Heute in den Feuilletons

So gut, so gescheit und gütig

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
09.07.2009. Für die Welt ist mit Michael Jackson nicht nur der King of Pop, sondern der Pop selbst zu Grabe getragen worden. In der NZZ ruft der Politologe Jan-Werner Müller zu einer Stärkung der Parlamente auf. Spiegel Online fragt, warum Google es interessant findet, den Nutzern ein kostenloses Betriebssystem zu geben. Die taz berichtet, dass auch das iranische Kino nach den Wahlen zum Erliegen kam. In der Zeit appelliert Navid Kermani an die westlichen Regierungen, die Wahlen im Iran nicht anzuerkennen. Ebendort erliegt Martin Walser den Reizen Angela Merkels, aber er will auch was von ihr...

NZZ, 09.07.2009

Jan-Werner Müller, Politologe in Princeton, ruft dazu auf, die Parlamente wieder zu stärken und zu einem selbstbewussteren Akteur der Debatte zu machen. Die Schwächung der Legislative ist für ihn ein Prozess, der nicht erst mit der Globalisierung, sondern schon nach dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt hat. Eines ihrer Symptome: die Ethik-Kommissionen, "welche seit den neunziger Jahren fast überall gebildet wurden - sie sind sozusagen das zur Institution gewordene Abtun von Abgeordneten, denen man keine fundierten Urteile in komplexen philosophisch-moralischen Fragen zutraut. Dies gilt sogar in der Schweiz, wo man doch gleichzeitig dem Urteil des Volkes gegenüber immer noch viel offener ist als anderswo in Westeuropa."

Weitere Artikel: Uwe Justus Wenzel liest die neueste Enzyklika des Papstes, "Caritas in veritate". Besprochen werden Filme, darunter Moritz Gerbers Debüt "Tag am Meer" und Lucia Puenzos neuer Film "El nino pez", außerdem Bücher, darunter Kathrin Schmidts Roman "Du stirbst nicht" (mehr in unserer Bücherschau ab 14 Uhr).

FR, 09.07.2009

Beim "Abschreiten der Schautafeln" in der Ausstellung zur Zukunft des Humboldt-Forums, das dereinst die Berliner Schlossattrappe füllen soll, wird Harry Nutt ein bisschen blümerant zumute: "Vieles spricht jedenfalls dafür, dass die Ideenschmieden der sich wandelnden Weltgesellschaft sich nicht länger auf Immobilien festlegen lassen. Das Humboldt-Forum trägt die Last, der prominentsten nationalen Leerstelle einen Sinn einhauchen zu müssen."

Weitere Artikel: Christoph Schröder notiert mit Freude, dass ins Frankfurter Literaturhaus unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Joachim Unseld nun wieder Ruhe und eine erträgliche Arbeitsatmosphäre einkehren. Christian Thomas kommentiert den Beschluss der hessischen Landesregierung, nun doch keine Internationale Bauausstellung in der Region stattfinden zu lassen. Axel Brüggemann berichtet über Tarifauseinandersetzungen bei den Bayreuther Festspielen, die in diesem Jahr wegen Streiks zu Ausfällen führen könnten. Judith von Sternburg hörte Uwe Timms Frankfurter Poetikvorlesungen zu.

Besprochen werden Claude Chabrols neuer Film "Kommissar Bellamy" mit Gerard Depardieu, der Film-noir-Klassiker "Tote schlafen fest", der in neuen Kopien in die Kinos kommt, Konzerte des Kongsberg Jazz Festivals in Norwegen, Schillers "Turandot" in der Regie von Jens Daniel Herzog in München und ein Buch A. J. Lieblings über die klassische Ära des Boxsports (mehr hier).

Aus den Blogs, 09.07.2009

Eren Güvercin erklärt in seinem Blog grenzgängerbeatz einige Hintergründe zu den Protesten der Uiguren. Harsch kritisiert er die chinesische Bevölkerungspolitik: "Die chinesische Regierung führt bei den muslimischen Uiguren auch eine strenge Geburtenkontrolle durch, um so das natürliche Anwachsen der Uigurischen Bevölkerung aufzuhalten. Menschenrechtsorganisationen berichten auch von zahlreichen erzwungenen Abtreibungen und sogar von Todesfällen in diesem Zusammenhang."

Zwei chinesische Autoren haben innerhalb von 48 Stunden eine Michael-Jackson-Biografie geschrieben, erzählt Peter Glaser. Es versteht sich von selbst, dass keiner der beiden Autoren Jackson je getroffen oder interviewt hat. Lange Recherche war in diesem Fall einfach nicht drin: "'Die Fans können nicht monatelang warten', so Co-Autor Jiang Xiaoyu."

