Mehr Helden, mehr Götter, mehr Bösewichte: "Creation of the Gods I" Wenn Hollywood wildesSpektakelkino nicht mehr hinkriegt, übernimmt eben China den Job, lautet Lukas Foersters Fazit im Perlentaucher nach Wuershans Fantasy-Klopper "Creation of the Gods I: Kingdom of Storms", der zwar wie einst die Filme der legendären Shaw-Brothers auch auf einem chinesischen Epos aus dem 16. Jahrhundert basiert, mit den Kostüm- und Kampf-Filmen der beiden Hongkong-Produzenten aber kaum mehr etwas gemein hat. Stattdessen: Eine Fülle an Überfülle an Plot, wahnwitzigen Ideen und irren Setpieces: "Es geht einfach immer weiter: mehrHelden, mehrGötter, mehrBösewichter, mehr Verstrickungen, mehr kinetische Monsterfights, mehr - aber längst nicht genug; das sind die besten Szenen - Fuchs-Fatale-Erotik. ... Erstaunlicherweise bleibt das Gesamtbild, der Fülle an Erzählmaterial zum Trotz, auch für Nichtkenner des Stoffs lange einigermaßen überschaubar. Die Integration von physischen Schauspielerkörpern und dem sie umgebenden digitalen world building fühlt sich ebenso organisch an wie das Ineinander von 'historischem' Schwertkampf-Schlachtegemälde (die Shang-Dynastie existierte wirklich und beherrschte China zwischen dem 18. und 11. Jahrhundert vor Christus) und Fantasy-Elementen."
Hipgnosis-Klassiker: Das Cover zum Album "Elegy" von The Nice Mit ihren Plattencovern sorgte Hipgnosis in den Siebzigern für Aufsehen und schuf damit die Grundlage für einen bis heute anhaltenden Ruhm. Jetzt hat der Forograf und Regisseur AntonCorbijn mit "Squaring the Circle" dem britischen Designstudio einen Dokumentarfilm gewidmet. Er ist eine Reise zurück ins Zeitalter der Pop-Megalomanie: "Storm Thorgerson, ausgestattet mit einem 'Ego auf Planetgröße', hatte großspurige Ideen ohne Ende, und Aubrey Powell war für die Ausführung zuständig", erzählt Christian Schröder im Tagesspiegel. "Die Budgets waren gewaltig. Für eine Plattenhülle von The Nice hatten sie schon vorher rote Bälle nicht in irgendeiner Wüste, sondern gleich in der Sahara platziert. Nun ließen sie für das Led-Zeppelin-Album 'Houses Of The Holy' mit Gold und Silber bestäubte Kinder einen Felsen an der irischen Küste erklimmen. Und fürs Coverbild von 'Look Here' von 10cc, auf dem ein Schaf auf einer Psychoanalytiker-Couch vor der Meeresbrandung hockt, flogen sie nach Hawaii."
"Die wilden Geschichten hinter den Plattencovern sind alle toll", schwärmt auch Annett Scheffel in der SZ. Tazlerin Jenni Zylka gähnt bei diesem "Sammelsurium aus affirmativen Erinnerungen. ... Am spannendsten wird der Film, wo er versucht, die Rezeptionsunterschiede zwischen analogem und digitalem Arbeiten herauszustellen: Wenn auf einem Cover von The Nice scheinbar 60 rote Fußbälle in der Sahara liegen, dann lagen sie wirklich da - und das aufwendige, sündhaft teure Fotoshooting, bei dem die Bälle auch noch unaufgeblasen aus England eingeflogen wurden, kündet von der fatalen Mischung aus 'success and excess', aus der Rockmusik in den Siebzigern bestand. Und die mit der geheimnisvollsten aller Hipgnosis-Ideen, dem Spektrumspyramiden-Cover zu Pink Floyds 'The Dark Side of the Moon' auch immer das Gegenteil der Megalomanie mitdachte."
Weitere Artikel: In der FAZempfiehlt Matthias Hannemann MikhaëlHers' Drama "Passagiere der Nacht" mit CharlotteGainsbourg, das aktuell in der Arte-Mediathek zu sehen ist (hier unsere Kritik). Im Standarderklärt Jakob Thaller, wie das Produktionsteam der Oscarverleihung Messi, den sensationellen Border Collie aus "Anatomie eines Falls", ins Publikum getrickst und zum Klatschen gebracht hat.
Besprochen werden GeorgMaas' Kafka-Liebesfilm "Die Herrlichkeit des Lebens" (FR, Tsp, taz, FD), zwei neue, im Kino gezeigte Kurzfilme von PedroAlmodóvar (Tsp), MaryamKeshavarz' Culture-Clash-Komödie "The Persian Version" (Tsp, FD, Presse), JadeBartletts Highschool-MeToo-Drama "Miller's Girl" (FR, Welt, FD), MikeMitchells Animationsfilm "Kung Fu Panda 4" (FAZ), die deutsche Netflix-SF-Serie "Das Signal" (Presse) und die vierte Staffel von "True Detective" (NZZ). Außerdem informiert die SZ, welche Filme sich lohnen und welche nicht. Und hier der Überblick beim Filmdienst über alle aktuellen Kinostarts.
