Stöbern nach Themen

Durchsuchen Sie unsere Bücherdatenbank nach Themen, Ländern, Epochen, Erscheinungsjahren oder Stichwörtern.

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Im Kino

Blick der Macht

Die Filmkolumne. Von Lukas Foerster, Thomas Groh
17.03.2010. In Erik Poppes "Troubled Water" stirbt ganz zu Anfang ein Kind. Während der Film die Ereignisse rückblickend aus verschiedenen Blickwinkeln auffächert, muss der Zuschauer seine Einstellung immer wieder neu justieren: Was weiß er, was nicht - was glaubt er, was nicht? Paul Greengrass schickt seinen Hauptdarsteller Matt Damon in die "Green Zone" des Irak. Wie genau es dort aussieht, verraten nur die Überwachungskameras.


Am Anfang stirbt ein Kind. Gekidnappt aus einem nur kurz unbeaufsichtigten Kinderwagen, nur wenig weiter im Fluss zu Tode gekommen. Die verknappte Montage vermittelt an Informationen gerade mal das Allerwesentlichste.

Aus dieser traumatischen Urszene heraus entfaltet sich der Film, um am Ende in einer Reprise zu ihr zurückzufinden: Hier Jan Thomas (Pal Sverre Valheim Hagen ), der wegen der Sache acht Jahre Gefängnis abgesessen haben wird (er beteuert: ein Unfall), dort Agnes (Trine Dyrholm), die Mutter des Kindes. Für beide Seiten nimmt sich "Troubled Water" in etwa gleich viel Zeit und schließt beider Leben nach Jan Thomas' Haftentlassung mittels Rückblenden und Perspektivwechsel kurz.

Erster Durchlauf: Jan Thomas nimmt nach seiner Entlassung eine Stelle als Aushilfsorganist in einer eher abgewirtschafteten norwegischen Gemeinde an. Auf sein temperamentvolles Spiel ist man hier bald stolz. Dass er die Vergangenheit sehr bedeckt wissen will, ergibt sich schon aus seiner Entscheidung, seinen zweiten Vornamen fortan zum ersten zu erklären. Eine Weile funktioniert das recht gut. In der Pastorin (Ellen Dorrit Petersen) findet er nicht nur eine Trostspenderin (freilich: er verrät nichts, es bleibt bei unverbindlichen Andeutungen), sondern auch eine Geliebte. Ihr Sohn, mit dem er sich bald befreundet, erinnert frappierend an das zu Tode gekommene Kind.



Zweiter Durchlauf: Ganz zufällig stößt Agnes, nach acht Jahren Trauer im Leben zumindest vordergründig wieder angekommen, auf den neuen Organisten in der Kirche. Sehr allmählich festigt sich ihr Verdacht, dass es sich bei diesem Mann um den Schuldigen am Tod ihres Kindes handelt. Ihre Familie - man hat unterdessen zwei Kinder adoptiert - ist fortan einer Zerreißprobe ausgesetzt, während ihr Handeln zusehends hysterische Züge annimmt. Davon überzeugt, dass Jan Thomas eine Bestie ist, greift sie zusehends in dessen Leben ein.

Erik Poppes "Troubled Water" ist, dem Titel zum Trotz, zunächst von großer Klarheit und Präzision: Seinen Diptychon-Charakter hätten andere Regisseure mit großer Geste zum Kunst markierenden Spektakel erhoben. Bei Poppe entspricht er lediglich der stets angeratenen Methode, immer auch die andere Seite einer Sache zu hören. Um drehbuchgewitzt aus dem Zylinder gezogene Karnickel geht es ihm nicht, im Gegenteil: Meist ist der nächste Schritt und dessen Bezug zum bereits Gesehenen deutlich abzusehen. Diesem einfachen Geschehenlassen verdankt "Troubled Water" ein Gutteil seines Gelingens: Es liegt darin das Angebot an den Zuschauer, ein moralisches und ethisches Verhältnis zum Gezeigten aufzubauen: Hat jeder eine zweite Chance verdient? Wann findet Vergebung statt, wann Versöhnung? Und kann, die zentrale Frage, Gutes aus Bösem entstehen?

