Stichwort

Hongkong

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9punkt 20.08.2021 […] n Konflikt loswerden wollten." Festlandchina hat dem freien Hongkong "den Garaus gemacht" und der Westen beließ es bei "zahmen Mahnworten", schreibt Marko Martin in der NZZ. Wenigstens Taiwan sollte der liberale Westen auf längere Sicht "nicht nur moralisch, sondern auch militärisch" unterstützen, meint er: "Das Ende des freien Hongkong lässt Taiwan als demokratischen Akteur vorerst allein zurück […] Diese erklären in Büchern, Vorträgen und Zeitungsartikeln freudig erstaunten westlichen Managern noch und noch, 'den' Chinesen gehe es eher um Wohlstand als um 'unser' Konzept der Freiheit. Gerade Hongkong aber zeugte bisher davon, dass beides möglich war. Auch deswegen schritten die Pekinger Digital-Leninisten derart rabiat ein." […]
Magazinrundschau 04.08.2021 […] Peking wird. Denn alle fragen sich längst, ob nach Tibet, Xinjiang und Hongkong nun Taiwan dran ist. Schon jetzt "haben die meisten Neuankömmlinge aus Hongkong das Gefühl, dass sie in Taiwan nicht außer Chinas Reichweite sind. Aktivisten wurden bei ihren Reisen nach Taipeh verfolgt, ihre Reisen wurden in der KP-treuen Presse Hongkongs auf den Aufmacherseiten ausgebreitet. Bekannte Exilanten und Aktivisten […] Schicksal Taiwans in der Protagonistin Nancy Tao Chen Ying, einer Menschenrechtsaktivistin, die sich von Taipeh aus für die Demokratiebewegung in Hongkong einsetzte. Meist bestand ihr Engagement aber trauriger Weise darin, dass sie Mitstreitern aus Hongkong, die ins Exil gehen mussten, die Reise und das Ankommen auf der Insel ermöglichte. Topol erzählt nebenbei die Geschichte Taitwans und spricht die […] Aktivisten wurden in Taiwan mit roter Farbe überschüttet. Aegis, ein Restaurant, das Hongkonger unterstützt und anstellt, wurde überfallen. Ein Mann schüttete Hühnerexkremente und Federn über Küche und Mitarbeiter." […]
9punkt 24.06.2021 […] Boulevardzeitung Apple Daily war das letzte mächtige Medium in Hongkong, das sich noch traute, für die Opposition einzutreten. Sie stellt ihr Erscheinen ein, berichten Austin Ramzy und Tiffany May in der New York Times: "Die Identität von Apple Daily spiegelt die des Gründers, Jimmy Lai, wider, der als Junge vom chinesischen Festland nach Hongkong geschmuggelt wurde und vom Fabrikarbeiter zum Bekleidungs-Tycoon […] sagte Hongkongs Sicherheitschef John Lee hinterher, ein Angriff auf die Meinungsfreiheit sei das keineswegs. Die Festgenommenen seien nämlich 'keine normalen Journalisten', alle anderen täten gut daran 'sich von ihnen zu distanzieren'". "Das Aus für Apple Daily wird in die Summe der Schritte eingehen, die erst in ihrer Gesamtheit das brutale Ausmaß des Durchgreifens der Behörden in Hongkong deutlich […] sich den Medien zu widmen. Wie Lai war auch seine 1995 gegründete Zeitung darauf fixiert, die Demokratie zu unterstützen und Chinas Kommunistische Partei anzugreifen." Auch der Guardian berichtet. "Hongkong wird noch ein Stück dunkler", seufzt Kai Strittmatter in der SZ: "Vergangene Woche schließlich stürmten Hunderte Polizisten Redaktion und Verlag, nahmen führende Mitarbeiter von Apple Daily fest, […]