Magazinrundschau - Archiv

The New Yorker

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Magazinrundschau vom 04.08.2015 - New Yorker

In der aktuellen Ausgabe des New Yorker macht sich Kelefa Sanneh Gedanken über das Recht der freien Meinungsäußerung in Zeiten der Politisierung des Alltags in den sozialen Netzwerken: "Betreffend Cyber-Mobbing hat das instinktive Eintreten für Meinungsfreiheit Folgen: die Benachteiligung von Frauen, ethnischen, sexuellen und anderen Minderheiten. Freie Meinungsäußerung kann verletzend sein … Beiträge in den sozialen Medien sind öffentlich, die entsprechenden Foren aber nicht unbedingt. Auseinandersetzungen über Cyber-Mobbing werden nicht vom Staat geführt, sondern von den Administratoren der sozialen Dienste. Damit geben wir einige der wichtigsten Entscheidungen in Sachen freier Meinungsäußerung in die Hände von Unternehmen. Ihnen obliegt es, die Balance herzustellen zwischen dem Wert freier Meinungsäußerung und anderen konkurrierenden Werten … Verglichen mit einer Gefängnisstrafe mag die Aussicht auf den Verlust eines Twitter-Accounts eher mild erscheinen. Doch mit der Bedeutung der sozialen Medien, wächst auch das Schreckgespenst des Ausschlusses. Und Aktivisten der freien Meinungsäußerung könnten zu dem Schluss kommen, dass die CEOs der sozialen Netzwerke sogar die effektiveren Zensoren sind."

Außerdem: Jake Halpern über das stille Leben des Polizisten, der Michael Brown in Ferguson erschoss. Und Peter Hessler über Sprachgrenzen zwischen chinesischen Unterwäschehändlern und ihrer ägyptischen Kundschaft.

Magazinrundschau vom 14.07.2015 - New Yorker

In der aktuellen Ausgabe des New Yorker wagt Kathryn Schulz den Blick auf ein finsteres Zukunftsszenario: das große Beben über dem St. Andreasgraben. Es wird sicher kommen - irgendwann. Die Frage ist nur, warum so wenig Vorkehrungen dagegen getroffen werden: "Das große Beben ist so gefährlich, weil wir es versäumt haben, an die Zukunft zu denken. Das ist kein Informationsproblem, wir verstehen genau, was das Beben anrichten wird. Es ist auch kein Problem der Fantasie. Brad Peytons "San Andreas" läuft gerade im Kino. Doch alle apokalyptischen Visionen sind eskapistischer Natur, keine moralischen Plädoyers oder Handlungsanweisungen. Solche Szenarien zu entwerfen, um besser mit ihnen zurechtzukommen, ist nicht unser Ding. Das ist kein auf Erdbeben beschränktes Problem. Es handelt sich um eine Parabel auf das Zeitalter der ökologischen Abrechnung. Die Fragen, die es aufwirft, gehen uns alle an. Wie soll eine Gesellschaft mit der Aussicht auf eine Katastrophe umgehen, deren Zeitpunkt nicht feststeht, deren Folgen aber gigantisch sein werden? Wie kann sie sich selbst rechtfertigen, wenn ihre gesamte Infrastruktur und Kultur derartig verwundbar ist durch eine Naturkatastrophe?"

Außerdem: Ian Buruma kommt hinter das Geheimnis von "The Tale of Genji" aus dem 11. Jahrhundert. Das Buch gilt als erster Roman der Geschichte und behandelt die Kunst der Verführung. Jon Lee Anderson schickt einen Brief aus Havanna. Und Dexter Filkins untersucht den weiterhin ungeklärten Tod des Staatsanwalts Alberto Nisman, der die argentinische Präsidentin Kirchner der Vertuschung im Fall des Bombenanschlags auf das AMIA-Gebäude von 1994 beschuldigte.

