Magazinrundschau - Archiv

The New Yorker

854 Presseschau-Absätze - Seite 40 von 86

Magazinrundschau vom 03.11.2015 - New Yorker

In der aktuellen Ausgabe des New Yorker rekapituliert Nathan Heller die Haysom-Morde in Virginia im Jahr 1985. Der Fall bleibt rätselhaft. Jens Söring, der den grausamen Doppelmord an den Eltern seiner damaligen Freundin Elizabeth Haysom zunächst gestanden hatte und dafür verurteilt wurde, beteuert inzwischen seine Unschuld und gibt Haysom die Schuld. Er habe sie schützen wollen. Was ist Fakt, was Fiktion? "Keins der Szenarien scheint plausibel. Eins hat wohl tatsächlich stattgefunden. ... Einer hat gelogen. Der Mörder kennt die andere Seite dieses Glaubens. Und er wusste, wie er mit der richtigen Dramaturgie und den richtigen Motiven die Erwartungen und das Rechtsempfinden der Leute manipulieren konnte. Mit dem Fehlurteil-Motiv etwa. Oder mit der Geschichte vom zerstreuten, verletzlichen Collegemädchens. Einer der Beteiligten versteckt die Wahrheit - mit der Fantasie eines Schriftstellers."

Außerdem: Alexis Okeowo stellt das Orchestre Symphonique Kimbanguiste in Kinshasa vor (das Claus Wischmann 2008 in einem Dokumentarfilm verewigt hat, mehr hier). George Packer beschreibt die halbherzigen Versuche moderater Republikaner, die Mittelklasse zurückzugewinnen. Nick Paumgarten ist mit Rettungskräften unterwegs in Islands riskanter Natur. Peter Schjeldahl besucht die Frank-Stella-Retrospektive im Whitney Museum. Anthony Lane sah im Kino Tom McCarthys Film über den Boston Globe "Spotlight" und Jay Roachs "Trumbo", ein Biopic über den Drehbuchautor Dalton Trumbo.

Magazinrundschau vom 27.10.2015 - New Yorker

Die neue Ausgabe des New Yorker widmet sich dem Essen. Michael Specter erzählt die Geschichte des Fast Food und stellt seine neueste, ausnahmsweise gesunde Variante vor: Sweetgreen oder Lyfe Kitchen. "In weniger als einem Jahrhundert ist unsere Fähigkeit, billige Kalorien in großem Maßstab zu produzieren, für lange Zeit das Triumphzeichen amerikanischer Landwirtschaft, zu einer ernstzunehmenden Bedrohung der nationalen Gesundheit geworden. Wir würden nicht 50 Milliarden Hamburger und ebensoviele Portionen Pommes Frites jährlich verzehren können, wenn Tausende der involvierten landwirtschaftlichen Betriebe, die das Fleisch und die Kartoffeln produzieren, nicht auch Fabriken wären. Im Lauf der Zeit haben sich unter dem Begriff 'Fast Food' derart viele Varianten versammelt, dass seine Bedeutung verloren ging. Sweetgreen serviert Gerichte, die man in drei Minuten bekommt und in fünf Minuten verzehren kann - das ist Fast Food. Doch die Gerichte bestehen aus Salaten und frischen Suppen, kein prozessiertes Fleisch, keine Dickmacher. Letztere verbindet man mit McDonald's, und Millionen von Amerikanern essen sie zu Hause … McDonald's ist ein Geschäft. Lyfe Kitchen ist ein aufgeklärtes Geschäft. Sweetgreen, 2007 von drei Absolventen der Georgetown Universität gegründet, will eine Bewegung sein, die zusätzlich zum Essen Werte verkauft. Dereit gibt es 33 Läden, geplant sind viel mehr. Überall, wo Sweetgreen Läden unterhält, unterstützt es Programme, in denen Schüler die Grundlagen der Ernährung und die Bedeutung saisonaler Produkte erlernen können. Bisher hat Sweetgreen auf die Art 4000 Schüler erreicht, die meisten aus einkommensschwachen Familien."