"Mit einem entschiedenenEinerseits-andererseits" wendet sich der Aufsichtsrat der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH nach einer Sondersitzung am Montag zum Eklat um die Berlinale-Abschlussgala an die Öffentlichkeit, kommentiert Andreas Kilb in der FAZ: Berlinale und Künstler sollten getrennt voneinander aufgefasst werden, die Meinungsfreiheit für Künstler auch weiterhin geschützt bleiben und die Möglichkeit zur Gegenrede eingeräumt werden. "Mit anderen Worten: Das Gewürge um israelische Politik, deutsche Verantwortung und palästinensische Opfernarrative geht weiter, das Festival hat immer noch den Schwarzen Peter, nur soll es ihn künftig offen ausspielen." Lieber "sollte Claudia Roth die Freiheit der Berlinale verteidigen, auch falsche, einseitige und politisch abwegige Meinungsäußerungen zuzulassen. Sie muss ihnen ja nicht von der ersten Reihe aus applaudieren."
Große Worte, wenig Ergebnis - so lautet auch Sonja Zekris Fazit in der SZ: "Das ist einerseits eine Selbstverständlichkeit: Was das Grundgesetz schützt, darf überall und natürlich auch auf einer Kulturveranstaltung geäußert werden. Raum für Gegenrede hätte es auf der Berlinale ebenfalls gegeben - nur ist er aus möglicherweise sehr unterschiedlichen Gründen nicht genutzt worden. Andererseits ahnt man in der Formulierung des Beschlusses eine Tendenz, die wenig mit dem Nahostkonflikt, aber viel mit der deutschenInnenpolitik zu tun hat. Die Forderungen nach staatlichen Eingriffen in Kunst und Kultur im Namen der Antisemitismus-Bekämpfung werden lauter. Viele sehen das mit Sorge."
Auch bei der Oscarverleihung gab es einen Eklat um eine Dankesrede: "Zone of Interest"-Regisseur Jonathan Glazer sprach sich nach seiner Auszeichnung dagegen aus, dass "jüdische Identität und der Holocaust gekapert" würden, um die israelische Politik zu legitimieren, und gab zumindest implizit dieser auch eine Mitschuld am 7. Oktober. Nun regt sich (etwa in den Instagram-Storys der Schriftstellerin Mirna Funk), auch Kritik an seinem Film, der jüdisches Leid in die Unsichtbarkeit dränge, schreibt Marie-Luise Goldmann in der Welt: "Hat das Nicht-Zeigen jüdischer Menschen in 'The Zone of Interest' die antisemitische Gewalt, statt sie umso bedrohlicher hervortreten zu lassen, im Gegenteil ausgelöscht, von der Bildfläche verabschiedet, in Vergessenheit sinken lassen? Ein Vorwurf, von dem der Film bislang verschont blieb, erscheint nach Glazers Rede plötzlich plausibel. Glazers Warnung, der Holocaust werde missbraucht, um die Angriffe auf Gaza zu rechtfertigen, entbehrt insofern nicht einer gewissen Ironie, als er selbst im Live-Fernsehen auf der Bühne den Holocaust und seinen brillanten Film über den Holocaust für seine eigene politische Agenda instrumentalisierte."
Zahlreiche jüdische Organisationen in den USA wenden sich in aller Entschiedenheit gegen Glazers Auftrit, berichtet Etan Vlessing im Hollywood Reporter, darunter etwa auch DavidSchaecter, der drei Jahre in Auschwitz und ein Jahr in Buchenwald überlebt hat: "Sie sollten sich dafür schämen, Auschwitz dafür herzunehmen, um Israel zu kritisieren", schreibt der Präsident der Holocaust Survivor's Foundation USA in einem offenen Brief. "Es ist skandalös, dass Sie annehmen, für die sechs Millionen Juden, darunter anderthalb Millionen Kinder, sprechen zu können, die einzig und allein wegen ihrer jüdischen Identität ermordet wurden. ... Die 'Besatzung', von der sie reden, hat nichts zu tun mit dem Holocaust. Die Existenz jüdischer Menschen im Lande Israel und deren Recht, dort zu leben, geht dem Holocaust um Jahrhunderte voraus. Die heutige politische und geografische Landschaft ist das direkte Resultat von Kriegen, die von früheren arabischen Anführern begonnen wurden, weil sie jüdische Menschen nicht als ihre Nachbarn in unserem historischen Heimatland akzeptieren wollten."