Rupert Murdoch hat der New York Times eine Kulturkrieg angekündigt, meldet Hamilton Nolan in Gawker. Das Wall Street Journal will ab nächstem Jahr in einem eigenen Kulturteil aus New York berichten. Denn die Times ist auf diesem Gebiet nach Ansicht Murdochs ein "Leichtgewicht".

(Via BoingBoing) Die Ankündigung Googles, ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln, stimmt den Autor und Filmemacher Douglas Rushkoff ausgesprochen froh. In The daily beast schreibt er: "In a sense, Google is just bringing computing back to the way it was supposed to be. When Steve Jobs toured Xerox PARC and saw computers running the first operating system that used Windows and a mouse, he assumed he was looking at a new way to work a personal computer. He brought the concept back to Cupertino and created the Mac, then Bill Gates followed suit, and the rest is history. What Jobs didn't happen to notice was that the computer operating system he witnessed and copied wasn't meant as a way to organize the software and data on a single machine - it was actually a way for computers on a network to share resources. Not only files, but the software to work with them. The computers themselves were to be just dummies - terminals from which to run software and access files that were stored on someone else's expensive computer. Instead, our operating systems have moved away from sharing and toward ownership."
Anzeige

Spiegel Online, 09.07.2009

Christian Stöcker beantwortet die Frage, warum Google es sinnvoll findet, den Nutzern neben all den anderen Diensten nun auch noch ein kostenloses Betriebssystem zur Verfügung zu stellen: "Für nicht wenige Internet-Nutzer, gerade auch hierzulande, sind Google und Internet ohnehin beinahe Synonyme. Die Google-Philosophie ist deshalb seit Jahren: Je wertvoller das Netz für den Nutzer wird, desto wertvoller wird Google."
Stichwörter: Google, Internet

TAZ, 09.07.2009

Im Iran ist die Filmproduktion praktisch zum Erliegen gekommen, berichtet Anke Leweke. "Die Stagnation der Kinoproduktion vor und nach Wahlen ist den iranischen Filmschaffenden allerdings nicht unbekannt. Schließlich muss man sich auf jeden neuen Kulturminister, Kino-Beauftragten und Vorsitzenden der Zensurbehörde neu einstellen. Vom ersten Expose bis zur Endfassung wird ein Filmprojekt von staatlicher Seite begleitet. Im Iran Kino zu machen, heißt eben auch, geschickt und hintersinnig mit der Zensur zu verhandeln und auf ihre Willkür und Unberechenbarkeit zu reagieren. So mancher Regisseur hat sich einen achselzuckenden Inschallah-Umgang mit den Behörden angewöhnt oder verarbeitet seine Erfahrungen mit sturen Beamten und revolutionsmoralistischen Vorgaben zu Anekdoten."

Weitere Artikel: Claudia Gass unterhält sich mit Christian Holtzhauer, Dramaturg am Stuttgarter Schauspiel, über sein internationales Projekt "Orient-Express", bei dem Theaterensembles aus Slowenien, Kroatien, Serbien, Rumänien und der Türkei entlang der Route des historischen Orientexpress in einem Zug eigens für das Projekt entwickelten Stücke aufführen. Ulrich Gutmair resümiert einen Schlagabtausch zwischen dem Kunsthistoriker und Philosophen Georges Didi-Huberman und dem Historiker Carlo Ginzburg in der Berliner Akademie der Künste, in dem es um die historische Einordnung und Interpretation des Mauerfalls und seiner Akteure ging. Besprochen wird eine DVD mit Filmen der österreichische Künstlerin Maria Lassnig.

Auf den Tagsthemenseiten kommentiert Jenni Zylka die Trauerfeier für Michael Jackson und sieht in deren dürftiger deutscher Fernsehaufbereitung einen Beleg für die höchst unterschiedliche Verankerung des Pop im patriotischen Selbstverständnis. Und in tazzwei staunt Joachim Lottmann über die "Oh-Lord-Semantik" der Veranstaltung, die die Negativberichterstattung der Medien über den Star konterkarierte.

Hier Tom.

Welt, 09.07.2009

Für Michael Pilz wurde mit der größten Show auf Erden nicht nur Michael Jackson beerdigt, sondern der Pop zu Grabe getragen: "Die Zeiten sind nicht mehr danach. Liz Taylor twittert, dass ihr nicht der Sinn nach öffentlicher Trauer steht. Madonna plagt der bürgerliche Neid auf Michael Jacksons Adel. Stars treten heraus aus YouTube-Videos. Barack Obama führt das Mutterland des Pop und redet mit den Russen. Michael Jackson wird in Mehrzweckhallen betrauert, die so heißen wie Mobilfunkmarken. Der Basar für Andenken im Internet schwillt an. Seine Musik beherrscht wieder die kümmerlichen Hitparaden. Wie im letzten Rausch kauft alle Welt seine CDs, als seien noch geheime Botschaften darauf verborgen."