Außerdem: Dana Goodyear schreibt über den Segen der Meeresalgen auf dem Teller. Und Nicola Twilley erklärt den Zusammenhang zwischen Verpackung und Geschmackserlebnis.

Magazinrundschau vom 06.10.2015 - New Yorker

In der neuen Ausgabe des New Yorker erklärt Nicholas Lemann, was Politik und Wirtschaft von sozialen Netzwerkern wie Reid Hoffman von LinkedIn lernen können: "Alles an Hoffman, sein Business, seine politischen Aktivitäten, seine Philanthropie, sein soziales Leben, ist auf eine kommende Wirtschaftswelt ausgerichtet … Er ist überzeugt, dass stagnierenden Löhnen und Ungleichheit mit Internet basiertem Networking begegnet werden kann. Arbeit ist heute bereits eher temporärer, sporadischer und informeller Natur, ein Umstand, der Hoffman gefällt. Mehr und mehr Menschen werden unternehmerisch tätig sein oder selber zu Unternehmern. Der Hüter der Karriere wird dann nicht mehr der Arbeitgeber sein, sondern das persönliche Netzwerk. Also ist es ratsam, es so groß und lebendig wie möglich zu gestalten. Eine zeitgemäße Version von William H. Whytes Buch "The Organization Man" müsste nach Hoffmans Verständnis "The Network Man" heißen. Und diese virtuelle Struktur würde unser Zeitalter genauso prägen wie die großen Unternehmen früher prägend waren."

Außerdem: John Colapinto begleitet Olivier Rousteing, den neuen Designer von Balmain. Und Margaret Talbot porträtiert den parteilosen US-Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders, der sich selbst einen demokratischen Sozialisten nennt.

Magazinrundschau vom 29.09.2015 - New Yorker

In der neuen Ausgabe des New Yorker stellt Adam Gopnik Bücher vor, die die Krise der Städte thematisieren. Die Krise? Was denn sonst: "Gab es das jemals, dass eine große Stadt als perfekt gezeigt wurde? Vielleicht in Büchern über das Paris und das London vor dem Zweiten Weltkrieg oder in Büchern über New York kurz nach dem Krieg, vor den großen Unmwälzungen. Für alle anderen, ob über das Viktorianische London oder New York nach den 60ern, gilt: Ihr Ton ist eher lamentierend oder warnend … Nichts Unvorstellbareres als ein freundliches Buch über Bloombergs New York, auch wenn die Stadt damals tatsächlich relativ friedlich und wohlhabend war … Der Grund ist, dass Städte die Widersprüche des Kapitalismus darstellen in Form ihre Massen. Sind sind Motoren des Wachstums und der Ungleichheit gleichermaßen, ungerecht und unrettbar. Sie glänzen, indem sie Gleichgesinnte anziehen (Homosexuelle, Freaks, Juden, Künstler, Bohemians), und florieren, indem sie ganz verschiedene Menschen zum Zusammenleben bewegen. Während das Treffen Gleichgesinnter lustig ist, liegt das größere Wunder in der Koexistenz."

Außerdem: Anwen Crawford staunt über den andauernden Einfluss der Synth-Pop-Band New Order. Rania Abouzeid berichtet über die lebensgefährliche Arbeit von Prostituierten im Irak. Und Tim Parks schreibt eine Kurzgeschichte über die Vespa.

Magazinrundschau vom 22.09.2015 - New Yorker

In der neuen Ausgabe des New Yorker porträtiert Kelefa Sanneh die Musikerin Claire Boucher alias Grimes: "In ihren eigenen Liedern macht sich Boucher das Vergnügen, die alte Story der Musikindustrie umzuschreiben, wonach weibliche Performer im Rampenlicht stehen und der männliche Mastermind hinter dem Vorhang. "Es ist, als wäre ich Phil Spector, und dann aber auch Grimes, die Mädchenband", sagt sie. Sie hat in Montreal angefangen, als Teil der Experimental-Musikszene im Untergrund, aber jetzt ist sie selbst das Experiment, während sie versucht herauszufinden, was "Popstar" im Jahr 2015 bedeutet und wie man einer werden kann." Hier was zum Hören.

