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Im Kino

Nackt trotz Chanelkostüm

Die Filmkolumne. Von Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky
06.11.2013. Woody Allen gibt sich bei seiner Rückkehr nach Amerika unversöhnlich. Cate Blanchett erweist sich dabei in "Blue Jasmine" als seine unübertreffliche Muse. Erotische Skulpturen und das Nichtalltäglichwerden des Alltags kann man währenddessen in Kleber Mendonça Filhos meisterlichem "Neighbouring Sounds" bewundern.


Jasmine (Cate Blanchett) war einmal jemand: die Frau eines superreichen Immobilien- und Börsenspekulanten (Alec Baldwin legt ihn als gänzlich charmebefreite Schwundform seiner Serienfigur Jack Donaghy aus "30 Rock" an), der des embezzlement für schuldig befunden und flugs enteignet wurde. Leichte Spoilerwarnung: Was weiter mit ihm geschieht, gilt dem British Board of Film Classification als kennzeichnungspflichtig. Nun jedenfalls steht Jasmine in einem von Karl Lagerfeld entworfenen Chanelkostüm vor der Tür ihrer mittellosen Adoptivschwester Ginger (Sally Hawkins), einen Vuitton-Koffer mit den letzten ihr verbliebenen Habseligkeiten in der Hand. Die in Rückblenden nach und nach entfaltete Vorgeschichte zu dieser von komödiantischem Potenzial strotzenden Ausgangssituation handelt vor allen Dingen von der Figur, die Cate Blanchett in ständig wechselnder Garderobe macht: Aus dem Ausstattungsaspekt lässt sich eine ganze New Yorker Bürgerswelt herleiten.
 
Obwohl es Woody Allens neuer Regiearbeit ihren Prämissen nach durchaus gegeben wäre, schafft "Blue Jasmine" fast überhaupt keine komische Abhilfe. Der soziale Abstieg seiner Protagonistin verläuft langsam, aber stetig, unterbrochen nur durch die bezeichneten Flashbacks aus einem früheren Leben, Aufstieg und Fall des Finanzstandorts Manhattan. Auch dann, wenn Jasmine sich wider Erwarten in einen jungen, gutaussehenden Angestellten des State Department mit Aussicht auf einen Diplomatenjob in Wien und eine spätere Karriere in Washington verliebt (Peter Saarsgard spielt ihn als stil- und klassenbewussten Übersympathen); selbst dann noch, wenn dieser neusachliche Mr. Darcy ihr tatsächlich einen Heiratsantrag macht, der allen ihren Sorgen ein jähes Ende zu bereiten verspricht, scheint Jasmines Lage rettungslos. Zu beschädigt ist ihr Leben, als dass es ihr noch eigentlich möglich wäre, anderen zu begegnen.
 
Weitere Optionen auf eine Versöhnung des Kinos mit der Wirklichkeit - andere Genres, andere Szenarien - werden angespielt, stellen sich aber ein ums andere Mal als falsche Fährten, falsche Hoffnungen, falsche Ideologien heraus. Der Passionsweg von der Park Avenue zur Parkbank kennt nur eine Richtung: abwärts. Die Romcom, der Bildungsroman, die Familienaufstellung, alle diese narrativen Formatierungen von Jasmines Lebenskrise werden kurz aufgerufen, dann aber umgehend wieder verworfen. Das geht so lange, bis wir lernen, unsere Grunderwartungen nach unten zu korrigieren: "Blue Jasmine" erzieht zur Bescheidenheit. Je weiter der Film voranschreitet, desto weniger wagt man zu hoffen: Erst hoffen wir noch, dass Jasmine sich neu erfinden, dann dass sie auch nur einen kleinen Moment von geglückter Intimität erleben, und schließlich lediglich, dass sie nicht auf der Straße enden möge.
 


Die existenzielle Geworfenheit, die der mittlere Allen mit manchmal kitschigen Bergmanbildern zu kitten suchte, erfährt in diesem Spätwerk eine materialistische Umdeutung zur sozialen Verwerfung. Und auch die Filmsprache hat sich seither gewandelt: Der ambitioniert melancholische Tonus von Allens mittlerer Schaffensperiode ist einer inszenatorischen Reife und Routine gewichen, die einfach und zweckmäßig ist, Jasmines Blues-blauer Traurigkeit darum aber auch keine Linderung verschaffen kann. Entzauberung ist nicht zuletzt auch ein (film-)ästhetisches Programm.
 
