Magazinrundschau - Archiv

The New York Review of Books

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Magazinrundschau vom 11.05.2010 - New York Review of Books

Daniel Wilkinson und Nik Steinberg von Human Rights Watch skizzieren das Kuba-Dilemma: Das Handelsembargo der Vereinigten Staaten hält viele - zum Beispiel Gabriel Garcia Marquez, den brasilianischen Präsidenten Lula da Silva oder Chiles Präsidentin Michelle Bachelet - davon ab, Castro wegen seiner Menschenrechtsverletzungen zu verurteilen. Und Menschenrechtsverletzungen gibt es auf Kuba viele, wie die beiden sehr eindrücklich beschreiben. Ihr Vorschlag: "Präsident Obama sollte Verbündete in Europa und Lateinamerika suchen und vorschlagen, das Embargo aufzuheben, wenn gleichzeitig eine Koalition Druck auf Kuba ausübt, eine einzige konkrete Forderung zu erfüllen: die Freilassung aller politischen Gefangenen. Einige Regierungen, vor allem in Lateinamerika, werden diesen Vorschlag sicherlich ablehnen. Aber für viele andere wird die Aussicht auf ein Ende des Embargos das Haupthindernis abbauen, das sie so lange davon abgehalten hat, die Misshandlungen der kubanischen Regierung öffentlich zu verurteilen. Und die Konzentrierung des multilateralen Effekts ausschließlich auf die politischen Gefangenen wird es für die Staatsmänner, die behaupten, sie respektierten die Menschenrechte, sehr schwer machen, weiterhin zu schweigen."

Außerdem: Ian Buruma bespricht William T. Vollmanns "Kissing the Mask: Beauty, Understatement and Femininity in Japanese Noh Theater, with Some Thoughts on Muses (Especially Helga Testorf), Transgender Women, Kabuki Goddesses, Porn Queens, Poets, Housewives, Makeup Artists, Geishas, Valkyries and Venus Figurines" - hart zu schlucken, wenn Vollmann nicht so einen "warmblütigen Romantizismus" pflegen würde. Richard C. Lewontin nimmt "What Darwin Got Wrong" von Jerry Fodor und Massimo Piattelli-Palmarini auseinander. Orville Schell liest mehrere Bücher über den Klimawandel und das Schmelzen der Gletscher. Und Marc Lilla sieht hinter der Tea-Party-Bewegung einen neuen politischen Typus aufschimmern: "den antipolitischen Jakobiner", der den Institutionen misstraut und ein enormes Selbstbewusstsein hat, alles aus eigener Kraft zu schaffen.

Magazinrundschau vom 27.04.2010 - New York Review of Books

Die ausländische Entwicklungshilfe für Äthiopien hat sich seit 2000 verdreifacht - mit freundlicher Unterstützung von Bill Clinton, Tony Blair, Bob Geldorf und Bono, berichtet Helen Epstein. Insgesamt hat Äthiopien seit 1991, dem Amtsantritt des Premierministers Meles Zenawi, 26 Milliarden Dollar Entwicklungshilfe kassiert. Und was ist das Ergebnis? Hunger. Dabei hätte man es kommen sehen können. 1984, als Meles Zenawi noch mit seiner Tigrayan People's Liberation Front (TPLF) gegen Diktator Mengistu Haile Mariam kämpfte, brach in der Provinz Tigray eine große Hungersnot aus. "Weil Tigray unter Beschuss war, gründeten die Hilfswerke Stützpunkte im benachbarten Sudan. Sie übergaben der TPLF Nahrungsmittel, die an die hungernde Zivilbevölkerung verteilt werden sollten. Aber nun scheint es, als ob die TPLF einen Teil dieser Hilfe für die eigenen Truppen verbraucht und für Waffen verkauft hat. In einer BBC-Reportage vom März 2010 beschrieb ein ehemaliger Kämpfer der TPLF, wie er sich als sudanesischer Händler verkleidet hatte und Säcke mit 'Korn' - von denen viele nur Sand enthielten - an die Helfer verkaufte, die sie dann an andere TPLF-Kader weiterreichten, die sie wieder an die 'sudanesischen Händler' zurückgaben, die sie dann wieder an die Helfer verkauften usw. Auf diese Weise reisten Säcke mit Korn/Sand über die Grenze hin und her, während das Geld in die Taschen der TPLF floss."