Und doch - der Prolog in seiner Knappheit, der später Schicht um Schicht ergänzt wird, legt es schon nahe - es geht auch um das Verhältnis zwischen Informationslage und subjektivem Standpunkt: Was weiß man, was nicht - was glaubt man, was nicht? Wie schnell investiert man Mitgefühl, Sympathie, Abscheu? Und damit geht es mithin auch um Manipulierbarkeit. Ganz am Ende steht da ein lapidar ausgesprochener Satz, der das Bild von Grund auf neu justiert. Dass dies eingebettet ist in einen sukzessiven Erkenntnisprozess, gehört zu den eigentlichen Stärken des Films.

Thomas Groh


***



Amerikanische Soldaten stürmen ein herrschaftliches Anwesen im Irak. Chief Warrant Officer Roy Miller (Matt Damon) und seine Männer hoffen, hier Massenvernichtungswaffen zu finden. Sie werden in dem Anwesen nichts finden. Miller runzelt die Stirn. Irgendwas stimmt hier nicht...

So geht das nicht nur in dieser Szene. "Green Zone" ist nur seinem Setting nach ein Kriegsfilm, im Grunde konstruieren Regisseur Paul Greengrass ("The Bourne Ultimatum") und Drehbuchautor Brian Helgeland ("Mystic River") einen waschechten Verschwörungs-Thriller. Allerdings einen, dessen Pointe kaum einen Zuschauer überraschen dürfte und die schon vor Filmbeginn feststeht: Im Irak wurden nach der amerikanischen Invasion keine Massenvernichtungswaffen gefunden, viel spricht dafür, dass es nie welche gegeben hat. Woraus wiederum folgt, dass die Weltöffentlichkeit vor Kriegsbeginn belogen wurde. Von wem auch immer - in dieser Hinsicht ist der Film nicht ganz konsequent, und wenn er ausgerechnet einen hochrangigen CIA-Beamten als tendenziell antiautoritären Maverick mitsamt aus dem Ruder gelaufener Frisur und speckiger Jeansjacke verkaufen will, geht ihm doch einiges durcheinander. Dennoch vollzieht der Hollywoodstar Matt Damon den grundlegenden Erkenntnisprozess einer ganzen Nation zumindest in seinen Grundzügen noch einmal nach, sicherlich auch im Sinne einer erst einmal nicht unsympathischen Trauma-Aufarbeitung.

Matt Damon wird in diesem Film zum Medium der Zeitgeschichte, gleichzeitig bekämpft er sie auch. Der Film spielt genau zu dem Zeitpunkt, an dem der offizielle Krieg gegen Saddam Hussein beendet war und der weitaus blutigere, inoffizielle Bürgerkrieg, der darauf folgte und bis heute fortdauert, noch nicht richtig begonnen hatte. Die US-Truppen haben Bagdad erreicht, in einer Szene schauen sich die Soldaten George W. Bushs inzwischen berüchtigte "Mission Accomplished"-Rede im Fernsehen an. Damon und sein sonderbarer CIA-Mitstreiter stemmen sich gegen das, was im echten Leben folgen wird: die instabilen, unübersichtlichen Frontverläufe in einem riesigen Land, in dem sich von einem Tag auf den anderen ein gewaltiges Machtvakuum auftut. Der CIA-Mann plädiert dafür, Saddam Husseins alte Mitstreiter von der Baath-Partei in die irakische Nachkriegsordnung zu integrieren. Und so macht sich Roy Miller auf, einen Handlanger des Hauptkriegsgegners gegen einen hinterhältigen Neocon-General zu verteidigen. Man kann dem Film zugute halten, dass er sich der Fallstricke seiner eigenen Konstruktion bewusst ist. Nicht zugute halten kann man ihm die hanebüchenen Drehbuchtricks, mit denen er sich dieser Fallstricke zu entledigen sucht (und nebenbei noch so etwas wie eine irakische Perspektive in den Film einziehen möchte - ein Unterfangen, das in diesem Film genauso sang- und klanglos scheitert wie noch in jedem Irakfilm Hollywoods).