Magazinrundschau vom 23.06.2015 - New Yorker

Für Jelanie Cobb (hier) handelt es sich bei dem Massaker in Charleston ganz klar um einen terroristischen Akt: "Die Morde richten sich gegen die schwarze Zivilbevölkerung in Charleston und anderswo. Ein Freund des Attentäters sagte, Dylann Roof habe einen "Rassenkrieg" auslösen wollen. Offensichtlich bezieht er sich mit seiner Tat auf frühere Erklärungsversuche für Terrorakte in der amerikanischen Geschichte. Als der 26-jährige Tywanza Sanders den Attentäter bat, die Menschen in der Kirche zu verschonen, erwiderte Roof, es sei notwendig. Die Schwarzen vergewaltigen unsere Frauen und übernehmen die Macht über unser Land, soll er gesagt haben, bevor er Sanders ermordete. Vor hundert Jahren verteidigte der Film "Geburt einer Nation" das Terrorregime des Ku-Klux-Klans während der "Reconstruction"-Ära als Notwendigkeit gegen die sexuellen Gewalttaten Schwarzer. Amerikanische Antiterrorgesetze wiederum haben ihre Wurzeln im "Klu Klux Klan Act" von 1871, der Präsident Ulysses S. Grant erlaubte, Klan-Mitglieder zu verurteilen, die die Rechte Schwarzer infragestellten."

Außerdem: Jane Kramer schildert in einem Brief aus Europa Renzo Matteis Versuche, Italien wieder auf die Füße zu stellen.

Magazinrundschau vom 16.06.2015 - New Yorker

Wie muss es eigentlich um die amerikanischen Institutionen bestellt sein, wenn die CIA jahrelang massiv foltert und Senatorin Dianne Feinstein, die es aufdeckte (eine, die so gemäßigt ist, dass sie Edward Snowden als Verräter betrachtet) nicht nur politisch mit allen Mitteln bekämpft sondern auch noch durch Abhörmaßnahmen der CIA schikaniert wird? Und der Verantwortliche für diese Abhörmaßnahmen, die er bestreitet, John O. Brennan, ist von Barack Obama jüngst zum Direktor der CIA bestellt worden und hat als langjähriger "Beichtvater" Obamas die Abschusslisten des Drohnenkriegs erstellt. Auch wenn es sich um einen hohen Al Kaida-Terroristen gehandelt haben mag, lässt einem Connie Brucks Bericht über die Folterpraktiken der CIA das Blut in den Adern gefrieren: "Zwanzig Tage lang musste Abu Zubaydah nackt bleiben und wurde "verbesserten" Verhörtechniken unterworfen, an eine Wand geschleudert und geschlagen. Ihm wurde der Schlaf entzogen, man legte ihn in eine sargähnliche Box, zwang ihn in schmerzhafte Körperpositionen. Mindestens 83mal wurde er dem Waterboarding ausgesetzt."

Außerdem: Margaret Talbot berichtet über den Mord an drei muslimischen Studenten in Chapel Hill, North Carolina vor zwei Jahren und was die Tat für westlich orientierte Muslime bedeutete. Rachel Aviv schickt einen Brief aus Belgien über einen Fall von assistiertem Selbstmord einer depressiven Frau. James Wood stellt den chilenischen Autor Alejandro Zambra vor. Anwen Crawford hört sich durch "Apocalypse, girl", das neue Album der norwegischen Musikerin Jenny Hval. Calvin Tomkins porträtiert den Maler Mark Bradford, der sehr erfolgreich AIDS-Zellen auf die Leinwand bannt. Anthony Lane sah im Kino "Jurassic World" und Myroslav Slaboshpytskiys ukrainischen Horrorfilm "The Tribe". Peter Schjeldahl schreibt über Albert Oehlens erste Museumsausstellung im New Museum in New York. Lesen dürfen wir außerdem eine Kurzgeschichte von Ben Marcus, "The Grow-Light Blues".