Außerdem: Michael Wood bespricht Ian McEwans Roman "Solar". Joseph Lelyveld rezensiert - ziemlich kritisch - über David Remnicks Obama-Biografie. Und Hugh Eakin und Alisa Roth beschreiben die dramatische Situation irakischer Flüchtlinge.

Magazinrundschau vom 13.04.2010 - New York Review of Books

In einem Auszug aus seinem neuen Buch "Ill Fares the Land" prangert der Historiker Tony Judt die gewachsene soziale Ungleichheit, besonders in Großbritannien, an und konstatiert: "Wenn die Linke wieder ernstgenommen werden will, muss sie ihre Stimme finden. Es gibt viel, worüber man zornig sein kann: die wachsende Ungleichheiten von Wohlstand und Chancen; Ungerechtigkeiten zwischen Klassen und Kasten; ökonomische Ausbeutung zu Hause und anderswo; Korruption und Geld und Privilegien, die die Arterien der Demokratie verstopfen. Aber es wird nicht länger ausreichen, die Mängel des Systems zu identifizieren und sich dann wie Pilatus ohne Rücksicht auf die Konsequenzen zu entziehen. Die unverantwortlich vollmundige Rhetorik der vergangenen Dekaden hat der Linken nicht gut getan."

Weiteres: Russell Baker stellt Gerald Boyds Buch "My Times in Black and White" vor, eine Abrechnung mit der New York Times, deren Redaktion gegen ihn und Chefredakteur Howell Raines revoltiert hatte. Seiner Darstellung zufolge auch aus rassistischen Motiven. Tim Flannery stellt eine Reihe von Zoologie-Bücher vor, denen er unter anderem entnahm, dass Schimpansen absolut nicht negativ auf Alterungserscheinungen bei Weibchen reagieren. Großbritannien Außenminister David Miliband erklärt, wie er sich das weitere Vorgehen in Afghanistan vorstellt. Besprochen werden außerdem Masha Gessens Biografie des spröden Mathematik-Genies Grigory Perelman und Lydia Davis' Band "Collected Stories".

Magazinrundschau vom 23.03.2010 - New York Review of Books

Anlässlich einer neuen Biografie hat Edmund White noch einmal die Romane und Erzählungen des in Deutschland wenig bekannten amerikanischen Autors John Cheever (1912-1982) gelesen. Besonders aufgefallen ist ihm dabei dies: "Cheevers Prosa ist oft überschwänglich, manchmal ungestüm, selbst wenn dem Plot Trostlosigkeit besser anstünde. Während Ästhetiker seit Aristoteles darauf bestanden haben, dass die bildliche Sprache die Tendenz der Anekdote verstärken und unterstreichen sollte, zeigt sich oft, dass uns an großen Kunstwerken genau das Gegenteil fasziniert: eine seltsame und sogar mystische Diskrepanz zwischen dem natürlichen Fluss der Geschichte und den widersprechenden Impulsen der Metaphern, Gleichnisse und Beschreibungen. Es war der russische Denker Lew Wygotski, der 1925 in seinem Buch 'Die Psychologie der Kunst' erstmals darauf hinwies, dass Iwan Bunins Erzählung 'Leichter Atem' trotz der traurigen Handlung den paradoxen Eindruck von Leichtigkeit und Luftigkeit erweckt, gerade weil die Details in die entgegengesetzte Richtung weisen. Cheever hatte zweifellos niemals von Wygotski gehört, aber seine Erzählungen demonstrieren überzeugend, dass die Beobachtungen des Russen über die Bedeutung solcher Spannungen im Herzen einer Geschichte richtig sind."