Leitmotiv dieser Entzauberung ist Cate Blanchetts Gesicht, in der letzten Einstellung von "Blue Jasmine" ist es ohne Schminke zu sehen. Das dachte ich jedenfalls, bis mich ein Leserbrief in der aktuellen London Review of Books eines Besseren belehrte: "Blanchett had products applied to her hair to make it look wet, and a proprietary mix of products applied to her face to make her look distressed and haggard." Distressed and haggard: das beschreibt sehr genau den neuen Realismus des Woody Allen, der mit Cate Blanchett seine unübertreffliche Muse gefunden hat. Sie vollbringt mimische Balanceakte am Rand des Nervenzusammenbruchs, die einen Menschen meinen, dem man gerade die Charaktermaske vom Gesicht gerissen hat: nackt trotz Chanelkostüm. Vor allem auf dieser kreatürlichen Ebene stellt sich Empathie ein, während das trophy wife des Drehbuchs bis zuletzt wenig Anknüpfungspunkte bietet: keine Entwicklung, keine Einsicht, keine Erlösung. Trotzdem empfindet man mit ihr oder doch ganz nahe bei ihr. Am Ende bleibt ein Gefühl tiefer Traurigkeit: Woody Allen, der von seinen europäischen Koproduktionseskapaden zurückgekehrte Sohn, ist unversöhnlich.

Nikolaus Perneczky


Blue Jasmine - USA 2013 - Regie: Woody Allen - Darsteller: Cate Blanchett, Sally Hawkins, Alec Baldwin, Andrew Dice Clay, Peter Saarsgard, Bobby Cannavale, Louis C.K. - Laufzeit: 98 Minuten.

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Es beginnt mit einer Montage von schwarz-weiß-Fotografien: Die von anschwellenden, stakkatoartigen Beats unterlegten Aufnahmen zeigen weites Land, Bauerngesichter, mal isoliert, mal aufgehend in der Menge, ausladende, herrschaftliche Architektur; sie entstammen offensichtlich der Vergangenheit. Es wird eine Weile dauern, bis der Film einen Bezug herstellt zu diesem Prolog. Denn zunächst einmal wirft einen Kleber Mendonça Filhos "Neighbouring Sounds" in eine in fast jeder Hinsicht gegensätzliche Welt: In die urbane Gegenwart, in die Millionenstadt Recife, in einige Wohnhäuser in einem Mittelklassestadtteil genauer gesagt, in denen zwar relativer Wohlstand herrscht, aber dennoch immer ein bisschen zu wenig Platz ist, in denen die Nachbarn immer ein wenig zu nah an einen heranrücken. Ohne, dass andererseits aus der dicht gedrängten Menge von Individuen jemals eine Masse im soziologischen Sinn würde.

Der Film bewegt sich frei durch diese Wohnhäuser, beschränkt sich nicht selbst durch statische dramturgische oder personelle Fokussierungen: Zunächst erschließt er seine Welt aus der Perspektive des Immobilienmaklers João, der soeben aus Deutschland zurückgekehrt ist und zu Filmbeginn eine Beziehung mit der zunächst noch distanzierten Sofia beginnt. Andernorts - man kann den Film tatsächlich eher als eine räumliche Erkundung, denn als eine zeitliche Abfolge beschreiben - im Film folgt die Regie, die nicht nur Handlungsstränge, sondern auch Subjektivitäten betritt und verlässt, wie es ihr passt, die auch schon einmal in (Tag-)Träume hineintritt, Fantasien und Angstvorstellungen auslotet, einer Hausangestellten auf dem Weg zum schnellen, gierigen Sex in der Arbeitspause; oder sie beobachtet den Alltag von Bia, einer unterbeschäftigten Mutter, die sich die Langeweile mit Nachbarschaftsspionage, Tierquälerei und heimlich gerauchten Joints vom Leib hält; bei der Gelegenheit eines von vielen tollen Bildern, die der Film findet, aus seinem Bewegungsfluss isoliert: Bia - die tollste von vielen tollen Figuren des Films, auch, weil sie von Maeve Jinkings mit einer berückenden, nervösen Körperlichkeit, einer irgendwie ganzspätadoleszenten Hausfrauen-Sinnlichkeit ausgestattet wird - atmet Marihuanaschwaden aus, die gleich wieder von einem Staubsaugerschlauch, den sie sich vors Gesicht hält, eingesogen werden; für einen kurzen Moment fügt sich das fluide Durcheinander des brasilianischen Alltags zu einer erotischen Skulptur.



