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Im Kino

Jungskino

Die Filmkolumne. Von Elena Meilicke, Jochen Werner
22.05.2013. Calin Peter Netzers Berlinalegewinner "Mutter und Sohn" verwandelt die Neue Rumänische Welle in ein Nationaltheater, in dem schon wieder nur Ödipus gespielt wird. In Justin Lins "Fast & Furious 6" gilt es, den Bau einer hochdestruktiven "Techno-Bombe" zu verhindern.


Mutter, Sohn, Verkehrsunfall. Gleich zwei Filme im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale hatten versucht, ausgehend von diesen Zutaten das soziopolitische Psychogramm einer Gesellschaft zu entfalten: Pia Marais erforschte in "Layla Fourie" ein paranoid-sicherheitsversessenes Südafrika, Calin Peter Netzer in "Mutter und Sohn" ein korruptes Rumänien. Mit "Mutter und Sohn" hat definitiv der bessere Mutter-Sohn-Verkehrsunfall-Film den Bären gewonnen - uneingeschränkt gut aber ist auch er nicht.

Netzer beginnt mittendrin: zwei ältere Frauen in dunkler Couchgarnitur, schmuckbehangen und blondiert, lange dünne Zigaretten rauchend. Alle paar Minuten klingelt ein Handy, die Kamera schwenkt nervös zwischen den sprechenden Frauen hin und her, dafür gibt es kaum Schnitte. Ästhetisch und dramaturgisch setzt die erste Szene den Ton: die Räume bleiben eng und dunkel, die Einstellungen lang, es gibt nur diegetische Musik. Konsequent setzt "Mutter und Sohn" auf Dogma-ähnliche Unmittelbarkeits- und Realitätseffekte, und konsequent auch bleibt der Film bei Cornelia, seiner Hauptfigur (Luminita Gheorghiu). Eine kleine Frau Mitte 50, verheiratet mit einem erfolgreichen Arzt und Mutter eines erwachsenen Sohnes, Barbu (Bogdan Dumitrache), um den sie mit obsessiver Liebe kreist. Alles will sie wissen über den Sohn, sie klammert und klebt, schnüffelt und spioniert. Eine Securitate-Mutti ist sie, die die Putzfrau zum Kaffee drängt, um auch noch das letzte schmutzige Detail aus Barbus Wohnung zu erfahren. Bezahlt wird die unfreiwillige Informantin anschließend mit einem Paar abgelegter Schuhe.

Das gleiche Geben-und-Nehmen-Programm setzt ein, als Barbu mit seinem klotzigen SUV einen Autounfall baut und dabei ein Kind tötet. Während Barbu schwach und passiv bleibt, ein Waschlappen-Mann mit zwanghaften Zügen, geht Cornelia mit unbändiger Entschlossenheit daran, ihren Sohn vor der gerechten Strafe zu bewahren. Sie mobilisiert einflussreiche Bekannte, bietet Polizisten, Gutachtern und Zeugen Geld und verspricht der Familie des Opfers ein schönes Begräbnis. So tritt der Unfall eine Kette von Begegnungen los, in denen Cornelia auf unterschiedliche Menschen trifft, Begegnungen, die soziale Ungleichheiten und Hierarchien, kapillare Machtgefüge und Abhängigkeitsverhältnisse transparent machen. Es setzt sich das Bild einer korrupten Gesellschaft zusammen, in der sich mit Geld alles regeln lässt.



Es ist klar, dass es "Mutter und Sohn" nicht in erster Linie um eine symbiotische Mutter-Sohn-Beziehung geht - und auch nicht um "Helicopter-Moms" oder problematische matriarchale Tendenzen im heutigen Rumänien, wie in der Presse verschiedentlich zu lesen war. Der Film will mehr und anderes: auf dem Spiel steht eine ganze Gesellschaft, für die die Mutter-Kind-Beziehung lediglich Symptom ist. Und genau dieses Verfahren, die Gesellschaftsanalyse über die Mutter-Sohn-Geschichte aufzuziehen, finde ich fragwürdig und an manchen Stellen richtig ärgerlich: da ist die Neue Rumänische Welle längst abgeebbt, da wird das Kino zum Nationaltheater, in dem schon wieder nur Ödipus gespielt wird.