Viel Literatur diesmal: Margaret Atwood bespricht den ersten Roman des Insektenforschers E.O. Wilson (der mit den Ameisen!), Deborah Eisenberg schreibt über Dezsö Kosztolanyis Roman "Lerche", Jennifer Schuessler über Sam Lipsytes "The Ask" und Joyce Carol Oates über Jerome Charyns "The Secret Life of Emily Dickinson". Willibald Sauerländer schließlich bespricht eine Ausstellung mit Skulpturen französischer Bildhauer des 18. Jahrhunderts, bei der ihm plötzlich zwischen all den stirnrunzelnden Büsten großer Aufklärer eine nackte Diana von Jean-Antoine Houdon gegenübersteht.

Magazinrundschau vom 09.03.2010 - New York Review of Books

Um die Unabhängigkeit der Ukraine fürchtet der Historiker Timothy Snyder unter dem neuen Präsidenten nicht, dafür pflege der Moskau-freundliche Viktor Janukowitsch viel zu enge Kontakte zu den ukrainischen Oligarchen, die lieber ihre eigenen Geschäfte machen. Entscheidend findet Snyder, ob und wie Janukowitsch die Korruption angehen wird: "Da das Amt des Präsidenten nicht sehr stark und Janukowitsch ein Mann der Industrie ist, scheint in der Ukraine eine Lösung des Problems nach Art von Wladimir Putin unwahrscheinlich: Die Oligarchen - oder einige von ihnen - mit Gewalt zu zerschlagen und dann den Sieg des Rechtsstaats auszurufen. Dies hat, ohne die Korruption zu verringern, Russland zu einem autoritären Staat gemacht. Das Land steht wie die Ukraine auf Platz 146 des Transparency-International-Index. Es gibt nur einen Weg, die Ukraine heute zu regieren: Steuerschlupflöcher schließen, Oligarchen besteuern, die Mittelklasse entlasten, so dass kleine Geschäfte aus dem Untergrund hervortreten können, und vor allem sicherstellen, dass die Steuergesetze fair sind."

Weiteres: Jonathan Raban hat sich in Nashville auf die Tea Party Convention der Sarah-Palin-Fans geschmuggelt: "Als ich bei der Anmeldung meinen Führerschein aus Washington State zeigte, sagte der Helfer: 'Danke, dass Sie den ganzen weiten Weg gekommen sind, um zu helfen, unser Land zu retten', und dann, als er näher hinsah: 'Seattle - ihr habt eine Menge Liberale da oben.' Ich nahm sein Beileid an." Colm Toibin stellt die beiden libanesischen Romane "Cockroach" von Rawi Hage und "The Hakawati" von Rabih Alameddine vor. Daniel Mendelsohn preist noch einmal "die visuelle Kraft und den mitreißenden Einfallsreichtum" von James Camerons seiner Meinung nach unterschätztem 3D-Hit "Avatar".

Magazinrundschau vom 09.02.2010 - New York Review of Books

Am 21. Januar 2010 hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten in Sachen Citizens United v. Federal Election Commission mit fünf zu vier Stimmen beschlossen, dass Konzerne unbegrenzte Summen für politische Werbung während des Wahlkampfs ausgeben dürfen. Der Rechtswissenschaftler Ronald Dworkin ist entsetzt und erklärt in einem kurzen aktuellen Kommentar, "der Gerichtshof hat Lobbyisten, die ohnehin schon zu mächtig sind, eine Atomwaffe überreicht."

Außerdem: Charles Petersen nimmt recht freundlich Facebooks Entwicklung von einem eher versnobbten Publikumsmagneten zu einem anzeigenfixierten Unternehmen unter die Lupe. Mischa Berlinski erzählt, wie er das Erdbeben auf Haiti erlebte: "Mein Schreibtischstuhl begann zu rollen. Ein großes Erdbeben beginnt als kleines Erdbeben. Ich sicherte meinen Roman: Control+S." Ahmed Rashid denkt über einen Deal mit den Taliban nach.

