Medienticker

Angsthasenjournalismus

Medien-News + Links + Audios + Videos + Radio + Podcast. Die tägliche Newsletter-Auslese. Von Rüdiger Dingemann
08.08.2016. Journalismus: Da ist sie also wieder, die Medienkritik & Warum sich die Berichterstattung über Terror ändern muss - Interview mit Lutz Hachmeister: 20 Jahre Recherche zum Netzwerk ehemaliger Nazis beim Spiegel - Öffentlich-rechtliche Sender: Reflexionsniveau einer Streichholzschachtel - Springer AG: Brexit & Printgeschäft belasten Konzern - Prorussischer Blogger: Kritik als Krawall + Sprung ins Ungewisse: Vor 50 Jahren erschien "Revolver" von den Beatles.

Heute u. a.

Zitat des Tages
Der Schachtelsatz: "Es rauscht in den Schachtelhalmen." (Joseph Victor von Scheffel)

Heute u.a.:
Angsthasenjournalismus
Da ist sie also wieder, die Medienkritik
(bgl) - So zuverlässig wie Politiker auf "unsere Werte" rekurrieren und "Konsequenzen" ziehen wollen, so zuverlässig diskutiert man in den Medien über die Medien und deren Berichterstattung nach Terrortaten, Amokläufen und anderen Gewaltexzessen ...

Interview mit Lutz Hachmeister
20 Jahre Recherche zum Netzwerk ehemaliger Nazis
(wm) - im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel"

Öffentlich-rechtliche Sender
Reflexionsniveau einer Streichholzschachtel
(sp) - Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist zur Simplifizierungsmaschine verkommen. Es muss sich grundlegend wandeln, wenn es der komplexen Gegenwart gerecht werden will. Eine Kolumne von Georg Diez

Journalismus
Warum sich die Berichterstattung über Terror ändern muss
(sz) - Terroristen messen den Erfolg ihrer Anschläge auch am medialen Widerhall. Verschweigen ist keine Lösung, aber die neue Bedrohung erfordert neue Regeln. Von Georg Mascolo & Peter Neumann

Springer AG
Brexit und Printgeschäft belasten Konzern
(mee) - Springer-Chef Döpfner kassiert Wachstumsprognose

Jelineks Vorwurf der Untätigkeit zur Türkei
PEN-Präsident Josef Haslinger im Gespräch
(dra) - "Ich würde gerne in der Badehose feststecken"

Prorussischer Blogger
Kritik als Krawall
(dh) - Ein wackliger Video-Wortwechsel, unterschwellig voller Aggression - der ungebetene Besuch zweier prorussischer Blogger bei der Rechercheplattform Correctiv diese Woche hat gezeigt: Mediale Auseinandersetzungen bewegen sich mittlerweile an der Grenze zur Gewalt. Von Dirk Hansen

Osman Okkan
Einst Staatsfeind Nummer 1 in der Türkei
(dra) - Der Filmemacher Osman Okkan musste nach Deutschland fliehen - die Türkei hatte ihn zum "Staatsfeind Nummer 1" erkoren. Inzwischen lebt er ein Leben für den Dialog zwischen Deutschen und Türken, aber auch für die Aussöhnung der Türken mit den Kurden, Armeniern und Griechen.

... und ein Reader für Leser





Reisen als Lebenselixier
Hans Christoph Buch im Gespräch

(dra) - Über sein Buch "Elf Arten das Eis zu brechen"

Beatles "Revolver"

Sprung ins Ungewisse
(fr) - Vor 50 Jahren erschien "Revolver" ...

Sieben Gründe, warum das siebte Beatles-Album das beste Album der Welt ist.



Hör+TV-Tipps für den Abend
- siehe TV/Radio

Veranstaltungen im August 2016
(gue) - Mit über 100 Autoren & 300 Terminen

Online-Perspektiven
(rd) - Allerlei
Archiv: Heute u. a.