James Wood erklärt die Kunst Primo Levis, die Fakten von Auschwitz in eine Geschichte zu verwandeln: "Die schrecklichen Tatsachen werden auch von anderen Autoren bezeugt. Levis Besonderheit hängt mit dieser Fähigkeit zusammen. Andere wurden poetisch (Paul Celan, Dan Pagis, Yehiel De-Nur), analytisch, philosophisch (Jean Améry, Germaine Tillion, Eugen Kogon, Viktor Frankl). Meist und verständlicherweise wurde Klage erhoben, oder es wurden Details bemüht und zu verstehen versucht … Aber "Ist das ein Mensch?" und "Die Atempause" sind so stark, weil sie die Story nicht verachten. Sie entfalten ihr Material Stück für Stück. Es beginnt mit Levis Gefangennahme 1943 und endet mit der Befreiung durch die Russen Januar 1945. "Die Atempause" schildert Levis Odyssee in die Heimat, der Erzähler registriert jede Kleinigkeit, häufig im Präsenz. Das Ergebnis ist eine Art Ethik, da Levi die immoralischen Neuigkeiten, auf die er trifft, feststellt. Das saugt den Leser trotz des grauenhaften Stoffes in den Text hinein."

Weitere Artikel: Der Autor David Sedaris denkt darüber nach, wie es war in den Siebzigern in Texas aufzuwachsen und schwul zu sein (seine Mutter musste es ihm sagen) und kommt zu dem Schluss, dass er zwar gern mit seinem Partner verlobt ist, aber heiraten? Nein. David Remnick schreibt über Charleston nach dem Massaker an neun schwarzen Kirchenbesuchern. Zumindest bei Twitter hat Patrick Redden Keefes Geschichte über Ken Dornstein großes Aufsehen erregt. Dornstein ist Bruder eines Lockerbie-Opfers und hat seit Jahrzehnten über das Attentat recherchiert. Für einen Film hat er in Libyen überlebende Mittäter gesucht.

Magazinrundschau vom 08.09.2015 - New Yorker

In der aktuellen Ausgabe des New Yorker verrät uns John McPhee, seit 1963 als Autor beim New Yorker tätig, das Geheimnis eines inspirierten Sachtextes: "Schreiben bedeutet Auswahl. Du wählst Wörter, Sätze, Absätze, Kapitel, Fakten, du entscheidest, was reinkommt und was nicht. Dafür gibt es nur ein Kriterium: Was dich interessiert, kommt rein, was nicht, bleibt draußen. Eine etwas grobe Methode, aber zwingend. Vergiss Marktforschung. Schreibe über Themen, für die du dich genug interessierst, um über all die Unterbrechungen, Verzögerungen und Neuanfänge, die das Schreiben mit sich bringt, hinauszugelangen. Idealerweise sollte ein Text gerade so lang werden, wie es das Material verlangt … Das kreative Moment liegt in der Auswahl des Themas, darin, wie du es angehst, im Arrangement, in der Fähigkeit und im Ton, mit dem du Personen beschreibst und sie zu Charakteren machst, im Rhythmus deiner Sprache, in der Komposition, der Anatomie des Textes (steht er auf eigenen Beinen, läuft er?), schließlich darin, inwieweit es dir gelingt, die Geschichte aus dem Material herauszuarbeiten. Kreatives Schreiben von Sachtexten bedeutet nicht, sich etwas auszudenken, sondern das Beste aus dem Material herauszuholen."

Außerdem: Patrick Radden Keefe porträtiert die Richterin Judy Clarke, die einen der Urheber des Anschlags auf den Boston Marathon verteidigt. Und Alexander Stille berichtet, wie Papst Franziskus die Kurie reformiert.