Weitere Artikel: Claudius Seidl (FAZ) und Daniel Kothenschulte (FR) schreiben zum Tod des Regissseurs PercyAdlon. Besprochen werden CatherineCorsinis "Rückkehr nach Korsika" (taz), zwei neue, ab morgen in den Kinos gezeigte Kurzfilme von PedroAlmodóvar (Welt) und Jade Halley Bartletts romantische Komödie "Miller's Girl" (Standard).
Die Feuilletons betreiben weiter Oscar-Nachlese. "Noch nie gab sich eine Oscar-Verleihung derart offen gegenüber der traditionellen Antithese zu Hollywood, dem europäischenFestivalkino", lautet das Fazit von Daniel Kothenschulte in der FR. Der Goldjungen-Regen für "Oppenheimer" geht nach Marius Nobachs Ansicht (Filmdienst) nicht bloß auf einen Prestigefilm nieder: "Die Bereitschaft, sich in dieser Ausführlichkeit und formalenRaffinesse mit der Frage nach der Verantwortung auseinanderzusetzen, ist im Kino selten geworden. Auch deshalb gibt 'Oppenheimer' Anlass zur Hoffnung für mehr Wagemut und Originalität, gerade im US-amerikanischen Filmgeschäft." Diese Oscarverleihung stand ganz im Zeichen der Restauration, findet Andrey Arnold in der Presse: "#OscarsSoWhite, #MeToo, die Streiks der Schauspieler und Drehbuchautoren, das Schreckgespenst KI - all das schien bei der heurigen Hollywood-Gala im Dolby Theatre in weiter Ferne zu liegen. ... The show must go on, ein bisschen Spaß muss sein: Gelassenheit war die Devise des Abends." Weitere Resümees des Abends schreiben Jenni Zylka (taz), Tobias Kniebe (SZ) und Dietmar Dath (FAZ).
Einige der Stars traten bei der Oscar-Verleihung mit einem auffälligen Pin auf. In einem roten Kreis wurde eine rote Hand gezeigt, auf ihre Handfläche ist noch ein schwarzes Herz gezeichnet. Die Hand ist das Signet der Initiative "Artists Call for Cease Fire Now". Die Hollywood-Stars sind sich der finsteren Symbolik des Zeichens offenbar nicht bewusst, schreibt Thierry Chervel im Perlentaucher. "Für Israelis verknüpft sich mit der roten Hand nämlich eine ganz klare Assoziation. Im Oktober 2000 hatten sich zwei israelische Reservisten, Vadim Nurzhitz und Yossi Avrahami, nach Ramallah verirrt. Sie wurden erst von der Polizei aufgegriffen, dann von einer mordlustigen Menge auf das Sadistischste gelyncht. Die umstehende Menge geriet in einen seit dem 7. Oktober auch der Weltöffentlichkeit bekannten Blutrausch. Am Fenster zeigte einer der Mörder seine vom Blut geröteten Hände vor."
Jonathan Guggenberger ärgert sich im taz-Kommentar nicht nur über diese roten Buttons, sondern auch über die Dankesrede von JonathanGlazer zur Auszeichnung seines Auschwitz-Films "The Zone of Interest" als "bester internationaler Film", da der Regisseur seinen Film auch als Kommentar zur Gegenwart des Nahostkonflikts verstanden wissen will: "Auf die Dehumanisierung in Auschwitz folgt die Dehumanisierung von Palästinensern - Israelis sind die neuen Nazis. Denn: Nicht nur für die tatsächlich unmenschlichen Zustände in Gaza ist die israelische 'Occupation' verantwortlich. Auch für das Massaker der Hamas am 7. Oktober. Getreu dem Motto: Die Juden sind selbst schuld, wenn sie gehasst werden. Oder: Palästinensische Terroristen besitzen keine Agency, sie sind nur Opfer ihrer jüdischen Verhältnisse."
Weitere Oscar-Betrachtungen: ChristopherNolan musste sehr lange auf seinen ersten Regie-Oscar warten, hält Marian Wilhelm im Standard fest. Konstantin Nowotny freut sich im Freitag über den bereits zweiten Oscar für BillieEilish. Carolin Ströbele berichtet einer Reportage für Zeit Online von ihrer Reise an der Seite des für Deutschland nominierten Regisseurs İlkerÇatak zur Oscarverleihung.
Außerdem: Für die FRplaudert Marc Hairapetian mit Adam Sandler über dessen neuen Film "Spaceman". Fritz Göttler schreibt in der SZ zum Tod des Regisseurs Percy Adlon. Besprochen wird die Netflix-Serie "Supersex" über das Leben von Pornostar RoccoSiffredi (Welt).