Buch+Blattmacher-News


Das Altpapier
(ev) - am heutigen Montag

Medienauslese
05.08. Gipfeltreffen, Digitalradio, Fußball
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Userkommentare (zeit.d)
2. Der Amoklauf von München (tagesschau)
3. In sieben Jahren ... (faz)
4. BND-Gesetz (reporter-ohne-grenzen)
5. Beobachtung (tagesspiegel)
6. Fußball (120minuten)
08.08. , Simplifizierungsmaschine, Sportfalle
(6v9) - von Lorenz Meyer
1. Berichterstattung über Terror (sz)
2. Öffentlich-rechtliche Sender (spiegel)
3. Der IS zehn Jahre Vorsprung (faz)
4. Smartphone-Nutzung (dirkvongehlen)
5. Kritik als Krawall (dirkhansen)
6. Die Sportfalle (daserste)

EFEU - DIE KULTURRUNDSCHAU
Prallbunte Weltverzweiflung
05.08.2016. Im Standard ruft Elfriede Jelinek ihre Schriftsteller-Kollegen zum Protest gegen die Festnahmen in der Türkei auf. Die FAZ hört bei Daniil Trifonow einen überraschend authentischen Sergej Rachmaninow 2.0. Die Zeit erfindet mit einem grummelig unheimlichen John Coltrane die Tanzmusik des 21. Jahrhunderts. Die SZ entdeckt bei Harry Potter die geistige Heimat des Brexit. Außerdem schaut sie mit Alberto Rodriguez' "La Isla Minima" fasziniert ins Unterbewusstsein der Spanier. Der Welt schaudert es bei der Aktualität von Hieronymus Bosch im Prado.
Das singende Prinzip Freiheit
06.08.2016. In der FAZ fragt der russische Lyriker Sergej Sawjalow: Dürfen Dichter über menschliche Katastrophen der Vergangenheit reden? Die SZ blickt ins patriarchale System am Münchner Residenztheater. Die taz findet bei dem südafrikanischen Dramatiker Paul Grootboom die Wahrheit über die Post-Apartheid-Gesellschaft. Außerdem trainiert sie beim Speed Watching ihre Sehgewohnheiten. Die NZZ besucht eine Ausstellung über Heroin in Afghanistan. Und die Welt begibt sich mit Jonathan Franzen zum Birdwatching auf eine Expedition in die Antarktis.
Notieren ist der Tod
08.08.2016. Die FAZ betrachtet mit Susan Sontag Fotografien von Thomas Mann. Die Zeit schaut sich in Berlin atmende dissidente DDR-Kunst an. Außerdem stellt sich Durs Grünbein in der Zeit vor, Hitler-Briefmarken abzulecken. Die SZ fordert mehr Frauen und mehr Schwarze im Ballett. Die FAS blickt in Anna Netrebkos russische Seele. Die Berliner Zeitung spricht mit Shermine Langhoff über postmigrantisches Theater. Und die Welt wird vom Pfund gebumst.

9PUNKT - DIE DEBATTENRUNDSCHAU
Im Zweifel gegen den Nutzer
05.08.2016.
Die SZ huldigt dem Mut des chinesischen Anwalts Zhou Shifeng, der gerade in einem Schauprozess zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Im Freitag attackiert Correctiv-Autor Marcus Bensmann über Putins nützliche Idioten in der EU. In der NZZ wünscht Robert Harrison den heutigen Gesellschaften weniger Genialität und mehr Weisheit. In Glamour erklärt Barack Obama, warum er Feminist ist. Im Esquire bekundet Clint Eastwood seine Sympathie für Donald Trump.
Füttere die Krähe
06.08.2016. Im Freitag denkt die Philosophin Bettina Stangneth über Attentate, das Böse und die Konsequenz der Selbstinszenierung nach. In Libération fragen Geoffroy de Lagasnerie und Edouard Louis, ob Überwachung und Repression alle Mittel sind, die Frankreich im Kampf gegen den Terror aufbringen kann. In der taz stellt Sineb El Masrar fest: Das Recht auf Kopftuch zu fordern, hat nichts mit Feminismus zu tun. In der FAZ erinnert Bülent Mumay daran, wie Erdogan die Apparate säubern ließ, um sie mit Gülen-Leuten zu besetzen. Und die SZ fragt: Wo sind eigentlich die Misthaufen geblieben?
Was will mein Volk
08.08.2016. Arno Widmann wird siebzig: Im Perlentaucher singen ihm Schüler, Freundinnen und Weggefährtinnen ein Ständchen. In der SZ beobachtet unterdes Yavuz Baydar mit Schaudern, wie Tayyip Erdogan seinem Volk die Todesstrafe zurückgibt. In der FAZ inspiziert Jeremy Adler die Verfasstheit der Briten. Die NZZ freut sich über die Aufwertung des öffentlichen Raums durch PokemonGo. Und die Welt lernt von Deirdre McCloskey die ganze simple Kunst des Reichwerdens.