Magazinrundschau vom 02.06.2015 - New Yorker

In der aktuellen Ausgabe des New Yorker folgt Anthony Lane den Spuren Lewis Carrolls und seiner "Kinderliebe", die sich unter anderem darin äußerte, dass er die Mädchen von Freunden und Gönnern gerne im "Eva-Kostüm" fotografierte: "Heute würde Carroll dafür verurteilt werden. Doch was war sein eigentliches Anliegen? Es gibt keinen Hinweis auf physischen Missbrauch, und er selbst wetterte gegen jede Form von Unanständigkeit. Anzeichen für Schuld? Tatsache ist, dass der Carroll seiner Zeit für einen Trend stand, der Kindheit als etwas eigenes betrachtete, ein Königreich für sich. Wenn es in den vornehmen Kreisen, in denen Carroll verkehrte, undenkbar war, in ihm eine Bedrohung zu sehen, dann nicht, weil er ein Geistlicher war oder der Verfasser von gefeierten Kinderbüchern, sondern weil Kinder als Objekte der Begierde einfach undenkbar waren. Alles andere als kleine Erwachsene, waren sie abgeschirmt, Teil einer unbekannten Welt. Deshalb hatten Eltern keine Bedenken, Carroll, der selbst unschuldig schien, in diese Welt einzulassen. Freuds Essay "Kindliche Sexualität" kam erst 1905 heraus, sieben Jahre nach Carrolls Tod."

Außerdem geht es ums Reisen durch Raum und Zeit in dieser Ausgabe. Daniyal Mueennuddin segelt mit seinem Vater anno 1924 noch einmal von Indien Richtung Oxford. Sam Lipsyte denkt an verpasste Chancen in Form von bezahlbaren Immobilien in Brooklyn. Luise Erdrich überlegt, was sie Gutes tun könnte, könnte sie in der Zeit reisen. Und neben Jonathan Safran Foer (hier), Jonathan Franzen (hier), Karen Russell (hier) und Primo Levi (hier) steuert Zadie Smith eine Kurzgeschichte zum Thema bei: "Escape from New York".

Magazinrundschau vom 26.05.2015 - New Yorker

In der aktuellen Ausgabe des New Yorker fragt Ed Caesar, wer Eigentümer von Londons teuerster Immobilie sein mag, Witanhurst, erbaut zwischen 1913 und 1920 auf 44000 Quadratmeter Grund in Highgate: "Nach der laufenden Modernisierung wird Witanhurst 90.000 Quadratmeter Wohnfläche haben, das macht es zum zweitgrößten Gebäude Londons nach Buckingham Palace. Es wird wohl das teuerste Haus der Stadt sein. Immobilienagenturen schätzen es auf 300 Millionen Pfund … Es war anzunehmen, dass die Identität der Eigner von Witanhurst herauskommen würde, zieht man die gigantischen Baumaßnahmen und die Anzahl der beteiligten Firmen in Betracht (ich traf einen Handwerker, der erzählte, er gehöre einem von insgesamt sechs Tischler-Teams vor Ort an). Aber kaum einer weiß überhaupt den Namen der Eigentümer. Bauunternehmer mussten Verschwiegenheitserklärungen unterschreiben, Wachleute und Kameras überwachen die Baustelle. Eine Frau, die den Eigner kennt, riet mir, ein anderes Thema zu wählen. Stephen Lindsay, einer der Immobilienagenten, die das Haus verkauften, sprach mit mir nur unter der Bedingung, dass ich mein Telefon und meine Tasche nicht mit in den Raum nahm, dann schwor er vor einem per Telefon zugeschalteten Notar, dass er das Geheimnis um den Eigentümer von Witanhurst mit ins Grab nehmen würde." Und wer ist nun der Eigentümer? Es scheint ein Geheimnis zu bleiben, doch ein Name immerhin fällt: Andrey Guryev, auf Russlands Forbes-Liste rangiert er auf Platz 28.

Außerdem: Ben Taub beschreibt den Weg eines jungen Belgiers in den Jihad. Michael Specter schickt einen Brief aus Luanda, seit dem Ölboom für Expatriates die teuerste Stadt der Welt. Und Salman Rushdie schickt eine Kurzgeschichte über den Philosophen Ibn Rushd, der 1195 auch Leibarzt des Kalifen von Cordoba war: "The Duniazát".