Die Oscars sind vergeben: "Oppenheimer" ist mit sieben Goldjungen (darunter "bester Film", "beste Regie", "Bester Hauptdarsteller" - Cillian Murphy - und "Bester Nebendarsteller" - Robert Downey Jr.) der Abräumer des Abends in fast allen Hauptkategorien, gefolgt von "Poor Things" (unsere Kritik) mit vier Auszeichnungen, darunter "beste Hauptdarstellerin" für EmmaStone, die damit Sandra Hüller geschlagen hat. Martin Scorseses für zehn Oscars nominierter "Killers of the Flower Moon" (unsere Kritik) ging völlig leer aus. Der Oscar für den besten internationalen Film geht an Jonathan Glazers "Zone of Interest" (unsere Kritik), der damit "Perfect Days" von Wim Wenders (unsere Kritik) und "Das Klassenzimmer" von İlker Çatak (unsere Kritik) schlägt. Zusammenfassungen des Abends liefern unter anderem Variety, Tagesspiegel und FAZ.
"Nachdem die Oscars 2023 ein verrücktes, migrantischesFest waren, stimmte die Academy heuer für das klassische, technikverliebteKinomitmaskulinemTouch, den Nolan wie kein anderer der heuer nominierten Regisseure ausstrahlt", resümieren Valerie Dirk und Jakob Thaller im Standard den Abend. Tatsächlich, "Oppenheimer" ist kein "quirliger Zeitgeist-Film wie im vergangenen Jahr 'Everything Everywhere All at Once'", konstatiert auch Andreas Scheiner in der NZZ. "Hätte die knapp 10 000 köpfige Akademie weitermachen wollen, wo sie aufgehört hat, wäre 'Barbie' in seiner verspieltenWokeness der naheliegende Gewinner gewesen. Oder auch die Komödie 'Poor Things' von Yorgos Lanthimos." Auch SZ-Kritikerin Susan Vahabzahdeh sieht mit diesem "klaren Sieger, den tatsächlich sehr viele Zuschauer gesehen haben", die "Rückkehr zu alten Oscar-Traditionen" vollzogen. "Dazu passte die Show dann auch ganz gut. Schon weil so viele Hollywood-Größen im Publikum und auf der Bühne dabei waren - Martin Scorsese und Robert De Niro (für 'Killers of the Flower Moon'), Jamie Lee Curtis, Steven Spielberg und Al Pacino, die Preise vergaben."
Mehr zu den Oscars: Dians Weis spricht für Zeit Online mit der Kostüm-Designerin HollyWaddington, die für ihre Arbeit in "Poor Things" ausgezeichnet wurde. SandraHüller hat dann zwar doch keinen Oscar bekommen, aber dafür kann man sich in der Arte-Mediathek mit ihren frühen Filmen trösten, die Fritz Göttler in der SZempfiehlt. Und RyanGosling in Pink, der gemeinsam mit Slash seinen Barbie-Hit "I'm Just Ken" zum Besten gibt, sollte man gesehen haben:
Abseits von Hollywood: Bert Rebhandl arbeitet sich für die FAS durch die aktuellen Neuveröffentlichungen von PedroAlmodóvar. Besprochen wird Éric Gravels "Julie - eine Frau gibt nicht auf" (online nachgereicht von der FAZ).
Bekümmert stellt Claudius Seidl in der FAZ nach den Enthüllungen um OliverStone (unser Resümee) den Niedergang des Regisseurs in die Verbitterung und Käuflichkeit fest. "Spätestens seit 'Natural Born Killers' ist Oliver Stone ein Autokrat der Blicke und der Montage. Den freien Blick auf die Mehrdeutigkeiten einer Szene, die Offenheit der Bilder für widersprüchliche Deutungen, das alles schien ihn auf einmal nicht mehr zu interessieren." Und doch findet Seidl bemerkenswert, wie der Filmemacher in "The Putin Interviews" von 2017 "mit extravaganten Kamerapositionen und eigenwillig rhythmisierten Schnitten den monotonen Singsang Putins zum Tanzen zu bringen versuchte. Gerade deshalb wäre es jetzt hilfreich, wenn Amazon den Kasachstanfilm auch in Europa zugänglich machte. Dass propagandistische Absichten sich nicht so einfach in Filmszenen übersetzen lassen, weiß jeder Autokrat, der von den bewegten Bildern etwas versteht. Und wer weiß, womöglich hat die Kamera ja etwas gesehen, was Nasarbajew und seine Leute gar nicht zeigen wollten."