Magazinrundschau vom 26.01.2010 - New York Review of Books

Schachweltmeister Garri Kasparow gibt gern zu, dass er die Niederlage gegen Deep Blue 1997 nicht leicht verkraftet hat. Aber was hat IBM der Sieg genutzt? Was haben die Programmierer daraus gemacht? "Den Traum, künstliche Intelligenz zu schaffen, die sich am menschlichen Denken orientiert, haben wir aufgegeben. Stattdessen bekommen wir jedes Jahr neue Schachprogramme und neue Versionen von alten, die alle auf dem gleichen in den sechziger und siebziger Jahren entwickelten Programmierkonzept beruhen: einen Zug auszuwählen, nachdem Millionen von Möglichkeiten durchgerechnet wurden. Wie so vieles andere auch in unserer an Technologie reichen und an Innovationen armen Welt, sind die Schachprogramme dem Markt und der Logik der kleinen Draufgabe zum Opfer gefallen. Brute-Force-Programme spielen das beste Schach, warum sich also mit etwas anderem aufhalten? Warum Zeit und Geld vergeuden, um mit neuen und innovativen Ideen zu experimentieren, wenn wir wissen, was klappt? Solches Denken sollte jeden entsetzen, der sich einen Wissenschaftler nennt, doch es scheint tragischerweise die Norm zu sein. Unsere besten Köpfe sind in die Finanzentwicklung statt in die reelle Programmierung gegangen - mit katastrophalen Folgen für beide Seiten."

Anne Applebaum lobt Michael Scammells bereits oft besprochene Biografie Arthur Koestlers ein und ist sehr dankbar für Scammells Hinweis auf Koestlers recht unbekannte Reportagen "Scum of the Earth" über Flüchtlinge in Frankreich: "Sie waren eine Offenbarung: erstaunlich frisch, klar und relevant erklären sie Frankreichs schnellen Kollaps 1940, sondern beleuchten auch die Schwierigkeiten, die Frankreich und andere europäische Länder bei der Integration von 'Ausländern' sogar heute noch haben."

Weiteres: Ahmed Rashid fragt, wann die USA und ihre Verbündeten bereit sein werden, mit den Taliban zu verhandeln. "Denn ein militärischer Sieg ist nicht in Sicht, und einen anderen Weg, den Krieg zu beenden, der bereits seit 30 Jahren andauert, gibt es nicht." Jerome Groopman klärt, ob und wie die offenbar gerade in Mode gekommene Verhaltensökonomie das Gesundheitssystem verbessern kann.

Magazinrundschau vom 29.12.2009 - New York Review of Books

Der Historiker Tony Judt leidet an ALS. Inzwischen kann er praktisch nur noch seinen Hals und seinen Kopf bewegen. Tagsüber gibt es wenigstens Menschen und Abwechslung. Aber dann kommt die Nacht. "Natürlich kann ich Hilfe rufen, wenn ich sie brauche. Da ich keinen Muskel bewegen kann, ausgenommen Hals und Kopf, steht ein Babyfon neben meinem Bett. Es ist immer angeschaltet, so dass ein Ruf von mir Hilfe bringt. In den früheren Stadien meiner Krankheit war die Versuchung Hilfe zu rufen, fast unwiderstehlich: Jeder Muskel hatte das Bedürfnis nach Bewegung, jeder Zentimeter Haut juckte, meine Blase füllte sich auf mysteriöse Weise nachts und verlangte nach Erleichterung. Ganz generell fühlte ich ein verzweifeltes Verlangen nach Licht, Gesellschaft und dem einfachen Komfort zwischenmenschlichen Verkehrs. Inzwischen habe ich gelernt, die meisten Nächte darauf zu verzichten und Trost und Rückhalt in meinen eigenen Gedanken zu finden. Das letztere ist keine kleine Aufgabe, auch wenn ich selbst das sage."
Stichwörter: Judt, Tony

