiner Autobiografie entsorgt der Liedermacher kühl so manche Weggefährten, Freunde und eigene Parolen von einst. Buchkritik von Willi Winkler



Gesellschaftsroman "München"
Die Sandale ist eine alte Verräterin
(faz) - Das Fehlen der Zehen soll man nicht sehen: Ernst-Wilhelm Händler beobachtet die Münchner Gesellschaft genau und schaffte es damit auf die Longlist des Deutschen Buchpreises.

+ Neues auf auf faustkultur.de
Thomas Rothschild zeigt am Beispiel eines Literaturwettbewerbs
(fk) - die Dominanz des Englischen, die im Geschäftsverkehr ihren Sinn haben mag, für die Literatur aber von Übel ist.

Der Protagonist in Silke Scheuermanns
(fk) - neuem Roman "Wovon wir lebten" heißt Marten und lebt in Offenbach - einem lästigen Vorort von Frankfurt, wie die Frankfurter meinen. Scheuermann erzählt von Martens Erwachsenwerden, von seinem Weg vom Drogenkurier zum Spitzenkoch. "Wovon wir lebten" ist ein Roman, der sehr zu loben ist, meint Otto A. Böhmer.

Bücherschau
14.10.2016. Nicht Homogenität bedingt die Stabilität eines Gemeinwesens, sondern die Verletzlichkeit des Einzelnen, lernt die FAZ aus Carolin Emckes Essay "Gegen den Hass". Die SZ empfiehlt empfiehlt Thomas Stangls Essays als Einladung zu einer kraftstrotzenden Ästhetik des Widerstands. Außerdem liest sie Kinder- und Jugenbücher aus den Niederlanden: Erzählungen von Bart Moeyaert und Gideon Samsons Tsunami-Roman "Flutlicht
13.10.2016. Die NZZ versteht Erik Saties Kunst mit der Biografie Tomas Bächlis besser. Die FAZ zieht den Hut vor Richard Russos Roman "Diese gottverdammten Träume" über zwei in einer Kleinstadt miteinander verbandelten Familien. Die SZ geht mit John Burnside durch die Psychiatriehölle, die NZZ mit Amalie Skram. Die Zeit empfiehlt Kinder- und Jugendbücher. Die Literaturbeilage der Zeit werten wir in den nächsten Tagen aus.

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+ Literatur im Hörfunk
"Die wahre Geschichte des berühmten Bären"
Was wir über Pu der Bär noch nicht wussten
(dra) - Walt Disney verhalf ihm zu noch mehr Weltruhm - erfunden wurde Pu der Bär aber von dem britischen Autor Alan Alexander Milne. Was viele nicht wissen: Winnie ist ein Mädchen. Das und mehr erklärt Lindsay Mattick in einem Kinderbuch zum 90. Geburtstag der Bärin - mehr hier

+ Literatur im Fernsehen
Streit ist Programm
Das literarische Quartett

(dra) - Der Streit steht bewusst im Vordergrund der Fernsehsendung "Das Literarische Quartett", die seit einem Jahr im ZDF läuft. Ihr Moderator, der Literaturkritiker Volker Weidermann, hat gerade zeitgleich ein Buch mit Schriftstellerporträts veröffentlicht.

+ Kulturnews
(dra-audio) - 14.10.2016

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Medienticker vom 13.10.2016 - Buch+Blattmacher-News

Das Altpapier
(ev) - am heutigen Donnerstag

Medienauslese
Gerichtsstand, Schwarm-Extremisten, Schwatzgelb
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Gisela Friedrichsen wechselt zu Springer (kress)
2. Fußball-Berichterstattung (kress)
3. Extremisten (tagesanzeiger)
4. Koran und Analsex (taz)
5. Redaktionsnetzwerk Rumpelding (bilanz)
6. Kampf gegen Rechts (schwatzgelb)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Kühler, sachlicher, frei
13.10.2016.
Die Geister der Toten haben Konkurrenz bekommen, gruselt sich die SZ angesichts der Fotos, die Thomas Dworzak von Pokemon-Spielern gemacht hat. Der Freitag sorgt sich um den Bestand von historischen analogen Filmkopien, die oft nach der Digitalisierung vernichtet werden. Die FAZ erklärt dem Nobelpreis-Kommittee, warum Philip Roth wirklich kein Frauenfeind ist. In der NZZ lässt Dieter Meiers Mutter den Weihnachtsschmuck stehen.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Mindestmaß an geistiger Schöpfung
13.10.2016.
Putin soll in Syrien lieber weiter morden, jede Reaktion des Westens könne nur zu Krieg führen, meint Jonathan Steele im Guardian. Bei Carta erklärt der Politologe Klaus Vater, warum die westliche Kultur nicht einfach "christlich-jüdisch" ist. Das Landgericht Stuttgart gibt den Reiss-Engelhorn-Museen recht, die Abbildungen ihrer gemeinfreien Werke im Netz verhindern wollen, so irights.info. Die Zeit findet in den Briefen Martin Heideggers neue Belege für seinen Antisemitismus.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 13. Oktober 2016