Zusammengehalten werden die für sich selbst rein anekdotischen Segmente von einer genialen erzählerischen Pointe: An der Straßenkreuzung, um die herum sich das Leben der Anwohner organisiert, hat ein Wachschutzteam sein provisorisches Zelt aufgeschlagen. Gerufen wurden die Security-Freelancer von niemandem, jedoch nehmen sie von allen Anwohnern ein paar Scheine, von denen man nicht sagen kann, ob sie als Lohn oder als Schutzgeldzahlungen zu verstehen sind. Das Wachschutzteam gehört einerseits zum Abschottungsmechanismus, auf den die Inseln des relativen Wohlstands in einem von extremen sozialen Spannungen geprägten Land wie Brasilien vertrauen müssen; andererseits ist das aus harten Jungs aus den Favelas bestehende Team selbst ein Eindringling, das gewisse Balancen und informelle Arrangements innerhalb dieser Insel aus dem Gleichgewicht zu bringen droht.

Filho entfaltet in seinem Debüt-Langfilm diesen Mikrokosmos nie aus der Perspektive der ordnenden, kategorisierenden Überwachung. Sondern in kunstvollen Bildern, die einem nie einen kompletten Überblick über die nur scheinbar übersichtlichen Wohnanlagen verschaffen, die ganz im Gegenteil ständig neue Facetten sichtbar werden lassen - so bekommt man etwa erst recht spät im Film mit, dass das Viertel tatsächlich nur eine Straßenbreite vom Meer entfernt gelegen ist. Und er enfaltet ihn außerdem in noch kunstvolleren Tönen: "Neighbouring Sounds" vermischt, seinen Titel ernst nehmend, Alltagsgeräusche mit Popsongs und elektronischen, Noise-artigen Kompositionen zu einem dichten, schwer lesbaren Soundteppich, der einerseits die Aufmerksamkeit schärft für all jene akustischen Attraktionen, die im gelebten Alltag nur allzu oft überhört werden; der andererseits und darüber hinaus aber auch auf die Risse verweist, die sich durch die gesamte Oberfläche des Films, durch die Gegenwart seiner Erzählungen ziehen.



Denn irgendwo hinter / unter / zwischen dem ausdifferenzierten, umhegten, einen teilweise in familiären Routinen zu ersticken drohenden Alltag lauern andere Geschichten. Ältere Geschichten vor allem, die etwas von einer Zeit erzählen, in der die Ausbeutung noch sichtbarer, die gesellschaftliche genau wie die physische Gewalt noch weniger verfeinert war. Die Spur führt aufs Land, wo heute nur noch Ruinen von Gebäuden stehen, die auf historische sozioökonomische Anstrengungen, auf die Marx'sche "ursprüngliche Akkumulation" verweisen; wo einst eine Zuckermine betrieben wurde, in der die Grundlagen des gegenwärtigen Wohlstands erwirtschaftet wurden, erholt man sich jetzt von den multiplen Stressoren des Großstadtlebens. (Daneben gibt es aber auch die Ruine eines alten Kinos, in das Filho Klangspuren eigenen Rechts einträgt - "Neighbouring Sounds" ist auch ein Film über den ästhetischen Überschuss.) Klug ist "Neighbouring Sounds", weil der Film bei all dem nicht, wie man sich das zum Beispiel in einem Haneke-Film hätte vorstellen können, auf eine Wiederkehr des Verdrängten hinaus will. Statt dessen zeigt Filho gerade das zwar geleugnete, aber punktuell nicht zu übersehene Fortbestehen der Vergangenheit in der Gegenwart als Alltag; und nimmt diesem Alltag dadurch seine Alltäglichkeit. Wenn João von einer potentiellen Mieterin auf einen Todesfall in der Wohnung, die er ihr andrehen möchte, angesprochen wird, meint er: "Hier spukt es nicht." Nach dem Film weiß man, dass es so einfach nun auch wieder nicht ist.

"Neighbouring Sounds" hat bislang keinen deutschen Starttermin. Das Berliner Haus der Kulturen der Welt zeigt den Film in den nächsten Wochen dreimal im Rahmen der Filmreihe "Premiere Brasil".

Lukas Foerster

Außerdem neu im Kino: Andrew Bujalskis "Computer Chess". Hier unsere Berlinale-Kritik.

Neighbouring Sounds - Brasilien 2012 - Originaltitel: O Som ao Redor - Regie: Kleber Mendonça Filho - Darsteller: Gustavo Jahn, Maeve Jinkings, Irma Brown, Ana Rita Gurgel, Yuri Holanda, Albert Tenorio - Laufzeit: 131 Minuten.

Archiv: Im Kino

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