Weitere Artikel: Hendrik Werner macht sich bedeutende Gedanken über die "zeichenhafte Repräsentation des Todes", selbstverständlich unter Bezugnahme auf Kantorowiczs Buch "Die zwei Körper des Königs". Thomas Elekat findet es absolut unverständlich, dass die ARD wegen der Übertragung der Trauerfeier die Tagesschau verschoben hat (glaubt aber nicht, dass dies auch beim Tod Nelson Mandelas auch passieren wird). Eberhard von Elterlein hat auf dem Berliner Independent Festival Filme gesehen, die es nie in die Kinos geschafft haben.

Besprochen werden Anselm Kiefers Trümmeroper "Am Anfang" (deren Gehalt für Sascha Lehnartz in keinem Verhältnis zu ihrem überdimensionierten Format stand), Claude Chabrols neuer Film "Bellamy" und Stefan Pauls Rio-Reiser-Porträt "Lass uns 'n Wunder sein" und die neue Staffel der von Sat.1 ins ZDF gewanderten Serie "Kommissar Rex".

SZ, 09.07.2009

Beeindruckt zeigt sich Wolfgang Schreiber von Gerard Mortiers Abschiedsgeschenk an die Pariser Oper - einem Musiktheaterabend unterm Titel "Am Ende", den Anselm Kiefer zur Musik von Jörg Widmann inszenierte. So sieht es aus auf der Bühne: "Kiefer hält es auch bei dieser Arbeit mit der Ästhetik des Restes. Aber anders als in seinen Bildern und Installationen ist die Ruinenlandschaft auf der bis in die Tiefe geöffneten Bühne von Personen belebt, das wird dem Betrachter erst allmählich klar in der Düsternis des Raums. In lehmfarbene Kleider gehüllte Menschen, mehr Lemuren, hocken auf kleinen Schutthalden, beklopfen Backsteine und schichten diese langsam zu schütterem Mauerwerk. Im Hintergrund irrt eine Frau in weißem Gewand wie ein verlorener Vogel zwischen den riesigen Turmruinen umher." (Mehr dazu in der New York Times und bei Bloomberg.)

Weitere Artikel: Über Authentizität der Bilder im Zeitalter von Twitter und Youtube denkt Martina Knoben nach. Alex Rühle kommentiert den Sachverhalt, dass George W. Bush die Saddam Hussein bei seiner Ergreifung abgenommene Pistole als zentrales Schmuckstück seiner Präsidenten-Bibliothek vorsieht. Knapp kommentiert Tobias Kniebe das plötzliche Aus für Steven Soderberghs Filmprojekt "Moneyball" mit Brad Pitt. Eva-Elisabeth Fischer porträtiert die Künstlerin Valie Export, die in diesem Jahr den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig kuratiert. Henning Klüver berichtet vom Literaturfestival "Insel der Geschichten" in Gavoi auf Sardinien. Johannes Willms meldet, dass die schon einmal gescheiterten Pläne für Kunst auf der Isle Seguin bei Paris wiederbelebt wurden.

Besprochen werden die Ausstellung "Anders zur Welt kommen" im Alten Museum, in der man sich von der möglichen Zukunft des Humboldt-Forums ein Bild machen kann ("aufregend interessant" findet Jens Bisky die Präsentation), die von Schorsch Kamerun inszenierte Leonard-Bernstein-Kurzoper "Trouble in Tahiti" in München, das "Procession Project" von Jeremy Deller mit dazugehöriger Ausstellung in Manchester, Claude Chabrols jüngster Film "Kommissar Bellamy", der Horrorfilm "Haus der Dämonen" und Bücher, darunter Valzyna Morts Gedichtband "Tränenfabrik" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

FAZ, 09.07.2009

Die Mehrheit der Han-Chinesen kann nicht begreifen, warum die Uiguren, die doch mit Sonderrechten ausgestattet sind, so heftig protestieren. Mark Siemons dagegen kann sich einige Gründe vorstellen: "Unverständlich bleibt für viele, dass alle Gunsterweise noch lange keine Rechte begründen, dass man sich unter der Kontrolle von Institutionen, in der grundsätzlich Menschen anderer Herkunft das Sagen haben, selbst daheim fremd fühlen kann und dass das jetzt geltende Muster des staatlich organisierten und durchgesetzten Kapitalismus mit anderen Lebensformen in Konflikt geraten kann - zumal dann, wenn seine Früchte ungleichmäßig verteilt sind."

Weitere Artikel: Etwas seltsam findet es Tobias Rüther, wie die Medien Michael Jackson plötzlich zum Heiligen hochschreiben. Aus Anlass einer Musterausstellung für Frankfurts Mitte wettert Dieter Bartetzko, der dabei sogar Ansprechendes fand, vorsichtshalber noch einmal gegen "die Hybris und die Elefantitis dreier Architektengenerationen". Dank der Glosse haben wir mehr Spaß an einer Berliner Veranstaltung zum Fall Kurras als Marcus Jauer, der dort war, ihn hatte. Marguerite Seidel hat Uwe Timms Frankfurter Poetikvorlesungen gehört.

