Klappentext

Aus dem Englischen von Werner Schmitz, Thomas Gunkel, Isabel Bogdan, Dirk van Gunsteren, Gregor Hens, Jan Schönherr, Nikolaus Stingl. Es ist das Enthüllungsbuch, das die Präsidentschaft von Donald Trump erschüttert: Michael Wolffs "Feuer und Zorn" ist ein Sittengemälde der amerikanischen Politik unter Trump. Im Mittelpunkt ein Präsident, den seine Mitarbeiter wie ein kleines Kind behandeln, und der umgeben ist von Inkompetenz, Intrigen und Verrat. Michael Wolff beschreibt das Chaos, das in den ersten Monaten im Weißen Haus geherrscht hat, er enthüllt, wie nah die Russland-Verbindung an Trump herangerückt ist und wie es zum Rauswurf des FBI-Chefs Comey kam. Und er liefert erstaunliche Details über das Privatleben dieses Präsidenten. Über zweihundert Interviews hat Wolff mit den engsten Mitarbeitern des US-Präsidenten geführt, darunter auch der ehemalige Chef-Berater Stephen Bannon: Noch nie ist es einem Journalisten gelungen, das Geschehen im Weißen Haus so genau nachzuzeichnen. Herausgekommen ist das Porträt eines Präsidenten, der selbst nie damit gerechnet hat, die Wahl zu gewinnen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.04.2018

Wie Michael Wolffs Verleger wünscht sich auch Rezensent Alfred Defago offenbar, dass dieses Buch nicht existierte. Für Wolffs Verleger bedeutet diese Aussage freilich etwas anderes als für Defago: Einen guten Werbespruch, so schockierend seien die Enthüllungen des amerikanischen Autors im Weißen Haus unter Donald Trump. Defago hingegen meint es scheinbar ernst. "Faszinierend und abstoßend zugleich" nennt er Wolffs internationalen Bestseller über den amerikanischen Präsidenten und seine Mitarbeiter. Doch die Faszination ist eine, die aus der Abscheu geboren wurde - vor dem unfassbar dummen, schamlosen Verhalten Trumps, aber auch vor der "Machart" dieses Textes. Denn was angeblich "sorgfältig" recherchiert ist, beruht in Wahrheit auf - nicht nachgewiesenen - Gesprächen mit höchst unzufriedenen Mitarbeitern im Weißen Haus. Ein "lausig geschriebenes" Buch, meint der ablehnende Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 22.02.2018

Michael Naumann sieht den Erfolg von Michael Wolffs Reportage in ihrer Innenperspektive auf die himmelschreiende Inkompetenz des amtierenden US-Präsidenten. Den chaotischen Alltag im Weißen Haus unter Trump kann ihm der Autor auf unterhaltsame Weise und gemächlich die Palastintrigen aufzählend vermitteln. Dem Rezensenten präsentiert sich ein vulgäres, machtverliebtes, intrigantes Milieu, sodass ihm Trump schließlich sogar leidtut und er das unangenehme Gefühl bekommt, allzu intime Einblicke zu erhalten. Klatschgeschichten von höchster Stelle, meint Naumann.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.02.2018

Nichts Neues erfährt Rezensent Christian Schlüter aus Michael Wolffs Skandalbuch. Das Skandalöse ist längst eine Umdrehung weiter, meint er, das sieben Wochen nach Erscheinen ins Deutsche übersetzte Buch hoffnungslos veraltet. Tagespolitisch nutzlos und in Sachen Innenperspektive aus dem Weißen Haus für den Rezensenten auch eher enttäuschend, kann der Band Schlüter auch bei den politischen Einschätzungen nicht überzeugen. Aufreger an Aufreger aneinanderzureihen, genügt laut Rezensent aber nicht, obgleich Wolffs These, Trump habe gar nicht Präsident werden wollen, für Schlüter durchaus unterhaltsames Potenzial hat.