Buchveröffentlichung trotz Verbot
Dänen streiten über die Pressefreiheit
(ard) - Darf die Veröffentlichung eines Buches gestoppt werden, weil ein Geheimdienst darin geheime Informationen fürchtet? In Dänemark ist ein Streit über die Pressefreiheit entbrannt, weil eine Zeitung sich über eine einstweilige Verfügung hinwegsetzte.

Flandern und die Niederlande lesen

Kulturzeit erkundet das Gastland der Frankfurter Buchmesse
(3sat) - Das belgische Flandern und die Niederlande sind mit Terror, Konflikten und gescheiterter Integration konfrontiert. Kulturzeit zeigt, wie sich der gesellschaftliche Wandel in der Literatur widerspiegelt ...

Auszeichnung
Welt-Literaturpreis 2016 für Zadie Smith
(welt) - Am 10. November wird die britische Schriftstellerin Zadie Smith den Preis in Berlin entgegennehmen. In Zeiten von Globalisierung und Migration sei ihr Werk von besonderer Aktualität, so die Jury.

+ Literaturkritik online
Lektüre zum TV-Duell
(tm) - Walter Niederberger: Trumpland. Donald Trump und die USA: 
Porträt einer gespaltenen Nation
The Life and Death of a Superstar

(tm) - Michael Engelhard: Ice Bear: The Cultural History of an Arctic Icon (Auszug)

Bücherschau
Was der eigenen Sippe nutzt
12.10.2016.
Die FAZ vertieft sich in Uwe Sonnenbergs Geschichte des linken Buchhandels im Westdeutschland der Siebziger. In der FR empfiehlt Oleg Jurjew einen Band des früh verstorbenen russischen Dichters Dmitrij Venevitinov. Die taz amüsiert sich mit allerlei Verschwörungstheoretischem in der Graphic Novel "Ein diabloischer Sommer" von Alexandre Clerisse und Thierry Smolderen.

Neues auf




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+ Literatur im Hörfunk
Geert Mak
"Die EU ist eine Pseudo-Föderation"
(dra) - Die Legitimation für das "große Projekt" Europa verschwinde mehr und mehr, meint der niederländische Schriftsteller Geert Mak. Schuld sei auch die starre Organisationsform der EU: Dort sei man unfähig, auf aktuelle Ereignisse wie die Flüchtlingskrise zu reagieren.
(s. a. die Bücherschau)

Nazi-Literatur in polnischen Buchhandlungen
Leon Degrelles "Hitlers Jahrhundert"

(dra) - Adolf Hitler mit roter Hakenkreuzarmbinde unter dem Buchtitel: "Hitlers Jahrhundert". Das Buch des belgischen SS-Offiziers Leon Degrelle liegt derzeit in polnischen Buchhandlungen. Es löste einen Skandal aus. Martin Sander, Experte für polnische Literatur, erklärt, warum.

Ohne Sex nutzt die reine Vernunft nur wenig
Matthias Gronemeyer: "Vögeln - eine Philosophie vom Sex"

(dra) - Was zählt mehr im Leben: das Körperliche oder das Denken? Mit diesem Problem beschäftigt sich Matthias Gronemeyer in seinem Buch "Vögeln - eine Philosophie vom Sex". Er kritisiert die Verbannung des Körperlichen aus der Sprache der Philosophie.

Nachruf auf Barbara Kisseler

Abschied von "der idealen Kulturpolitikerin"
(bb) - Barbara Kisseler, Hamburgs parteilose Kultursenatorin, hat auch für den Buchhandel in der Hansestadt einiges bewegt. Erinnerungen an die Politikerin, die am 7. Oktober im Alter von 67 Jahren einem Krebsleiden erlegen ist.

Aus den Feuilletons
Shakespeares Vorlage für US-Wahlkampf
(dra) - "Richard III." von Shakespeare sei gruselig aktuell, ist der amerikanische Literaturprofessor Stephen Greenblatt in der "FAZ" überzeugt. Es gebe dort nicht nur den Typus Donald Trump, sondern auch die Zuschauer, die sich von seinen Lügen seltsam angezogen fühlen.



+ Kulturnews
(dra-audio) - 13.10.2016

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