Hollywood ist zwar im Niedergang - selbst Filme mit Menschen in Strampelhosenkostümen entpuppen sich mehr und mehr als absolutes Senkblei an den Kassen. Dennoch behauptet sich die Oscarverleihung, die morgen Nacht ansteht, "als eine der wenigen verbliebenen Bastionen eines kulturellenUniversalismus", schreibt Philipp Bovermann in der SZ und staunt über diesen Jahrgang: Die Academy feiert "relevante Bewegungen in der Filmbranche. Um das Bestehende zu bewahren, das wusste schon Franz Josef Strauß, muss man sich an die Spitze des Fortschritts stellen, sonst wird man davon überrollt. Der Akademie ist das gelungen." Das "Feld der nominierten Filme und Künstler enthält in diesem Jahrmit das Beste der gegenwärtigen Filmkunst. Und die findet eben, nicht zuletzt wegen der internationalen Plattformen der Streamer, längst auch außerhalb Hollywoods statt." Auch EdwardBerger, Regisseur des im letzten Jahr mit Oscars überhäuften "Im Westen nichts Neues", schwärmt im Gespräch mit der Welt von diesem "wahnsinnigstarkenJahrgang". Für den Standardporträtiert Valerie Dirk SandraHüller, die mit etwas Glück in der Sonntagnacht ihren aktuellen Run mit einem Goldjungen adeln kann.
Weitere Artikel: Der Filmdienstspricht mit IsabelHerguera über ihren Animationsfilm "Sultanas Traum". WernerHerzogspricht mit der BerlinerZeitung über das Wesen der Wahrheit, worüber er gerade auch ein Buch geschrieben hat. Sissy Rabl unterhält sich für die Presse mit dem österreichischen Kameramann Martin Gschlacht, der auf der Berlinale für seine Arbeit am Horrorfilm "Des Teufels Bad" (unser Resümee) mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.
Besprochen werden MichaelManns nur auf Amazon Prime statt im Kino gezeigtes Biopic "Ferrari" (FAZ, unsere Kritik hier), EthanCoens "Drive-Away-Dolls" (FAZ, Standard, unsere Kritik), MikeMitchells Animationsfilm "Kung Fu Panda 4" (taz), der auf Netflix gezeigte Science-Fiction-Film "Spaceman" mit AdamSandler (Presse), Stephen Frears' Serie "The Regime" mit Kate Winslet (online nachgereicht vom TA für die SZ), UlrikeKoflersARD-Serie "Sexuell Verfügbar" (FAZ), die ZDF-Serie "Pumpen" (FAZ) und die ZDF-Krankenhausserie "Push" (Presse).
Wird nie kalt: "Das Signal" (Netflix) Florian David Fitz hat mit "Das Signal" einen deutschen Science-Fiction-Vierteiler für Netflix gedreht. Elmar Krekeler packt da in der Welt ein derart überschäumend-ergriffener Enthusiasmus, das man fast gewillt ist, das Lob als Ironie zu verstehen. Jedenfalls "geht es - das nebenbei - in den vier Stunden, die man dem 'Signal' unbedingt geben sollte, vor allem ums Hören, ums Zuhören, ums Verstehen von dem, was man hört, ums Senden und ums Empfangen. ... Die Erzählökonomie kann einen geradezuglücklich machen. Zumal es nie kalt wird in den auch philosophisch und historisch weiten Räumen, durch die 'Das Signal' hallt. Weil eine unheimliche Wärme von Paula und Sven und Charlie ausgeht, Peri Baumeister und Florian David Fitz und der ganz wunderbaren Yuna Bennett. Um sie herum kreist im Cast ein ziemlich großes System von Sternen - Katharina Thalbach, Meret Becker, Uwe Preuss, Katharina Schüttler. Und allesamt nutzen sie die wenige Zeit, die ihnen oft bleibt, zu feinenCharakterstudien." Matthias Kalle auf Zeit Online hingegen streckt bei all dem Mystery-Mumpitz die Waffen: "Mit den Mitteln der Kritik kann ich dieser Serie nicht gerecht werden, denn ich habe im Prinzip gar nichts verstanden." Weshalb er es mit dem Rezensieren auch sein lässt und stattdessen 33Verständnisfragen an Netflix formuliert.
Bestellen Sie bei eichendorff21!Im Tagesspiegel-Gespräch mit WernerHerzog über das Wesen der Wahrheit (darüber hat der Filmemacher gerade einen Essay geschrieben) gibt sich der bajuwarische Autorenfilmer erneut kampfeslustig. Unter anderem kommt die Sprache auch darauf, wie sich KI auf Drehbücher auswirkt. "Vermutlich werden sie schlechter. Künstliche Intelligenz wird niemals in der Lage sein, ein Drehbuch von dem Kaliber zu schreiben, wie ich es kann. Sie wird auch niemals Filme herstellen, die so großartig sind wie meine."