Von Anfang an nervt der moralisierende, ressentimentgeladene Ton, den "Mutter und Sohn" anschlägt, die denunziative Geste, mit der Cornelia und ihre Freundin bloßgestellt werden als alte Schachteln in teuren Mänteln, als hochgeputzte Schabracken von unerträglicher Dominanz, die über arme Opferfamilien wie schwache Söhne gleichermaßen hinwegwalzen. Richtig übel wird es dort, wo der Film sich bemüht, Barbus "Schwäche" als eine bestimmte Form der "Unmännlichkeit" zu präzisieren - als sei es Naturgesetz, dass starke Mütter entmannte Söhne produzieren. In einer langen Szene zwischen Cornelia und Barbus Freundin kommt das dunkle Geheimnis ans Licht ("Sind Sie sicher, dass Sie das alles über ihn wissen wollen?"): Coitus interruptus, berichtet die verbitterte Freundin - dieser Mann will keine Kinder. Neurotische Muttersöhnchen, die sich nicht fortpflanzen und auch noch anderer Leute Kinder totfahren, da kann man natürlich keinen Staat mit machen. Vielleicht auch lieber keine Filme.

Trotz alledem: "Mutter und Sohn" hat seine gute Seiten - vor allem dort, wo der Film versucht, seinen Hang zum ödipalen Schwarz-Weiß-Denken zu überwinden und ausgehend vom Unfall den Blick zu öffnen, die Verhältnisse zu verunklaren und die Schuld zu vervielfältigen.

Elena Meilicke

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Die Entwicklungsgeschichte des "Fast & Furious"-Franchise ist durchaus beeindruckend, gerade wenn man ihren Ursprung in den Blick nimmt. "The Fast and the Furious", das war im Jahr 2001 ein an den Kinokassen überraschend erfolgreiches, aber reichlich unbemerkenswertes B-Picture von Regisseur Rob Cohen, das seine stellenweise Eleganz mit einer oberflächenpolierten Glätte bis hin zur Austauschbarkeit bezahlte und seine durch und durch klischeesatte Plotkonstruktion bis in Detail von weit besseren Genrefilmen wie Kathryn Bigelows "Point Break" übernahm. Endgültig gegen die Wand gefahren schien das eilends aus diesem Überraschungshit gestrickte Franchise mit dem von John Singleton inszenierten Sequel "2 Fast 2 Furious" (2003), in dem von der Besetzung des ersten Films nur noch Paul Walker übrig blieb, der sich durch die so konfuse wie langweilige Bleiwüste eines nun gänzlich reizlosen Genrefilms von der Stange schlagen musste.

Mit dem dritten Teil kam dann Justin Lin an Bord, der bis heute auf dem Regiestuhl der Reihe sitzt und dieser eine konsequente Frischzellenkur verpasste. Sein Debüt im Rahmen des Franchise, "The Fast and the Furious: Tokyo Drift" (2006), ersetzte die bereits in "2 Fast 2 Furious" nur noch notdürftig aufrecht erhaltene Fortführung der Plotlinie aus Cohens Film durch ein komplett neues Figurenarsenal, das sich mit Tokio einen ebenfalls neuen Schauplatz erobern durfte - und avancierte zum vielleicht bis heute besten Film der Reihe. "Tokyo Drift", das ist ein Stück Jungskino, das voller Eleganz und Schönheit in allen Neonfarben dieser Welt funkelt.

Dann eine weitere Volte. Nachdem Lin in "Tokyo Drift" eine Art tabula rasa der Filmreihe inszenierte, wandte er sich mit dem vierten Teil ihren Wurzeln zu. Unter dem Motto "New model. Original parts." brachte das Sequel unter dem um die Artikel reduzierten und so einen neuen Minimalismus evozierenden Titel "Fast & Furious" die Besetzung des ersten Teils zurück ins Franchise und knüpfte auch narrativ betont an diesen an - allerdings unter veränderten stilistischen Vorzeichen. Im Kontrast zur glattglänzenden Flächigkeit von "The Fast and the Furious" ist "Fast & Furious" fast schon um eine raue Ungeschliffenheit bemüht - und spürbar vor allem darum, seinem Personal eine gewisse Tiefenstruktur anzudichten, die Protagonisten dessen, was zwischen all den noch so dünnen Verbindungslinien und Querverweisen so etwas wie ein "Fast & Furious"-Kosmos zu sein beginnt, in halbwegs komplexe Relationen zueinander zu stellen.