Magazinrundschau vom 19.05.2015 - New Yorker

Für die aktuelle Ausgabe des New Yorker steigt Karl Ove Knausgard weit hinab in die norwegische Seele, um zu begreifen, wie aus ihrer Tiefe ein 77-facher Mörder wie Anders Breivik kriechen konnte und was ihn zu seiner Tat veranlasst haben könnte: "Wie er es angestellt und durch seine Gedanken kontextualisiert hat, erinnert eher an ein Rollenspiel als an politischen Terrorismus. Die daraus sprechende Einsamkeit und der Wunsch nach Selbstbehauptung sind enorm. Es macht Sinn, seine Taten als Variante der vergangenen Schulmassaker in den USA, Finnland und Deutschland zu sehen" Doch darüber hinaus erkennt er in seinen Taten die Krise namens Breivik: "Breiviks Morde, viele davon Auge in Auge ausgeführt, fanden nicht in Kriegszeiten statt, sondern in einem kleinen, gut funktionierenden, reichen Land. Alle Normen und Regeln hatte er annuliert und stattdessen eine Kriegskultur in sich geschaffen, gleichgültig gegen menschliches Leben und skrupellos. Auf diesen Kollaps im Innern eines Menschen, der so eine Tat ermöglicht, sollten wir uns konzentrieren. Einen Menschen zu töten, erfordert, eine enorme Distanz, und der Raum, den dieser Abstand erfordert, findet sich inmitten unserer Gesellschaft, er existiert hier und jetzt unter uns. Die stärksten menschlichen Kräfte finden sich in der Begegnung zweier Gesichtern und Blicke. Nur in diesem Moment existieren wir füreinander. Im Blick des anderen kommen wir zur Welt, und in unserem Blick kommen andere zur Welt. Genau dort können wir auch zerstört werden."

Magazinrundschau vom 05.05.2015 - New Yorker

Zusammen mit John Chisholm, dem Staatsanwalt von Milwaukee, untersucht Jeffrey Toobin, was sich gegen die massenhafte Inhaftierung von Afro-Amerikanern und ethnische Ungerechtigkeit in US-Gefängnissen tun lässt: "Als Chisholm 2007 sein Amt antrat, hatte das "Vera Institute of Justice", eine in New York ansässige Forschungsgruppe, soeben damit begonnen, den Rassismus in der Bezirksstaatsanwaltschaft von Milwaukee zu untersuchen. Über mehrere Jahre ließ Chisholm die Wissenschaftler seine Kollegen befragen und Akten einsehen. Die Ergebnisse waren erschreckend: Die Staatsanwälte von Milwaukee lehnten die strafrechtliche Verurteilung wegen Drogenbesitzes ab bei 42% aller weißen Festgenommenen bei nur 27% aller schwarzen Festgenommenen; bei Prostitutionsdelikten wurden schwarze Frauen eher verurteilt als weiße; bei Beamtenbeleidigung oder Widerstand gegen die Staatsgewalt waren 77% der Verurteilten Schwarze."

Außerdem: Peter Canby besucht die von brutalen Wilderern bedrohten Elefanten im Bouba-Njida National Park in Kamerun. Calvin Tomkins porträtiert den antizyklisch arbeitenden Bildhauer Charles Ray. Und Louis Menand macht uns mit der Empfindlichkeit Saul Bellows bekannt.