Ein Film über die Möglichkeit von Erkenntnis. Aber einer, der deren Grundlagen bereits auf der unmittelbar filmischen Ebene gefährdet. Paul Greengrass und Matt Damon haben vor "Green Zone" gemeinsam zwei hyperenergetische Actionfilme um den geheimnisvollen Agenten Jason Bourne gedreht. Greengrass' stilistische Signatur, die rasante, die räumliche Orientierung zumindest tendenziell zerstörende Handkamera-Montage, kann auch in diesem Film besichtigt werden. Je weiter er voranschreitet und je tiefer Roy Miller in die Verschwörung, deren Inhalt uns von Anfang an bekannt ist, eindringt, desto wilder springt, zittert, schwenkt, überschlägt sich die Kamera, desto schneller wechseln die Einstellungen. Man kennt das aus fast allen zeitgenössischen Actionfilmen. Daraus resultiert aber nicht automatisch nur das reine Chaos, zumindest nicht in den Händen eines soliden Handwerkers wie Paul Greengrass. Durchaus kunstvoll lässt Greengrass' Montage Lichtfluten und Bewegungsvektoren von einer in die andere Einstellung überspringen. Je tiefer Matt Damon ins feindliche Gebiet vordringt, desto rauer werden die Texturen der Bilder, desto mehr gleichen sie sich aber auch den Körpertexturen Matt Damons an. Das sieht verdammt gut aus. Insbesondere die ausgedehnte Verfolgungsjagd als Höhepunkt des Films ist ein kleines Meisterstück des Actionfilm-Expressionismus.



Es gibt durchaus Kontinuitäten in dieser Szene: solche der Intensität, der reinen Wucht von Körpern und Bewegungen, die keinen Ort und kein Ziel mehr brauchen, nur noch die richtige Ausleuchtung, den richtigen Stil. Verloren gegangen ist dem modernen Actionfilm eine andere Kontinuität, die des Raums und der zielgerichteten Bewegungen durch diesen Raum. Was Matt Damon bei seinen Versuchen, den Verfolgern zu entkommen und die Verschwörer dingfest zu machen, genau anstellt, wie er sich zu den Häusern und Straßen, in denen er sich bewegt, verhält, was er sieht, was ihm verborgen bleibt, all das kommunizieren diese Bilder nicht. Die Bilder wollen das auch gar nicht mehr, sie möchten höchstens eine vage Ahnung davon vermitteln, wie sich das alles anfühlt. Es gibt andere Bilder, die den verloren gegangenen Überblick reinstallieren: Elektronische Bilder von Ortungsgeräten und Satellitenkameras, Bilder, die sich wie ein Virus im modernen Kino verbreiten und die eine privilegierte Erkenntnisposition da versprechen, wo das fotografische Bild eine solche offenbar nicht mehr einzulösen vermag. Matt Damon wird zum entkörperlichten Informationssignal, zum roten Cursor, der sich über stilisierte grafische Oberflächen bewegt.

Diese neuen, elektronischen Bilder aber muss man kritisieren: Sie stehen für den kontrollierenden, katalogisierenden Blick, für den Blick der Macht, für einen Blick, der sich selbst nicht als Teil des Angeblickten versteht und der dem Kino, in dem die verschiedenen Blicke seit seiner Erfindung immer wieder sehr produktiv durcheinander geraten sind, eigentlich fremd ist. Diese Bilder sind die fast zwangsläufige Rückseite der auf Unmittelbarkeit zielenden Bewegungsintensitäten der Greengrass'schen Handkamera. Filme wie "The Green Zone" geben den Weltbezug des Kinos nicht auf, aber sie tendieren dazu, ihn als ein reines Subjekt-Objekt-Verhältnis zu denken. Es gibt nur noch den unmittelbaren Körperreiz vor und den Ordnungsblick der Kontrollgesellschaft jenseits des Sozialen, aber nichts dazwischen. Diese Filme interessieren sich - zumindest ihrer Tendenz nach - nicht mehr für eine Vermittlung zwischen Individuum und Gesellschaft oder allgemeiner: für das demokratische Potential des Kinos.