Auf Artechockkommt Rüdiger Suchsland Oliver Stone zu Hilfe, dem nach Recherchen vorgeworfen wird, sich von autoritären Machthabern für schmeichelhafte Filme bezahlen zu lassen (unser Resümee): Der Regisseur "ist sicherlich jemand, der von der Macht fasziniert ist, auch von ihren Abgründen. ... Auch mit Filmen, die vom Ausland erzählen, kritisiert er eigentlich seine eigene Heimat. Er ist einLinker, einContarian, einer der selten viel Geld vom großen Hollywood bekommt. Man sollte diese ganzen Enthüllungen darum jetzt zumindest auch daraufhin befragen, warum es denn ausgerechnet einen unabhängigen linken Filmemacher trifft? Einen der immer umstritten war? Es trifft dagegen nicht die Hollywood-Konzerne, die sämtlich sehr wohl mit den ganzen Ländern, die hier erwähnt werden, Geschäfte machen."
Weitere Artikel: Wolfgang Lasinger resümiert für Artechock die iranischenFilme, die in diesem Jahr auf der Berlinale liefen. Dazu passend ist in Berlin gerade die fünfzehnminütige Videoinstallation "The Fury" der iranisch-stämmigen Filmemacherin und Künstlerin ShirinNeshat zu sehen, berichtet Birgit Rieger im Tagesspiegel. Thomas Willmann spricht für Artechock mit der Filmemacherin HelenBritton über ihren Dokumentarfilm "Hunter from Elsewhere". Magdalena Pulz stellt in der SZ das TikTok-ComedyphänomenPalomaDiamond vor, eine fiktive Schauspielerin, die angeblich schon neunzehnmal - und jedes Mal erfolglos - für den Oscar nominiert wurde. In der FAZgratuliert Claudius Seidl der Filmproduzentin ReginaZiegler zum 80. Geburtstag.
Besprochen werden MichaelManns "Ferrari" (critic.de, unsere Kritik), EthanCoens "Drive-Away Dolls" (critic.de, unsere Kritik), Severin Fialas und Veronika Franz' Arthaus-Horrorfilm "Des Teufels Bad" (Standard) und StephenFrears' Serie "The Regime" mit KateWinslet (NZZ).
Anmut in der Trauer ums Paradies: "Ferrari" von Michael Mann MichaelManns neuer Film "Ferrari" ist leider nur auf Amazon Prime und nicht im Kino zu sehen. Seinen Titel trägt das Biopic dabei wohl eher aus Marktkalkül, glaubt Robert Wagner im Perlentaucher: Jedenfalls weiß man nach dem Film nur ein bisschen mehr über EnzoFerrari (Adam Driver), hat aber "einer zutiefst universellenErzählung" beigewohnt. "Manns Film zeichnet nicht das Porträt eines Rennstalls, sondern malt das Porträt eines Lebens in der Gegenwart, das aus der Perspektive eines verloren gegangenen (oder nie erreichten) Paradieses immer beschwerlich wirkt. Die größte Qualität von 'Ferrari' ist, dass eben dies nicht als triste, bedeutungsschwere Erkenntnis präsentiert, sondern mittels eines eleganten, lustgesteuerten, zuweilenmakabrenGenrefilm gefeiert wird."
Weitere Artikel: Die Enthüllungen um OliverStone, der nach Recherchen von unter anderem Spiegel, ZDF und Standard offenbar bei autoritären Machthabern die Klinke putzt, um sie für schmeichelhafte Porträtfilme zu gewinnen (unser Resümee), hätte man bereits 2022 bringen können, schreiben Tobias Kniebe und Susan Vahabzadeh in der SZ - zumindest lagen schon damals entsprechende Informationen auf dem Tisch, die die SZ selbst damals allerdings auch nicht aufgegriffen hat. In der FRverneigt sich Daniel Kothenschulte vor der Schauspielkunst von SandraHüller, die sich Hoffnungen auf einen Oscar machen kann. Für die Welt plaudert Hanns-Georg Rodek mit EthanCoen und TriciaCooke über deren lesbische Krimikomödie "Drive-Away Dolls" (unsere Kritik). Patricia Kornfeld empfiehlt im Standard das Wiener Festival "Tricky Women Tricky Realities" mit Animationsfilmen von Frauen.
Besprochen werden EricGravels Sozialdrama "Julie - Eine Frau gibt nicht auf" (FD, SZ), VeitHelmers queeres Liebesdrama "Gondola" (FD, SZ), die DVD-Ausgabe von AdilElArbis und BilallFallahs "Rebel" (taz), Johan Rencks auf Netflix gezeigter Science-Fiction-Film "Spaceman" mit AdamSandler (FR), FlorianDavidFitz' auf Netflix gezeigte Science-Fiction-Serie "Das Signal" (Welt), die Sky-Serie "Mary & George" mit JulianneMoore (Tsp) und die auf Disney+ gezeigte Serie "Shōgun" (Presse). Außerdem meldet die SZ, welche Filme sich in dieser Woche lohnen und welche nicht. Und hier der Überblick des Filmdiensts über alle Starts in dieser Woche.
