Perlentaucher-Autor

Katrin Doerksen

17 Artikel

Katrin Doerksen, geboren 1991 in Oranienburg, hat Filmwissenschaft, Ethnologie und Afrikastudien in Mainz und Berlin studiert. Arbeitet als freie Filmkritikerin für kino-zeit.de, CulturMag, Tagesspiegel und andere. Weitere filmbezogene Texte finden sich auch auf ihrem Blog l’âge d’or.
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Unterschiedliche Glücksversprechen

Im Kino 28.12.2017 Zum Jahresabschluss traditionsgemäß: Kurze Texte zu Filmen, die leider (noch) nicht den Weg in die deutschen Kinos gefunden haben. Vorenthalten wurden uns Schammerl-Psychotrips, Verköstigungen roher Tier-Innereien, die Grenzen des Filmmaterials, nicht-abstrakte Vergnügen, friedliche Koexistenzen von Sex und Religion sowie kristallklare Breitwand-Bilder. Von Andrey Arnold, Nicolai Bühnemann, Katrin Doerksen, Lukas Foerster, Michael Kienzl, Karsten Munt

Das Beil schon in der Hand: Liu Jians 'Have a Nice Day' (Wettbewerb)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2017 "Freiheit?" lacht eine Figur in "Hao Ji Le" ("Have A Nice Day") einmal verächtlich. Drei Sphären von Freiheit gebe es, erklärt sie dann: die des Bauernmarktes, dort kaufe man, was es gerade gibt. Dann die des Supermarktes, dort hat man die freie Auswahl. Und drittens die Sphäre des Online-Shoppings. Eine Erklärung folgt darauf nicht mehr, aber das Prinzip ist klar. Von Katrin Doerksen

Über alle Maßen pessimistisch: "El bar" von Alex de la Iglesia

Außer Atem: Das Berlinale Blog 15.02.2017 Millionenfach vergrößerte Zellen, Milben, Bakterien und Viren schieben sich in den Opening Credits von "El bar" über die Leinwand. Im letzten Bild der Sequenz erblühen weiße Sporen aus dem Schwarz. Als der Name des Regisseurs erscheint, versetzt sich die Kamera in eine Rückwärtsbewegung und offenbart: sein Name, von Schimmelblüten umrankt, ist nichts anderes als ein Plakat an einer über und über beklebten Werbewand, an der die Leute vorbeirennen, ohne Notiz zu nehmen. Von Katrin Doerksen