Weitere Kulturnachrichten
(wdr) + (dra) für den 8. August 2016

Fundsachen
Perlen des Lokaljournalismus
(bibl) - Rumms! Kawumm! Tatü Tata!

+ Literatur online
Neues auf




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+ Bücherschau
Überraschend herkömmlich
04.08.2016.
Die SZ beschleicht mit Hans Christoph Buchs Familiengeschichte "Elf Arten, das Eis zu brechen" die Ahnung, dass die Realität nur ein Abklatsch der Literatur sein könnte. Als ernst-sarkastisch und stofflich-sinnlich zugleich empfiehlt die NZZ Szczepan Twardochs aus der Persepktive von Erde erzählten Roman "Drach". Überhaupt nicht verstiegen findet die taz Dietmar Daths Roman "Leider bin ich tot". Und die Zeit empfiehlt Donald Ray Pollock als eine der aufregendsten Stimmen der USA.
Präzise Feuerstöße aus dem Pandämonium
06.08.2016. Die FAZ entdeckt in Fernando Pessoas Schriften zur Literatur, Ästhetik und Kunst einen glühenden Europäer. Die SZ lernt Lucia Berlin als "schmutzige Schwester" von Doris Day kennen. Mit größtem Vergnügen begutachtet die FR mit Valeria Luiselli das Gebiss großer Dichter und Denker. Die taz lässt sich von Stefano Bennis "Pantherin" zu einer Billard-Partie überreden und zitiert dabei knatternd Ovid. Und die NZZ liest gleich drei Romane der verzweifelten Expressionisten-Ikone Emily Hennings und zieht sich danach mit J.L. Carr für einen Monat aufs Land zurück.

Kulturtipps
(dra-audio) - 08.08.2016

IT-News

Smartphone-Nutzung
Fünf angemessene Fragen
(dvg) - Dieser Text ist eine kulturpragmatische Antwort auf die um sich greifende Smartphone-Angst. Von Dirk von Gehlen
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Archiv: IT-News

Medien-Personal

Glückwünsche
Arno Widmann wird siebzig
(pt) - Er war Tutor bei Adorno und Textchef bei der Vogue. Er hat die taz mitbegründet und viele weitere Medien bereichert. Vor allem ist er ein Leser und Schreiber. Hommagen von Schülern, Weggefährtinnen und Freundinnen.

TV/Radio, Film + Musik-News

Guthrie-Song über Trump-Vater
Donald & Fred: Aus dem gleichen Holz geschnitzt
(dra) - Donald Trump erhitzt die Gemüter. Vor ihm tat dies schon sein Vater, Fred Trump. Folk-Legende Woody Guthrie widmete dem offenbar skrupellosen Immobilienhai Anfang der 50er-Jahre einen Protestsong, der sich in seinem Nachlass fand. Musikjournalist Michael Kleff erzählt, wie Guthrie Trump erlebte.


Hör- & TV-Tipps für den Abend
(mbs) - Kultur im Fernsehen & Musik im Hörfunk ausgewählt vom Radiohoerer

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Varia

Streit
Kreuzworträtsel-Kunstwerk
(3sat) - Mit dem Ausfüllen eines Kreuzworträtsel-Kunstwerks ist eine Nürnberger Rentnerin in die Schlagzeilen geraten. Inmitten staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen geht die 90-Jährige nun in die Offensive. Über ihren Anwalt ließ sie am 3. August 2016 erklären, sie habe das im Neuen Museum Nürnberg ausgestellte Bild des Fluxus-Künstler Arthur Köpcke keineswegs beschädigt, "sondern nur im Sinne des Künstlers vervollständigt". Damit habe es sogar noch an Wert gewonnen, zitierte der Anwalt Heinz-Harro Salloch aus einer Erklärung seiner Mandantin an die Kripo.

Das Kalenderblatt für den
221. Jahrestag bzw. den 736.186. abendländischer Zeitrechnung.









(mbs) - August 2016 in Oberbayern

... und das akustische Kalenderblatt

Bayern 2 + DeutschlandRadio Kultur + Deutsche Welle + WDR

+ Hinweise +
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Das Zitat des Tages

lieferte
Eduard Engels "Deutsche Stilkunst"
nach der 31. Auflage von 1931.
Mit einem Vorwort bereichert von Stefan Stirnemann
Band 2, Berlin 2016, S. 553.



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