Magazinrundschau vom 05.01.2010 - New York Review of Books

Celines antisemitische Pamphlete waren nicht einfach Pamphlete, meint der Kritiker und Essayist Wyatt Mason in einem sehr lesenswerten Artikel über einige französische und englischsprachige Neuerscheinungen: "Von 1937 bis 1944 steckte er seine gesamte ungestüme literarische Energie und sein Talent in den Ruf - den Schrei - nach dem Tod der Juden in Frankreich (für den Anfang)". Sein "Bagatelles pour un massacre" war ein Buch mit über 300 Seiten, und es verkaufte sich noch vor der Vichy-Zeit über 75.000 mal. Es folgten zwei weitere Bände und Neuauflagen der "Bagatellen" unter Petain. Darum darf man nicht, wie es die ruhmreiche Pleiade jetzt tut, in einer Celine-Gesamtausgabe auf die antisemtischen Schriften verzichten: "Der Herausgeber der Pleiade-Ausgabe, Henri Godard, sagt, dass Celines acht Romane zusammen eine 'dynamische Einheit' bilden, 'ohne die man das wahre Natur Celines nicht erfassen kann'. Das geht nicht weit genug. Erst wenn man Godards Behauptung auch auf die antisemitischen Werke ausdehnt, wird die Einheit von Celines pseudokomischer Misanthropie mit seiner rasenden Soziopathie deutlich... Um Celine zu verstehen, müssen wir bereit und muss es uns erlaubt sein, alles zu lesen, was er geschrieben hat."
Stichwörter: Celine, Pleiade

Magazinrundschau vom 01.12.2009 - New York Review of Books

Robert Darnton, Historiker und Leiter der Harvard Universitätsbibliothek, dröselt die Argumente um das Google Book Settlement auseinander und skizziert dann zwei kühne Vorschläge, wie der Streit gelöst werden könnte: Die radikalste Lösung wäre es, Googles digitale Datenbank per Gesetz in eine von der öffentlichen Hand finanzierte digitale Bibliothek umzuwandeln. "Wenn staatliche Intervention als zu schwerer Eingriff in das amerikanische Recht gilt, könnte noch eine minimale Lösung für den privaten Sektor gedacht werden. Das Parlament müsste mit Gesetzen einschreiten, um die Digitalisierung von verwaisten Werken vor Prozessen zu schützen, aber es müsste keine finanzielle Unterstützung bewilligen. Diese könnte statt dessen von einer Koalition aus Stiftungen kommen. Die Digitalisierung, der open-access-Vertrieb und die Bereitstellung verwaister Werke könnte durch nonprofit-Organisationen erfolgen wie das Internet Archiv, das als digitale Bibliothek von Texten, Bildern und archivierten Webseiten entstanden ist. Um Konflikte mit dem kommerziellen Markt zu vermeiden, würde diese Datenbank nur Bücher aufnehmen, auf denen kein Copyright mehr liegt, und verwaiste Werke. Ihre Zeitspanne würde sich ausweiten, während Copyrights erlöschen, und sie könnte opt-in-Möglichkeiten für Rechteinhaber von Büchern vorsehen, auf denen zwar noch ein Copyright liegt, die aber nicht mehr lieferbar sind."

Außerdem: Der britische Religionswissenschaftler Malise Ruthven setzt sich ausführlich und detailliert mit Christopher Caldwells "Reflections on the Revolution in Europe: Immigration, Islam, and the West" (Leseprobe) auseinander. Ian Buruma liest Tagebücher aus dem besetzten Frankreich. Tony Judt fragt, wie tot ist die Sozialdemokratie. Die Autorin Cathleen Shine bespricht Gail Collins' Buch "When Everything Changed: The Amazing Journey of American Women from 1960 to the Present". Und John Richardson schreibt über Francis Bacon, dem im letzten Jahr eine große Retrospektive in der Tate Britain gewidmet war, die jetzt auch in New York gezeigt wurde.