Lukas Foerster

Troubled Water. Regie: Erik Poppe - Darsteller: Pal Sverre Valheim Hagen, Ellen Dorrit Petersen, Trine Dyrholm, Trond Espen Seim, Terje Strömdahl, Frank Kjosas, Anneke von der Lippe - Norwegen 2008 - Länge: 121 Minuten

Green Zone. Regie: Paul Greengrass - Darsteller: Matt Damon, Greg Kinnear, Brendan Gleeson, Amy Ryan, Jason Isaacs, Khalid Abdalla, Michael O'Neill, Antoni Corone, Yigal Naor - USA / Großbritannien 2010 - Länge: 115 Minuten

Archiv: Im Kino

Nicolai Bühnemann, Lukas Foerster: Weitgehend anorganisch

26.05.2016. Um eine zärtliche Annäherung zwischen einem Mädchen und einem Nachtmahr geht es in Akiz' psychoanalytischen Horrorfilm "Der Nachtmahr". Der japanische Regie-Berserker Sion Sono zieht in seiner Fukushima-Science-Fiction-Parabel "The Whispering Star" die ästhetizistische Handbremse. Mehr lesen

Lutz Meier: Die Bösen sind die Guten

23.05.2016. Mit der Auszeichnung für Ken Loachs neues Drama "I, Daniel Blake", das durchaus kein schlechter Film ist, hat die Jury dennoch die interessantesten Tendenzen des Festivals verkannt. "Toni Erdmann", Maren Ades Berserker und riesiges Zottelwesen, wird sich dennoch durchsetzen. Sehr sehenswert auch Asgar Farhadis "The Salesman", der zum Abschluss des Wettbewerbs lief. Mehr lesen

Lutz Meier: Auf eine Weise universell

20.05.2016. Cannes vor der Wahl: Es gibt wieder Filme, die Grenzen sprengen und die dennoch ein Publikum finden können. Neue Produktionen von Xavier Dolan, Christian Mungiu und den Dardenne-Brüdern machen es der Jury nicht einfacher. Mehr lesen

Nicolai Bühnemann, Thomas Groh: Ausgeliefert ans Werk

18.05.2016. In der Zwangssituation einer Kinovorstellung macht Robert Eggers' texturintensiver Horrorfilm "The Witch" existenzielle Erfahrungen nachvollziehbar. Bryan Singers Superheldenfilm "X-Men: Apocalypse" erliegt dem Fluch vieler Blockbusterserien: Der dritte Film ist immer der schlechteste. Mehr lesen

Lutz Meier: Weiterleben

17.05.2016. Erste Höhepunkte in Cannes: Ein kollektiver Filmrausch macht Maren Ades "Toni Erdmann" zum Favoriten des Festivals, Jim Jarmuschs "Paterson" findet die Poesie und Pedro Almodóvars "Julieta" den Grund des Schicksals. Nur die Franzosen kommen nicht gut an. Mehr lesen

Lukas Foerster, Fabian Tietke: Schinkenbrot, Marmeladenbrot

11.05.2016. Franz Müller schickt in seinem neuen kommunikativen Experimentalfilm "Happy Hour" drei Deutsche Männer in irische Kneipen. Tomer Heymann portraitiert in seinem begeisternden Tanzfilm den israelischen Choreografen Ohad Naharin. Mehr lesen