Auf der Filmseite berichtet Verena Lueken vom Senza-Frontiere-Festival in Rom, wo sie auch den iranischen Regisseur Mahmoud Rasoulof traf, dessen jüngster Film "Gegenwind" dort zu sehen war. Rüdiger Suchsland hat beim Filmfest in München drei junge französische Regisseurinnen entdeckt. Michael Althen schreibt zum Tod des Drehbuchautors Jürgen Egger.

Besprochen werden Anselm Kiefers vom scheidenden Intendanten Gerard Mortier als Abschiedswerk in Auftrag gegebene Opern-Installation "Am Anfang" zu Musik von Jörg Widmann an der Pariser Oper, fünf Casanova-Monologe im venezianischen Palazzo Grimani, und Bücher, darunter Anne Fleigs Studie "Körperkultur und Moderne" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Zeit, 09.07.2009

Der Schriftsteller Navid Kermani, der die Proteste in Teheran selbst miterlebt hat, appelliert an die westlichen Regierungen, das iranische Wahlergebnis nicht anzuerkennen und das Regime Ahmadinedschads zu isolieren: "Eiszeit muss sein", erklärt er. "Die islamische Republik ist nicht mehr die gleiche wie vor den Wahlen; sie ist nicht mehr ein System mit rivalisierenden Machtzentren, das im Rahmen seines eigenen, engen Staatsverständnisses eine Prozess der öffentlichen Meinungsbildung zuließ und damit die Hoffnung auf einen Wandel von innen rechtfertigen mochte. Heute ist sie faktisch eine Militärdiktatur, die sich gegen die Mehrheit des eigenen Volks, aber auch gegen einen Großteil ihrer eigenen politischen und religiösen Eliten gestellt hat. In den Gefängnissen sitzen nicht nur Frauenrechtlerinnen, gewöhnliche Bürger, Studenten, sondern ehemalige Minister, Parlamentsangehörige, Geistliche, sogar einer der Führer der Botschaftsbesetzung von 1979. Das bedeutet für Iran zweierlei: Die Führung ist zum Äußersten entschlossen. Und sie hat mehr Gegner denn je."

"Ich behaupte, es sei noch keine Politikperson eine Stunde lang so klug, so gut, so gescheit und gütig gewesen wie Sie." Schriftsteller Martin Walser outet sich in einem offenen Brief an Angela Merkel als echter Fan der Kanzlerin, um dann einen Truppenabzug aus Afghanistan zu fordern: "Es mag meine Privatsache sein, dass ich glaube, Kriege seien unter gar keinen Umständen zu rechtfertigen. Aber daran erinnern darf ich doch, dass die Sowjetunion zwölf Jahre lang in Afghanistan Blut vergossen hat. Eigenes und afghanisches. Und der Effekt? Null."

Für das Feuilleton reist Peter Kümmel mit dem Theater-Projekt "Orient-Express" und verschiedensten Theatertruppen durch die Türkei, Rumänien, Serbien, Kroatien und Slowenien und stellt fest: "Es fehlt die eine Sprache, die von allen gesprochen wird. Im Ernstfall helfen nur noch Charisma und Tabak." Im Aufmacher befasst sich Eberhard Straub schon einmal mit der Kulturhauptstadt des nächsten Jahres, Essen; er meint, dass die kulturellen Wurzeln des Ruhrgebiets nicht in seinen Zechen, sondern in seiner aristokratischen und klerikalen Vergangenheit liegt. Ijoma Mangold konstatiert im Ost-West-Vergleich, dass in Sachen Städtestolz und konservativer Bürgerlichkeit das Wort von der ostdeutschen Avantgarde nicht ganz falsch war. Evelyn Finger möchte für künftige Denkmalsplanungen Freiheit und Einheit getrennt sehen. Die Medienwissenschaftler Stephan Weichert und Leif Kramp resümieren die derzeit gehandelten Finanzmodelle, die das große Zeitungssterben verhindern sollen. Thomas Groß erklärt die Pianistin und Musikerin Regina Spektor zur "Mitarbeiterin der Woche".

Besprochen werden die "Ring"-Aufführung der Berliner Philharmoniker in Aix-en-Provence, der Münchner "Lohengrin", die Ausstellung des Bildhauers Raimund Kummer im Bonner Kunstmuseum, Sacha Baron Cohens "Brüno"-Komödie und Chabrols "Bellamy" mit Gerard Depardieu.

Auf den Literaturseiten werden unter anderem Wolfgang Englers "Lüge als Prinzip" und Michal Zamirs Roman "Die Siedlung" besprochen.