Magazinrundschau vom 15.09.2015 - New Yorker

Auch Adam Gopnik liest mit großem Interesse Timothy Snyders "Black Earth". Etwas unbehaglich wird ihm allerdings bei Snyders wiederholtem Versuch, die osteuropäischen Staaten vom Vorwurf des Antisemitismus zu befreien. Nach Snyder war die sowjetische Expansionspolitik Schuld daran, dass einige dieser Staaten sich den Nazis zuwandten. Das ist auch eine Art, Politik zu machen, meint Gopnik: "Snyder will den Putinisten von 2015 keine Möglichkeit geben, den ukrainischen Nationalismus mit Verweis auf die ukrainische Beteiligung am Holocaust zu diskreditieren. Er will klarstellen, dass die ukrainischen Nationalisten "ebenfalls Opfer" waren. Aber sie waren spezielle Opfer und man kann ihre Emanzipation bewundern, ohne ihre Vergangenheit zu übersehen."

Weitere Artikel: Lesen dürfen wir eine Erzählung mit dem schönen Titel "My Curls Have Blown All the Way to China" von Amos Oz. Rebecca Mead hüpft von Yacht zu Yacht und beobachtet die Superreichen beim Kauf italienischer Haute Couture in Domenico Dolces Villa auf einem Hügel in Portofino. Evan Osnos protokolliert im Detail die Geschichte einer in die USA eingewanderten pakistanischen Familie, die angeklagt wurde, islamische Terroristen zu finanzieren. Lizzie Widdicombe porträtiert das Celebrity Marketing-Genie (so was gibt"s und ist auch noch ziemlich witzig) Bethenny Frankel. John Lahr porträtiert Julianne Moore als Sphinx von nebenan. Peter Schjeldahl besucht die Ausstellung "Picasso Sculpture" im Museum of Modern Art. Und Anthony Lane sah Denis Villeneuves Film "Sicario" und beklagt die schreckliche Vergeudung von Emily Blunts Talent, das einen Ben Hecht bräuchte, um sich voll zu entfalten: "What do you do with a performer who makes a kiss look as easy as a laugh, and vice versa? What you don"t do is give her a gun, erase the bloom from her cheeks, and command her, at all costs, to keep a straight and stony face."

Magazinrundschau vom 25.08.2015 - New Yorker

Für eine ausführliche Reportage über die Situation von Muslimen in Frankreich begibt sich George Packer in die Banlieue von Paris, wo er die unterschiedlichsten Fraktionen kennenlernt. Darunter einen zum Islam konvertierten ex-katholischen Haitianer, der ihm erklärt, warum eine nicht unerhebliche Anzahl von Muslimen Sympathie für den Front National hat: Wegen des Antisemitismus und der dezidiert selbstbewussten Haltung: Frankreich den Franzosen. "Zwei oder drei Jahrzehnte lang war ein weicher Multikulturalismus die vorgegebene Politik der regierenden Linken, während Frankreichs stille Mehrheit, kulturell immer mehr verunsichert, nach rechts gewandert ist und die Banlieue dem Verfall preisgegeben wurde. Die Wähler des Front National und die radikalen Muslime fühlen sich gleichermaßen im Stich gelassen. Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Laurent Bouvet haben die Januar-Attacken [auf Charlie Hebdo und einen jüdischen Supermarkt] wie eine Unterwasserbombe all diese Trends an die Oberfläche gebracht. "Der Säkularismus ist unser gemeinsames Gut", sagt Bouvet. "Wenn es eine gemeinsame französische Identität gibt, dann ist es nicht die Identität der Wurzeln, es ist nicht eine christliche Identität, es sind nicht die Kathedralen und es ist nicht die weiße Hautfarbe. Es ist ein politisches Projekt." Und er fährt fort: "Wenn wir es dem Front National überlassen, die französische Identität zu definieren, dann geht es nach Rasse, Blut und Religion.""

Was gibt es aufregenderes, als in Rom eine U-Bahn zu bauen, wo alle drei Meter ein tausend Jahre alter Tempel auf seine Entdeckung wartet? Einen Tunnel unter dem Bosporus zu graben, berichtet Elif Batuman aus Istanbul und zählt auf, was dort schon gefunden wurde: eine byzantinische Kirche, 37 Schiffswracks und schließlich, als alles ausgegraben schien, die Überreste eines neolithischen Wohnhauses von 6000 vor Christus. Das war dann der Moment, an dem Präsident Erdogan die Nase voll hatte...