Sebastian Markt, Jochen Werner: Desperate Lebendigkeit

04.05.2016. Eine Ästhetik der Zugedröhntheit auf den Straßen Manhattans entwirft "Heaven Knows What", der neue Film der Brüder Ben und Joshua Safdie. Der einstige Tarantino-Protégé Eli Roth fügt seinem unterschätzten Werk mit "Knock Knock" einen hintersinnigen Thriller hinzu. Mehr lesen

Lukas Foerster, Thomas Groh: Gleißend, schillernd, schäumend

27.04.2016. Spektakelkino sondergleichen aus Südindien: S.S. Rajamoulis "Bahubali: The Beginning" lässt alle Realismusetüden hinter sich. Tom Tykwers exotistische Bestsellerverfilmung "Ein Hologramm für den König" füllt alten Wein in noch ältere Schläuche. Mehr lesen

Thomas Groh, Patrick Holzapfel: Teil des Spiels

20.04.2016. "Gods of Egypt" erzählt in bunter Fabulierlust - inklusive einer Art antiken Multitasking-Wikipedia - vom Kampf einer bunten Götterwelt gegen den Monotheismus. in "Chevalier" überwachen nicht der Staat oder Kameras die konkurrierenden Männer - sie tun es von selbst. Mehr lesen

Sebastian Markt, Fabian Tietke: Moment der Störung

14.04.2016. Etwas Unerhörtes artikuliert sich in Nicolette Krebitz' fragil widerspenstigem "Wild", der vom Leben in der Stadt, von Begehren und einem Wolf erzählt. Nabil Ayouchs "Much Loved" beschreibt den Alltag dreier Sexarbeiterinnen in Marrakesch. Mehr lesen

Lukas Foerster, Nikolaus Perneczky: Die Ehre der ausländischen Teufel

06.04.2016. Ein mönchischer Kampfsportheld nimmt in Wilson Yips "Ip Man 3" zum wiederholten Mal den Kampf gegen diverse harte Jungs auf. Ein "Book of Climaxes" öffnen Guy Maddin und Evan Johnson in "The Forbidden Room" (und schichten Udo Kier auf Charlotte Rampling auf Ariane Labed auf Mathieu Amalric etc.) Mehr lesen

Lukas Foerster, Michael Kienzl: Lässiger Ausnahmezustand

31.03.2016. Eine Revolution als Mogelpackung rekonstruiert Sergei Loznitsa in seinem Found-Footage-Dokumentarfilm "The Event". Regisseur Dan Trachtenberg und Produzent J.J. Abrams konfrontieren in "10 Cloverfield Lane" Mary Elizabeth Winstead mit einer grundlegend instabilen Welt. Mehr lesen

Lukas Foerster, Patrick Holzapfel: Hypnose statt Kohärenz

24.03.2016. Einen Superheldenvergleich stellt Zack Snyder in "Batman v Superman - Dawn of Justice" an. Apichatpong Weerasethakuls soeben auf DVD erschienener erste Langfilm "Mysterious Object at Noon" zeigt durch einen somnambulen Filter die Enstehung von Träumen. Mehr lesen

Thomas Groh, Michael Kienzl: Atompilz der guten Laune

17.03.2016. Der Verzicht ist Programm in Kevin Reynolds authentizitätsfixierten Bibelfilm "Auferstanden". Phil Collins gelingt in "Tomorrow Is Always Too Long" einigen kitschigen Scherenschnitten zum Trotz ein angenehm zwischen Affirmation und Dekonstruktion pendelndes Stadtporträt Glasgows. Mehr lesen

Janis El-Bira, Lukas Foerster: Monströser Querschläger

09.03.2016. László Nemes' Holocaustfilm "Son of Saul" strebt trotz der behaupteten radikalen Subjektivität in die Richtung einer hochästhetisch verdichteten "grand récit" von Auschwitz. Jay Roach beschreibt in "Trumbo" das antikommunistische "blacklisting" als Privatvergnügen einer Society-Reporterin.
Mehr lesen