Magazinrundschau vom 12.05.2015 - New Yorker

In der neuen Ausgabe des New Yorker stellt Raffi Khatchadourian das Adventure-Spiel "No Man"s Sky" vor, in dem der Spieler eineunendliche Zahl von Landschaften und Lebewesen erkunden kann. Das Ziel des Spiels ist das Zentrum des Universums: "No Man's Sky wird unendlich sein. Der Spieler beginnt am Rand einer Galaxie mit 18,446,744,073,709,551,616 Planeten … Kein leichtes Unterfangen. Wegen des algorithmischen Aufbaus ist alles miteinander verbunden. Änderungen an der Steuerung eines Raumschiffs können auch das Flugverhalten von Insekten verändern. Das Universum kann nur holistisch entwickelt werden, manchmal muss es ganz auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt werden … Das Spiel ist eine Hommage an das Sci-Fi-Genre - Asimov, Clarke, Heinlein - und die alten Illustrationen zu den Geschichten. In den 70ern und 80ern hatten die Buchumschläge manchmal wenig mit den Stories zu tun, für einen fantasiebegabten Teenager war es eine Freude, die Bilder weiterzuspinnen. Der Weltraum war eine romantische Grenze, unfassbar in seiner Unendlichkeit, wo Raumschiffe und futuristsiche Bauten monumentale Proportionen hatten und zugleich furchteinflößend und zerbrechlich wirken konnten … Darüber hinaus erlaubt das Design eine erstaunliche prozessuale Ökonomie: Achtzehn Trillionen Planetenlandschaften werden aus gerade mal 1400 Zeilen Code generiert."

Außerdem: Kathryn Schulz porträtiert die scheue Schriftstellerin Nell Zink ("The Wallcreeper", demnächst bei Rowohlt). Und Tad Friend trifft Marc Andreessen im Silicon Valley, wo der einstige Netscape-Guru jetzt mit Risikokapital pokert.

Magazinrundschau vom 21.04.2015 - New Yorker

D. T. Max besucht das süditalienische Städtchen Matera, das einst als der ärmste Flecken Italiens galt, wo die Menschen in Höhlen, den Sassi, lebten. Versuche, sie aus dieser Lage zu befreien, gipfelten am Ende in ihrer - wohlgemeinten! - Vertreibung aus den Höhlen und der Ansiedlung in Neubauten, deren Architekten sich durchaus Gedanken gemacht hatten, wie man die soziale Kultur der Materaner bewahren könne. Sie zerfiel trotzdem. Als die Höhlen schon einzustürzen drohten, kamen plötzlich neue Bewohner - Kreative zumeist, die sich dort niederließen. Heute ist Matera Anziehungspunkt für Filmcrews und Touristen. Und die ehemaligen Bewohner? Max besuchte einen von ihnen, Vito Festa, im Neubauviertel: "Festas Familie hatte die Sassi 1959 verlassen, da war er elf, und zog nach Spine Bianche, eines der nahen, von den Modernisten errichteten Neubauviertel. "Wir waren so glücklich, wir hüpften auf den Betten", erinnert er sich. Ihm gehört heute ein Haus im Norden der Stadt. Als wir dorthin fahren, sehe ich erstmals das moderne Matera... Festas Haus befindet sich etwa zwei Meilen von den Sassi entfernt, in einer Straße mit zweistöckigen Bungalows, die wie eine Hommage auf die alte Grotte wirken. Das Innere jedoch könnte nicht unterschiedlicher sein. Fest geht stolz durch die Garage um die Haupttür zu öffnen. Er zeigt mir Birnen- und Grapefruitbäume, die er in seinem kleinen ummauerten Hinterhof gezogen hat, die glänzenden Marmorfußböden und die zwei Küchen - eine im Keller, für die Tage wenn es zu heiß war, neben dem Wohnzimmer zu kochen. Alles blitzt. Die Sassi-Höhlen werden für ihre fehlenden rechten Winkel gefeiert. Festas Wohnung bestand aus einer Serie perfekter Rechtecke. Nichts hat eine Geschichte, außer dem roten Telefon mit Wählscheibe, einem Dekorationsstück. "Ich mag hübsche Dinge", erklärt Festa."

Weitere Artikel: Sarah Stillman schildert in einer Reportage die Folgen der amerikanischen Flüchtlingspolitik, die illegale Einwanderer gerade auch gegenüber kriminellen Landsleute im Regen stehen lässt. Stephen Witt rekapituliert die aufregenden Kindertage der Musikpiraterie im Netz, als Napster und Co. eine Revolution in Gang setzten. Peter Schjeldahl besucht das neue Whitney Museum of American Art von Renzo Piano. Und Oliver Sacks dokumentiert den tragischen Fall des Schauspielers und Schriftstellers Spalding Gray, den eine Gehirnverletzung in den Suizid trieb.