
Von allen Büchern, die bisher über das System Donald Trump erschienen sind, ist dies das beste,
meint der irische Autor
Fintan O'
Toole über
Michael Lewis'
"The Fifth Risk". Denn während Michael Wolff (
hier) oder Bob Woodward (
hier) versucht haben, Trump zu entlarven - als könnte der das selbst nicht am besten - kommt er bei Lewis kaum vor. Statt dessen guckt der genau dahin, wo
nichts passiert, wo die Republikaner ihre Behauptung seit Reagan selbst wahrmachen, dass die
Regierung nutzlos ist. Zum Beispiel in der Verwaltung, wo 139 von 704 Top-Posten nicht besetzt wurden. Dazu gehört die im Landwirtschaftsministerium angesiedelte Abteilung 'Lebensmittel, Ernährung und Verbraucherschutz', die ein Budget von 112,2 Milliarden Dollar im Jahr verwaltet. "Wenn Sie
Lebensmittelmarken verachten, weil sie die faulen Armen ermuntern, sich aushalten zu lassen, wenn Sie Ihre Gewinne aus der Lieferung von
Junk Food für Schulmahlzeiten erzielen, die an 30 Millionen amerikanische Kinder verfüttert werden, wenn Sie denken, dass die Gewährleistung gesunder Nahrung für
schwangere Frauen und neue Mütter sozialistische Tyrannei ist, dann ist es am einfachsten, nichts zu tun. Vermeiden Sie jede Einweisungen durch ihre Vorgänger, damit Sie nicht lernen müssen, was diese Programme tun und warum sie es tun. Lassen Sie das Wissen und die Erfahrung, die in Menschen wie Concannon [dem Leiter der Behörde unter Obama] steckt, einfach verpuffen. Schaffen Sie ein
Vakuum von Führung,
Autorität und
Verantwortlichkeit, das mit etwas Glück zu Gleichgültigkeit und Demoralisierung führen wird. Lassen Sie öffentliche Stellen an der Rebe verrotten und zeigen Sie dann auf die Fäulnis als Beweis dafür, dass Big Government nicht funktioniert."
Es gibt viele Gründe für die
Bevorzugung von Minderheiten an Universitäten. Sie haben jedoch fast alle ihre Tücken. Mehr
diversity zum Beispiel hieße, dass auch rechte Provinzler und Evangelikale aufgenommen werden müssten. Fokussiert man dagegen auf
Rassismus, ist man auf der sicheren Seite,
glaubt der Jurist Noah Feldman. "Ein gutes und faires Aufnahmeverfahren sollte nicht nur die Noten und Testergebnisse der Bewerber berücksichtigen, sondern auch die Hindernisse, mit denen sie konfrontiert sind. Dazu gehört die Erfahrung der strukturellen und wirtschaftlichen Ungleichheit, die in den Vereinigten Staaten zwangsläufig durch die Rasse beeinflusst wird. In diesem Sinne sollte die
historische Rassendiskriminierung ein Faktor bei der Zulassung sein - nicht als rückwärtsgerichtete Wiedergutmachung, sondern wegen ihrer anhaltenden Auswirkungen auf die derzeitigen Bewerber. Es ist nicht rechtswidrig, die Auswirkungen des Rassismus auf die Antragsteller zu berücksichtigen, vorausgesetzt, dass diese Auswirkungen
von Fall zu Fall anhand von Informationen, die sich aus Bewerbungsaufsätzen und soziologischen Bewertungen der Lebensumstände der Antragsteller ergeben könnten, berücksichtigt werden. Dies würde beispielsweise bedeuten, dass die
Rasse der Bewerber an sich die Zulassung nicht beeinflusst, sondern nur indirekt, insofern die generationenübergreifende Diskriminierung ihre Erfahrungen und Möglichkeiten geprägt hat." Der Charme dieses Vorgehens besteht für Feldman vor allem darin, dass man Afroamerikaner gegenüber
asiatischen Amerikanern bevorzugen könnte, ohne des Rassismus beschuldigt zu werden.
Außerdem: Elisa Gabbert
liest Gedichte von
A.
E.
Stalling und
Terrance Hayes. Alex Traub
berichtet über neue
nationalistische Lehrpläne in
Indien. Und Marcia Angell
liest Bücher zur
Opioid-
Krise in den USA.