Magazinrundschau vom 01.09.2015 - New Yorker

Ruth Margalit porträtiert den arabisch-israelischen Autor Sayed Kashua als Ausnahmeerscheinung in Israel: ein arabischer Israeli, der auf Hebräisch schreibt, dessen Kolumnen in israelischen Zeitungen erscheinen und der eine höchst erfolgreiche Fernsehserie geschrieben hat - eine Komödie über die jüdisch-arabischen Beziehungen am Beispiel eines Arabers, der alles tut, um von der israelischen Gesellschaft als Gleicher akzeptiert zu werden und immer wieder scheitert. Die Sendung lief zur Prime Time im israelischen Fernsehen, obwohl die Hauptfigur hauptsächlich Arabisch (Hebräisch untertitelt) spricht. Inzwischen lebt Kashua mit seiner Familie in den USA, weil er die Situation in Israel unerträglich findet: Auf der einen Seite immer fanatischere Israelis, auf der anderen Seite Araber, die ihn als Kollaborateur betrachten. "Feigenblatt-Schau" nannte Amal Jamal, Politikwissenschaftler an der Universität von Tel Aviv, die Serie. "Andere attackierten Kashua persönlich. Eine Zeitung, verbunden mit der Islamisten-Bewegung, nannte ihn einen "Sklaven der jüdischen Meister". In seinem Heimatort Tira kursierten Pamphlete, die ihn als "jüdisches Schwein" beschimpften. ... Die Kritik und Verunglimpfung reflektierend, sagt er: "Man hört solche Dinge und denkt: Mist, für wen trage ich denn diese Lasten?" Gleichzeitig fragt er sich, ob seine arabischen Kritiker nicht Recht haben. "Wissen Sie, was mir stinkt? Mit dieser Straße, die ich genommen habe? Langsam und vorsichtig, wie in dieser Serie? Ich sage, ja, durch die Kultur werden sie langsam verstehen. Aber das stimmt nicht. Und die Israelis können diese Wahrheit nicht ertragen.""

Magazinrundschau vom 18.08.2015 - New Yorker

In der aktuellen Ausgabe des New Yorker konfrontiert uns Elizabeth Kolbert mit den harten Fakten des Klimawandels. Eine Erderwärmung unterhalb von zwei Grad Celsius? Nur wenn wir das übrige Drittel von einer Billion Tonnen der budgetierten Emissionen gerecht verteilen: "Wenn wir dem Trend folgen, wird dieses letzte Drittel innerhalb der nächsten Jahrzehnte aufgebraucht sein. Worum es in Paris eigentlich geht, auch wenn es nicht offen ausgesprochen wird, anderenfalls könnte man die Konferenz gleich abblasen, ist die Frage, wer die übrigen Tonnen verbrauchen darf … Eine Möglichkeit wäre, sie auf Basis der Gesamtemissionen zu verteilen, das würde bedeuten, dass große Emittenten wie die USA leer ausgehen. Andere Möglichkeit: Jeder bekommt genau den gleichen Anteil. Auch dann müssten die USA radikal reduzieren. Dritte Möglichkeit: Effizienz. Bereits gebaute Kraftwerke und Fabriken stillzulegen, ist teuer. Doch da die Erneuerbaren billiger werden, könnte Solarenergie besser sein als ein neues Kohlekraftwerk. Wenn Wachstum nicht länger an Emissionen gekoppelt ist, heißt das, ärmere Länder können auch ohne Kohle wohlhabend werden."

Außerdem: Malcolm Gladwell bricht eine Lanze für die Menschen, die New Orleans nach Katrina verlassen und ganz neu angefangen haben. Und Alice McDermott liefert eine Kurzgeschichte, auch zum Anhören, gelesen von der Autorin.