Und sie dann - an diesem Punkt beginnt die Filmreihe, als Gesamtkomplex interessant zu werden - innerhalb dieses Koordinatensystems immer wieder gegeneinander zu verschieben. Selten waren innerhalb ein- und derselben (und überdies noch durchgehend recht simpel gestrickten) Filmreihe die Grenzen zwischen Polizisten und Kriminellen derart fließend, fanden sich die Protagonisten so konsequent in immer wieder neuen Antagonismen zwischen den Welten hin- und hergeschoben. Diese narrative Fluidität erstreckt sich sogar auf die Genrezugehörigkeit, die spätestens mit "Fast Five" die engen Grenzen des automobilen Actioners sprengte. Im Wesentlichen inszeniert Lin mit dem (ziemlich großartigen) fünften Teil der Reihe ein waschechtes caper movie, in dem die aufgemotzten Automobile zwar in den zentralen Actionsequenzen wichtige Rollen spielen, in dem aber auch das einzige illegale Autorennen - das wichtigste Strukturelement der vorigen Filme - als ironischer Seitenhieb vollständig im Off stattfindet.



Der so spektakuläre wie mitreißende Showdown von "Fast Five" leitet direkt zu "Fast & Furious 6" über, der die zwischenzeitlich entzweite und dann doch wiedervereinte Crew um Toretto und O'Connor zunächst in Ruhestand, Elternschaft und Strandvilla zeigt. Nur um dann, wie könnte es anders sein, eine weitere letzte Mission erforderlich zu machen, diesmal auf der richtigen Seite des Gesetzes und unter Führung des DEA-Polizisten Hobbs (Dwayne Johnson), der im Vorgänger noch zu den härtesten Widersachern der (Anti-)Helden zählte. Auf den Spuren des internationalen Terroristen und Waffenschiebers Owen Shaw, an dessen Seite auch Dom Torettos seit "Fast & Furious" totgeglaubte Freundin Letty (Michelle Rodriguez) agiert, gilt es den Bau einer hochdestruktiven "Techno-Bombe" (sic!) zu verhindern.

"Fast & Furious 6" leidet an den gleichen Schwächen wie seine beiden direkten Vorgänger - und überzeugt erfreulicherweise auch mit ähnlichen Stärken wie zuletzt "Fast Five". Beides liegt in Justin Lins spürbarer Ambition begründet, (halbwegs) dreidimensionale Figuren mit (halbwegs) nachvollziehbaren Konflikten in (halbwegs) klassisch erzählten Genrefilmen zu inszenieren. Da Lins Regie dazu neigt, sich im allmählichen Aufbau dieser Konfliktlagen ein wenig zu sehr in Umständlichkeiten zu verstricken, dauert es wie schon in "Fast Five" eine Weile, bis der mit 130 Minuten erneut recht lang geratene Film wirklich Tempo aufnimmt. Setzt die Beschleunigung dann endlich ein, trägt sie auch mit angemessener Rasanz durch die spektakuläre zweite Hälfte.

Manch eine (gleichwohl oder gerade deshalb) sehr spaßige Actionsequenz spielt sich weit jenseits der Gesetze der Schwerkraft ab und wäre bereits, dies war eher für die früheren Filme der Reihe charakteristisch, einem anzunehmenden Genre der Car-Chase-Science-Fiction zuzurechnen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei "Fast & Furious 6", gerade nach jüngeren Enttäuschungen wie Jon M. Chus "G. I. Joe: Retaliation" oder John Moores "A Good Day to Die Hard", um einen ernsthaften Anwärter auf den inoffiziellen Titel als Big-Budget-Actionfilm des Jahres. Dass ein im Abspann versteckter Epilog bereits auf eine weitere Fortführung der Reihe vorbereitet - mit einem sehr charismatischen Neuzugang im eingespielten "Fast & Furious"-Ensemble, wenn auch vermutlich nicht mehr unter der Regie Justin Lins - ist ohne Vorbehalte als eine höchst erfreuliche Nachricht zu bewerten.

Jochen Werner

Außerdem diese Woche neu in den Kinos:
"Leviathan" von Lucien Castaing-Taylor und Verena Paravel; hier unsere Kritik von der Berlinale 2013.


Mutter und Sohn - Rumänien 2013 - Originaltitel: Pozitia copilului - Regie: Calin Peter Netzer - Darsteller: Luminita Gheorghiu, Bogdan Dumitrache, Natasa Raab, Florin Zamfirescu, Ilina Goia, Vlad Ivanov, Laufzet: 112 Minuten.

Fast & Furious 6 - USA 2013 - Regie: Justin Lin - Darsteller: Vin Diesel, Dwayne Johnson, Paul Walker, Michelle Rodriguez, Luke Evans, Elsa Pataky, Laufzeit: 130 Minuten.

Archiv: Im Kino

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