OliverStone lässt sich von autoritärenMachthabern für schmeichelhafte "Dokumentarfilme" kaufen - das jedenfalls behauptet ein Rechercheteam, dem unter anderem der Spiegel, das ZDF und der österreichische Standard angehören. Anstoß zur Recherche gab "Qazaq": Das in der Originalfassung achtstündige Porträt über den kasachischen Langzeit-Präsidenten NursultanNasarbajew ließ nach der Premiere in Kasachstan 2021 die Filmwelt die Stirn runzeln - und wurde, wie sich nun herausstellt, von Nasarbajew selbst über Umwege finanziert. Unklar ist, wie es sich mit Stones früheren Filmen über Castro, Chavez und Putin verhält. Hinter dem kasachischen Film steckte seitens Stone und seiner Geschäftspartner aber offenbar der Versuch eines Franchise: Aus Unterlagen gehe "hervor, dass Nasarbajew nur einer von mehreren umstrittenen Herrschern war, mit denen Stone und seine Partner ins Geschäft kommen wollten. Ob der belarussische Diktator AlexanderLukaschenko, der türkische Präsidenten RecepTayyipErdoğan oder Aserbaidschans Autokrat IlhamAlijew - sie alle hätten ebenfalls Hauptdarsteller einer schillernden 'Oliver Stone Documentary' werden können, wenn man sich einig geworden wäre. ... Offenbar war sich Stone bewusst, wie problematisch sein Vorgehen war. In einer geleakten E-Mail schreibt sein Produzent, Stone wolle im Interview die mangelnden Menschenrechte beziehungsweise 'Fälle ihrer Verletzung' ansprechen - als 'eine Art Versicherung', damit ihm im Nachgang 'niemand vorwirft, diese Fragen nicht gestellt zu haben'. In der veröffentlichten Zweistundenversion von 'Qazaq' ist von Menschenrechtsfragen allerdings keine Spur."
Außerdem: Die US-Filmindustrie sieht in Claudia Roths Plänen zur Reform der Filmförderung keine zusätzlichen Anreize um in Deutschland zu produzieren, berichtet Christian Meier in der Welt. Außerdem wirft der Jüdische Weltkongress Roth nach der Berlinale mangelndes Engagement gegen Antisemitismus vor, meldet Evelyn Finger auf Zeit Online. Wolfgang Hamdorf spricht für den Filmdienst mit der Regisseurin LéaTodorov über ihr (im Tagesspiegelbesprochenes) Spielfilmdebüt "Maria Montessori".
Besprochen werden ClaudiaRicharz' Porträtfilm "Aufräumen" über die Filmemacherin HelkeSander (Tsp), ÉricGravels "Julie - eine Frau gibt nicht auf" (taz),die Serie "Shōgun" (Welt) und die Amazon-Serie "Die Discounter" (Jungle World).
Andreas Scheiner formuliert in der NZZ Vorbehalte gegenüber JonathanGlazers "The Zone of Interest" (unsere Kritik), da der Film den antisemitischen Hass seiner Figuren nicht zu fassen kriegt und den Holocaust auf ein kaltes, logistisches Unternehmen reduziert. Als Auschwitz-Kommandant Höß die "Pläne für ein neues Krematoriumssystem vorstellt, redet er von der 'Ladung', die möglichst effizient verbrannt werden müsse." Sicher, "HannahArendt betonte in ihrem Bericht zu Adolf Eichmann und der 'Banalität des Bösen', dass die Sprache der Nazis darauf aus war, die Ermordung der Juden möglichst zu abstrahieren". Doch Höß "war schon in den Zwanzigerjahren ein glühenderJudenhasser, der gerne selber Hand anlegte. Indem Glazer ihn auf den grauen Technokraten reduziert, riskiert der Film eine Trivialität des Bösen."
Außerdem: Jakob Thaller führt im Standard durch das Programm des JüdischenFilmfestivalsin Wien. Für die FAZspricht Mina Marschall mit der Unterwasser-Kamerafrau ChristinaKarliczekSkoglund über deren in der ARD gezeigte Doku "Geister der Arktis".
Besprochen werden StephenFrears' Serie "The Regime" mit KateWinslet (taz, FAZ), EthanCoens lesbische Krimikomödie "Drive Away Dolls" ("schlingert von einem Humorschlagloch in den nächsten Witzgraben", muss Nadine Lange im Tagesspiegel feststellen), die Netflix-Serie über AlexanderdenGroßen, die in Griechenland wegen einiger homosexueller Liebesszenen für politische Diskussionen sorgt (Presse, mehr dazu bereits hier) und die im ZDFgezeigte, dänische Thrillerserie "Oxen" (FAZ).
Pascal Blum hat für den Tagesanzeiger den rumänischen Autorenfilmer RaduJudegetroffen, dessen neue Satire "Don't Expect Too Much from the End of the World" den auf Social Media grassierenden Frauenhass von Figuren wie AndrewTate aus der Maskulinistenszene aufs Korn nimmt. Nur dass sein Tate Bobiță heißt, sich aber nicht minder in sexistischem Unrat ergießt. Bei der eher kunstfernen deutschen Kulturbürokratie, die es gerne geschmeidig hätte, führt das zu Sorgenfalten: "Eine deutsche Förderanstalt wollte den Film wegen der unflätigenAussagen nicht unterstützen. Die Förderer hielten Bobiță für gefährlich: Was, wenn die Leute denken, in den Beschimpfungen stecke die Botschaft des Films? Sie forderten das Unmögliche: dass die Übertreibung abgeschwächt wird. Beim Gespräch in Zürich wundert sich Radu Jude über die Kritik: Gerade eine mildere Form wäre das höchste Risiko - weil man sie dann tatsächlich ernst nimmt. ... Wieso aber zieht Rumänien heute einen Frauenhasser wie Andrew Tate an? Weil er hier habe machen können, was er gewollt habe, ohneKonsequenzen befürchten zu müssen, sagt Jude. Das pornografische Webcam-Geschäft, das Tate betrieben habe, sei heute ein riesiges Business in Rumänien."
Die Berlinale verstand sich immer schon als ein politisches Filmfestival. Es gehört zu ihren Verdiensten, dass sie sich für Filmleute, die auf der Berlinale Erfolge hatte, wie Jafar Panahi, explizit und öffentlich einsetzte. Nicht so für den israelischen Schauspieler David Cunio, wie eine Recherche der SZ herausgefunden hat (unser Resümee). Trotz vielfacher Hinweise darauf, dass Cunio, der 2013 einen Film auf der Berlinale hatte, heute zu den Geiseln der Hamas gehört, hat die Berlinale seine Geschichte nicht thematisiert - auf der Abschlussfeier, die durch ihre propalästinensischen Bekundungen Skandal machte, hätte sie zumindest teilweise dieses Video zeigen können, ein Gespräch mit Cunios Frau Sharon, die mit ihrem Mann und ihren gemeinsamen Töchtern zu den Entführten gehörte. Sie gehörte zu auch zu den befreiten Geiseln. Hier erzählt sie von den Umständen der Entführung.
Im Spiegel-Interview sagt Claudia Roth jetzt, wo es zu spät ist: "Es ist bitter, dass die missglückte und zum Teil unerträgliche Preisverleihung jetzt die ganze Berlinale überschattet. Und diese Äußerung bezog sich auf die Berlinale insgesamt zuvor. Wir haben uns ja bereits nach dem 7. Oktober gefragt: Wie sollte die Berlinale mit dem Terroranschlag auf Israel und dem Krieg in Gaza umgehen? Was könnte bei der Berlinale alles passieren?"
Weitere Artikel: Harry Nutt hat in der Berliner Zeitung wenig Hoffnung, dass die Aufarbeitung des "ÜberbietungswettkampfsmoralischerEitelkeit", der sich ihm am Ende der Berlinale bot, mehr zu Folge hat als lediglich die "zähe Dehnung der jeweiligen Positionen und Meinungen". Susanne Lenz spricht für die Berliner Zeitung mit dem Regisseur İlkerÇatak über dessen Kritik an den deutschen Medien, die seine Oscarnominierung für Deutschland zu oft unterschlagen hätten (unser Resümee). Der Tagesanzeiger hat für die SZ Johanna Adorjáns Gespräch mit Jonathan Glazer über dessen in der Jungle Worldbesprochenen "The Zone of Interest" online nachgereicht (unsere Kritik hier). Die SchriftstellerinKatjaPetrowskajaerzählt (online nachgereicht) in der FAS von dem beeindruckenden Filmerlebnis, das sich ihr auf der Berlinale mit dem ukrainischen Film "Intercepted" bot (mehr zu diesem Film bereits hier). Christiane Peitz staunt im Tagesspiegel, dass MichaelLockshins russische Bulgakow-Verfilmung "Meister und Margarita" in Russland trotz putinkritischer Spitzen noch immer äußerst erfolgreich läuft und noch nicht aus dem Verkehr gezogen wurde (hier und dort unsere Resümees). Philipp Hedemann plaudert für den Standard mit Uschi Glas, die eben 80 Jahre alt geworden ist. Erste Filmfirmen gehen gegen TikTok vor, da dort immer mehr in Einzelteile zerlegte, aber dann doch in GänzesehbareSpielfilme auftauchen, berichtet Ann-Marlen Hoolt im Tagesanzeiger. Valerie Dirk schreibt im Standard einen Nachruf auf den bedeutenden FilmwissenschaftlerDavidBordwell.
Besprochen werden SaimSadiqs "Joyland" (Standard), StephenFrears' Serie "The Regime" mit KateWinslet (Presse) und die auf Disney+ gezeigte Serie "Shōgun" (taz).